AT114176B - Verfahren zur Gewinnung von Schutz- und Heilmitteln aus drüsigen Organen. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Schutz- und Heilmitteln aus drüsigen Organen.

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AT114176B
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  Verfahren zur   Gewinnung von Schutz-und Heilmitteln aus drüsigen Organen.   



   Nach vorliegender Erfindung kann man wertvolle Schutz-und Heilmittel durch eine bestimmte Behandlung aus drüsigen Organen erhalten. Diese Behandlung besteht darin, dass man eine in üblicher Weise aus solchen Organen gewonnene Zellaufschwemmung stark einfrieren und nach genügender   Kältewirkung wieder auftauen lässt,   worauf man den Zellsaft filtriert. Als geeignete Organe haben sich insbesondere Milz und Thymus erwiesen. Auch Leber und andere Organe sind brauchbar, doch werden nach den bisher vorliegenden Erfahrungen die besten Ergebnisse mit den Zellsäften aus Milz und Thymus erzielt. Die Präparate bewähren sich hauptsächlich bei Infektionskrankheiten und können sowohl zu Schutzals auch zu   Heilzwecken   Verwendung finden. 



   Das Neue dieses Verfahrens besteht darin, dass der verriebene Organbrei zum starken Einfrieren gebracht wird, wodurch die Zellmembranen besser aufgeschlossen werden, so dass man mit Sicherheit darauf rechnen kann, dass die wirksamen Zellsubstanzen in den Extrakt gelangen. Bei den bis jetzt bekannten Verfahren zur Bereitung von Organextrakten wird entweder nur mit der hydraulischen Presse der Organbrei abgepresst, oder Organbrei wird mit Alkohol, Äther oder auch nur mit physiologischer Kochsalzlösung extrahiert, ohne dass man ihn einfrieren lässt.

   In der deutschen Patentschrift Nr. 268293 wird zwar von hoher Kälte Gebrauch gemacht, um die Haut vorbehandelter Tiere für die nachfolgende Extraktion fein zu zerreiben, doch ist dieses Verfahren wesentlich von dem hier beschriebenen unterschieden, bei dem die enthäuteten drüsigen Organe erst zerrieben und dann zum Gefrieren gebracht werden. 



     Die so'. gewonnen Zellsäfte   können in ihrer Wirkung noch dadurch verstärkt werden, dass man sie mit-virulente Bakterien beimpft und diese durch längere Einwirkung des Saftes zur Abtötung bringt. Die Bakterien werden nach der Art der zu behandelnden Infektionkrankheit gewählt. 



   Beispiel : Milz wird unter sterilen Bedingungen enthäutet, die Pulpa von den Trabekeln abgeschabt und die zurückbleibende weiche breiartige Masse mit etwa der gleichen Menge sterilem Glassand verrieben. Während des Verreibens gibt man nach und nach auf eine mittelgrosse Milz etwa 50   cm3   einer   Va"/oigen Karbol-Kochsalzlösung (physiologische Kochsalz-   
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 einwirken und das Gemisch dann mindestens 24 Stunden lang stark einfrieren, so dass der Milzbrei fest gefroren ist. Hierauf lässt man auftauen und filtriert. Der klare gebrauchsfertige Milzzellsaft ist fleischfarben bis dunkelbraun und wird zu subkutanen oder intravenösen Injektionen verwendet. 



   Man verfährt analog unter Verwendung von Thymus und andern geeigneten Organen. 



   Wie bemerkt, kann man die Wirkung dieser Zellsäfte durch Behandlung mit Bakterien in der Weise, dass ein spezifisches Vakzin entsteht, noch verstärken. Zu diesem Zweck werden in etwa 10   cm3   des nach der gegebenen Vorschrift erhaltenen Zellsaftes z. B. 1 mg virulenter   Tuberkelbazillenkultur (l   Öse) von humanem oder bovinem Typ gebracht, im Schüttelapparat geschüttelt und dann etwa 4-6 Wochen lang bei 370 gehalten. Dadurch werden die Erreger abgetötet, wie sich einwandfrei im Tierversuch zeigen lässt. Erst nach dieser Zeit ist der Impfstoff als Schutz-und Heilmittel verwendbar. Vor der Verwendung wird   er wieder 1/2   Stunde im Schüttelapparat geschüttelt und kann dann zu Schutz-und Heilzwecken bei Tieren und Menschen verwandt werden. 



   Analog kann man andere Bakterien, etwa Typhusbazillen, Diphteriebazillen einsäen und ebenso behandeln. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Gewinnung von Schutz-und Heilmitteln aus drüsigen Organen, dadurch gekennzeichnet, dass man die nach üblichen Methoden aus solchen Organen erhaltene Zellaufschwemmung stark einfrieren und nach genügender Kältewirkung wieder auftauen lässt, worauf man gegebenenfalls den filtrierten Zellsaft in an sich bekannter Weise durch Behandlung mit Bakterien in die entsprechenden Vakzine überführt. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT114176D 1925-12-16 1926-11-20 Verfahren zur Gewinnung von Schutz- und Heilmitteln aus drüsigen Organen. AT114176B (de)

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