AT48339B - Verfahren zur Herstellung eines Impfstoffes gegen Schweinepest. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Impfstoffes gegen Schweinepest.

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  Verfahren zur Herstellung eines   Impfstoffes   gegen Schweinepest. 
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 anderen Tieren, wie Pferden, Eseln, Rindern,   Ziegen,   Schafen usw. beim Entbluten nur sehr wenig Serum. Die Versuche aber, diese Tiere, insbesondere Pferde, durch das Blut pestkranker 
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 sehr giftig erwies. 



   Ein weiterer   Nachteil   des bekannten   Verfahrens besteht darin, dass mit einem Blute ge-   arbeitet werden muss, dass noch lebendes Schweinepestvirus enthält. Es musste deshalb zur Schutzimpfung der Schweine immer der Umweg über das Serum genommen werden, d. h. es musste zunächst ein Schutzserum hergestellt werden und erst dieses konnte in der Praxis Verwendung finden. 



   Die Folge davon war. dass man bisher nur eine Serumimmunität, also eine sogenannte 
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   Schutzimpfung ungefährlich zu gestalten, ein Impfstoff nötig ist. der nicht lebendes, sondern abgetötet. es, aber trotzdem noch schutzverleihendes Virus enthält.   



   Umfangreiche   Versuche haben nun das überraschende Ergebnis geliefert, dass   in den Organen und Muskeln von schweinepestinfizierten Tieren Stofle enthalten sind, die   vortcilhaftcrweise   
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 nicht vorhanden sind. 



   Es wird daher   gemäss   der vorliegenden Erfindung von der Benutzung des Blutes vollkommen abgesehen und im   Gegensatz zu den bisher bekannten Verfahren   nur der Extrakt aus den ent- 
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Aus den Organen   der Brust-und Bauchhöhie sowie aus   den   Muskeln sehweinepestkranker   Tiere können jene schützenden Stoffe (Immunstoffe) in   leicht, er   Weise z. B. durch Auspressen oder durch Extraktion mit geeigneten Mitteln, z. B.   physiologischer Kochsatzlösung,   oder auch 
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 als Schweinen, beispielsweise von Pferden, bei wiederholten Injektionen und in grossen Mengen ohne Schädigung vertragen werden. 



   Die Vorteile des neuen Impfstoffes und des damit ermöglichten   Impfverfahren   sind sonach die folgenden :
1. Das neue Präparat ist frei von lebendem Virus und trotzdem wirksam. 



   2. Der Extrakt kann ohne Verluste an Tieren und ohne Gefahr einer Weiterverbreitung der Seuche zur Schutzimpfung unmittelbar an Schweine verimpft werden. Die geimpften Tiere gewinnen so einen aktiven, lang andauernden Schutz. 



   3. Wegen der Ungiftigkeit der Extrakte für Pferde, Rinder, Esel, Maultiere, Schafe, Ziegen usw. kann mittels der Extrakte von den für die Serumgewinnung viel   geeigneteren   Tieren in leichterer und besserer Weise als bisher ein für passive Immunisierung geeignetes Schutzserum erzielt werden. 



   4. Damit ist man imstande, auch für die Schweinepest in ungefährlicher Weise eine sogenannte Simultanimpfung, d. h. die Kombination von aktiver und passiver Immunität, die zur wirksamen Bekämpfung fast aller Tierseuchen mittels Schutzimpfung als nötig erkannt ist, durchzuführen. 



   5. In den Organen der   schweinepestinfizierten   Tiere befindet sich neben dem filtrierbaren 
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 diesem Bazillus in die Extrakte über, infolgedessen enthalt der neue Impfstoff auch gegen diesen Bazillus immunisierende Substanzen. 



   Man hat zwar bereits andere Tierarten als Schweine mit   Körperflüssigkeiten,   d. h. Exsudaten und Blut oder Serum von an Schweinepest erkrankten Tieren nach Abtötung des Virus zwecks Gewinnung von Heilserum behandelt, aber ohne Erfolg. Im Gegensatze hierzu wird nach vorliegendem Verfahren die Benutzung von Exsudaten und Blut verworfen ; es werden vielmehr die ausgebluteten festen Zellorgaue verwendet mit dem Erfolge, dass auch von artfremde Tieren wirksame Seren gewonnen werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1.   Verfahren zur Herstellung eines Impfstoffes gegen Schweinepest, dadurch gekennzeichnet,   dass die Organe der Brust-und Bauchhöhle oder die Muskeln   schweinepestinfizierter Tiere nach   
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Claims (1)

  1. zeichnet. dass der nach Anspruch l erhaltene Impfstoff artfremden Tieren injiziert wird, worauf deren Blut auf übliche Weise auf Serum verarbeitet wird.
AT48339D 1908-03-11 1909-03-11 Verfahren zur Herstellung eines Impfstoffes gegen Schweinepest. AT48339B (de)

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