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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufhängen eines insbesondere für die Aufnahme von
Abfällen bestimmten Beutels, welche Vorrichtung mit einem Haltering, um den das offene Ende des Beutels stülpbar ist, und mit einem Rahmen, in den der Haltering einrastbar ist, versehen ist, wobei der Rahmen an einem Lagerkörper, der seinerseits an einem Träger, einer Wand od. dgl. befestigbar ist, von einer im wesentlichen lotrechten Lage in eine im wesentlichen waagrechte Lage schwenkbar exzentrisch gelagert ist und gegebenenfalls mit einem im Bereich der Schwenkachse des Rahmens schwenkbar gelagerten Deckel versehen ist.
Bei einer aus der US-PS Nr. 3, 841, 592 bekannten Vorrichtung vorstehend genannter Art ist der
Haltering kreisringförmig ausgebildet und um eine ausserhalb des Ringes angeordnete Schwenkachse am
Lagerkörper schwenkbar befestigt ; der Haltering, an welchem ein Sack zur Aufnahme von Müll befestigbar ist, wird in diesem bekannten Fall durch vom Lagerkörper ausgehende Stützstreben, die lösbar am
Haltering angreifen, in der horizontalen Lage gehalten. Es ist dabei auch ein Nach-Unten-Klappen des
Halteringes um die Schwenkachse in eine annähernd lotrechte Nichtgebrauchsstellung, in der der Haltering auch keinen Müllsack trägt, möglich.
Es ist ein Ziel der Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art zu schaffen, die auch im
Gebrauch einen geringen Platzbedarf hat, die einen einfachen Aufbau aufweist und bei der mit einer sehr einfachen Manipulation der Beutel geöffnet und geschlossen werden kann.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung der eingangs erwähnten Art ist dadurch gekennzeichnet, dass der
Rahmen in an sich bekannter Weise rechteckig ausgebildet ist und korrespondierend dazu auch der
Haltering rechteckig ausgebildet ist und dass die geometrische Schwenkachse, um die der Rahmen im
U-förmig ausgebildeten Lagerkörper schwenkbar ist, parallel zu einer Rahmenseite, in unmittelbarer Nähe derselben, die beiden an diese Rahmenseite anschliessenden Rahmenseiten durchdringend, verläuft.
Durch die erfindungsgemässe Ausbildung befindet sich der Rahmen, der an einem geeigneten Träger befestigten Vorrichtung in Ruhestellung, die aber eine jederzeitige Ingebrauchnahme ermöglicht, da der
Rahmen einen Beutel trägt, in einer durch sein Eigengewicht bzw. durch das Gewicht des an ihm hängenden Beutels bestimmten etwa lotrechten Lage, wobei die Öffnung des Beutels dadurch, dass der Rahmen im Hinblick auf seine lotrechte Lage im wesentlichen vollflächig an der Innenseite des Beutels anliegt, praktisch geschlossen ist.
Dieses Anliegen des Beutels am Rahmen, welches den Beutel verschliesst, wird durch die Rechteckform des Rahmens und durch die Lage der geometrischen
Schwenkachse, um die der Rahmen schwenkbar ist, sehr günstig beeinflusst ; überdies wird dadurch beim Nach-Unten-Klappen des Rahmens die Form des Beutels verhältnismässig wenig verändert, so dass ein einigermassen gutes Aussehen des hängenden Beutels vorliegt, und es kann der Beutel, solange er noch nicht gefüllt ist, leicht in dem vom Rahmen umgebenen Raum zusammengefaltet untergebracht werden. Der Rahmen kann durch einfaches Anheben von Hand in seine waagrechte Lage gebracht werden, in welcher das Beutelinnere zugänglich ist, wobei dieses Anheben in der Regel auch mit jener Hand, die einen in den Beutel zu gebenden Gegenstand hält, vorgenommen werden kann.
Auch das beim Anheben des Rahmens erfolgende Freikommen des Beutels vom Anliegen am Rahmen, welches Freikommen für das Füllen des Beutels erforderlich ist, wird durch die Rechteckform des Rahmens begünstigt. Durch das vorgesehene Nach-Unten-Klappen des Rahmens bei einem mehr oder weniger gefüllten Beutel beansprucht die Vorrichtung mit dem Beutel nur sehr wenig Platz, was häufig, z. B. in Fahrzeugen, von grosser Bedeutung ist und in vielen Fällen überhaupt erst die Anbringung eines solchen Beutelhalters diskutabel macht.
