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Verfahren und Vorrichtung zum Verpacken von Zuckerstückehen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verpacken von einzelnen Zuckerstückehen, die dadurch vor Staub und Verunreinigung, z. B. in Kaffees. Restaurants u. s. w. geschützt werden sollen. Die Verpackung wird mittels eines endlosen Papier-
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formt ist. Die Ränder des Papierstreifens, der den endlosen Schlauch bildet, können, z. B. durch
Falzen oder Rändlung wie bei der Herstellung von Zigarettenhülsen, aneinander festgehalten sein. Dieser Schlauch wird vor, während oder nach der Einführung des zu umhüllenden Stückes
Zucker auf eine grössere Länge als diejenige des Zuckerstückes abgeschnitten, dann werden seine
Enden nach Einführung des Zuckerstückes in beliebiger Weise verschlossen.
Auch dieser Verschluss wird zweckmässig ohne Kleben vorgenommen. So kann man z. B. die Enden des Schlauchstückes auf 2 gegenüberliegenden Seiten nach Innen biegen und sie dann an den beiden anderen Seiten umlegen und durch Rändlung verschliessen, so dass das Zuckerstück dann vollständig umhüllt ist. Eine besondere Vorrichtung ermöglich die Einführung der Zuckerstückchen von recht- eckigem Querschnitt in einen Papierschlauch von kreisförmigem Querschnitt, es ist also nicht nötig, dem Schlauch erst die prismatische Form zu geben.
Das neue Verfahren bietet den Vorteil. d. fss sowohl jede Verwendung von Klebstoff. als auch jede Berührung mit der Hand beim Ein packen der Zuckerstückchen ausgeschlossen ist. was in hygienischer Beziehung von Wichtigkeit ist. ausserdem ergibt sich keinerlei Papierabfall. Das Papier selbst wird während des Einpackuns- verfahrens nur wenig beansprucht, kann also sehr diinn gewählt werden, wodurch die Fabrikation noch ökonomischer wird. Der Papierschlauch kann während der Fabrikation noch bedruckt werden, ohne dass hierzu noch besondere Massnahmen erforderlich sind. Zur Ausführung des neuen Verfahrens kann man eine Maschine benutzen, wie sie die Zeichnung in beispielsweiser
Ausführungsform in ihren wesentlichen Teilen veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt die Maschine in Seitenansicht ; Fig. 2 ist ein Grundriss ; Fig. 3 zeigt in Seiten- ansicht die Vorrichtung zum Verschliessen der Papier-Hülle ; Fig. 4 stellt in Seitenansicht einen
Zuckerzubringer dar. Fig. 5 und 6 veranschaulichen in vergrliJ3ertem Massstabe in Seitenansicht und Grundriss die Vorrichtung zum Verschliessen der Papierhülle. Fig. 7 und 8 endlich sind Längs- schnitte durch ein Stück Zucker in seiner Hülle, und zwar vor und nach dem Verschliessen der letzteren.
Die Maschine weist für die Umwandlung des Papierstreifens in einen endlosen Schlauch 2 einen runden Dorn'3 auf, der in seiner Mitte von einem flachen Arm 4 getragen wird, welcher an einer festen Achse-5 hängt und dessen Vorderende eine Rolle 6 trägt. Das andere Ende des
Dornes wird von einer Schraube 7 derart beeinflusst, dass die Rolle 6 gegen eine zweite Rolle 8 anliegt, die auf der Achse 9 sitzt. Die Achse 9 wird von einer Triebwelle M aus durch Vermittlung einer Schnecke 11, eines Schneckenrades 12, und der Zahnräder 13, 14 und 15 angetrieben.
Der
Dorn trägt ferner eine konische Hülse 16 und zwei Formungsstücke 17, die dazu dienen. den Papier- streifen in derselben Weise umzubiegen und zu falten, wie dies von der Zigarettenhülsenfabrikation her bekannt ist. Die gefalzten Ränder dieses Streifens werden dann endgültig durch die Rändlung miteinander verbunden, der sie beim Durchgang zwischen den Rollen 6 und 8 unterworfen werden.
