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Obstpflücker, Greif- oder fangvorrichtung.
An Stangen angebrachte zangenartige, durch eine Schnur oder dergl. zu betätigende Obstpflücker sind bekannt. Die meisten dieser bekannten Pflückvorrichtungen besitzen ziemlich komplizierte Betätigungseinrichtungen mit mehreren Hebeln und Federn. Der Gegenstand vorliegender Erfindung aber, weicher wohl in der Hauptsache ebenfalls zum Pflücken von Obst, aber ausserdem auch zur Fortnahmc einzelner Blüten an Pflanzen und Sträuchern auf Land und auf dem Wasser, sowie zum Fangen'von Fischen und anderen Wassertieren und dergl. dienen soll, besitzt zwei in einem Tragbügel angeordnete, in der Ruhestellung horizontal ineinanderliegende Hälften symmetrischer Hohlkörper von geeigneter Form, die sich unter dem Einflusse der Schwere Öffnen und durch direkten Schnurzug geschlossen werden.
Hierdurch und durch die gleichzeitige Beweglichkeit beider Schalen um eine horizontale Achse unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand von ähnlichen bekannten Apparaten.
In der Zeichnung ist als Ausführungsform die Hohlhalbkugel gewählt. Statt der ineinander angeordneten Halbkugeln können auch Greif-oder Fangkörper von anderer geeigneter Form, wie ellipsoidenartig, fassartig, zylindrisch und ähnlich gestaltete Hohlkörperhälften benützt werden.
Die dargestellte Ausführungsform besteht aus zwei Hohlhalbkugeln a und b, dem Lagerbügel e und den Zugschnüren und m, die sich in eine einzige Schnur n vereinigen. Die äussere
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sprechenden Lagerungen d des Bügels e gelagert. Die Lagerzapfen der Halbkugel a dienen gleichzeitig den Zapfen g, g der inneren Halbkugel b als Lager, wie aus Fig. 4 ersichtlich. Die innere
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Zustande die eine Hälfte des kreisförmigen Randes der äusseren Halbkugel a legt, wogegen diese Krempe p an der anderen Hälfte des Randes der äusseren Halbkugel a anliegt, sobald die Vorrichtung geschlossen ist.
Wie Fig. 1 und 3 zeigen, ist an der äusseren Halbkugel ein Lappen i und an der inneren Halbkugel ein Lappen k angebracht, an welchen je eine Schnur l resp. m befestigt ist. Diese Schnüre sind durch eine besondere, nötigenfalls mit Leitrollen versehene
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Drehung versetzt werden. Die Lappen l und -heben sich und werden an der Durchgangöffnung der Schnüre l und In am Arme f einander nahe gebracht. Dadurch kommt der linksseitige Rand der äusseren Halbkugel a mit der rechtsseitigen Krempe p der inneren Halbkugel b in Berührung und der Gegenstand, unter oder über den die ursprünglich otlenen ineinander liegenden Halb- kugeln gebracht wurden, ist jetzt in einer vollen Hohlkugel eingeschlossen.
Damit sich die beiden Halbkugeln wieder leicht selbsttätig öffnen, können dieselben in geeigneter Weise und an geeigneter Stelle beschwert sein. Natürlich kann auch eine einfache
Abdrückfeder r (Fig. l) angebracht werden, die beim Schliessen der Halbkugeln a und b zusammen- gedrückt wird und beim Nachlassen des Zuges an der Schnur M die Lappen i und k wieder auseinander drückt, so dass sich die Halbkugeln wieder önnen müssen. Eine am Bügel e (Fig. 2) zweckentsprechend angebrachte Hülse A dient dazu, die Vorrichtung mit einem Stiel von be- liebiger Länge zu versehen.