Bei einer bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemässen Vorrichtung ist vorgesehen, dass im vorgesehenen Einbauzustand der Vorrichtung bei waagrechtstehendem Rahmen sich die Schwenkachse zwischen Lagerkörper und Rahmen im Bereich des unteren Randes des Rahmens befindet. Auch dies ist für das Verschliessen des Beutels durch den Rahmen beim Abwärtsklappen des Rahmens von Vorteil.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse des Deckels bei waagrechter Lage des Rahmens höher liegt als die Schwenkachse des Rahmens und dass eine Feder vorgesehen ist, die den Deckel in an sich bekannter Weise in seine Schliesslage drückt. Dadurch wird ein noch besserer Verschluss des Beutels, auch wenn dieser stark gefüllt ist, in der Ruhelage erzielt, ohne dass die Manipulation beim Öffnen wesentlich erschwert wird. Um in diesem Fall das Beutelinnere zugänglich zu machen, greift die Bedienungsperson an dem über den Rahmen hinausragenden Ende des Deckels an und schwenkt den Deckel zusammen mit dem Rahmen von seiner lotrechten in seine
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waagrechte Lage. Dann wird durch Weiterschwenken des Deckels dieser gegenüber dem Rahmen geöffnet, der seine waagrechte Lage beibehält.
Nach Loslassen des Deckels geht dieser in seine gegenüber dem Rahmen geschlossene Lage zurück, und es schwenken der Rahmen und der Deckel in ihre im wesentlichen lotrechte Ausgangslage zurück.
Weiters ist es vorteilhaft, wenn die Schwenkachse des Rahmens durch Lagerzapfen verschiedener Länge gebildet ist, und der Lagerkörper den Rahmen U-förmig mit Spiel umgibt, wobei der Rahmen in Richtung seiner Schwenkachse gegenüber dem Lagerkörper verschiebbar ist, und durch Verschieben des Rahmens auf jene Seite, an der sich der längere Lagerzapfen befindet, der kürzere Lagerzapfen ausser Eingriff mit der ihm zugeordneten Lagerausnehmung kommt und damit der Rahmen aus dem Lagerkörper herausnehmbar ist, und wenn eine zwischen dem Lagerkörper und dem Rahmen eingespannte Feder vorgesehen ist, die den Rahmen auf jene Seite, an der sich der kürzere Lagerzapfen befindet, zu verschieben trachtet.
Dadurch ist es sehr einfach möglich, den Lagerkörper an dem ortsfesten Träger zu belassen, während der Rahmen von diesem entfernt werden kann, was die Manipulation beim Wechseln des Beutels erleichtert.
Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf ein in den Zeichnungen dargestelltes Beispiel weiter erläutert. In den Zeichnungen zeigen : Fig. 1 eine erfindungsgemässe Vorrichtung in Draufsicht und Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1.
Bei der in den Zeichnungen dargestellten Ausbildung einer erfindungsgemässen Vorrichtung ist ein
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endseitig aufgebogen und hat senkrecht zu seinem Mittelteil angeordnete Haltelappen --2 und 3--. An dem im Einbauzustand unteren Ende der Haltelappen --2 und 3-- sind Lagerbohrungen vorgesehen, die zur Aufnahme von Lagerzapfen--4 und 5--dienen. Diese sind an einem rechteckigen oder quadratischen Rahmen --6--, der in den Lagerkörper-l-eingesetzt ist, angeordnet.
Die durch die Lagerbolzen in den Haltelappen --2, 3-- und durch die Lagerzapfen--4, 5--sich erstreckende geometrische Schwenkachse des Rahmens --6-- verläuft parallel zur Rahmenseite --6a-- in unmittelbarer Nähe derselben und durchdringt die beiden an diese Rahmenseite --6a-- anschliessenden Rahmenseiten --6b, 6c--. Die Lagerzapfen --4, 5-- befinden sich im Bereich des bei waagrechter Lage des Rahmens --6-- unteren Randes --6d-- desselben. Der Rahmen --6-- ist mit Spiel zwischen die Lappen --2 und 3-- eingesetzt.
Der kürzere Lagerzapfen --5-- ist so ausgebildet, dass bei Verschieben des Rahmens --6-- entgegen der Wirkung einer einstückig mit ihm ausgebildeten Blattfeder --7-- der Lagerzapfen --5-- aus dem Haltelappen --3-- ausgehängt und dadurch der Rahmen --6-- von dem Lagerkörper --1-- entfernt werden kann. Die Blattfeder --7-- ist im Einbauzustand des Rahmens --6-- bestrebt, diesen an dem Haltelappen --3-- zu halten.
In den Rahmen --6-- ist ein ebenfalls rechteckförmiger oder quadratischer Haltering --8-- mit Spiel
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die seitlich nachgeben können. Der Haltering --8-- dient zum Überstülpen eines in Fig. 2 strichpunktiert dargestellten Beutels --10-- in der Weise, dass das offene Ende des Beutels --10-- von innen nach aussen über den Haltering --8-- gestülpt und dieser zur Festlegung des Beutels --10-- im Rahmen --6-- mit diesem Rahmen verrastet wird.
