DE258280C - - Google Patents
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- DE258280C DE258280C DENDAT258280D DE258280DC DE258280C DE 258280 C DE258280 C DE 258280C DE NDAT258280 D DENDAT258280 D DE NDAT258280D DE 258280D C DE258280D C DE 258280DC DE 258280 C DE258280 C DE 258280C
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- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08B—SIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
- G08B7/00—Signalling systems according to two or more of groups G08B3/00 - G08B6/00
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- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Length-Measuring Instruments Using Mechanical Means (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 258280 KLASSE 74 d. GRUPPE
OTTO ARTENS in WIEN. Vorrichtung zur optischen Zeichengebung.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Januar 1912 ab.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom
20. März 1883
14. Dezember 1900 auf Grund der Anmeldung in Österreich vom 4. Januar 1911 anerkannt.
die Priorität
Gegenstand der Erfindung ist ein insbesondere militärischen Zwecken dienender optischer
Signalapparat, bei welchem die zu signalisierenden Zeichen auf einer Platte in mehreren
um einen gewissen Winkel voneinander abstehenden Radialreihen auf konzentrischen Kreisbogen
angeordnet sind und die Zeichengebung mittels zweier Markierfahnen erfolgt. Gemäß
der Erfindung sind die auf der Scheibe durch eingelegte Metallstreifen, durch Farbentöne
u. dgl. leicht wahrnehmbaren, die Zeichen tra-
' genden Ringsegmente zueinander je um den Winkelabstand zweier Radialreihen verkürzt
und das erste Zeichen jeder Umfangsreihe vom Anfangspunkt des zugehörigen Ringsegmentes
um den gleichen Winkelabstand entfernt, so daß zwecks Zeichengebung die eine der im
Mittelpunkte der Zeichenscheibe drehbar angeordneten Markierfahnen auf das zu signalisierende
Zeichen, die andere auf den Anfangspunkt des diesem Zeichen zugehörigen Ringsegmentes
eingestellt wird. Als Zeichenempfänger dienen zwei gegeneinander verschiebbare,
an sich bekannte Teile, deren einer sämtliehe Zeichen trägt und von dem zweiten derart
abgedeckt wird, daß immer nur ein Signal durch ein Fenster des zweiten Teiles sichtbar wird. Erfindungsgemäß ist diese Abdeckplatte
mit nur einer Schauöffnung versehen und durch einen um den Drehpunkt
der Zeichenscheibe drehbaren Handhebel durch Zahntrieb, Exzenter o. dgl. um einen gewissen
Winkel verschwenkbar, während die Signale auf der Scheibe derart gruppenweise angeordnet
sind, daß die Zeichen einer Gruppe auf einem Bogen liegen, dessen Halbmesser dem
Schwingungsradius der Abdeckplatte 10 entspricht, und die Scheibe 9 gleichfalls mit einem
Handhebel versehen ist, so daß durch Einstellung beider Handhebel in die vom Empfänger
aus gesehene Stellung der beiden Markierfahnen der Sendestation die Scheibe und die Abdeckplatte gegeneinander derart verschoben
werden, daß in der Schauöffnung der letzteren das signalisierte Zeichen sichtbar
wird. · ,
In der Zeichnung ist ein solcher optischer Signalapparat in einer beispielsweisen Ausführungsform
in Fig. ι in Ansicht und in Fig. 2 in einem mittleren Längsschnitt nach
der Linie I-I der Fig. 1 dargestellt.
Auf einer mittels eines Zapfens 1 auf ein
geeignetes Stativ aufzusteckenden senkrechten Scheibe 2 aus Holz oder anderem Material
sind in mehreren konzentrischen Reihen die zu signalisierenden Zeichen (Buchstaben und
Ziffern) vorgesehen. Letztere sind in um 45 ° voneinander abstehenden Radialreihen auf
konzentrischen, durch eingelegte Metallstreifen, Farbentöne oder auf andere geeignete Weise
auf der Scheibe ι leicht wahrnehmbaren Ringsegmenten 3 angeordnet, und zwar derart, daß
das erste Zeichen jeder Umfangsreihe vom Anfangspunkte 4 des betreffenden Ringsegmentes
um 450 absteht, wobei die Anfangspunkte der einzelnen Ringe gleichfalls um einen Winkel
von 450 voneinander entfernt sind. In der Zeichnung ist die äußerste Zeichenreihe
nicht besonders bezeichnet, es könnte jedoch auch diese Reihe durch ein Ringsegment bezeichnet
sein, dessen Anfangspunkt dann in der durch die Scheibenmitte gehenden Senkrechten
liegen müßte.
