<Desc/Clms Page number 1>
Optischer Signalapparat.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein insbesondere militärischen Zwecken dienender optischer Signalapparat, bei welchem die zu signalisierenden Zeichen auf einer Platte in mehreren konzentrischen Reihen angeordnet sind und die Zeichengebung mittels zweier Markierfahnen erfolgt. Gemäss der Erfindung sind die Zeichen in um einen gewissen Winkel (z.
B. 450) voneinander abstehenden Radialreihen auf konzentrischen, auf der Grundplatte durch in diese eingelegte Metallstreifen, durch Farbentöne oder dgl. leicht wahrnehmbaren Ringsegmenten angeordnet, wobei das erste Zeichen jeder Vmfangsreihe vom Endpunkte des zugehörigen Ringsegmentes und die Endpunkte der letzteren voneinander um den gleichen Winkel (450) abstehen, so dass zwecks Zeichengebung die eine der im Mittelpunkt der Zeichenscheibe drehbar gelagerten Markier- fahne aux das betreffende Zeichen, die andere auf den Endpunkt des diesem Zeichen zugehörigen Ringsegmentes eingestellt wird.
Als Zeichenempfänger wird eine mittels eines mit ihr verbundenen Handhebels, Grinknopfes oder dgl. drehbare Scheibe benützt, die zum Teile von einer um einen ausserhalb des Scheibendrehpunktes liegenden Drehpunkt schwingbar angeordneten Platte abgedeckt ist, welche mittels um die Scheibendrehachse drehbaren Handhebels durch Zahntrieb. Exzenter oder dgl. verstellt werden kann und mit einer Öffnung versehen ist. in der je nach der Stellung der Scheibe und der Platte zueinander eines der Zeichen sichtbar wird, die auf der Scheibe derart angeordnet sind, dass bei Einstellung der beiden Handhebel in die vom Empfänger aus gesehene Stellung der Markierfahnen der Sendestation das von letzterer signalisierte Zeichen in der öffnung der Platte erscheint.
In der Zeichnung ist ein solcher optischer Signalapparat in einer beispielsweisen Ausführungsform in Fig. l in Ansicht und in Fig. ;- in einem mittleren Längsschnitt nach der Linie I-I der Fig. l dargestellt.
Auf einer mittels eines Zapfens 1 auf ein geeignetes Stativ aufzusteckenden Vertikalscheibe. 2 aus Holz sind in mehreren konzentrischen Reihen die zu signalisierenden Zeichen (Buchstaben und Ziffern) vorgesehen. Letztere sind in um 45"voneinander abstehenden Radialreihen auf konzentrischen, durch eingelegte Metallstreifen. Farbentöne oder auf andere geeignete Weise auf der Scheibe j ? leicht wahrnehmbaren Ringsegmenten 3 angeordnet. und zwar derart, dass das erste Zeichen jeder Umfangsreihe vom Anfangspunkte 4 des betreffenden Ringsegmentes um
EMI1.1
Zur Zeichengebung werden in bekannter Weise zwei Markierfahnen verwendet, deren Tragstangen 5 mittels eines in ein Gehäuse 6 der Scheibe 7 einzusteckenden Bolzens 7 an dem Apparat beweglich befestigt werden. Soll z. B. der Buchstabe x signalisiert werden, so wird, wie Fig. 1
EMI1.2
angebracht ist. eingestellt wird. Der gleiche Vorgang wird für die anderen Zeichen eingehalten.
Wird ein Zeichen der äusseren Umfangsreihe signalisiert, so bleibt eine Fahne lotrecht nach unten gerichtet in Ruhe, während die andere auf das betreffende Zeichen eingestellt wird. Falls Ziffern signalisiert werden sollen, wird vorher ein verabredetes sichtbares Zeichen z. B. Hochheben beider Fahren oder dgl., dem Beobachter gegeben. l'iii die auf solche Art übermittelten Zeichen in der Empfangsstation ohne Zuhilfenahme
EMI1.3
Empfänger aus gesehene Stellung der Markierfahnen der wendestation sofort das signalisierte Zeichen sichtbar macht.
