AT41993B - Verfahren zur Herstellung von Dreifarbenrastern für die Farbenphotographie. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Dreifarbenrastern für die Farbenphotographie.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Dreifarbenrastern für die Farbenphotographie. 



   In dem   französischen   Patent Nr. 358. 250 ist ein Verfahren zur Darstellung eines Vierfarbenrasters beschrieben, welches im wesentlichen darin besteht, dass auf einer geeigneten Unterlage zunächst ein Zweifarbenraster in einer mit Kaliumbichromat sensibilisierten Gelatineschicht erzeugt wird. Diese Schicht wird. nachdem sie zuvor rot   gefärbt worden ist. unter   einem   Schwarzweissraster belichtet, alsdann   der nicht fixierte rote Farbstoff ausgewaschen und dann werden die entfärbten Striche blau angefärbt. Die so erhaltene   zweifärbige   Schicht wird nunmehr mit einem wasserundurchlässigen Lack überzogen und mit einer zweiten dünnen   chromierten   und gelb gefärbten Gelatineschicht überdeckt.

   Es erfolgt nunmehr eine zweite Belichtung unter dem Schwarzweissraster, wobei letzteres um   450   gegen die erste   Belichtungsrichtung   gedreht wird. Nachdem der gelbe Farbstoff. soweit er nicht fixiert ist. durch Auswaschen mit Wasser entfernt wurde, wird die Masse abermals und zwar mit demselben Farbstoff wie oben. blau angefärbt. Es wird so ein zweites Zweifarbenraster aus blauen und gelben Strichen erhalten. Diese kombinieren sich natürlich im durchfallenden Licht zu einem Vierfarbenraster, welches aus Linien und unsymmetrischen Zwischenräumen besteht und die Farben Grün,   Violett, Orange   und Blau aufweist ; das so erhaltene Farbenraster ist also ein doppeltes Zweifarbenraster mit einer   wasserundurchlässigen   Zwischenschicht.

   Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine wesentlich andere Art von Farbenrastern. und   zwar einen Dreifarbenraster. der   in einer einzigen
Gelatineschicht erzeugt ist und bei dem die Striche und viereckigen Felder   symmetrisch verteilt   sind. Zur Erreichung dieses Zweckes verfährt man beispielsweise   folgendermassen   :
Man übergiesst eine geeignete Unterlage. wie beispielsweise eine Glasplatte oder ein Celluloid-
Flachfilm. mit einer dünnen. mittelst Bichromat sensibilisierten   Gelatineschicht.

   Man   belichtet alsdann unter einem   Schwarzweissraster,   das etwa 20 Striche auf das Millimeter besitzt und taucht die Platte in die wässerige Lösung zweier künstlicher organischer Farbstoffe, nämlich eines roten und eines blauen, von denen der eine die Eigenschaft besitzt, sich nur in der be- lichteten Gelatine zu fixieren, während der andere nur von der unbelichteten Gelatine angezogen wird. Als geeignete Farbstoffe seien beispielsweise folgende genannt : Für belichtete (gegerbte)
Gelatine-Azorubin und Kristallponceau 6 R, für die unbelichtete   (ungegerbte) Gelatine-Methyl-     b ! a. u. Brillantwollblau   G und Brillantazurin. Indem man die Mischungs- und Mengenverhältnisse entsprechend wählt, erzielt man eine gleiche und sichere Anfärbung und Intensität.

   Nachdem man alsdann den Überschuss an Farbstoffen durch Auswaschen entfernt hat, wird das so erhaltene
Zweifarbenraster der zweiten Operation unterworfen, durch welche das Zweifarbenraster in einen Dreifarbenraster verwandelt wird. 



   Zu diesem Zweck   verfährt   man beispielsweise wie folgt : Das wie oben erhaltene Zwei- farbenlinienrasterwirdnochmalsdurchBadeninKaliumbichromat-Lösunglichtempfindlich gemacht und zum zweiten Male unter dem   Schwarzweissraster,   welches in einem beliebigen Winkel 
 EMI1.1 
 belichtete (ungegerbte) Vierecke aufgeteilt. Man entfernt darauf das überschüssige Bichromat durch kurzes Wässern, ohne dass eine wesentliche   Beeinträchtigung   der   Farbenintensität   der gefärbten Gelatine eintritt.

   Es sei hierbei bemerkt, dass man event., je nach der Natur der an-   gewandten Farbstnne.   diesem Auswasehbad gewisse Stoffe   zusetzen kann, wie beispielsweise     Kochsalz oder geringe Mengen von Säure, um das Auswaschen selbst kleiner Teile der Färb stune möglichst zu vermeiden.   

