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Einrichtung zur Entwicklung von Kleinstbildern Der Gegenstand der
vorliegenden Erfindung geht von einem Verfahren aus, bei dem zur Erzielung eine:
sparsamen Verbrauches von pliotngraphischen Filmen aus einem Filmband gewisser Breite
kreisfi3rniigc# Scheiben ausgestanzt und jede derselben derart lreiiclitet wird.
(laß auf ihr mehrere vorzugswcise auf einem konzentrischen Kreis angeordnete, insbesondere
kreisförmige Bilder entstellen.
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Für die Entwicklung derartiger Filme bestehen keiu.erlei geeignete
Vorrichtungen. Hinzu kommt die Schwierigkeit, derartige Filme einwandfrei zu entwickeln,
da sich bei derartig kleinen Negativen die Korngröße unangenehm auswirken kann und
eventuelle, beim Entwickeln entstandene Bläschen atif dem Negativ dasselbe restlos
unbrauchbar machen.
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1)cr l:iiiHiif.1 der Korngröße läßt sich dadurch verniin.dern. (1a13
man als Film einen solchen mit ger#'.u@@cr I:ml@tirncilichkeit und als Optik der
attfnehmenden Kamera eine solche geringer Brennweite und höchster Lichtstärke verwendet.
Die Bläschenbildung läßt sich dadurch vermeiden, daß man den Film bzw. die Filme
vor dem üblichen Enrivickluirgsvorgang in einer wäßrigen Alkohollösung spült. Hier
genügt eine kurze Einwirkungsdauer. Gweckmällig wird eine 5 bis ioo/oige Lösung
von Propylalkohol, insbesondere Isopropylalkohol und Wasser, verwendet.
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Dieses 'Vorspülen der Filme erfolgt in dem gleichen Behälter, in .dien
der Entwicklungsvorgang durchgeführt wird. Nachstehend werden zwei Ausführungsbeispiele
derartiger, für .die Entwicklung von Kleinstbildnegativen besonders geeigneter Entwicklungsdosen
gemäß der Erfindung beschrieben. Bei dem ersten Ausführungsbeispiel wind davon ausgegangen,
daß es notwendig ist, eine größere :\nzahl von Filmscheiben in einem Arbeitsgang
behandeln zu können, andererseits aber auch die Ein-
Satzzeit für
die Filme in die Entwicklungsdose zu %erringerti und damit an Arbeitszeit zu sparen.
Das zweite _lusführungsbeispiel erläutert eine verhältnismäßig einfach herzustellende
Dose, die dann .\nwencluog finden soll, wenn man nur geringe Mengen von Filmen zu
entwickeln hat und darauf Wert legt, eine billige Entwieklungsdose zu ver-\venden.
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Die erste Entwicklung,sdose weist eine flache Form auf, ist dadurch
standsicher und ähnelt in der äußeren Form den für die Entwicklung von Kleinstbildfilmen
bekannten Entwicklungsdosen. Ihr innerer Aufbau ist dagegen mit den bekannten Dosen
nicht vergleichbar. Das Gehäuse der neuen l-utwicklungsdose besitzt beispielsweise
einen im wesentlichen H-förmigen Querschnitt. In der Mitte des Bodens befindet sich
unterhalb einer Senkung eine (;ewitid@el)ohrung, in die ein Schnellschlußventil
eingeschraubt wird. In das Gehäuse setzt man ein Haltemittel für die Filme ein,
das aus zwei "feilen besteht, die zwischen sich die kreisririgförmigen Filme halten
und durch zwei vorzugsweise aus Neusilber bestehende Blattfedern od. dgl. zusammengehalten
werden. Nun wird der auch aus -zwei Teilen bestehende Deckel so auf das Gehäuse
aufgeschraubt, daß das eine Teil des Deckels mit ,lern Gehäuse fest verbunden, das
andere aber gegenüber dem Gehäuse verdreht werden kann. Das drehbare Teil greift
mittels eines Bajonettverschlusses od. dgl. in das Haltemittel ein, so daß dieses
mit dem als Drehteil ausgebildeten Deckelteil bewegt werden kann. Diesen Vorgang
des Einsetzens führt man in der Dunkelkammer durch und kann nun die Verfahrensvorgänge
außerhalb der Dunkelkammer ablaufen lassen.
