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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine batteriebetriebene Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden, insbesondere eines Cyclopropancarbonsäureesterpyrethroid-Insektizides, welches bei 20 C einen Dampfdruck von wenigstens 1,0 x 10-4 mmHg hat, mit einer Strahlungsplatte, die in Berührung mit dem Insektizid angeordnet ist, einer batteriebetriebenen Heizeinrichtung für die Strahlungsplatte, und mit einem Thermistor mit positivem Temperaturkoeffizienten, wobei der Thermistor mit der Batterie der Heizeinrichtung verbunden ist.
Üblicherweise sind Geräte zum Verdampfen von Chemikalien, wie Insektizid, die in einer Matte imprägniert sind, durch Erhitzen der Matte bekannt. Ein elektrisches Mücken-Schutzmittel-Gerät ist ein Beispiel dieser Geräte. Diese Bauart von Geräten verdampft die Insektizide wie Allethrin, Furamethrin und Prallethrin, die in eine Matte imprägniert sind, indem die Matte auf eine Temperatur im Bereich von 150 bis 180 C erhitzt wird. Das Verdampfen hält etwa zwölf Stunden lang an. Aus der US-A 4 214 146 sind weiters Vorrichtungen zum Verdampfen von Pyrethroid-Insektiziden vorbekannt. Diese Geräte haben jedoch den Nachteil, dass sie nur in Räumen anwendbar sind, da sie eine Wechselstromquelle von 100 bis 200 Volt benötigt.
Bezüglich des insektenwirksamen Wirkstoffes und Insektizides, das im Freien zu verwenden ist, wo kein Stromkabel verfügbar ist, wurde lange Zeit ein Mücken-Schutzmittel-Räuchern angewendet. Mücken-Schutzmittel-Räuchern hat jedoch das inhärente Problem des Vorhandenseins von Feuer. Entsprechend dem Feuerproblem wurden verschiedene Studien ausgeführt, um das anzuwenden, was ein "Brennstoffbetriebener Taschenwärmer" genannt wird, der einen flüchtigen Brennstoff, wie Benzin, LPG und Festphasenmethanoi in Gegenwart eines metallischen Katalysators für das Verdampfen des Insektizides verwendet.
Die Anwendung von brennstoffbetriebenen Taschenwärmern konnte jedoch nicht zur praktischen Verwendung geführt werden, wegen der Toxizität von Methanol, wegen der geringen Sicherheit von flüchtigem Brennstoff gegen Feuer und der Schwierigkeit der Temperaturregelung.
Es wurde vorgeschlagen, Trockenelemente und Speicherzellen anstelle der Wechselstromquelle zu verwenden. In diesem Zusammenhang wird auf die EP-A1 498 278 verwiesen, wonach anstelle eines elektrischen Netzanschlusses die Inbetriebnahme einer Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden mittels Batterie erfolgt. In dem Fall wurde keine exotherme Leistung erzielt, wenn Trockenelemente mit einem anorganischen Thermistor mit positiven Themperaturkoeffizienten verbunden sind (anorganischer PTC bestehend hauptsächlich aus Bariumtitanat und Bleioxid), der als Heizmittel in dem herkömmlichen elektrischen Mücken-Schutzmittel-Gerät verwendet wurde, das durch eine 100 Volt Stromquelle betrieben wurde.
Bezüglich der Bleiakkumulatoren für Fahrzeuge, welche die einzige Möglichkeit für die Anwendung sind, genügen sie wegen ihrer Fähigkeit während des Betriebes aufgeladen zu werden der Aufgabe. Dessen ungeachtet ist die Verwendung von wiederaufladbaren Batterien auf Fahrzeuge beschränkt und ihre grosse Abmessung ist von allgemeiner Verwendung weit entfernt. In diesem Zusammenhang ist es, um Trockenelemente und Speicherzellen zu verwenden, um eine hinreichend lange Zeit von Heizen zu erzielen, erforderlich, die Temperatur der Strahlungsplatte von der üblichen Höhe (150 bis 180 C) auf 130 C oder darunter zu verringern, um den Stromverbrauch zu verringern. Anorganische PTC's jedoch können ihren Widerstand nicht unter einen bestimmten Bereich verringern, so dass sie kaum den gewünschten Höhe der Temperatur erreichen.