Zur Zeichengebung werden in bekannter Weise zwei Markierfahnen verwendet, deren
Tragstangen 5 mittels eines in ein Gehäuse 6 der Scheibe 1 einzusteckenden Bolzens 7 an
dem Apparat beweglich befestigt werden. Soll z. B. der Buchstabe χ signalisiert werden, so
wird, wie Fig. 1 zeigt, die eine Fahne in die Richtung der betreffenden Radialreihe (nach
rechts abwärts) gebracht, während die andere Fahnenstange auf den Anfangspunkt 4 des
Ringes 3, auf welchem das Zeichen χ angebracht ist, eingestellt wird. Der gleiche Vorgang
wird für die anderen Zeichen eingehalten. Wird ein Zeichen der äußeren Umfangsreihe
signalisiert, so bleibt eine Fahne senkrecht nach unten gerichtet in Ruhe, während
die andere auf das betreffende Zeichen eingestellt wird. Falls Ziffern signalisiert werden
sollen, wird vorher ein verabredetes sichtbares Zeichen, z. B. Hochheben beider Fahnen o. dgl.,
dem Beobachter gegeben.
Um die auf solche Art übermittelten Zeichen in der Empfangsstation ohne Zuhilfenahme
von besonderen Schlüsseln auch von ungeübten Personen aufnehmen zu können, ist an dem Apparat ein Empfänger vorgesehen,
der durch bloßes Einstellen zweier Kurbelarme in die vom Empfänger aus gesehene Stellung der Markierfahnen der Sendestation
sofort das signalisierte Zeichen sichtbar macht. Der Empfänger ist zweckmäßig auf dem Gebeapparat
angeordnet und besteht aus einer um einen mittleren Zapfen 8 drehbaren Kreisscheibe
9, die im oberen Teile am Rande von einem segment- oder sektorenförmigen Teil 10
abgedeckt ist, der mit einem über den Drehpunkt der Scheibe 9 hinaus nach unten reichenden
Arm 11 um einen an der Schiene 12
befestigten Bolzen 13 schwingbar gelagert ist.
Das Segment 10 ist mit einer fensterartigen Öffnung 14 versehen, durch welche die darunter
befindliche Scheibe 9 sichtbar wird. Auf letzterer sind in um 45 ° zueinander versetzten
Gruppen die je einer Radialreihe am Sender ι entsprechenden Zeichen angebracht, die
in jeder Gruppe in einem Bogen angeordnet sind, dessen . Halbmesser dem Schwingungsradius des Segmentes 10 gleich ist. Es werden
daher beim Verschieben des Segmentes 10 und eingestellter Scheibe 9 gegenüber seiner Offnung
14 nacheinander die einzelnen derselben ι Gruppe angehörenden Zeichen sichtbar werden,
während durch entsprechendes Verdrehen der Scheibe 9 eine andere Zeichengruppe in den
Bereich der Öffnung 14 gebracht wird. Das Verdrehen der Scheibe 9 erfolgt mittels einer
auf ihrem verlängerten Drehzapfen 8' aufgesetzten Handkurbel 15, während das Schwenken
des Segmentes 10 mittels eines auf den Zapfen 8' lose aufgesteckten, in einen Zahnbogen
16 eingreifenden Triebrades 17 erfolgt, das mit einer zweiten Handkurbel 18 fest verbunden
ist. Ein bogenförmiger Schlitz 19 im Segment 10, der vom Drehzapfen 8' der
Scheibe 9 durchsetzt wird, gestattet die Ver-Schiebung des Segmentes 10. Die beiden Handhebel
15 und 18 bewegen sich auf einer von der Schiene 12 getragenen Leitscheibe 20, die
von der Nabe des Zahntriebes 17 lose durchsetzt wird und an der Unterseite um 45 ° voneinander
entfernte Vertiefungen 21 aufweist, in welche federnde Nasen 22 der Handhebel
15 und 18 zwecks Sperrung der letzteren einfallen. Die beiden Handhebel werden auf der
Achse 8' und dem Zahntrieb 17 derart ange- go bracht, daß für jedes in der Öffnung 14 des
Segmentes 10 erscheinende Zeichen die Stellung der beiden Handhebel der vom Empfänger
aus gesehenen Stellung der Markierfahnen der Sendestation entspricht, so daß die signa- 95'
lisierten Zeichen auch vom ungeschulten Manne lediglich durch entsprechende Einstellung der
Handhebel richtig abgenommen werden können. Die Anschläge 23 der Scheibe 20 begrenzen
die Bewegung des Handhebels 18, während der Anschlag 24' die Grenzlage des zweiten
Handhebels 15 bestimmt. Die auf der äußersten Umfangsreihe der Zeichenscheibe 2
befindlichen Zeichen, die durch Einstellung nur einer Fahne signalisiert werden, können
am Empfänger an den beiderseits der Schauöffnung 14 im Kreise angeordneten Buchstabenoder
Zifferngruppen ohne Bewegung der Handhebel abgelesen werden.