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Zuerst wird die wäßrige Alkohollösung in die K.imwicklungsdose eingegossen.
Man läßt sie einige Zeit einwirken, verdreht dann das Schnellschlußv-entil in Richtung
öffnen: Die alkoholische Lösung fließt ab. Nach dem Schließen des Ventils gießt
man die Entwicklerftüssigkeit ein. Auch diese läßt nian entsprechend einwirken und
wiederholt den Öffnungs- und Schließvorgang. Nun spült man mit Wasser bei geschlossenem
Bodenventil nach. Das eintretende Wasser steigt in der Dose immer höher, bis es
oben am Umfang der Dose austritt. Damit keine Stauungen des ausfließenden Wassers
auftreten können, sind die freien Querschnitte so bemessen, daß sie zu der Austrittsstelle
hin immer -rößer werden.
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Nachdem die Filme genügend gespült wurden, läßt man das Wasser durch
öffnen des Schnellschlußventils abfließen, schließt das Ventil wieder und füllt
Fixierbad in die Dose: Sind die Filme ausreichend fixiert, dann läßt man das Fixierbad
aus und spült, wie bereits oben beschrieben, mit Wasser kräftig nach. Nun öffnet
man den Deckel der Entwicklungsdose, nimmt die in der Dose vorne:elienen Haltemittel
mit den Filmen .heraus und hängt sie zum Trocknen der Filmscheiben auf.
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Da die Filmscheiben in einem gewissen Abstand von der Drehachse der
Dose 'angeordnet sind, wird die jeweils in der Dose befindliche Flüssigkeit gut
durchwirbelt und damit das Ansetzen von Flüssigkeitsbläschen wirksam verhindert.
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Das zweite Ausführungsbeispiel zeigt eine Dose, bei der das Gehäuse,
das Haltemittel und die anderen Teile der Entwicklungsdose eine andere Ausbildung
erfahren haben, als es bei der oben beschriebenen Dose der Fall ist. Hier wird das
Gehäuse der Entwicklungsdose aus zwei über ein Gewinde od. dgl. miteinander .in
Verbindung stehenden Teilen zusammengesetzt. Zwischen diesen Teilen wird ein mit
einem Teil verbundener Ventilkegel vorgesehen, der bei einer Drehung dieser beiden
Teile gegeneinander eine Bohrung freilegt, durch die die wäßrige Lösung bzw. die
Entwicklungsflüssigkeiten abfließen können. In das Dosengehäuse setzt man das aus
einer Hohlachse bestehende Haltemittel für die Filme ein. Dieses ragt, wie es bei
den Kleinbildentwicklungsdosen für Filmbänder bereits bekannt ist, aus dem Deckel
der Entwicklungsdose heraus, kann aber nicht nur gedreht, sondern auch gehoben und
gesenkt werden. Auf dem Haltemittel werden nun nacheinander Filmscheiben und Beilagscheiben
als Abstandhalter angeordnet sowie als Abschluß gegenüber dem Deckel der Dose z.
B. eine Lichtschutzscheibe aufgesetzt. Die Beilagscheiben werden siebartig ausgebildet,
damit die innerhalb der Dose bewegten Flüssigkeiten möglichst ungehindert strömen
können.
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Das Haltemittel dieser zweiten Dose weist eine Mittelbohrung auf,
die als Zuführleitung der Entwicklungsflüssigkeiten zum Innenraum der Dose und als
Fassung für ein Thermometer herangezogen wird. Aus diesem Grunde ist das Haltemittel
an seinem einen Ende als Einfüllstutzen ausgebildet und dieser außen mit einer Rändelung
versehen, damit das Haltemittel leichter gehalten werden kann, wenn man es bewegen
will.
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Den das Gehäuse abschließenden Deckel versieht man zweckmäßigerweise
mit einigen kleinen Bohrungen, die 4urch den Einfüllstutzen des Haltiemittels abgedeckt
werden, damit die beim Einströmen von Flüssigkeiten in das Doseninnere dort befindliche
Luft entweichen sowie -die beim Spülen mit Wasser oben austretende Flüssigkeit leicht
herausfließen kann. Die über den Filmen angeordnete Lichttschutzscheibe verhindert
dann zusätzlich einen Lichteinfall.
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In den Figuren sind die beiden Ausführungsbeispiele näher veranschaulicht.
