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Einrichtung zum Entwickeln von Trockenlichtpausen Es sind Einrichtungen
zum Entwickeln von Trockenlichtpausen bekannt, welche eine oben geschlossene Kammer
aufweisen, die unten mit einem zu öffnenden Verschluß in Gestalt eines Deckels versehen
sind; in dem Deckel befindet sich die gasabgebende Flüssigkeit. Lm zu entwickelnde
Lichtpausen einzusetzen, mußte je-
weils der Deckel ganz entfernt und dann
wieder eingesetzt werden. Zur gasdichten Befestigung des Deckels am die Kammer bildenden
Behälter sind komplizierte Befestigungsmittel erforderlich, und eine erhebliche
Gasmenge entwich in der Regel, bis die Lichtpausen eingesetzt und der Deckel nieder
am Gehäuse befestigt worden war.
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Diese Nachteile werden beim Gegenstand vorliegender Erfindung behoben,
indem der entfernbare untere Verschluß mit Mitteln versehen ist; die ihn selbsttätig
in die Schließlage bringen und ein Öffnen durch einfachen Zug nach unten ermöglichen.
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In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in vier Ausführungsbeispielen
dargestellt, und zwar zeigt Abb. i schaubildlich ein erstes Ausführungsbeispiel,
Abb. 2 eine Einzelheit. Abb. 3 ist ein zweites Ausführungsbeispiel im senkrechten
Schnitt, Abb. q. ein drittes Ausführungsbeispiel im senkrechten Schnitt, Abb.5 ein
viertes Ausführungsbeispiel im senkrechten Schnitt und Abb. 6 eine weitere Einzelheit.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. i ist i eine stehende, oben
bei 2 geschlossene Kammer, welcher unten durch Falze 3 gasdicht ein Behälter q.
zur Aufnahme von Ammoniak angeschlossen ist. Die Kammer i ist von unten zugänglich,
wenn der Ammoniakbehälter q. seitlich abgeschoben wird.
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Die Seitenteile, in welchen die Falze 3 vorgesehen sind, sind oben
miteinander verbunden und bilden einen Deckel s, welcher den Behälter 4. gasdicht
abschließt, wenn der Behälter seitlich verschoben ist. Im Deckel s ist eine mit
Schraube 5` verschlossene Einfüllöffnung vorgesehen, durch die man Ammoniak bequem
einfüllen kann. In der Kammer i sind an den Seiten nach oben offene Haken 6 angeordnet
zur Aufstellung und Haltung von vertikalen Lichtpauspapierstücken, z. B. Papierrollen
usw. Es ist ferner mindestens ein von der Decke 2
herunterhängender
Stab oder Draht 7 angeordnet, dör unten mindestens einen nach oben offenen Haken
8 hat, der zum vertikalen Halten einer Papierrolle 12 dienen kann. Es können nur
Haken 6 oder nur Haken 8 oder nur Stäbe 7 mit Haken 8 oder beiderartige Haltemittel,
wie dies Abb. i zeigt, angeordnet sein. In der Kammer i ist ein Fenster i' vorgesehen,
und der Behälter 4 besitzt ein Fenster 4', um den Flüssigkeitsstand im Behälter
sichtbar zu machen, sowie eine Ablaßleitung 4".
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Soll die Einrichtung zur Ammoniakbehandlung von lichtempfindlichem
Papier neu mit Papier beschickt werden, so wird der Behälter 4. seitlich abgeschoben.
Dann bleiben die Ammoniakdämpfe in der Kammer i und im Behälter 4 und man kann nun
von unten her die Kammer nach Herausnähme der mit Ammoniakdämpfen behandelten Papierstücke
neu beschicken.