Entsprechend den oben beschriebenen Problemen richtet sich die vorliegende Erfindung darauf, einen batteriebetriebenen Insektizidtranspirator zur Verfügung zu stellen, der Trockenelemente und Speicherzellen verwendet, bei dem die Temperatur einer Strahlungsplatte auf einen Bereich von 90 bis 130 C abgesenkt ist, um eine hinreichende Wärmeentwicklung zur Verfügung zu stellen, die lange mit einer Kostengünstigkeit anhält.
Erfindungsgemäss wird eine batteriebetriebene Vorrichtung der eingangs genannten Art vorgeschlagen, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass der Thermistor aus einer Mischung aus thermoplastischem Polyolefinkunststoff und Kohlenstoff besteht und eine Elektrodenplatte sowie eine thermische Isolierung aufweist und dass die Oberfläche der Strahlungsplatte von der Heizeinrichtung auf eine Betriebstemperatur von 90 bis 130 C aufheizbar ist.
Gemäss einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung liegt die Spannung der Batterie der Heizeinrichtung zwischen 2 bis 7 Volt.
Die Erfindung wird anhand von Zeichnungen sowie einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weiter erläutert:
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Fig. 1 zeigt einen Querschnitt der batteriebetriebenen Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden als ein Beispiel der Erfindung.
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt der batteriebetriebenen Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden als ein weiteres Beispiel der Erfindung.
Fig. 3 zeigt eine Draufsicht eines Beispiels eines organischen PTC, der in der batteriebetriebenen Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden der Erfindung verwendet wird.
Fig. 4 zeigt eine Aufrissschnittansicht eines Beispiels eines organischen PTC, der in der batteriebetriebenen Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden der Erfindung verwendet wird.
Fig. 5 zeigt eine Aufrissschnittansicht eines flüssigkeitssaugenden Dochtes, der in der batteriebetriebenen Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden gemäss der Erfindung verwendet wird.
Fig. 6 zeigt eine Aufrissschnittansicht eines flüssigkeitssaugenden Dochtes und eines flüssigkeitssaugenden Basiswerkstoffs, die in der batteriebetriebenen Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden gemäss der Erfindung verwendet werden.
Fig. 7 zeigt eine Aufrissschnittansicht eines flüssigkeitssaugenden Dochtes und eines flüssigkeitssaugenden Basiswerkstoffes, die in der batteriebetriebenen Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden gemäss der Erfindung verwendet werden.
Gemäss dem Aufbau einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung benützt die Heizeinrichtung einen organischen PTC, bestehend aus einer Mischung aus thermoplastischem Polyolefinkunststoff und Kohlenstoff anstelle eines anorganischen PTC, der bei dem herkömmlichen elektrischen Mücken-Schutzmittel-Gerät, betrieben durch eine 100 Volt Spannungsquelle verwendet wird. Als ein Ergebnis kann die Temperatur der Strahlungsplatte zum Verdampfen des Insektizides auf einen Bereich von 90 bis 130 C eingestellt werden. In konkreten Worten, können anorganische PTC's den Widerstand nicht auf einen gewünschten Wert reduzieren, jedoch haben die organischen PTC's der vorliegenden Erfindung eine Charakteristik, die den Widerstand auf einen zufriedenstellend niedrigen Wert verringern kann.
Demnach gewährleistet die vorliegende Erfindung mit der Verwendung von Pyrethroid mit einem bestimmten Dampfdruck eine batteriebetriebene Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden mit hoher Leistung.
Der thermoplastische Polyolefinkunststoff kann ein Polyethylenkunststoff oder Polypropylenkunststoff sein, ist jedoch nicht auf diese Kunststoffe beschränkt und das Mischverhältnis von Kohlenstoff ist abhängig von dem Verwendungszweck ebenfalls willkürlich bestimmt. Eine Vielzahl von Formen ist für organische PTC's verfügbar. Beispiele der Form des organischen PTC gemäss der Erfindung sind in Fig. 3 und 4 gezeigt, wo eine geschichtete Zusammensetzung eines organischen PTC bestehend aus einer Mischung aus Polyolefinkunststoff und Kohlenstoff mit einer Elektrodenplatte aus Kupfer verbunden ist, welche Zusammensetzung auf beiden Seiten mit einem Isolator, wie flammhemmendes Polyester, beschichtet ist, um eine Form von 10 x 15 mm zu bilden.