Die Fig. i bis 7 zeigen Teile des ersten und die Fig. 8 das zweite Ausführungsbeispiel.
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Fig. i zeigt einen Schnitt durch die Entwicklungsdose; Fig. 2 zeigt
einen Schnitt durch ein als Dreh-und Einfüllorgan ausgebildetes Deckelteil; Fig.
3 zeigt das zweite Deckelteil, das mit dem ersten zusammen die Abdichtung des Gehäuses
in bezug auf Flüssigkeits- und Lichtdichtung ermöglicht, und zwar Fig. 3 a einen
Schnitt und Fig. 3 b eine teilweise Ansicht des zweiten Deckelteiles: Fig. 4 gibt
das Oberteil des Haltemittels wieder, und zwar
Fig. 4a eine Ansicht
desselben und Fig. 4b einen Schnitt in Richtung :f-ß der Fig. 4a; Fig. 5 zcigt (las
Halteinittelunterteil, und zwar Fig. 52, dasselbe in Ansicht und Fig. 5 b
einen Schnitt in Richtung C-D; Fig. 6 veranschaulicht einen Schnitt durch das Gehäuse
der Dose und Fig. ; eine Aufsteckplatte zuin Erleichtern des l'ilmscheibeneinlegens
in das Haltemittel, und zw'a'r zeigt Fig. 7 a eine Ansicht und Fig. ; b eilten Schnitt
(lurcli die Fig. 7a in Richtung E-F; Fig. 8 zeigt einen Schnitt durch das zweite
Ausführungsh(ispicl einer I?newicklungsdose.
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In dem Boden i des Gehäuses 2 ist eine Gewindebohrung vorgesehen,
in die ein Schnell-schlußventil 3 cingesetzt wird. Ist das Gehäuse 2 mit einer Flüssigkeit
gefüllt, dann läßt sich durch eine Drehung des Venlils 3 in Richtung Öffnen das
Ablassen erreichen. 1)1c Flüssigkeit verläßt dann das Gehäuse 2 durch (iic lWirungen
4 und 5 des Ventils 3. In das Gehäuse setzt man das aus dem Oberteil6 und dem t'titerteil
; bestehende Haltemittel ein. Zwischen ihnen lwfinden sich, wie auf der rechten
Seite der 1# ig. i gezeigt, Filmscheiben 8, deren einwandfreie Halterung dadurch
erzielt wird, daß das Oberteil 6 und (las Unterteil 7 durch zwei vorzugsweise als
13lattfe(lerli ausgebildete Spannglieder zusammengehalten werden, von denen in der
linken Hälfte der F i-. i eine solche Feder 9 gezeigt ist.
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Das Haltemittel-unterteil 7 weist drei Nasen io auf, mit denen es
auf dem Gehäuseboden i aufsitzt. \lit seinem ringförmigen Ansatz li faßt es außer-(lern
iii den Gehäuseboden i ein. Das Haltemitteloberteil oder das Haltemittelunterteil
weisen Nuten 1 2 auf, in die Nasen 13 des als Dreh- und Einfüllorgan ausgebildeten
oberen Deckelteiles 14 fassen. i)adtirch wird ein Drehen des Haltemittels von aul.4cn
crmc'>glicht. Mit dem oberen Deckelteil 14 stellt (las untere Deckelteil i6 über
die Mutter 1,5 Al X-erbindting. @Das Unterteil 16 wird mittels des Gewindes
17 nach crem Einbringen des Haltemittels Ei, 7 mit (lern Gehäuse 2 verschraubt.
Das Geliätiscinnere ist dann einwandfrei gegen Lichteintritt gesichert, wenn die
Deckelteile z. B. die in cler Fig. i gezeigte Form besitzen. Außerdem ist eine gewisse
Sicherheit gegen das Austreten von Flüssigkeit dadurch vorhanden, daß sich das Deckelteil
i6 an der Stelle 18 dichtend an das Gehäuse 2 anlegt.
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Durch (leii 1?,infiillstutzen i9 und die Mittel-1)ohru,rig 20 gelangt
die einzufüllende Flüssigkeit auf den lio(ien i des Gehäuses 2. Es steigt im Geli@iuse
nach oben, umspült zuerst das Haltemitteluntertcil 7. dann die Filmscheiben Kund
das Haltemitteloix rteil 6. Wird z. B. mit Wasser durchgespült, dann tritt dieses,
nachdem es die Teile 6, 7 und 8 umspült hatte. dtircli den freien Querschnitt 21
über (las Deckelteil 16 und strömt ani Umfang desselben l)ei 22 zwischen den Deckelteilen
14 und 16 aus.