Der Rahmen --6-- hat auf seiner vom Haltering --8-- ab gewandten Seite einen Deckel der mittels eines durchgehenden Schwenkzapfens --12-- auf seiten des Lagerkörpers-l-drehbar gelagert ist. Zur Aufnahme des Schwenkzapfens --12-- dient eine Verdickung --13-- des Deckels --11--. Der Deckel --11-- ist auf seiten des Lagerkörpers-l-so ausgebildet, dass er um einen Winkel von 90 gegenüber dem Rahmen --6-- geschwenkt werden kann. Bei waagrechter Lage des Rahmens --6-- liegt die Schwenkachse des Deckels --11-- höher als die durch die Lagerzapfen --4, 5-- verlaufende Schwenkachse des Rahmens --6--. Auf der vom Schwenkzapfen --12-- abgewandten Seite hat der Deckel --11-- ein den Rahmen --6-- überragendes Ende --14--.
Eine gegenüber dem Deckel --11-- und einem Zapfen --15-- im Rahmen --6-- sich abstützende Schenkelfeder --16--, die neben der Verdickung --13-- koaxial zum Schwenkzapfen --12-- angebracht ist, sucht den Deckel --11-- in seiner in Fig. 2 dargestellten Schliesslage zu halten.
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Im Einbauzustand ist der Lagerkörper-l-am Träger ortsfest angebracht. Der Rahmen --6-- nimmt auf Grund seines Eigengewichtes eine im wesentlichen lotrechte Lage an, in welcher der Beutel --10-- an seinem oberen Ende durch Anliegen am Rahmen --6-- praktisch geschlossen ist, wenn er durch einen in ihm befindlichen Gegenstand nach unten gezogen wird, wobei dieses Anliegen des Beutels am Rahmen - durch Anlegen des Beutels an den Träger bzw. einen nicht näher dargestellten Gegenkörper unterstützt wird. In dieser Lage nimmt die Vorrichtung nur einen geringen Raum ein. Ist der Beutel noch leer, kann er auch in den Rahmen --6-- gefaltet sein, so dass nur der Rahmen mit dem Deckel sichtbar ist. Beim Hineingeben eines Gegenstandes wird der Beutel dann entfaltet und nach unten gezogen.
Zum Öffnen des Beutels --10-- wird das Ende --14-- des Deckels --11-- von Hand angehoben, wodurch der Rahmen --6-- in seine waagrechte Lage schwenkt und beim Weiterschwenken des Deckels zum Öffnen des Rahmens --6-- in dieser Lage verbleibt. Bei offenem Deckel --11-- ist der Beutel --10-- über den Rahmen --6-- zugänglich und kann einen Körper, insbesondere Abfall od. dgl., aufnehmen. Wenn das Ende --14-- des Deckels --11-- losgelassen wird, so fällt der Rahmen --6-- nach unten und nimmt, sofern er nicht durch einen im Beutel befindlichen Körper daran gehindert wird, seine im wesentlichen lotrechte Lage wieder ein, und der Deckel --11-- schliesst.
Der Deckel --11-- liegt zwischen den auf den einander gegenüberliegenden Seiten vorstehenden Rändern des Rahmens --6-- und liegt auch auf der vom Lagerkörper-l-abgewandten Seite des Rahmens auf, der eine der Deckeldicke entsprechende Ausnehmung hat.
Zum Entfernen des Beutels --10-- wird der Rahmen --6-- in seine waagrechte Lage geschwenkt.
Durch Lösen der Rastverbindung zwischen dem Haltering --8-- und dem Rahmen --6-- kann der Beutel - -10-- vom Rahmen --6-- abgenommen und durch einen andern Beutel ersetzt oder entleert werden. Der Beutel --10-- wird in den Rahmen --6-- wieder eingesetzt, nachdem sein offener Rand, wie in Fig. 2 dargestellt, über den Haltering --8-- gestülpt ist.
Der Lagerkörper-l-besteht vorzugsweise aus Aluminium, der Rahmen --6--, der Haltering-8und der Deckel --11-- bestehen vorzugsweise aus Kunststoff und die Rastvorsprünge-9-- aus Metall.
Zum Öffnen des Beutels --10-- genügt eine Hand des Benützers, da dieser nur am Ende --14-- des Deckels --11-- anfassen muss. In nicht aufnahmebereiter Lage des Beutels --10-- hängt der Rahmen --6-in raumsparender Weise nach unten. Die Vorrichtung kann vom Lagerkörper-l-leicht entfernt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Aufhängen eines insbesondere für die Aufnahme von Abfällen bestimmten Beutels, welche Vorrichtung mit einem Haltering, um den das offene Ende des Beutels stülpbar ist, und mit einem Rahmen, in den der Haltering einrastbar ist, versehen ist, wobei der Rahmen an einem Lagerkörper, der seinerseits an einem Träger, einer Wand od. dgl. befestigbar ist, von einer im wesentlichen lotrechten Lage in eine im wesentlichen waagrechte Lage schwenkbar exzentrisch gelagert ist
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ist und dass die geometrische Schwenkachse, um die der Rahmen (6) im U-förmig ausgebildeten Lagerkörper (1) schwenkbar ist, parallel zu einer Rahmenseite (6a), in unmittelbarer Nähe derselben, die beiden an diese Rahmenseite (6a) anschliessenden Rahmenseiten (6b, 6c) durchdringend, verläuft.
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