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festen Brennstoffen zu einer Feuerung, wobei die Materialentnahme über eine Saugleitung erfolgt, welche an einer Führungsvorrichtung befestigt ist, über welche die Eintrittsöffnung der Saugleitung in horizontaler und/oder vertikaler Richtung bewegbar ist, und die Führungsvorrichtung zumindest eine, vorzugsweise horizontal ausgebildete, Führungsschiene, zumindest einen im wesentlichen vertikal ausgerichteten Teleskopauszug zur Führung der Saugleitung, weicher vorzugsweise im Bereich seines ersten Endes über ein Führungselement in der Führungsschiene geführt ist, und eine Positioniereinrichtung für die horizontale und/oder vertikale Bewegung der Eintrittsöffnung der Saugleitung aufweist.
Aus der DE 22 08 879 B ist eine pneumatische Fördereinrichtung zur automatischen Beschickung einer Späneverbrennungseinrichtung mit einer unflexible Saugleitung bekannt, wobei die Zuführung des Brennstoffes zur Eintnttsöffnung in die Saugleitung über eine Förderschnecke erfolgt. Bei Erreichen einer vorbestimmten maximalen Schichthöhe des Spänematerials in der Verbrennungseinrichtung ist die Fördereinrichtung über eine das Erreichen der maximalen Schichthöhe anzeigende Messeinrichtung abschaltbar. Die Fördereinrichtung hat den Nachteil, dass die Brennstoffentnahme nur in einem fixen Entnahmebereich in Bodennähe des Lagerraumes erfolgt.
Eine vollständige Leerung des Lagerraumes Ist relativ aufwendig, da entweder eine Vielzahl von Förderschnecken erforderlich ist, oder der Brennstoff manuell zur Etntnttsöff- nung befördert werden muss.
Aus der DE 27 51 529 A1 ist ein Hubförderer mit Ausleger zur Saugförderung für Schüttgüter bekannt, welcher zur Entladung von Schiffen dient. Ein den Saugkopf aufweisender Saugrohrabschnitt wird von einem Rohrträger gehalten und ist über ein Laufwerk mit dem Ausleger verbunden. Die Saugrohrabschnitte sowie der Rohrträger sind als Teleskop ausgebildet, so dass der Saugkopf vertikal und horizontal verfahrbar ist. Hubförderer dieser Art sind relativ platzufwendlg und zur Materialentnahme aus räumlich beschränkten, insbesondere im wesentlichen geschlossenen Lagerräumen nicht geeignet.
Die DE 23 46 281 A1 beschreibt eine ähnliche pneumatische Saugförderanlage für die Schiffsentleerung. Die Saugförderanlage besteht aus einem turmartigen Aufbau mit einem Ausleger, auf weichen ein Saugrohrsystem, besteht aus einem horizontalen Saugrohr und einem vertikalen Teleskoprohr angeordnet ist. Am unteren Ende des in einen Schiffskörper hineinragenden Teleskopsaugrohres befindet sich ein Saugkopf, welcher mit Antriebsmotoren betriebene Zuteilscheiben aufweist, die für das Zuführen des Gutes zum Saugkopf sorgen. Aufgrund des relativ grossen Platzbedarfes kommt auch die Saugförderanlage für die Materialförderung in und aus geschlossenen Lagerräumen nicht in Frage.
Aus der US 2 783 098 A ist eine Saugdüse bekannt, welche einen von einem Motor angetriebenen Rotor aufweist, um Verklumpungen im zu fördernden Material aufzulösen.
Es Ist die Aufgabe der Erfindung, die Materialentnahme, insbesondere von festen Brennstoffen, aus einem Lagerraum zu vereinfachen.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass die vertikal mit der Eintrittsöffnung bewegbaren Teile der Führungsvorrichtung und der Saugleitung Schwimmeigenschaften bezüglich des festen, rieselfähigen Materiales aufweisen und die Führungsschiene vorzugsweise im Deckenbereich eines Lagerraumes angebracht ist, aus dem das feste Material entnommen wird. Das Gewicht der Saugleitung und des Teleskopauszuges der Saugdüse und der Umwälzeinrichtung samt Motor bewirken, dass die Eintrittsöffnung der Saugleitung selbständig in den Brennstoff eintaucht und mit dem kleiner werdenden Füllstand nach unten wandert. Über die Führungsschiene kann der Teleskopauszug im Lagerraum verschoben werden und zu Raumabschnitten mit genügend Material zugeführt werden. Die Entnahme des Materials kann somit von oben nach unten erfolgen.
