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Vorrichtung zum Galvanisieren von metallischen Röhren, Stäben und dergl.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Galvanisieren von metallischen Röhren, Stäben und dergl. und zwar sowohl auf der Oberfläche allein, als auch gleichzeitig auf der Innen- und Aussenseite von Röhren.
Die bis jetzt bekannten Vorrichtungen dieser Art weisen im wesentlichen einen Mechanismus auf, welcher auf einer drehbaren Welle angeordnet ist, die in den Elektrolyten eintaucht. Bei solcher Anordnung kann man nur mit Anoden arbeiten, welche an den Längsseiten des den Elektrolyten enthaltenden Gefässes angebracht sind ; dabei ist auch nur die Anbringung von runden Scheiben oder Trommeln auf der drehenden Welle möglich ; damit ist der Grösse des Durchmessers
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Röhren zur Exposition im Bade gebracht werden.
Demgegenüber bezweckt die vorliegende Erfindung, Verbesserungen an Vorrichtungen der gedachten Art herbeizuführen, durch welche die Zeit, während welcher das Galvanisiergut dem galvanischen Bade ausgesetzt werden muss, verringert und hierdurch die Betriebskosten herabgesetzt werden.
In der Zeichnung ist in den Fig. 1, 2,3 ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung nach vor-
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Die Röhren und die Stäbe, welche galvanisiert werden sollen, werden nun in zwei ent- sprechende Ringe m und M der beiden Ketten i' und ia eingeführt und von diesen während des Galvanisierungsprozessesgetragen.
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An den Klemmvorrichtungen 1 sind die inneren Anoden p befestigt, welche in bekannter Weise in Form dünner, metallischer. zweckmässig isolierter Stäbe in das Innere der Röhren eingesteckt werden und für die Galvanisierung der inneren Röhrenfl. ächen dienen.
Wie schon oben angeführt ist, sind die Ketten längs der Antriebswelle gegeneinander verschiebbar angeordnet und gleichfalls sind auch die Lager für die Wellen und die unteren Räder mit den betreffenden Hängelagern in der Längsrichtung verschiebbar, da Wellenlager mit Zahnriidern, Führungsrädern und Ketten eine verschiebbare Gruppe für sich bilden. Diese Anordnung hat den Zweck, dieselbe Vorichtung für jede beliebige normale Länge von Röhren oder Stäben benutzen zu können. Bei Röhren von grosser Länge kann vorteilhaft noch eine andere Ketten-
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mit den inneren Anoden zu erleichtern.
Die äusseren Anoden@e können nicht nur an den Längswänden des Gefässes a, wie aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich ist, angeordnet werden, sondern man kann sie auch innerhalb der Kettenbahnen anordnen, so dass das von den Ketten getragene Galvanisiergut, sei es beim Auf-oder Abwärtsgang, immer zwischen zwei Anodenreihen und in möglichster Nähe derselben zu liegen kommt. Es versteht sich, dass, wenn es angebracht erscheint, anstatt einer einzelnen, auch zwei Anodenreihen innerhalb des von den Ketten umschlossenen Raumes angeordnet sein können, derart, dass auch das Galvanisiergut sowohl auf der Eintritts- als auch auf der Austrittsseite immer in möglichster Nähe eines Elektrodenpaares bezw. zwischen einem Anodenpaar sich benndet.
Die Vorzüge der Anordnung nach vorliegender Erfindung bestehen in folgendem :
Die Antriebswellen sind vor allem vollständig ausserhalb des Elektrolyten angeordnet, 80 da LI
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Hades ausgesetzt sind. Weiter gestattet die Anordnung der Gehänge für das Galvunisiergut, welche in Form von an einer endlosen Kette zweckmässig befestigten Ringen ausgeführt sind, eine grössere Beschickung des Bades, ebenso wie die Möglichkeit. die Beschickung selbst nach Belieben durch einfaches Hinzufügen von neuen, mit Ringen. versehenen Gliedern zu vergrössern, indem das Gefässe nur in der Tiefe zu verlängern ist, was weder bei Holz-noch Zementwannen Schwierigkeiten bietet.
Durch diese einfache Vergrösserungsmöglichkeit der Anlage bieten sich wichtige Vorteile für jeden Betrieb, nämlich :
1. Eine Ersparnis an Raum ; denn eine Vergrösserung der Wanne in die Tiefe hat keinerlei Schwierigkeiten, während jede Vergrösserung eines Scheibenapparates seitliche Ausdehnung und damit vollständige Pmänderung von Wanne und Innenraum erforderlich macht.