Der so gebildete Schlauch wird zwischen den Scherenklingen 18 hindurch gezogen, die ihn in
Abschnitte 19 von bestimmter Länge zerschneiden, deren jeder als Umhüllung für ein Zucker- stück 2 () dient. Die Einführung der Zuckerstücke in die Hülle 19 geschieht mit Hilfe einer Reihe
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dnd, um das Aufschieben der Schlauchabschnitte 17 auf diese Streifen zu erleichtern. Die Scheibe 22 sitzt auf einer Welle 23, die in schrittweise Umdrehung durch einen Sperrklinkenhebel 24 versetzt wird, der ein Sperrad 25 dreht und von einem Kurbelrad 26 auf der Welle 10 betätigt ist. Das Sperrad sitzt fest auf einem Zahnrad 27, das mit einem auf der Welle 23 sitzenden Zahnrad 28 in Eingriff ist.
Bei jeder Teildrehung der Scheibe 22 wird diese durch eine Federfalle 29 still gestellt, die in einen Einschnitt einer Scheibe 30 einfällt, die auf der Welle 23 sitzt.
Die zu umhüllenden Zuckerstücke 20 liegen in einem Gleitständer 31 übereinander ; das unterste Stück liegt auf einer Platte 32 der gegenüber bei jeder Teildrehung der Scheibe ein mit einem Papierschlauchstück versehener Trichter 21 Halt macht. Das unterste Zuckerstück wird nun in den Trichter durch einen Kolben 33 gestossen, der in einer Richtung von einer Feder. 34, in der anderen Richtung durch einen Hebel 35 und ein Daumenrad 36 betätigt wird, das in stetige Drehung von der Triebwelle 10 aus durch Vermittlung der Kegelräder 37, 38 versetzt wird. Das in dieser Weise durch den Kolben 33, in den Trichter hinein geschobene Zuckerstück 20 tritt an der anderen Seite des Trichters wieder aus und nimmt dabei das Papierschlauchstück 19 mit, von dem es umhüllt wird. Beide gelangen nun auf ein Tischchen 39 gegenüber einem seitlichen Schieber 40.
Dieser erhält eine Hin-und Herbewegung durch den Hebel 41 und eine auf der Welle 10 sitzende Daumenscheibe 42. Der Schieber 40 trägt zu beiden Seiten spitz zulaufende Klappen 43, die im Verein mit den beiden auf der anderen Seite des Tisches 39 fest angeordneten Platten 44 die Enden des Schlauchstückes 19 derart zusammendrücken, wie es in Strichlinien aus Fig. 5 und im Grundriss aus Fig. 7 zu ersehen ist. Bei seiner weiteren Vorwärtsbewegung schiebt der Schieber 40 das Zuckerstück zwischen zwei Transportbänder 45 und 46, die es zwischen den festen Platten 44 fortführen. Das untere Transportband 26 wird von der Triebwelle 10 aus durch Vermittlung einer Kettenübertragung 47 oder dergl. angetrieben.
Die Enden des Schlauchstückes 19 gleiten gegen die Platte 44 und gelangen zwischen Rollenpaare 48, die sie zusammenfalten und ihre Ränder gegeneinander pressen, wie dies in Strichlinien aus Fig. 5 und in vollen Linien aus Fig. 8 ersichtlich ist. Die 4 Rollen 48 werden mit gleicher Geschwindigkeit durch die Zahnräder 49, 50, 51 gedreht, von denen das Letztere an der Mitnehmerrolle 52 des Riemens 46 sitzt. Nach dem Durchgang durch die Rollen ist die Umhüllung des Zuckerstückes vollendet. denn die fest gegeneinander gedrückten Ränder des Schlauchstückes sind eben so fest wie durch Kleben miteinander verbunden.
PATENT ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Verpacken von Zuckerstückchen, dadurch gekennzeichnet. dass die Zuckpratücke einzeln in Papierschläuche eingeführt . erden. die durch Verbinden der Ränder rnittcts Rändeltung ohne Klebstoff gebildet sind und deren Enden dann gleichfalls mittels Rändelung ohne Klebstoff verschlossen werden.