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Glattstrohpresse.
Die Erfindung bezweckt, den durch Patent Nr. 38608 bekannten Nadelbetätiuns- mechanisnius einfacher zu gestalten und die sichere Wirkungsweise auch dann zu gewährleisten, wenn der Strohvorschub bei den einzelnen Kolbenstlil3en der Maschine in weiten Grenzen schwankt. Dies wird durch eine besondere Ausbildung des die Nadelbewegung vermittelnden Schlitzhebels und durch einen Schaltarm einerseits, sowie durch eine eigene, vom gepressten Stroh bewegte Teilscheibe in Verbindung mit einer Klinke andererseits erreicht.
In der Zeichnung sind die für die Nadelbewegung in Betracht kommenden Teile der Strohpresse in Fig. 1 in einer Seitenansicht und in Fig. 2 im Grundriss dargestellt. Mit dem Press-
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aufgesteckt ist, an die sich der Schalthebel 15 anzulegen sucht, sobald die Spiralfeder 14 ihre Kraft auf den durch den Stift 13 mit ihr verbundenen Hebel auszuüben vermag, was dann der Fall ist, wenn der Hebel 15 in eine Ausnehmung der Teilscheibe 16 trifft (Fig. 3). Von demselben
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Bolzen 7.
Sie ist in solcher Länge eingehängt, dass sie in der Lage nach Fig. 3 den Federzug nicht hindert, während des Na, delspielcs aber, das ist während der Aufwärtsbewegung des Schlitzhebels J, die Federwirkung aufhebt und den Hebel 15 für einen Moment soweit zurückzieht, dass dessen Ende den äussersten Kreis, den die um einen festen Bolzen drehbare Klinke 8 (Fig. 4)
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fallen kann (Fig. 4).
Vorerst geht das nicht, denn der Hebel 15 wurde unter der Einwirkung der Feder 14 an den Umfang der Scheibe 16 fest angedrückt, wobei die Klinke vermöge ihres den Umfang der Scheibe überragenden Teiles auf der oberen Fläche des Hebels 7J aufruhte. Tritt der Hebel 15 in die Aussparung der Scheibe 76 ein, so bleibt die Klinke oben darauf liegen, und erst, nachdem der Hebel 7J über den äussersten Kreis der Klinke vs zurückgezogen wurde, fällt die Klinke in die Ticflage, weil die Ansätze der Klinke und Teilscheibe jetzt nicht zusammen-
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treffen.
Wird die Feder nach Zurückziehung des Hebels 15 wieder frei, so dass dieser die Tendenz bekommt, in die betreffende Ausnehmung der Scheibe 16 einzufallen, so ist er durch die Klinke 8 bereits daran gehindert (Fig. 4).
Dieses sichere Abstellen des Mechanismus erfolgt unabhängig davon, ob die Teilscheibe 16 inzwischen vom vorschreitenden Stroh um einen Teil oder selbst um die ganze Aussparung vorwärts gedreht wurde, denn die Klinke hebt sich infolge der charakteristischen Stellung der Ansätze zueinander erst dann, wenn der volle Umfang der Scheibe 16 bereits in die Ebene des Hebels 75 getreten ist. Die Klinke gestattet dem Hebel 16 den Eintritt in die Ausnehmung der Scheibe 16, ergänzt aber den Umfang der Scheibe sofort, nachdem der Hebel 15 über den äusseren Kreis der Klinke abgezogen wurde, u. zw. so lange, bis der volle Teil der Scheibe 16 den Eintritt des Hebels 15 verhindert.
Zur Abstellung des Nadelganges ist neben dem Schalthebel 15 eine um einen festen Bolzen drehbare Klinke 17 angebracht. In deren Ausnehmung ragt ein im Hebel 15 befestigter Stift 18. In der gezeichneten Lage (Fig. l) ist der Mechanismus abgestellt. Der Stift 18 wird sich an die senkrecht abfallende Wand der Klinke 17 auflegen, wenn die Ausnehmung der Teilscheibe 16 vor den Hebel 15 tritt und wird die zum Einrücken bestimmte freigewordene Federkraft aufnehmen. Wird die Klinke um 1800 nach rechts geschlagen, dann kann die Einrückung erfolgen.
Hör Bewegungsvorga. ng ist der folgende : Die Teilscheibe 16 habe die Stellung nach Fig. 3 erlangt ; hiebei wird der Hebel 15 durch die gespannte Feder 1 nach rechts gezogen und hebt durch den Druck auf die Hülse 9 den Schlitzhebel 3, bis dessen untere Bahn an der Rolle 2 anliegt.
Die Tiefe der Ausnehmung an der Scheibe 16 ist hinreichend, um den Schlitzhebel beim Vor-
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Schlitz des Hebels schlupft. Im weiteren Verlauf wirkt die Rolle 2 hebend an der entgegengesetzten Seite des Hebels 3. Bevor noch dessen höchste (strichpunktierte) Lage erreicht ist, hat der Stift 10 die Kette über der Rolle 11 gespannt und unter Überwindung der Federkraft den Hebel 15 nach links gezogen, u. zw. so weit, dass die Klinke 8 infolge ihres Eigengewichtes in die Lage nach Fig. 4 fällt.
Beim Rückgang des Presskolbens und der damit verbundenen Rolle 2, somit auch des Hebels 13 wird die Kette wieder schlaff, die Feder dz wird gespannt und sucht den Hebel 15 wieder in die Lage nach Fig. 3 zu drängen. Die vorgefallene Klinke 8 hindert dies (Fig. 4) und der Schlitzhebel 3 fällt durch sein Gewicht und das der Nadeln in seine Ruhelage zurück, sobald die Rolle 2 aus dem Schlitz getreten ist. Beim nächsten Kolbengang geht die Rolle 2 über den Schlitzhebel J hinweg und der ganze Mechanismus ruht.
Mit jedem Kolbenstoss, der Stroh vor- schiebt. dreht sich das Zahnrad 12 und mit diesem die Teilscheibe 16 in der Pfeilrichtung nach
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das Segment sperrt den Hebel 15 solange, bis der Strohvorschub bewirkt hat, dass die Ausnehmung der Teilscheibe 76 vor den Hebel 7J gelangt ist, womit sich das Nadelspiel wiederholt.