Durch Anlegen von 2 bis 7 Volt auf die Zusammensetzung unter Verwendung von Trockenelementen wird Strom von etwa 100 bis 400 mA und eine Heiztemperatur von etwa 90 bis 130 C erreicht. Diese Heizeigenschaften sind willkürlich gewählt. Normalerweise ist eine Strahlungsplatte, die als Leitmaterial für die Heizquelle und als Tasse für das Insektizid verwendet wird, an dem organischen PTC befestigt. Die Form der Strahlungsplatte ist ebenfalls nicht besonders beschränkt.
Die bei der Erfindung verwendete Batterie ist entweder ein Trockenelement oder eine wiederaufladbare Speicherzelle und im Handel erhältliche Produkte sind anwendbar. Beispiele für Trokkenelemente umfassen Alkalielemente, Manganelemente, Lithiumelemente, Quecksilberelemente und Silberoxidelemente. Beispiele für aufladbare Speicherzellen umfassen Nickel-Kadmiumzellen, Nickel-Zinkzellen, Natrium-Schwefelzellen und Bleizellen. Andere Arten von Zellen sind ebenfalls anwendbar.
Da bei der Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden gemäss der Erfindung die Temperatur der Strahlungsplatte in einem Bereich von 90 bis 130 C einstellbar ist, ist das bevorzugte, in die Vorrichtung aufgebrachte Insektizid ein Cyclopropan-Carboxylatester-Pyrethroid, das bei 20 C einen Dampfdruck von 1,0 x 10'mmHg oder höher hat. Typische Beispiele für diese Art von Pyrethrioden sind unten angegeben. Es ist nicht notwendig zu sagen, dass die Arten von anwendbaren Pyrethroiden auf die unten angeführten nicht beschränkt sind.
Falls das Pyrethroid nicht zusätzlich ein optisches Isomer auf Basis eines asymmetrischen Kohlenstoffatomes im Säure- oder im Alkoholrest aufweist, oder ein geometrisches Isomer enthält, kann das reine Isomer oder eine beliebige Mischung derselben in dem Insektizid der Erfindung eingeschlossen sein.
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A) 1-Ethynyl-2-methyl-2-pentenylchrysanthemat (im folgenden einfach als "Empenthrin" be- zeichnet)
B) 5-Propargyl-2-furylmethylchrysanthemat (im folgenden einfach als "Furamethrin" bezeich- net)
C) 5-Propargyl-2-furylmethyl-2,2,3,3,-tetramethylcyclopropancarboxylat (im folgenden einfach als "Verbindung C" bezeichnet)
D) 2-Methyl-4-oxo-3-propargyl-2-cyclopentenyl-2,2,3,3-tetramethylcyclopropancarboxylat (im folgenden einfach als "Verbindung D" bezeichnet)
E) 5-Propargyl-2-methyl-3-furylmethyl-2,2,3,3-tetramethylcyclopropancarboxylat (im folgenden einfach als "Verbindung E" bezeichnet)
F) 2,3,5, 6-Tetrafluorbenzyl-3-(2,2-dichlorvinyl)-2,2-dimethylcyclopropancarboxylat (im folgenden einfach als "Verbindung F" bezeichnet)
G) 2,3,5,6-Tetrafluorbenzylchrysanthemat (im folgenden einfach als "Verbindung G" bezeichnet)
H) 2,3,4,5,6-Pentafluorbenzyl-3-(2,2-dichlorvinyl)-2,
2-dimethylcyclopropancarboxylat (im folgenden einfach als "Verbindung H" bezeichnet)
Diese Insektizide enthalten normalerweise Stabilisatoren, wie BHT, DBH, BHA und Yoshinox 425, Verdampfungsregler, Duftstoffe, Farbstoffe und Lösungsmittel, wie Petroleum, in einer geeigneten Menge. Überdies können sie bei Bedarf andere Chemikalien, wie Fungizide, antimikrobielle Wirkstoffe, Akarizide und Deodorantien, enthalten, um eine mehrfach wirksame Zusammensetzung zu bilden.
Gemäss einem anderen Aufbau der Erfindung ist, da die Spannung der Batterie des Insektizidtranspirators zwischen 2 bis 7 Volt liegt, ein einfacher Betrieb möglich und ergibt hinreichend Leistung. Wenn beispielsweise zwei Alkalielemente verwendet werden, die eine Kapazität von je 1,5 Volt haben, die in Serie geschaltet sind, wird die Heiztemperatur von 90 bis 130 C sechs bis acht Stunden lang aufrecht gehalten. Wenn zwei Sätze von Zellen-Paaren parallel geschaltet werden, dann wird die Betriebsdauer auf zwölf bis sechzehn Stunden verlängert.