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Ist der Film entwickelt, fixiert und genügend gespült worden, darin
liebt man den Deckel nach dem Ablassen der Flüssigkeit durch Lösen der Verschraubung
17 vom Gehäuse ab, entfernt das Haltemittel 6, 7 und läßt es trocknen. Die E.ntw,icklungsdose
ist dann wieder zur Aufnahme neuer Filmscheiben bereit.
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Wie die Fig. 2 zeigt, besteht das Deckeloberteil 14, das als Dreh-
und Einfüllorgan ausgebildet ist, aus einem Drehteil. Zur Erleichterung des Anfasseris
beim Drehen besitzt es eine Rändelung 23 und zur Mitnahme des Haltemittels 6, 7
Nasen i:3. Die ringförmigen Ansätze 24 und 25 dienen als Lichtschutz. An der stelle
26 befindet sich ein Gewinde, auf das die nicht gesondert dargestellte Mutter 15
aufgeschraubt werden kann, die das Deckelteil 14 mit dem Deckelteil 1,6 so vereinigt,
daß sich beide noch gegieneinander drehen lassen.
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Das untere Deckelteil 16 besitzt eine Mittelhohrrung 27, in die das
Deckelteil 14 so hineinpaßt, daß sich die Deckelteile gegeneinander verdrehen können.
Mit Hilfe des Gewindes 17 kann es mit dem Gehäuse 2 verschraubt werden. Durch die
Bohrungen 21 kann das beim Spülen benutzte Wasser hindurchtreten. Die ringförmigen
Ansätze des Deckelteiles dienen auch hier als Lichtschutz. Am Umfang befindet sich
eine Rändelung 28, die das Verschrauben des Teiles 16 erleichtezt.
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Das Oberteil 6 des Haltemittels besteht im wesentlichen aus einer
Platte, welche in der Mitte einen Ansatz 29 aufweist .und weitere, der Zahl der
zu entwickelnden Filmscheiben entsprechende Ansätze 3o besitzt, die die gleiche
Teilung haben wie die Ansätze 3 i des unteren Teiles 7 des Haltemittels. Während
dlie iDurchtrittsöffnungen 32 des Oberteiles 6 beispielsweise in der Nähe der Drehachse
liegen, sitzen die Durchtrittsöffnungen 33 des Unterteiles 7 -in .der Nähe des Unterfanges
dieser Teile. In. dem Ausführungsbeispiel besitzt das Oberteil 6 in der Nähe der
Drehachse Nuten 12, in welche die Nasen 13 des als Dreh- und Einfüllorgan dienenden,
oberen Deckelteiles 14 einfassen, um die INlitnahme des Haltemittels zu ermöglichen.
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Die Teile 6 und 7 sind am Umfang mit einander entsprechenden Einschnitten
34 und 35 versehen. Außerdem sind am Oberteil 6 an den gleichen Stellen zur Drehachse
hin versetzte Vertiefungen 36 angeordnet, in die die in der Fig. i gezeigte Blattfeder
9 od, dgl. einfassen kann, um das Oberteil 6 mit dem Unterteil 7 zu verbinden, wenn
die Filmscheiben zwischen ihnen liegen. Die Befestigung der Feder am Urntertei17
und, die Einrastung in das Oberteil 6 sind deutlich aus der Fig. i ersichtlich.
Zur Erleichterung des Aufsetzens der Filmscheiben .sind die Ansätze 31 kond-sch
ausgebildet. Diese konischen Ansätze 31 passen in die Bohrungen der Ansätze 3o des
Oberteiles 6 hinein. Das Unterteil 7 ruht mit den drei Nasen io auf dem Boden i
des Gehäuses 2, während die ringförmigen Ansätze i i in den Boden i eingreifen.