Der Empfänger ist zweckmässig auf dem Gebeapparat angeordnet und besteht aus einer um einen mittleren Zapfen 8 drehbaren Kreisscheibe 9. die im oberen Teile am Rande von einem segment-oder sektorenförmigen Teil 10 abgedeckt ist, der mit einem über den Drehpunkt der Scheibe 9 hinaus nach unten reichenden Arm 11 um einen an der Schiene 12
EMI1.4
versehen, durch welche die darunter befindliche Scheibe 9 sichtbar wird. Auf letzterer sind in um 45"zueinander versehene Gruppen die je einer Radialreihe am Sender 1 entsprechenden Zeichen
EMI1.5
<Desc/Clms Page number 2>
Gruppe angehörenden Zeichen sichtbar werden, während durch entsprechendes Verdrehen der Scheibe 9 eine andere Zeichengruppe in den Bereich der Öffnung 74 gebracht wird.
Das Verdrehen der Scheibe 9 erfolgt mittels einer auf ihrem verlängerten Drehzapfen 8 aufgesetzten Handkurbel 15, während das Schwenken des Segmentes 10 mittels eines auf den Zapfen 8'lose aufgesteckten in einen Zahnbogen 16 eingreifenden Triebrad 17 erfolgt, das mit einer zweiten Handkurbel 18 fest verbunden ist. Ein bogenförmiger Schlitz 19 im Segment 10, der vom Drehzapfen 8'der Scheibe 9 durchsetzt wird, gestattet die Verschiebung des Segmentes 10.
Die beiden Handhebel 1, 5 und 18 bewegen sich auf einer von der Schiene 12 getragenen Leitscheibe 2V, die von der Nabe des Zahntriebes 17 lose durchsetzt wird und an der Unterseite um 45"voneinander entfernte Vertiefungen 21 aufweist, in welche federnde Nasen 22 der Handhebel15 und 18 zwecks Arretierung derselben einfallen. Die beiden Handhebel werden auf der Achse 8'bzw. dem Zahntrieb 17 derart angebracht, dass für jedes in der Öffnung 14 des Segmentes 10 erscheinende Zeichen die Stellung der beiden Handhebel der vom Empfänger aus gesehenen Stellung der Markierfahnen der Sendestation entspricht, so dass die signalisierenden Zeichen auch vom ungeschulten Manne lediglich durch entsprechende Einstellung der Handhebel richtig abgenommen werden können.
Die An- schläge 23 der Scheibe 20 begrenzen die Bewegung des Handhebels 18, während der Anschlag 24 die Grenzlage des zweiten Hebels 15 bestimmt. Die auf der äussersten Umfangsreihe der Zeichenscheibe 2 befindlichen Zeichen, die durch Einstellung nur einer Fahne signalisiert werden, können am Emplänger an den beiderseits der Schauöffnung 14 im Kreise angeordneten Buchstabenbzw. Zifferngruppen ohne Betätigung der Handhebel abgelesen werden.
Am oberen Scheitel der Scheibe 2 ist eine Hülse 25 angeordnet, in die zweckmässig ein um eine wagerechte Achse schwingbares Fernrohr oder dgl. eingesetzt werden kann.
Es versteht sich, dass die Zeichen auch unter einen anderen Winkel als 450 angeordnet werden können, und statt des Zahntriebes für die Verschiebung des Segmentes z. B. auch ein Exzenter vorgesehen sein kann. Auch ist es möglich, das Segment 10 an Stelle des Drehzapfens mit einer Kulissenführung zu versehen und den Schwingungsmittelpunkt des Segmentes allenfalls oberhalb
EMI2.1
I'ATENT-ANSPRl1 ('HE : l. orrichtung zur optischen Zeichengebung mit auf einer Scheibe in mehreren konzentrischen Reihen ungeordneten zu signalisierenden Zeichen, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeichen iii um einen gewissen Winkel (zweckmässig 45 ) voneinander abstehenden Radialreihen auf konzentrischen, auf der Scheibe durch eingelegte Metaltatreifen. durch Farbentöne oder dgl. leicht wahrnehmbaren Ringsegmenten angeordnet sind.
wol) ei das erste Zeichen jeder l'mfangsreihe vom Endpunkte (4) des zugehörigen Ringsegmentes und die Endpunkte der letzteren untereinander um nahezu denselben Winkel (45 ) voneinander entfernt sind, so dass zwecks Zeichengebung die eine der im Mittelpunkte der Zeichenscheibe drehbar angeordneten Markierfahren auf das zu signalisierende Zeichen, die andere auf den Endpunkte des diesem Zeichen zugehörigen Ringsegmentes eingestellt wird.