Gemäss einem weiteren, anderen Aufbau der Erfindung kann ein nützliches Verfahren zum Verdampfen von Insektizid zur Verfügung gestellt werden. Normalerweise wird ein Insektizid in Berührung mit der Strahlungsplatte angeordnet ; es können jedoch verschiedene Verfahren als Mittel, um die Berührung miteinander auszuführen, angewendet werden.
Beispielsweise gibt es das Verfahren, das als "Mücken-Schutzmittel-Matten-System" bezeichnet wird, bei dem die Insektizid lösung in eine Matte imprägniert wird, die aus Pulpe oder Linter hergestellt wird, indem eine geeignete, quantitative Beladungsvorrichtung verwendet wird, oder als "Grill-System" bezeichnet wird, bei dem die Strahlungsplatte zu einer Fass-Form geformt ist, auf die das Insektizid oder seine Lösung unmittelbar aufgebracht wird, oder das sogenannte "Aufsauger-System", bei dem ein geeigneter flüssigkeitssaugender Docht verwendet wird, um die Insektizid lösung aufzusaugen, während die Spitze des flüssigkeitaufsaugenden Dochtes die Heizplatte berührt. Unter diesen ist das Mückenschutzmittel-Matten-System das besonders bevorzugte.
Wenn ein Insektizid auf die Strahlungsplatte aufgebracht wird, die im oberen Teil der Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden gemäss der Erfindung angeordnet ist, und der organische PTC mit dem Trockenelement oder der wiederaufladbaren Speicherzelle, die in dem Transpirator eingebaut ist, verbunden wird, um die Strahlungsplatte auf eine Temperatur von 90 bis 130 C aufzuheizen, verdampft das Insektizid im Verlauf der Zeit, um die starke Wirkung des Insektizids über einen weiten Bereich und über eine lange Zeit zu bewirken. Demgemäss stellt die vorliegende Erfindung eine sehr praktische batteriebetriebene Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden zur Verfügung, die selbst im Freien wegen ihres Batterie-Antriebetriebs leicht betrieben werden kann, und zusätzlich preisgünstig ist.
Die Form und Grösse der Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden gemäss der Erfindung kann willkürlich gewählt werden, ebenso wie das herkömmliche, elektrische Mücken-SchutzmittelGerät, wobei die Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden gemäss der Erfindung zusätzlich zu den wesentlichen Bestandteilen der Strahlungsplatte, des organischen PTC und der Batterie bei Bedarf einen Schalter, eine Betriebsanzeigelampe, einen Mattenhalteteil od.dgl., aufweisen kann.
Um die Überlegenheit der Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden gemäss der Erfindung klar zu machen, wird die detaillierte Beschreibung mit Bezug auf die nachfolgenden Ausführungs-
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formen und Versuchsbeispiele gegeben.
Beispiel 1
Fig. 1 zeigt ein Beispiel der Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden gemäss der Erfindung. Bezugszeichen 1 bezeichnet eine Matte aus Pulpe mit einer Grösse von 1,1 x 1,6 cm und
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nicht weniger als 1,0 x 10 mmHg imprägniert ist. Bezugszeichen 2 bezeichnet einen Gehäusekörper der Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden, der eine Strahlungsplatte 3, welche die Matte 1 aufnimmt, einen organischen PTC 4, der die Strahlungsplatte 3 heizt, und eine Batterie 5 einschliesst. Bezugszeichen 6 bezeichnet eine Verdrahtung und Bezugszeichen 7 bezeichnet einen Schalter. Überdies ist der Gehäusekörper 2 mit einer Öffnung 8 am Boden versehen, durch die Luft eintritt, innerhalb des Raumes des Gehäusekörpers 2 durchtritt und innerhalb desselben aufsteigt, um die Verflüchtigung der Insektizidkomponente zu steigern.
Übrigens hat der organische PTC 4 einen z. B. wie in Fig. 3 (Draufsicht) und Fig. 4 (Aufrissschnittansicht) gezeigten Aufbau.
Bezugszeichen 9 bezeichnet eine organische PTC-Zusammensetzung, 10 eine Kupferelektrodenplatte und 11einen Isolator. Die Struktur der Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden ist nicht besonders beschränkt auf die in den Beispielen gegebene. Verschiedene Arten von Konfigurationen und Formen sind anwendbar.
