DE472220C - Verfahren zur Erzeugung von Schutzstoffen gegen Geschwuelste - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Schutzstoffen gegen Geschwuelste

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DE472220C
DE472220C DEA48176D DEA0048176D DE472220C DE 472220 C DE472220 C DE 472220C DE A48176 D DEA48176 D DE A48176D DE A0048176 D DEA0048176 D DE A0048176D DE 472220 C DE472220 C DE 472220C
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Germany
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tumors
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tumor
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DEA48176D
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Dr Franz Keysser
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CHEMISCHER WERTE AG
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CHEMISCHER WERTE AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07KPEPTIDES
    • C07K16/00Immunoglobulins [IG], e.g. monoclonal or polyclonal antibodies
    • C07K16/18Immunoglobulins [IG], e.g. monoclonal or polyclonal antibodies against material from animals or humans
    • C07K16/28Immunoglobulins [IG], e.g. monoclonal or polyclonal antibodies against material from animals or humans against receptors, cell surface antigens or cell surface determinants
    • C07K16/30Immunoglobulins [IG], e.g. monoclonal or polyclonal antibodies against material from animals or humans against receptors, cell surface antigens or cell surface determinants from tumour cells

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Description

  • Verfahren zur Erzeugung von Schutzstoffen gegen Geschwülste Es ist bekannt, daß man mit Emulsionen von Geschwülsten, wie Krebs oder Sarkom, Tiere gegen die Impfung mit virulentem Geschwulstmaterial weitgehend festigen kann. Mit solchen Geschwulstemulsionen hat man auch erfolgreich, besonders im Zusammenhange mit operativer Entfernung der mehr oder weniger örtlich begrenzten Muttergeschwulst, das Wiederauftreten der letzteren oder von Tochtergeschwülsten verhüten können.
  • Gewisse natürliche Heilvorgänge im gesch«-ulstkranken Organismus lassen sich nun auf die Bildung von Schutzkörpern zurückführen. Schon die mikroskopische Untersuchung an Geschwülsten läßt meistens erkennen, daß sich Heilungsvorgänge in ihnen abspielen müssen. Gelegentlich kommen maligne Geschwülste sogar zur spontanen Heilung, d. h. zur Rückbildung, lediglich durch Schutzkräfte des Körpers, was nur auf die Bildung von Schutzkörpern zurückgeführt werden kann, von deren Auftreten und Menge der Grad der Beeinflussung maligner Geschwülstformen abhängig zu sein scheint. Dafür sprechen insbesondere die Beobachtungen über günstige Beeinflussung nichtoperabler, maligner Geschwülste bzw. Tochtergeschwülste, insbesondere der Leber durch parenterale Einverleibung des Bauchwassers, «-elches sich bei Erkrankten infolge solcher Lebergeschwülste in der Regel in reichlichem Maße einstellt.
  • Es ist wiederholt versucht worden, bei gesunden Tieren durch Einspritzung von Geschwulstmasse in Form von Emulsionen oder Autolysaten usw. Serumschutzstoffe zu erzeugen, welche nach Art der Schutz- und Heilserumantikörper gegen Krankheitserreger und deren Gifte auf das Gewebe der betreffenden Geschwülste auflösend wirken und sich zur Behandlung bei Geschwulstkranken eignen sollten. Diese Versuche waren bisher erfolglos.
  • Dagegen wurde nun gefunden, daß die bei geschwulstkranken :Menschen und Tieren auftretenden spezifischen Exsudate der serösen Höhlen, z. B. der Bauchhöhle, außerordentlich starke Schutz- und Heilwirkung entfalten können, besonders wenn sie nach bekannten Verfahren gereinigt und eingeengt zur Anwendung gelangen.
  • Es wurde weiterhin gefunden, daß sich bei krebskranken Tieren, z. B. Pferden, unter künstlicher Erzeugung von Tochtergeschwülsten mit Sicherheit in reichlichen Mengen Bauchwasser erzeugen läßt, welches bei parenteraler Wiedereinverleibung bei dem gleichen oder einem anderen geschwulstkranken Tiere die oben angegebene Heilwirkung zu erzielen gestattet.
  • Es wurde schließlich gefunden, daß von solchen geschwulstkranken Tieren gewonnene Schutzstoffe mit dem gleichen Erfolge beim Menschen zur Anwendung gebracht und in ihrer Eignung für den Menschen noch verbessert werden können, wenn zur Impfung der Tiere in der vorbesagten Weise nicht tierische, sondern humane Geschwülste verwendet und unter Angehen von Tochtergeschwülsten Emulsionen der gleichen Art auf parenteralem Wege den Tieren zur Verstärkung der Schutzstoffbildung im Blut und Bauchwasser systematisch einverleibt werden. Ausführungsbeispiel Ein Tier wird künstlich mit menschlichem Geschwulstmaterial infiziert. Nach dem Angehen der Geschwulst werden Emulsionen der gleichen Geschwulstart nachgeimpft, z. B. in die Blutbahn. Danach kommt es zu einer starken Ausschwitzung in die Pleurahöhle und die Bauchhöhle, indem unter Umständen gleichzeitig oder erst später Tochtergeschwülste (Metastasen) in dem Lungengewebe, besonders in dessen subpleuralen Teilen, sowie in der Leber und von dort aus im Bauchfell entstehen. Durch systematische Wiederholung der Einspritzungen kann die geschwulstwidrige Fähigkeit der Ausschwitzungen, welche besonders hochwertig zu sein pflegen, sowie des Blutserums noch beträchtlich gesteigert werden.
  • Blutwasser und Ausschwitzungen werden durch Teilblutungen oder Entblutung des Tieres gewonnen und nach bekannten Verfahren gereinigt und konzentriert (Elektro-Osmose), so daß hochwertige Antikörperlösungen entstehen, welche, unheilbar Krebskranken eingespritzt, zur Auflösung der Geschwülste und weitgehender Besserung, gegebenenfalls auch zur Heilung führen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Erzeugung von Schutzstoffen gegen Geschwülste unter Verwendung von Geschwulstemulsionen, dadurch gekennzeichnet, daß man natürlich oder nach Impfung an Geschwülsten erkrankte Tiere systematisch mit Emulsionen entsprechender Geschwülste behandelt und während oder nach Angehen von Tochtergeschwülsten (Metastasen) die Ausschwitzungen in die Pleura- oder Bauchhöhle oder das Serum in üblicher Weise gewinnt. a. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß zur künstlichen Impfung der Tiere vorzugsweise lebensfähige humane Geschwülste verwendet werden.
DEA48176D 1926-07-03 1926-07-03 Verfahren zur Erzeugung von Schutzstoffen gegen Geschwuelste Expired DE472220C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5635163A (en) * 1993-06-21 1997-06-03 L'oreal Screening cosmetic compositions containing a hydrophilic agent comprising at least one sulphonic acid radical

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