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Das Gehäuse 2 trägt in der Mitte des Bodens i einen Ansatz 37, welcher
innen außer einem Schnellschlußventil 38' eine konische Bohrung
39 erhalten
hat, um die in dem Gehäuse vorhandenen Flüssigkeiten ablassen zu können. Der Führung
des Haltemitteltinterteiies 7 dient die ringförmige Nut 40.
| -Als Werkstoff für alle Teile der Ent@vi@cklungs- |
| close kamt man all die Stoffe verwenden, die dltrch |
| die L:ittwicklungsflüssi.gkeiten nicht angegriffen wer- |
| den. Man wird zweckmäßigerweise Bakelite be- |
| nutzen. |
| Uni das Einbringen der zu entwickelnden Film- |
| schriixn in das Haltemittel 6, 7 zu vereinfachen, |
| bedient man sich zweckmäßigenveise einer Aufsteck- |
| platte 41, welche Fig. 7 erläutert. Diese Platte trägt |
| Stifte 42, die der Zahl der in einem Haltemittel an- |
| z:ioi-cliieriden Filmscheiben entsprechen. Sie sind |
| z. I'). durch die Muttern 43 mit der Platte 41 ver- |
| ::1» auht. Will man die Filmscheiben zwischen die |
| "!'eile 6 und 7 des Haltemittels einlegen, so setzt |
| inan das Unterteil 7 auf die Aufsteckplatte 41 der- |
| art auf, daß die Stifte 42 in die Mittelbohrungen |
| 44 der Ansätze 31 fassen. Nunmehr legt man die |
| Filmscheiben. 8 auf die über die Ansätze 31 hinaus- |
| ragenden. Stifte 42 und drückt -darüber das Ober@- |
| teil 6 (fies Haltemittels. Durch das Aufdrücken der |
| Platte 6 werden d'ie Filmscheiben @in die richtige |
| Lage gebracht. Man verbindet dann das Oberteil 6 |
| finit dein Unterteil 7, indem man die Enden der |
| Blattfedern 9 in die Vertiefungen 36 des Oberteiles 6 |
| einrasten läßt. Die Filmscheiben verbleiben dann in |
| (lein jetzt eine Einheit bildenden Haltemittel 6, 7, |
| bis sie nach dem Entwickeln getrocknet sind, wer- |
| den also vor Beschädigung geschützt. |
| Die in der Fig. 8 gezeigte Entwicklungsdose be- |
| stellt aus zwei Teilen, dem Gehäuse 45 und dem |
| Fuß 46. Durch das Gewinde 47 stehen sie mitein- |
| ander in Verbindung. In dem Gehäuse 45 ist ein |
| Ventilkegel 48 angeordnet und gegen Verdrehen ge- |
| sichert,. Verdreht man das Gehäuse 45 gegenüber |
| <lern Fuß 46, so hebt sich der Ventilkegel 48 von |
| s<iner =Xtilagefläche am Fuß 4#6 ab und läßt durch |
| die in ihm vorgesehenen Bohrungen 49 und 5o die |
| im Geh;iuse 45 befindlichen Flüssigkeiten durch die |
| !3ohrung 51 des Fußes austreten. Durch ent- |
| sprechende Wahl der Steigung des Gewindes 47 |
| lal:)t sich auch hier ein schnelles Abfließen der |
| Flüssigkeiten schon bei leichter Verdrehung der |
| beiden Teile gegeneinander erzielen. |
| In eine Ausdrehung des Bodens des Gehäuses 45 |
| faßt eine Führungsmutter 52 ein, die mit dem Film- |
| haltetni'ttel 53, nachstehend als Hohlachse bezeich- |
| net. an der Stelle 54 verschraubt ist. Durch Lösen |
| dieser Verbindung ist es möglich, Filmscheiben 55 |
| und I;eilansclieihen 56 auf die Hohlachse 53 auf- |
| zusetzen und diese auf der Hohlachse durch Ver- |
| t#inignng der beiden Teile zu sichern. Das mit einer |
| Lichtschutzsicherung 57 versehene Teil 58 kann |
| dabei ständig auf der Hohlachse sitzenbleiben. Es |
| dient gleichzeitig als Anschlag der Hohlachse gegen |
| den Deckel 59, wenn man die Hohlachse mit den |
| atif ihr sitzenden Teilen während der Entivicklungs- |
| #-t»-gän##e nach oben und unten bewegt. |
| 1)ie #Ilol.lacl"e 53 ist in dem in der Zeichnung |
| dargestellten Schnitt in Ansicht gezeichnet. Über |
| sie wird der Deckel 59 gesetzt und darauf ein Ein- |
| fiillstutzen 6o mit der Hohlachse 53 durch Um- |
| l,iir.cIeiting an der Stelle fit so verbunden, daß man |
| (Jie Hohlachse in (lern Deckel noch drehen und auf |
un?d ab bewegen kann. In der Nähe der Achse des Deckels 59 befinden sich liohritnge
t. 62, durch welche die Luft aus dein Gehäuse entweichen kann. Deckel und Gehäuse
werden hier beispielsweise durch eine Bajoriettsicherung zusammengehalten. So legt
sich z. B. ein Stift 63 gegen eine Kante des Gehäuses in der Haltestellung an.