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Es können auch Stäbe 7a (Abb. 2) angeordnet sein mit Haken 8, welche
eine Schraubenfeder g enthalten. An einer unteren Schlinge io kann man dann den
unteren Teil der Stäbe 7a nach unten aus der Kammer vorziehen und dann eine Rolle
12 leichter auswechseln.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb.3 bildet die Kammer ia mit dem
Behälter 4a, der als Ammoniakbehälter dient, einen stehenden Zylinder. Dabei ist
der Behälter 4a von unten in den Kammerzylinder eingesetzt, und eine Dichtung 4b
sorgt für gasdichten Abschluß. Die -lösbare Verbindung zwischen Behälter und Kammerzylinder
ia kann auf irgendeine Art zweckmäßig als Bajonettverschluß ausgebildet sein. Bei
der Ausführungsform nach Abb. 3 ist ein mit einer Feder g versehener Papierhalter
angeordnet, der aber mehrere Reihen nach oben offener Haken-übereinander hat.
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Beim Ausführungsbeispiel nach Abb. 4 wirkt der die als unten offenen
Zylinder ic ausgebildete Kammer abschließende Behälter 4c selbst als Mittel zum
Halten von stehenden blattförmigen Trägern. Der Behälter 4c hängt an einer Feder
9c, welche an einem Stab 7c fest ist. Letzterer ist in seinem oberen Teil mit Gewinde
13 versehen, und eine Mutter 14 ist auf dem aus der Kammer hervorragenden Teil des
Gewindes 13
aufgesetzt, um die wirksame Länge des Stabes 7° entsprechend der
Federkraft verändern zu können. Der Behälter 4c weist an seinem Rande einen Abdichtungsring
15 auf, und im Behälter befindet sich eine Lage Filz 16, welche mit Ammoniak getränkt
ist. Oberhalb der Filzlage 16 ist ein Siebboden i7 angebracht, der mit einzelnen
senkrechten Stiften 18 versehen ist. Vermittels der Kette ig wird der Behälter 4c
entgegen der Federkraft nach unten gezogen, und die zu behandelnden Papierrollen
werden auf den Siebboden 17 gestellt und die Kette icg losgelassen, worauf der Behälter
4c unter der Wirkung der Feder g° in seine abdichtende Lage am unteren Ende der
Kammer ic zurückschnellt und in derselben gehalten wird. Um den Behälter 4c bei
dieser Rückbewegung gegenüber dem Zylinder ic zu zentrieren, sind schräg gestellte
Lappen 2o vorgesehen.
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Das Ausführungsbeispiel nach Abb. 5 unterscheidet sich von dem nach
Abb. 4 dadurch, daß das Abschlußglied 21 für die Kammer id, welches als Unterstützung
für das Lichtpauspapier dient, nicht gleichzeitig als Behälter für Ammoniak verwendet
wird. Letzterer erstreckt sich längs der Innenwand der Kammer id und ist als ringförmiger
Trog 22 ausgebildet, in welchem die Ammoniakflüssigkeit oder ein mit Ammoniak getränkter
Filz sich befindet.
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Man kann die Papierrollen 12 um die Stäbe 7 nach Abb. i anordnen oder
neben denselben auf den Haken 8 gemäß Abb. 2. Die Mittel zum Halten der zu behandelnden
blattförmigen Träger können auch so ausgebildet sein, daß sie kleinere Blätter durch
Einklemmen halten, so kann das untere Ende des Stabes oder Drahtes 7 wellenförmige
Abbiegungen 7b erhalten, wie in Abb. 6 dargestellt. ' Die Kammer kann auch einen
Anschluß haben, um vermittels eines Ventilators o. dgl. Ammoniak abzusaugen. Über
dem Ammoniakbehälter beim ersten Ausführungsbeispiel kann sich auch ein Sieb befinden,
und in dem Behälter 4 können durchbrochene vertikale Querwände o. dgl. sein, die
beim Verschieben des Behälters ein Überschießen des Ammoniaks über die Ränder des
Behälters 4 verhindern.
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An Stelle des Behälters 4 könnte auch unten ein Rohr mit Löchern und
Hähnen vorgesehen sein, durch welche Löcher die Ammoniakdämpfe z. B. aus Flaschen
mit komprimiertem Ammoniak in die Kammer i von unten eintreten können.