DE301413C - - Google Patents

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DE301413C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07KPEPTIDES
    • C07K16/00Immunoglobulins [IGs], e.g. monoclonal or polyclonal antibodies
    • C07K16/18Immunoglobulins [IGs], e.g. monoclonal or polyclonal antibodies against material from animals or humans
    • C07K16/28Immunoglobulins [IGs], e.g. monoclonal or polyclonal antibodies against material from animals or humans against receptors, cell surface antigens or cell surface determinants
    • C07K16/30Immunoglobulins [IGs], e.g. monoclonal or polyclonal antibodies against material from animals or humans against receptors, cell surface antigens or cell surface determinants from tumour cells

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  • Proteomics, Peptides & Aminoacids (AREA)
  • Cell Biology (AREA)
  • Medicines Containing Material From Animals Or Micro-Organisms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bekannt (vgl. Emil Abderhalden: Abwehrfermente, Berlin, J. Springer, 4. Aufl., 1914, S. 57—$3 ; Literatur: S. 373—376 und 400—404), daß nach Zufuhr von blutfremden Stoffen zusammengesetzter Natur im Blutplasma Fermente auftreten, die diese Verbindungen hydrolysieren können. Diese Beobachtung ist dazu verwertet worden, um gegen Karzinomeiweiß, Sarkomeiweiß usw. künstlich Abwehrfermente zu erzielen. Spritzt man einem Tiere, z. B. einem Hunde, -Karzinom; gewebe in die Bauchhöhle oder unter die Haut, oder bringt man ihm ein Extrakt oder ein Autolysat oder einen Preßsaft aus solchem Gewebe in die Blutbahn, dann erhält sein Blutplasma nach 2 bis 5 Tagen Abwehrfermente. Das Serum des Blutes des betreffenden Tieres vermag nunmehr Karzinomeiweiß und auch andere .Bestandteile des Karzino'mgewebes zu hydrolysieren. Der Nachweis der Fermente erfolgt in der Weise, daß man das Serum des betreffenden Tieres in einem Dialysierschlauch auf Kärzinomgewebe einwirken läßt, und dann in dem Dialysat auf Abbaustufen aus Eiweiß nach bekannten Methoden fahndet. Man kann sich auch aus Karzinomgewebe mittels Säureeinwirkung Peptone bereiten und diese zusammen mit dem betreffenden Serum polari-, sieren. Die fortdauernde Beobachtung bei 37 ° zeigt, daß das Drehungsvermögen des Gemisches sich andauernd ändert. Verwendet man zu diesen Versuchen Serum von normalen Tieren, denen kein Karzinomgewebe eingespritzt wordenist, dann findet keine Spaltung von Bestandteilen des Karzinoms statt.
Entnimmt man nun einem so behandelten Tiere' Serum, und spritzt man dieses einem anderen Tiere ein, dann erhalten die Sera dieses zweiten Versuchstieres die gleichen Eigenschaften nur in gesteigertem Maße. Durch wiederholte Übertragung der Abwehrfermente von Tier auf Tier läßt sich die Wirkung des Serums auf bestimmte Substrate außerordentlich steigern.
Diese neue Beobachtung bietet zum ersten Mal die Möglichkeit, Sera herzustellen, die an -bestimmten Abwehrfermenten reich sind. Wie bereits durch viele praktische Versuche bewiesen ist, gelingt es mit HiI "e dieser Sera, Tumoren usw. erfolgreich zu bekämpfen. Die Feststellung, daß es möglich ist, die Abwehrfermente von Tier zu Tier zu übertragen und gleichzeitig eine gesteigerte Fermentwirkung zu erzielen, ist deshalb von größter Bedeutung, weil es auf diesem Wege möglich ist, jede Gefahr einer Infektion durch das injizierte Material auszuschließen. Das Serum kann vor der Übertragung durch ein geeignetes Filter filtriert und gereinigt werden. Das Serum des unmittelbar mit dem Tumorgewebe injizierten Tieres könnte immerhin noch lebende Tumorzellen oder Mikroorganismen enthalten.
Das neue Verfahren bietet auch zum ersten Mal die Möglichkeit, Heilsera für Krebs usw. technisch in größerem Maßstabe herzustellen; denn durch- die bisher allein bekannte Herstellungsweise durch Behandlung nur eines Tieres war nur eine beschränkte Serummenge erhältlich, nämlich diejenige, die dem betreffenden Tier entnommen werden konnte.
Zur Herstellung weiterer Mengen Serum mußte dann anderen Tieren wieder primär frisches Geschwulstmaterial, das besonders bei inneren Geschwülsten nur schwer zugänglich ist, eingespritzt werden. Das neue Verfahren gestattet dagegen, durch Entnahme von dem primär behandelten Tier eine große Zahl weiterer Tiere sekundär weiterzubehandeln und so praktisch unbegrenzte Mengen Serum von außerdem
ίο gesteigerter Wirkung" zu erhalten.
/ Beispiel.
/ τ Einem normalen Pferde "wird Karzinom- '' material eingespritzt. Das Karzinom, z. B.
Uteruskarzinom, das ganz frisch sein muß, wird ganz fein zerhackt und dieses Material nunmehr dem Versuchstier unter die Haut oder in die Bauchhöhle, event, in die Blutbahn gespritzt. Man kann auch in der Weise verfahren, daß man das einzuspritzende Karzinomgewebe vorher in üblicher Weise der Autolyse (Selbstverdauung) unterwirft, oder aber das Gewebe unter hohem Druck auspreßt und dann mit den so gewonnenen Lösungen spritzt. Nach fünf, frühestens nach zwei Tagen wird Blut entnommen. Man preßt das Serum aus und stellt fest, ob es imstande ist, Karzinomgewebe abzubauen. Jetzt spritzt man solches Serum, eventl. nach erfolgter Filtration durch einen Chambeiiand-Filter, einem weiteren normalen Pferde oder einem anderen Tiere ein. Nach drei Tagen wird diesem Tiere Blut entnommen. Sein Serum zeigt ein stärkeres Spaltungsvermögen. Durch weitere Übertragungen läßt sich schließlich ein an Abwehrfermenten sehr hochwertiges Serum bereiten. Dieses Serum hat nun die wertvolle Eigenschaft, wenn man es Menschen, die an Karzinom leiden, einspritzt, deutliche Heilwirkungen zu zeigen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von hochwirksamen, Abwehrfermente enthaltenden Heilseren gegen bösartige Geschwülste wie Krebs, dadurch gekennzeichnet, daß man die nach Einverleibung von Bestandteilen der bösartigen Geschwülste, wie Karzinom oder Sarkom, in die Blutbahn erhältlichen, Abwehrfermente enthaltenden Heilseren durch ein- oder mehrmalige Übertragung auf die gleiche oder eine verschiedene Tierart in ihrer Wirkung verstärkt.
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