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   Nach diesem Auswaschen wird die Platte in eine gelbe Farbstofflösung gebracht, deren Farbstoff nur die unbelichtet (ungegerbte) Gelatine   anfärbt, wie   dies beispielsweise beim Chromechtgelb   S.   der Fall ist. Es werden alsdann die bei der zweiten Belichtung entstandenen unbelichteten Vierecke durch das   Uberiarben   mit Gelb grün gefärbt. Nach dem Auswaschen des   überschüssigen   gelben Farbstoffes erhfilt man als Endresultat eine Platte mit roten Linien und dazwischenliegenden gleichmässig verteilten blauen und grünen Vierecken. 



   Aus vorstehendem ergibt sich, dass man mit einem   Schwarzweissraster   von 20 Linien pro Millimeter ohne Schwierigkeit 820 Auflösungen pro   m   erzielen kann, die durch ihre symmetrische Anordnung sehr ruhig wirken und für das unbewaffnete Auge nicht mehr erkennbar sind. Ausserdem kann man durch die Wahl der Linienbreite des Schwarzweissrasters die Mischungsverhältnisse von Rot zu Blau und Grün abstimmen. Es mag ferner noch bemerkt werden, dass man die Reihenfolge, in welcher die Farbstoffe zur Verwendung gelangen, abändern kann, indem man beispielsweise zunächst ein rotgelbes Zweifarbenraster erzeugt und dann nach dem Zerlegen der gelben Linien in gegerbte und ungegerbte Viereck die letzteren mit einem blauen Farbstoffe behandelt, um eine grüne Farbe zu erzeugen. 



   Die vorstehend beschriebene zweite Operation, durch welche das Zweifarbenraster in einen Dreifarbenraster übergeführt wird, ist unter anderem dadurch charakterisiert, dass nach der zweiten Belichtung unter dem gekreuzten Raster der dritte Farbstoff auf die nicht belichteten (ungegerbten) Teile aufgefärbt wird, ohne dass ein Auswaschen von Farbstoff nach dieser Belichtung stattfindet. Man kann nun diese zweite Operation auch in anderer Weise   ausführen,   indem man beispielsweise wie folgt   verfährt :  
Man färbt die auf einer Glasplatte befindliche Gelatineschicht, in welcher das Farbenraster erzeugt werden soll, in einer   wässerigen   Lösung, welche einen roten und einen grünen Farbstoff enthält, von denen der erste die belichtete, der zweite die unbelichtete Gelatine anfärbt.

   Als roten Farbstoff kann man die bereits oben genannten verwenden ; als ein   grüner   Farbstoff, welcher für den vorliegenden Zweck verwendbar ist, sei beispielsweise das Naphtolgrün genannt. 



  Durch das Baden in einer   derartigen Lösung erhält   man demnach ein   rotgrünes Zweifarben-   raster. Dieses wird erneut sensibilisiert und unter gedrehtem Raster wie oben belichtet, worauf nunmehr im Gegensatz zu der oben geschilderten zweiten Operation das Grün aus den unbelichteten viereckigen Elementen ausgewaschen wird. Die so entfärbten Felder werden alsdann in der wässerigen Lösung eines nur   unhelichtete   Gelatine blau anfärbenden Farbstoffes gedeckt ; es resultiert auf diese Weise also ebenfalls ein aus symmetrisch arrangierten Strichen und viereckigen Feldern bestehendes. die Farben rot, grün und blau zeigendes Dreifarbenraster. 



     PATENT-ANSPRÜCHE   :   1.   Verfahren zur Herstellung von Dreifarbenrastern, bei welchem ein aus lauter kleinen   Farbflchen   in den drei Grundfarben zusammenschliessendes Ganzes in einer einzigen Flächenschicht erzeugt wird. dadurch gekennzeichnet, dass man eine in gegerbte und ungegerbte Teile von beliebiger Form aufgelöste Gelatineschicht zunächst mit zwei Farbstoffen anfärbt, von denen der eine auf gegerbte. der andere auf ungegerbte Gelatine färbt, und darauf das so erhaltene   Zwt'ifarbenraster   nach abermaliger Zerlegung des ungegerbten Restes der Gelatineschicht in gegerbte und ungegerbte Elemente durch nochmaliges Anfärben in ein Dreifarbenraster verwandelt.

Claims (1)

  1. 2. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der zweiten Operation nach der abermaligen Belichtung der bei der ersten Operation auf EMI2.1
AT41993D 1909-02-22 1909-02-22 Verfahren zur Herstellung von Dreifarbenrastern für die Farbenphotographie. AT41993B (de)

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