Die Anbringung der Führungsschiene im Deckenbereich des Lagerraumes ermöglicht eine sehr platzsparende und einfache Materialentnahme aus dem Lagerraum. Je nach Grösse und Form des Lagerraumes können ein oder mehrere Laufschienen vorgesehen sein, um die Saugleitung in einer, zwei oder drei Dimensionen bewegen zu können. Dadurch ist es möglich, praktisch jeden Punkt des Lagerraumes mit der Eintrittsöffnung der Saugleitung zu erreichen und auch in schwer zugänglichen Bereichen des Lagerraumes den Brennstoff abzusaugen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Servicearbeiten sehr einfach durchgeführt werden können.
Um eine Brückenbildung des Brennstoffes zu verhindern, ist es vorteilhaft, wenn die Führungsvorrichtung im Bereich der Eintrittsöffnung der Saugleitung eine vorzugsweise durch ein Schaufelrad und/oder einen Vibrator gebildete Umwälzeinrichtung aufweist. Dadurch wird das umliegende Material in Bewegung gehalten, und so eine problemlose Förderung gewährleistet. Auch das Gewicht der Umwälzeinrichtung samt Motor tragen zum selbständigen Absinken der Eintrittsöffnung mit dem Matenatfütistand bei.
Um Verstopfungen am Saugrohr zu verhindern und ausreichende Förderluft zur Verfügung zu stellen, kann weiters vorgesehen sein, dass innerhalb des Teleskopauszuges eine Luftzufuhr in den Bereich der Eintrittsöffnung der Saugleitung erfolgt.
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In einer besonders bevorzugten Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Saugleitung in einen gegenüber der Umgebung luftdicht ausgeführten Vorabscheider einmündet, welcher mit einer Saugeinnchtung verbunden ist wobei vom Vorabscheider eine Brennstoffzuführleitung zum Feuerraum ausgeht und Im Bereich des Austnttes des Vorabscheiders eine Dosiereinrichtung vorgesehen ist. Die Dosiereinrichtung kann dabei durch eine Förderschnecke im unteren Bereich des Vorabscheiders gebildet werden, unter welcher eine Klappe angeordnet ist, die den Vorabscheider und Schneckenbereich luftdicht abschliesst, um den notwendigen Unterdruck zu erzeugen.
Gleichzeitig dient sie durch Ansteuerung mittels eines Federrücklaufmotors als Rückbrand-Sicherheitseinrichtung. Die unter dem Vorabscheider montierte Förderschnecke wird durch eine Motor-Getriebe-Einheit angetrieben. Diese wird in bekannter Weise über eine Steuerung drehzahlgesteuert, damit zu den verschiedenen Leistungsstufen der Steuerung die entsprechende Brennstoffmenge zugeführt wird. Bei den Brennstoffen werden zweckmässigerweise Holzpresslinge (HolzPellets) mit ca. 10 mm Durchmesser und 20 bis 30 mm Länge eingesetzt. Es können aber auch als Brennstoff andere Materialien, wie beispielsweise Presslinge aus Holz oder anderem Material, Hackgut oder dergleichen verwendet werden.
Alternativ zu einer Förderschnecke mit Klappe kann eine Zellradschleuse eingesetzt werden.
In weiterer Ausbildung der Erfindung kann weiters vorgesehen sein, dass die Saugeinrichtung durch einen Zentraistaubsauger gebildet ist. welcher neben der Brennstoff-Förderung auch zu Reinigungszwecken eingesetzt werden kann. Vom Zentralstaubsauger führen dann in bekannter Weise Saugkanäle zu Anschlussstücken In verschiedenen Räumen des Gebäudes.
Weiters ist es vorteilhaft, wenn der Vorabscheider einen Füllstandssensor zur Regelung der Förderlelstung der Saugfördereinrichtung aufweist. Zur Überwachung der Brennstoffentnahme aus dem Lagerraum kann weiters vorgesehen sein, dass im Brennstofflagerraum zumindest ein Sensor zur Überwachung der Brennstofflagerhöhe vorgesehen ist.
Mit der erfindungsgemässen Fördereinrichtung ist auch eine vollautomatische Entnahme- und Zuführung des Brennstoffes aus dem Lagerraum möglich. Dabei ist vorgesehen, dass die Führungsvorrichtung elektri- sche, mechanische, hydraulische oder pneumatische Linearantriebe aufweist, und die Positionierung der Saugleitung durch eine Steuereinheit automatisch in Abhängigkeit der Material-Füllung des Lagerraumes erfolgt, wobei vorzugsweise der Teleskopauszug bei Erreichen einer vordefinierten Endstellung wieder In eine vordefinierte Anfangsstellung fährt.
Die Erfindung wird anhand der Figuren näher erläutert.
Es zeigen Fig. 1 und 2 Ausführungsvarianten der Erfindung.