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In der Dunkelkammer werden die Filmscheiben 55 mit den Beilagsc'heiben
56 auf die Kohlachse 53 aufgeschoben, die Fiihrungsinutter 52 angeschraubt und darauf
das Ganze (Hohlachse mit den Teilen 55# 56, 57, 58 sowie dem Deckel: 59 mit dem
Einfüllstutzen 6o) in das Gehäuse 45 gesetzt, so daß die Hohlachse 53 in dieses
hineinragt und mittels der Führungsmutter 52 gegen seitliche Bewegung gesichert
ist. Nun dreht man den Deckel bis zum Anschlag. Dann kann man die w-äßrige Alkohollösung
eingießen, sie einige Augenblicke unter Drehen der Hohlachse einwirken lassen, verdreht
dann das Gehäuse 45 gegenüber dem Fuß 46, öffnet dadurch die Öffnungen am Boden,
worauf die Lösung abfließt. Nachdem Schließen wird die Entw-icklerflüssigkeit eingefüllt,
und nun folgt das weitere Entwickeln in der gleichen Reihenfolge wie bereits oben
beschrieben. Nach dem Spülen mit Wasser öffnet man den Bajonettverschluß, nimmt
die Hohllachse mit den Filmen usw. heraus und legt diese genau so, wie sie aus dem
Gehäuse entnommen wurde, auf ein Gestell zum Trocknet..
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Man beachte, daß der Ventilkegel nach dem Ablassen der Fixierflüssigkeit
wieder geschlossen wird, damit das zum Spület. dienende Wasser die Dose vor. unten
nach oben durchströmen kann. Es fließt dann nicht aus der Bohrung 49, sondern aus
den Bohrungen 62 aus.
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Zur Überwachung der Temperatur der einzelnen Bilder kann man ein Tliermonieter
64 sowohl in die Hohlachse 53 als auch in die Bohrung 2o des in der Fig. 1 gezeigten
Deckelteiles 14 einführen. Es wird zweckmäßig erweise so geeicht, daß die Normaltemperattlr
von 18° C auf jeden Fall noch abgelesen wei=den kann, ohne d@aß es notwendig wird,
das Thermometer herauszuziehen.
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Ohw-oh,l es sich beim Vergleichen der beiden Ausführungsbeispiele
ergibt, claß man meist die erstbeschriebene Dose vorziehen ,N-ir,d, weil sie in
der gleichen Zeit wesentlich mehr Filmscheiben zu entwickeln gestattet, so wird
doch der 2<\mateur mit der lIochformat aufweisenden Entwicklungsdose zufrieden
sein können, da inan auch hier z. B. durch Verwendung eines Metallfußes, beispielsweise
aus Messing, dadurch eine gr<ißere Standsicherheit erzielen kann, daß man die
anderen Dosenteile aus llakelite herstellt, wodurch dann der Schwerpunkt der Dose
mehr nach unten verlegt wird, als wenn alle Teile aus dem gleichen Werkstoff bestlinden.
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\lan ist natürlich nicht an die in den Beispielen angegebenen Formen
gebunden. So kann man auch bei einer Dose der zweiten :@usfiihrtingsart mehrere
Hohlachsen nebeneinander anordnen und sie trotzdem durch eine Handlialx# \-on außen
gemeinsam drehen, lieben und senken. wenn man die Lagerstellen in Gier Nähe des
Deckels nach Art einer
| hutschhul>1>lun;; ausbildet. Die untere Lagerstelle |
| dc-r Hohlachsen müßte dann nur so beschaffen sein, |
| (aß die Hohlachsen leicht in die Rutschkupplung |
| atn Deckel eingreifen können. |