AT409155B - Einrichtung zur halterung der stirnschalung einer gebäudedecke - Google Patents
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Halterung der Stirnschalung einer Gebäudedecke aus Beton, die auf einer gemauerten Wand anzubringen ist, wobei die Einrichtung einen Verankerungsteil, welcher in der Wand zwischen zwei Mauersteinen, insbesondere in der obersten Reihe der Mauersteine, einmauerbar ist, sowie einen Halterungsteil zur Halterung einer Schalungstafel, einer die Schalhaut bildenden Diele o.dgl. der Stirnschalung aufweist und der Halterungsteil am Verankerungsteil befestigbar ist. Zur Halterung der Stirnschalung einer Gebäudedecke ist es bekannt, an die Schalung an der Unterseite der Decke Plastikwinkel anzunageln, an denen die Schaltafeln zur Stirnschalung der Decke gehalten sind Nach der Fertigstellung müssen diese Plastikwinkel einzeln abgebrochen werden, was mit einem erheblichen Aufwand verbunden ist Auch die den Schalboden bildenden Schaltafeln an der Unterseite der Decke haften an den nach innen vorstehenden Teilen der Plastikwinkel und müssen mühsam entfernt werden. Zur Halterung der Stirnschalung einer Gebäudedecke ist es weiters bekannt, in der Mauer ein Loch anzubringen, durch welches ein Spanndraht gezogen wird. An der Innenseite wird am Ende des Spanndrahtes ein Schloss angebracht, an der Aussenseite wird der Spanndraht durch ein Loch in einem Kantholz geführt, welches zur Befestigung der Schaltafeln dient. Am Ende des durch das Kantholz geführten Spanndrahtes ist ein weiteres Schloss angebracht. Mit einem Schlossspanner wird der Spanndraht in der Folge von der Innenseite des Gebaudes her verspannt. Die Anbringung dieser Halterung ist mit einem erheblichen Aufwand verbunden, und es sind darüberhinaus zur Durchführung der erforderlichen Arbeiten mehrere Personen nötig Üblicherweise bedienen zwei Personen den Schlossspanner und eine Person hält inzwischen das Kantholz in ihrer Position Einrichtungen der eingangs genannten Art sind aus der DE 35 22 264 A1 und AT-PS 231 686 bekannt In der DE 35 22 264 A1 ist zur Halterung der Stirnschalung einer Gebäudedecke aus Beton eine Haltevorrichtung vorgesehen, die an Mauerhaken befestigbar ist. Die Haltevorrichtung umfasst eine an einem Vierkantrohr über Langsschlitze verschiebbar gelagerte und mittels einer Spannschraube befestigte Abstützung fur die Schalungsbretter. Zur Befestigung der Haltevorrichtung an den Mauerhaken sind Sicherungskeile vorgesehen, die achsiale Schlitze in den äusseren Bereichen der Mauerhaken durchsetzen Nach der Fertigstellung der Gebaudedecke und der Abnahme der Haltevorrichtungen werden die aus der Mauer herausragenden äusseren Teile der Mauerhaken an Knickstellen oder Kerber abgetrennt Nachteilig an dieser Einrichtung ist unter anderem, dass durch die abgetrennten Mauerhaken bis an die aussere Oberfläche der durch die Mauersteine gebildeten Wandung sich erstreckende Metallteile zurück bleibend, welche Kältebrücken bilden. Die Haltevorrichtung der AT-PS 231 686 wird mittels einer Klemme an einem Rundeisen befestigt, das durch ein Loch in der Mauer reicht und auf deren innerer Seite durch eine Klemme festgeklemmt ist Die hier vorgeschlagene Art der Befestigung der Haltevorrichtung ist mit einem relativ hohen Arbeitsaufwand verbunden und kann weiters nicht von einer einzelnen Person durchgeführt werden Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung der eingangs genannten Art bereitzustellen, die in einfacher Weise und arbeitssparend anbnngbar ist, wobei die erforderlichen Arbeiten auch von einer einzelnen Person durchgeführt werden können Erfindungsgemäss gelingt dies dadurch, dass der Verankerungsteil ein Innengewinde umfasst, in welches zur Befestigung des Halterungsteils eine eine Bohrung im Halterungsteil durchsetzende Spannschraube einschraubbar ist Bei der erfindungsgemässen Einrichtung kann somit das die Schaltafel o.dgl. haltende Halterungsteil in einfacher Weise und von einer einzelnen Person an den zuvor in den oberen Bereich der Gebäudewand eingemauerten Verankerungsteil angebracht werden Der bevorzugterweise säulenförmig ausgebildete Halterungsteil weist günstigerweise einen in Richtung der gemauerten Wand ausgerichteten Vorsprung zur Auflage der Schaltafel o dgl auf, der in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel in seiner Hohe verstellbar ausgebildet ist. Es kann dadurch die Oberkante der Stirnschalung auf die Höhe der zu betonierenden Gebäudedecke eingestellt werden, was Vorteile beispielsweise bei der Anbringung der stirnseitigen Isolierung mit sich bringt, wie weiter unten noch genauer erläutert wird. Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert In der Zeichnung zeigen <Desc/Clms Page number 2> Fig. 1 eine Stirnansicht eines Verankerungsteils; Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie A-A von Fig. 1; Fig. 3 eine Seitenansicht einer Spannschraube; Fig. 4 eine Rückansicht eines Halterungsteils; Fig. 5 einen Schnitt entlang der Linie B-B von Fig. 4; Fig. 6 eine perspektivische Darstellung von schräg oben auf eine gemauerte Wand mit einem zwischen die Mauersteine eingesetzten Verankerungsteil und Fig. 7 einen schematischen Längsschnitt der an der Wand angebrachten erfindungsgemässen Einrichtung Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte Verankerungsteil 1 wird von einem Rohrstück 2 gebildet, an dem ein oder mehrere Dorne 3 angeordnet sind. Das Rohrstück 2 ist zumindest über einen Teil seiner Länge mit einem Innengewinde 4 versehen. Anstelle des gezeigten ringförmigen Querschnitts könnte das Rohrstück auch eckig ausgebildet sein. Die Dorne können beispielsweise eine Länge von 30 cm aufweisen. Anstelle der gezeigten vier Dorne könnten beispielsweise auch zwei oder drei Dorne vorgesehen sein. Der Verankerungsteil wird in die Wand zwischen zwei Mauersteinen 5 eingemauert, und zwar bevorzugterweise zwischen zwei Mauersteine in der obersten Reihe (vgl. Fig. 6). Dazu werden neben einem aufgesetzten Ziegelstein in der obersten Reihe die Dorne 3 in Hohlkammern 6 im Mauerstein der darunterliegenden Reihe eingeführt bis das Rohrstück 2 auf der Oberfläche des Mauersteins 5 dieser vorletzten Reihe aufliegt. Anschliessend wird der daneben liegende Mauerstein 5 neben das Rohrstück 2 auf aufgebrachten Mörtel aufgesetzt und ausgehend von dem in Fig. 6 dargestellten Fertigungsstadium wird noch Mörtel zwischen die beiden Mauersteine 5 in der obersten Reihe oberhalb des Rohrstücks 2 eingebracht. Entlang der Mauer werden in entsprechenden Abständen, die von der Länge der verwendeten Schalungsbretter bzw. Dielen abhängen, solche Verankerungsteile 1 eingemauert. Anschliessend werden mittels in Fig. 3 dargestellten Spannschrauben 7, die ein zum Innengewinde 4 passendes Aussengewinde 8 aufweisen, Halterungsteile für die Schalungstafeln bzw Dielen der Stirnschalung befestigt. Ein derartiger Halterungsteil 9 ist in den Fig. 4 und 5 dargestellt. Der Halterungsteil ist säulenartig ausgebildet und weist einen Rahmen auf, der zwei über die Höhe des Halterungsteils verlaufende voneinander beabstandete Profilstäbe 10 umfasst. Diese sind als U-Profilstäbe ausgebildet, wobei ihre offenen Seiten gegeneinander gerichtet sind. Zwischen den beiden Profilstäben 10 ist ein Auflagerblock 11 gelagert, der sich seitlich in die Ausnehmungen der beiden U-Profilstäbe erstreckt und von diesen geführt wird. In einem in vertikaler Richtung gesehen mittleren oder gegenüber der Mitte etwas nach unten versetzten Bereich des Halterungsteils 9 ist an den Rückseiten der Profilstäbe 10 eine diese überspannende Platte 12 angebracht, die mit einer Bohrung 13 versehen ist. Zur Befestigung des Halterungsteils 9 am Verankerungsteil 1 wird die Spannschraube 7 durch diese Bohrung 13 geführt und in das Innengewinde 4 im Verankerungsteil 1 eingeschraubt Im Bereich des unteren Endes des Halterungsteils 9 ist auf der der Mauer zugewandten Seite ein Abstandsteil 14 vorgesehen. Dieses ist über eine Feder 15, welche in einen die Profilstäbe 10 überspannenden Bolzen 16 eingehängt ist, mit dem Halterungsteil 9 verbunden. Dazu weist es eine Ausnehmung 17 über Eck auf, in der sich ein Bolzen 18 erstreckt, in den das andere Ende der Feder 15 eingehängt ist. Durch Umklappen des Abstandsteils 14, wobei einmal die Breitseite 19 und ein anderes Mal die Schmalseite 20 an den Profilstäben 10 anliegt, kann der Abstand der Profilstäbe 10 von der Mauer in Abhängigkeit von den verwendeten Schalungstafeln bzw. Dielen der Stirnschalung, welche unterschiedliche Dicken aufweisen, verändert werden. Am Auflagerblock 11ist ein Vorsprung 21 ausgebildet, der zwischen den Profilstäben 10 durchragt Wenn der Halterungsteil 9 auf der Aussenseite der Wand (Mauer) 22 mittels der Spannschraube am Verankerungsteil 1 befestigt ist, ist dieser Vorsprung 21 in Richtung der gemauerten Wand 22 ausgerichtet und dient zur Auflage der Unterkante der Schalungstafel, einer die Schalhaut bildenden Diele o.dgl. Der Auflagerblock 11 weist weiters eine Durchtrittsöffnung auf, an deren oberem Ende eine Mutter 24 fluchtend zu dieser Durchtrittsöffnung befestigt ist. Die Mutter 24 und die Durchtrittsöffnung im Auflagerblock werden von einer Gewindespindel 25 durchsetzt. Über diese kann der Auflagerblock in seiner Höhe verstellt werden. Der Auflagerblock 11 konnte auch massiv ausgebildet sein (vorzugsweise aus Kunststoff) und mit einer Bohrung mit Innen- <Desc/Clms Page number 3>