Am oberen Scheitel der Scheibe 2 ist eine Hülse 25 angeordnet, in die zweckmäßig ein
um eine wagerechte Achse schwingbares Fernrohr oder anderes Instrument eingesetzt werden
kann.
Es versteht sich, daß die Zeichen auch unter einem anderen Winkel als 45 ° angeordnet
werden können und statt des Zahntriebes für die Verschiebung des Segmentes z. B. auch
ein Exzenter vorgesehen sein kann. Auch ist es möglich, das Segment 10 an Stelle des
Drehzapfens mit einer Kulissenführung zu versehen und den Schwingungsmittelpunkt des
Segmentes allenfalls oberhalb des Mittelpunktes der Scheibe 9 anzuordnen, wobei der Zahnbogen
natürlich konkav nach oben gekrümmt ist.
5
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Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Vorrichtung zur optischen Zeichengebung, bei welcher die Zeichen auf einer Scheibe in um einen gewissen Winkel voneinander abstehenden Radialreihen auf konzentrischen Kreisen angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Scheibe durch eingelegte Metallstreifen, durch verschiedenfarbige Anstriche oder andere Mittel leicht wahrnehmbaren, die Zeichen tragenden Ringsegmente zueinander je um den Winkelabstand zweier Radialreihen verkürzt sind und das erste Zeichen jeder Umfangsreihe vom Anfangspunkt des zugehörigen Ringsegmentes um den gleichen Winkelabstand entfernt ist, zum Zweck, zur Zeichengebung die eine der im Mittelpunkte der Zeichenscheibe drehbar angeordneten Markierfahnen auf das zu signalisierende Zeichen, die andere auf dem Anfangspunkt des diesem Zeichen zugehörigen Ringsegmentes einstellen zu können.
- 2. In Verbindung mit der Vorrichtung zur optischen Zeichengebung nach Anspruch ι ein Zeichenempfänger, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (10), welche in bekannter Weise eine sämtliche Signale tragende Scheibe (9) zum Teil abdeckt, nur mit einer Schauöffnung versehen ist und durch einen um die Scheibendrehachse drehbaren Handhebel durch Zahntrieb, Exzenter oder andere Hilfsmittel um einen gewissen Winkel geschwenkt werden kann, während die Signale auf der Scheibe derart gruppenweise angeordnet sind, daß die Zeichen einer Gruppe auf einem Bogen liegen, dessen Halbmesser dem Schwingungsradius der Abdeckplatte (10) entspricht, und die Scheibe (9) gleichfalls mit einem Handhebel versehen ist, so daß durch Einstellung beider Handhebel in die vom Empfänger aus gesehene Stellung der beiden Markierfahnen der Sendestation die Scheibe und die Abdeckplatte gegeneinander derart verschoben werden, daß in der Schauöffnung der letzteren das signalisierte Zeichen sichtbar wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE258280C true DE258280C (de) |
Family
ID=516122
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT258280D Active DE258280C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE258280C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4926687A (en) * | 1988-11-03 | 1990-05-22 | Sundstrand Corporation | System and method for obtaining a given preload on a spring |
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- DE DENDAT258280D patent/DE258280C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4926687A (en) * | 1988-11-03 | 1990-05-22 | Sundstrand Corporation | System and method for obtaining a given preload on a spring |
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