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und nur die Bedienung mehr Arbeiter erfordert.
Da das zu galvanisierende Gut not wendigerweise während eines gewissen Zeitraumes zwischen zwei parallelen äusseren Anodenreihen hindurch laufen muss und da ferner infolge der Form der Gehänge das Galvanisiergut selbst Drehungen um sich selbst ausfiihrt, so kommen alle äusseren Oberflächen des galvanisiergutes während des vertikalen Wegstiickes gleichmässig unter die Wirkung der Anoden, so dass die Galvanisierung gleichförmig und in jeder Weise vollkommen erfolgt.
Bei grösseren Apparaten kann den Röhren auch eine beständig rotierende Bewegung gegeben werden, indem die Innenflächen der Ringe drehbar angeordnet sind und gezahnte Räder tragen, welche während des senkrechten Weges auf seitlich an den Führungen der unteren Räder ANGEBRACHTENasenoderZähneaufstossen.
Die inneren Anoden p, welche aus dünnen, innerhalb der zu galvanisierenden Röhren angeordnetenundanKlemmvorrichtungenlderKetteibefestigtenmetallischenStäbenbestehen, werden immer in der richtigen Höhenstellung während des Betriebes gehalten. Für alle handels-
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Ein weiterer Vorteil, welcher durch diese Vorrichtung erzielt wird, besteht darin, dass man infolge der geniigend hohen Anordnung der Antriebswelle über dem Spiegel des Bades erreichen kann. dass während der langsamen Bewegung der Vorrichtung abwechselnd ein Teil des auf-
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Betreffs der Ausführung der verschiedenen Teile, aus welchen die Vorrichtung besteht, ist folgendes hervorzuheben :
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sich um Röhren oder Stäbe von kleinerem Durchmesser, so wird man zweckmässig zwei oder mehrere von denselben lose zusammenlegen, worauf sie von einem einzigen Ringpaar getragen werden. Wenn hingegen Röhren zu galvanisieren sind, deren Durchmesser grösser als 10 ein ist, so kann man. die Vorrichtung mit Ringen versehen, welche entsprechend grossen Durchmesser haben und gegen die normalen leicht ausgetauscht werden können.
Die metallischen Teile, welche in den Elektrolyten eintauchen, werden zweckmässig durch geeignete isolierende Stoffe geschützt. Dabei sind selbstverständlich diejenigen Teile ausgeschlossen, welche notwendigerweise die Kontakte für die Stromleitung bilden müssen. So sind beispielsweise die inneren Ränder der Gehänge für das Galvanisiergut und ferner die Keutaktflächen und Kontaktpunkte zwischen den Kettengliedern und den Zähnen nicht zu isolieren. Die unteren in das Bad eintauchenden Räder können ; vorzugsweise aus nicht leitendem Material bestehen, so dass unnütze Niederschläge und Stromverluste ausgeschlossen sind.
Die Antriebswelle a steht mit dem negativen Pol des Stromkreises in Verbindung. Die Zahnräder cl und c", welche die Ketten mit den Ringen für das Galvanisergut antreiben, sind ohne jegliche Isolierung auf genannter Welle befestigt, während das Rad c, welches für den Antrieb der die Klemmen tragenden Kette der inneren Anoden dient, auf derselben Antriebswelle a gut isoliert befestigt ist. Dasselbe ist mit dem positiven Pol des Stromkreises in Verbindung gesetzt
Die Stäbe, welche die Anoden für die innere Galvanisierung bilden, sind ebenfalls in bekannter geeigneter Weise zu isolieren.
Ebenso sind die mittleren und die seitlichen Anoden in einem Abstand vom Apparat isoliert aufgehängt, und zwar erstere an zwischen den U-Eisen laufenden Kupfer- schienen und letztere an den Kupferleitungen, welche an den Längswänden des Gefässes isoliert angebracht sind. Diese Anoden sind mit dem positiven Pol des Stromkreises in Verbindung zu bringen.
Die Kette, welche die Gehänge für die inneren Anoden aufweist, wird auch zweckmässig gegen die Einwirkung des Bades isoliert, wobei nur die Kontakt bildenden Punkte frei zu halten sind. Diese Kette kann jedoch auch aus leitenden, aber im Bade nicht löslichem Material, wie z. 13. Aluminium, hergestellt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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