Mit der Saugfördereinrichtung 1 werden über eine Saugleitung 2 Brennstoff-Pellets 3 aus einem Lagerraum 4 entnommen und einem Vorabscheider 5 zugeführt. Über eine an der Austrittsseite 6 des Vorabscheiders 5 angeordnete Dosiereinrichtung 7 und eine Brennstoffzuführleitung 25 gelangt der Brennstoff 3 zur Feuerung 8. Die Dosiereinrichtung 7 kann durch eine Zellradschleuse 7a, (Fig. 1) oder durch eine Förderschnecke 7b und ein Absperrorgan 7c (Fig. 2) gebildet sein, wobei das Absperrorgan 7c aus einer Klappe oder einem Schieber besteht.
Die Saugleitung 2 ist im Bereich der Eintrittsöffnung 9 an einer Führungsvorrichtung 10 befestigt. Die Führungsvorrichtung 10 besteht aus einem Teleskopauszug 11, welcher im Bereich seines ersten Endes 12 über ein Führungselement 13 in einer im Deckenbereich 14 des Lagerraumes 4 befestigten Führungsschiene 15 geführt ist. Das zweite Ende 16 des Teleskopauszuges 11 ist im Bereich der Eintnttsöffnung 9 mit der Saugleitung 2 verbunden.
Weiters weist die Führungsvorrichtung 10 nahe der Eintrittsöffnung 9 eine Umwälzeinnchtung 17 auf, welche durch ein Schaufelrad 18 in den Fig. 1 und 2 ausgebildet ist. Alternativ dazu kann die Umwälzen- richtung 17 auch durch einen-nicht weiter dargestellten. Vibrator gebildet sein.
Durch die Führungsschiene 15 kann der Teleskopauszug 11 im Lagerraum 4 horizontal verschoben werden und so jeweils dem gefüllten Lagerraumabschnitt zugeführt werden. Weiters taucht die Eintnttsöffnung 9 samt einer nicht weiter dargestellten Saugdüse der Saugleitung 2 durch das Gewicht der Saugleitung 2, des Teleskopauszuges 11 und des über den Motor 18a angetnebenen Schaufelrades 18 selbständig in das aufgehäufte Brennstoffmaterial ein und wandert mit dem Füllstand nach unten. Die Umwälzeinrichtung 17 verhindert die Brückenbildung des Brennmaterials 3, wodurch das umhegende Material in Bewegung gehalten wird und eine problemlose Förderung gewährleistet ist.
Gegebenenfalls kann innerhalb des Teleskopauszuges 11 Luft zugeführt werden, um Verstopfungen in der Saugleitung 2 zu verhindern.
Die Betätigung der Führungsvorrichtung 10 kann elektrisch, mechanisch, hydraulisch oder pneumatisch erfolgen. Gegebenenfalls kann die Brennstofflagerhöhe über einen oder mehrere Sensoren 19 überwacht werden. Nach Erreichen einer vordefinierten Endstellung wird der Teleskopauszug 11 wieder in eine vordefinierte Anfangstellung gefahren, wobei die Verstellung des Teleskopauszuges 11 automatisch erfolgen
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kann.
Durch die Zellradschleuse 7a bzw. durch das Absperrorgan 7c unter dem Vorabscheider 5 wird dieser nach aussen luftdicht abgeschlossen, um den notwendigen Unterdruck im Vorabscheider 5 zu erzeugen. Das beispielsweise durch eine Klappe gebildete Absperrorgan 7c wird durch einen nicht weiter dargestellten Federrücklaufmotor angesteuert, und dient dabei gleichzeitig als Rückbrand-Slcherheitseinrichtung. Die unter dem Vorabscheider 5 angeordnete Förderschnecke 7b wird durch eine in Fig. 2 nicht weiter dargestellte drehzahlgesteuerte Motor-Getriebe-Einheit angetrieben. Durch die Drehzahlsteuerung kann zu den verschiedenen Leistungsstufen der Feuerung 8 die entsprechende Menge des Brennstoffes 3 zugeführt werden.
Durch die Saugfördereinrichtung 1 wird der Vorabscheider 5 automatisch gefüllt, wobei die Befüllung über einen Füllstandssensor 20 überwacht wird.
Die Saugfördereinnchtung 1 kann-wie in den Flg. 1 und 2 angedeutet-mit einer einen Zentralstaub- sauger 22 zur Reinigung des Gehäuses 24 aufweisenden Zentralsauganlage 21 verbunden sein, wodurch Bauteile und Platz eingespart werden kann. Über das Umschaltventil 23 kann dabei zwischen dem Saugförderbetrieb und dem Staubsaugbetrieb umgeschaltet werden.