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ein neues Mittel zur Beseitigung eines Übelstandes, der seit Jahren von den Entfernungmesserkonstrukteuren als die Hauptursache davon erkannt worden ist, dass die Entfernungmesser immer von neuem der Berichtigung ihrer Justierung bedürfen, oft nach ganz kurzen Zeitabschnitten, und dass auch die Unveränderlichkeit der Jnstiervorrichtungen noch zu wünschen übrig lässt. Es besteht dieser Übelstand in den zeitlichen Unterschieden der optischen Wirkung, die den angewandten Spiegelprismen auch bei bester Ausführung eigen- tümlich sind.
Auf welchen physikalischen Eigenschaften der Spiegelprismen diese zeitlichen Unterschiede ihrer optischen Wirkung beruhen, ist schon einmal von einem Fachmann auseinandergesetzt worden, nämlich auf den beiden ersten Seiten der englischen Patentschrift Nr. 13562/07. Dort werden-nach einem Hinweis auf die grosse Lichtabsorption des Glases und die astigmatischen und kromatischen Fehler der erzeugten Spiegelbilder, die von Spannungen im Spiegelprisma herrühren-eben diese Spannungen, die auch in gut
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beiden Hauptquellen jener zeitlichen Unterschiede nachgewiesen.
Nach der englischen Patentschrift ist eine Abhilfe dadurch möglich, dass man den Glasweg des Lichtes möglichst verkleinert, indem man z. B. ein zweimal spiegelndes Prisma durch zwei dünne hinten versilberte Glasplatten ersetzt.
Nach vorliegender Erfindung besteht die Abhilfe darin, dass man die Spiegelprismen der Justiervorrichtungen und von den Spiegelprismen der Entfernungsmesser wenigstens die Eintrittprismen, weil deren Wirkung das Messungsergebnis am meisten beeinflusst. aus ungeschmolzenem Quarz herstellt.
Spiegelprismen aus ungeschmolzenem Quarz sind bereits angewandt worden. wo es auf Lichtdurchlässigkeit, besonders für ultraviolette Strahlen, ankam.
Für den Zweck der vorliegenden Erfindung kommt aber in Betracht, dass Quarz neben seinem niedrigen Absorptionskoeffizienten vor allem ein Warmeleitvermögen besitzt, das im Mittel der Werte für die beiden physikalischen Hauptrichtungen des Kristalls etwa zehnmal so gross ist wie das durchschnittliche Wärmeleitvermögen optischer Gläser, die sich, soweit sie für Prismen geeignet sind, darin nur wenig unterscheiden. Da ein störungfrei gebildeter Kristall ein homogener und spannungsfreier Körper ist, so können bei ihm die optischen Schäden nicht auftreten, die sonst von den Inhomogenitäten und Spannungen des Prismenglases verursacht werden.
Selbsverständlich muss, damit einfache Spiegelbilder erzeugt werden, das Spiegelprisma, das einfach oder mehrfach spiegelnd sein mag, in solcher Lage aus dem Kristall geschnitten sein, dass dessen Doppelbrechung nicht oder nicht wesentlich zur Geltung kommt, z. B. so. dass die optische Achse des Kristalls senkrecht zum Hauptschnitt des
Prismas liegt.