Claims (15)
1 Einrichtung zur Halterung der Stirnschalung einer Gebaudedecke aus Beton, die auf einer gemauerten Wand anzubringen ist, wobei die Einrichtung einen Verankerungsteil (1), wel- cher in der Wand (22) zwischen zwei Mauersteinen (5), insbesondere in der obersten Rei- he der Mauersteine (5), einmauerbar ist, sowie einen Halterungsteil (9) zur Halterung einer
Schalungstafel (23), einer die Schalhaut bildenden Diele o dgl der Stirnschalung aufweist und der Halterungsteil (9) am Verankerungsteil (1) befestigbar ist, dadurch gekennzeich- net, dass der Verankerungsteil (1) ein Innengewinde (4) umfasst, in welches zur Befestigung des Halterungsteils (9) eine eine Bohrung im Halterungsteil (9) durchsetzende Spann- schraube (7) einschraubbar ist
2 Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Halterungsteil (9)
an der von der zu erstellenden Stirnseite der Gebäudedecke abgewandten Aussenseite der Scha- lungstafel (23), Diele o dgl. anliegt
3 Einrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der saulen- förmig ausgebildete Halterungsteil (9) im am Verankerungsteil (1) befestigten Zustand in seiner Längserstreckung im wesentlichen vertikal ausgenchtet ist
4 Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Scha- lungstafel (23), Diele o dgl auf einem Vorsprung (21) des Halterungsteils (9) in Richtung der gemauerten Wand (22) aufliegt.
5 Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (21) tiefer als die Oberkante der Wand (22) liegt.
6 Einrichtung nach Anspruch 4 oder Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Vor-
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sprung (21) in seiner Höhe verstellbar ausgebildet ist.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Veranke- rungsteil (1) ein Rohrstück (2) umfasst, in dem das Innengewinde (4) vorgesehen ist, in wel- ches die Spannschraube (7) einschraubbar ist.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass am Veranke- rungsteil (1) mehrere, vorzugsweise in Längsrichtung des Rohrstücks (2) voneinander beabstandete, Dorne (3) zum Einstecken in mehrere Hohlkammern (6) des Mauersteins (5) vorgesehen sind.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrung (13) zur Durchführung einer Spannschraube (7) zur Befestigung des Halterungsteils (9) am
Verankerungsteil (1) in einem mittleren Drittel der Höhe des Halterungsteils (9) vorgesehen ist
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Halte- rungsteil (9) einen Rahmen aufweist, der zwei über die Höhe des Halterungsteils (9) ver- laufende, voneinander beabstandete Profilstäbe (10) umfasst, zwischen denen ein Aufla- gerblock (11) gelagert ist, an welchem der Vorsprung (21) zur Auflage der Unterkante der
Schalungstafeln (23), Dielen o.dgl. ausgebildet ist.
11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilstäbe (10) als
U-Profil-Stäbe ausgebildet sind, deren offene Seiten gegeneinander gerichtet sind, wobei der Auflagerblock (11) zwischen den beiden U-Profilstäben angeordnet ist und seitlich in deren Ausnehmungen ragt.
12. Einrichtung nach Anspruch 10 oder Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufla- gerblock (11) in seiner Höhe verstellbar ausgebildet ist, wobei vorzugsweise eine Gewin- despindel (25) drehbar im Halterungsteil (9) gelagert und durch ein Innengewinde des
Auflagerblocks bzw. eine an diesem befestigte Mutter (24) schraubbar ist.
13 Einrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Boh- rung im Halterungsteil zum Durchtritt der Spannschraube (7) in einer Platte (12) angeord- net ist, welche die beiden Profilstäbe (10) des Rahmens verbindet
14. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des unteren Endes des Halterungsteils (9) ein Abstandsteil (14) auf der der Wand (22) zu- gewandten Seite des Halterungsteils (9) angeordnet ist.
15. Einrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandsteil (14) eine
Ausnehmung (17) über Eck aufweist, in der sich ein Bolzen (18) erstreckt, in den das eine
Ende einer Feder (15) eingehängbar ist, deren anderes Ende am Halterungsteil (9) befe- stigt ist, wobei der Abstandsteil (14) umklappbar ist und entweder mit seiner Breitseite (19) oder seiner Schmalseite (20) an den Profilstäben (10) anlegbar ist.
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