Wenn die Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden den obigen Aufbau hat, wurde eine Matte 1 enthaltend 40 mg der Verbindung F auf der Strahlungsplatte 3 angeordnet und zwei AlkaliTrockenelemente, jedes mit einer Einheitsspannung von 1,5 Volt, wurden in Serie geschaltet, und zwei Sätze von einem Paar der Alkalitrockenelemente wurden parallel geschaltet. Als Ergebnis konnte die Temperatur der Strahlungsplatte etwa 15 Stunden lang auf etwa 100 C gehalten werden und die Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden war wirksam, um Mücken zwei Tage lang zu vertreiben.
Beispiel 2
Fig. 2 zeigt ein anderes Beispiel der Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden gemäss der Erfindung. Bezugszeichen 2 bis 8 werden allgemein so wie in Beispiel 1 verwendet. Bezugszeichen 12 bezeichnet eine Flasche, weiche die Insektizidlösung aufnimmt, und deren Mitte mit einem flüssigkeitssaugenden Docht 13 ausgestattet ist. Ein exothermer Abschnitt umfassend die Strahlungsplatte 3 und den organischen PTC 4 wird von dem Gehäusekörper 2 über einen passenden Teil 14 gehalten, der frei gebogen und gefaltet ist. Am Beginn der Verwendung wird die Heizplatte 3 so bewegt, dass sie die Spitze des flüssigkeitssaugenden Dochtes 13 berührt.
Mit der Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden mit dem obigen Aufbau wurde eine chemische Lösung enthaltend 1,5 % der Verbindung C verwendet und eine Trockenzelle mit einer Kapazität von 10 Volt wurde angeschlossen. Als Ergebnis hielt die Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden die exotherme Temperatur von etwa 110 C 12 Stunden oder länger. Das Verdampfen der Verbindung C war hinreichend gross, um Mücken zu vertreiben.
Um die Verdampfungsfläche der Losung des Insektizids zu vergrössern, kann der flüssigkeitsaugende Docht 13 zu der in Fig. 5 gezeigten Gestalt geformt sein. Überdies kann ein flüssigkeitsaugendes Basismaterial 15 aus Stoff, Papier oder dünnem Filz, bestehend aus natürlichen Fasern oder synthetischen Fasern direkt an der Strahlungsplatte 3 oder dem organischen PTC 4, wie in Fig. 6 und 7 gezeigt, befestigt sein.
Beispiel 3 :
Zwei Vorrichtungen zum Verdampfen von Insektiziden, von welchen jede einen Aufbau ähnlich dem von Beispiel 1 hatte, wurden verwendet. Für jeden von diesen wurde eine Pulpematte mit einer Grösse von 1,1 x 1,6 mm und 1 mmm Dicke mit 40mg Empenthrin imprägniert. Zwei AlkaliTrockenelemente, jedes mit einer Einheitsspannung von 1,5 Volt wurden in Serie geschaltet und zwei Sätze eines Paars von Alkali-Trockenelementes wurden parallel geschaltet.
Jede der beiden Vorrichtungen zum Verdampfen von Insektiziden wurde mit 2 m Abstand in einem Busch eines Parks, wo viele Mücken aufflogen, aufgestellt. Eine Person wurde in der Mitte der beiden Vorrichtungen zum Verdampfen von Insektiziden aufgestellt, um die Zahl der Stiche alle 4 Minuten zu zählen.
Als Ergebnis wurden während der 8 Stunden des Versuches fast keine Stiche gefunden, wenn die Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden gemäss der Erfindung verwendet wurden. Dage-
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gen erlitt die Versuchsperson in einem Vergleichsbereich, wo kein Transpirator verwendet wurde, alle vier Minuten mehr als drei Stiche.
Versuchsbeispiel 1:
Mit der Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden, beschrieben in Beispiel 1, wurde der folgende Verflüchtigungstest und Leistungstest ausgeführt, wobei die Art des Insektizides und die Oberflächentemperatur der Strahlungsplatte verändert wurde.
1) Verflüchtigungstest: die Insektizidkomponente, die von der Matte verflüchtigt wurde, wurde in einem vorgegebenen Intervall aufgefangen, um die Verdampfungsrate der Insektizidkomponente je Stunde (mg/h) zu bestimmen.
2) Leistungstest : Transpirator wurde in der Mitte des Bodens eines Zimmers mit 2 x 2 x 2 m aufgestellt. Die Leistungsfähigkeit gegen Mücken in einem Käfig, der in einer oberen Ecke angeordnet war, wurde bestimmt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengefasst.
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Tabelle 1 Vorrichtung Versuchsbedingung Versuchsergebnis zum Verdamp- Insektizid Oberflächen- Verflüchtigung (mg/h) Wirksamkeit fen gemäss der (40 mg) temperatur Unmittelbar nach Nach 8 Nach 16 Unmittelbar nach Nach 8 Nach 16 Erfindung der Strahlungs- dem Beginn der Stunden Stunden dem Beginn der Stunden Stunden ¯¯¯¯ platte ( C) Verflüchtigung Verflüchtigung 1 Empenthrin 105 1. 3 1. 0 1.0 0 O O 2 d-T80- 130 1. 0 0. 9 0.8 0 O O furamethrin 3 Verbindung C 115 1.2 1.0 0.9 0 0 0 4 Verbindung D 120 1. 0 0. 9 0.8 0 O O (Alkohol;
d-Typ) 5 Verbindung E 120 1.1 1 0 0. 9 0 O O 6 Verbindung F 110 1. 1 0. 9 0. 9 0 O O 7 Verbindung G 90 1. 0 0. 9 0.8 0 O O 8 Verbindung H 95 1. 0 0. 9 0.8 0 O O Vergleichs- 1 Empenthrin 70 0. 7 0. 5 0.4 A A A beispiel 2 Empenthrin 140 2.4 0 4 < 0.1 O A X 3 dl, d-T80- 110 0.2 0.2 0.1 X X X allethrin 4 d, d-T80- 120 0.2 0.1 0.1 X X X prallethrin
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Die Insektizide, die bei der Erfindung verwendet werden, verflüchtigen sich wirksam bei einer Temperatur von 90 bis 130 C an der Oberfläche der Strahlungsplatte der Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden und behielten 16 Stunden eine hohe Leistungsfähigkeit gegen Mücken bei. Wenn diese Insektizide bei einer Temperatur unter 90 C verwendet werden, war die Verflüchtigung gering.
Wenn die Temperatur über 10 C erhöht wurde, dann verdampfte die gesamte Komponente in kurzer Zeit und die Langdauerwirkung konnte nicht erzielt werden.
Allethrin und Prallethnn ergaben bei 20 C einen niedrigen Dampfdruck von 4,2 x 10-5 mmHg bzw.
3,5 x 10-5 mmHg und sie konnten in einem Temperaturbereich von 90 bis 130 C keine Wirkung des Insektizides ergeben.
Demnach wurde die vorliegende Erfindung durch die Kombination von verschiedenen Bedingungen einschliesslich der Verwendung einer Batterie, der Verwendung eines organischen PTC, um die Oberflächentemperatur zu senken, und der Auswahl eines geeigneten Insektizides für den Temperaturbereich vervollständigt.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird eine praktische, batteriebetriebene Vorrichtung zum Verdampfen von Insektiziden, die durch Anwendung eines organischen PTC als Heizeinrichtung bestehend aus einer Mischung aus thermoplastischem Polyolefinkunststoff und Kohlenstoff und durch Anwendung von Cyclopropancarbonsaureesterpyrethroiden mit einem Dampfdruck bei 20 C von wenigstens 1,0 x 10 mmHg die Insektizidkomponente in einem Temperaturbereich von 90 bis 130 C wirksam verdampft, zur Verfügung gestellt.
PATENTANSPRÜCHE:
1 Batteriebetriebene Vorrichtung zum Verdampfen eines Insektizides, insbesondere eines
Cyclopropancarbonsäureesterpyrethroid-Insektizides, weiches bei 20 C einen Dampfdruck von wenigstens 1,0 x 10-4 mrnHg hat, mit einer Strahlungsplatte, die in Berührung mit dem
Insektizid angeordnet ist, einer batteriebetriebenen Heizeinrichtung für die Strahlungs- platte, und mit einem Thermistor mit positivem Temperaturkoeffizienten, wobei der Ther- mistor mit der Batterie der Heizeinrichtung verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Thermistor (4) aus einer Mischung (9) aus thermoplastischem Polyolefinkunststoff und
Kohlenstoff besteht und eine Elektrodenplatte (10) sowie eine thermische Isolierung (11) aufweist und dass die Oberfläche der Strahlungsplatte (3) von der Heizeinrichtung auf eine
Betriebstemperatur von 90 bis 130 C aufheizbar ist.