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Hygienische Schutzeinrichtung für Sprechmuscheln von Telephonen u. dgl.
Die Erfindung betrifft eine hygienische Schutzvorrichtung für Sprechmuscheln von Telephonen u. dgl., bei welchem zur Verhinderung der Übertragung von Krankheitserregern (Bakterien) vor der Muschel ein von einer Walze ab-und auf eine zweite Walze auflaufendes durchbrochenes Gewebe gespannt ist. Die Erfindung besteht darin, dass das Hand mit Imprägnierwalzen o. dgl. in Berührung steht, so dass es bei seiner Bewegung mit dem desinfizierenden Mittel benetzt wird und durch Rückabwickeln neuerlich verwendet werden kann.
Die Bandwalzen werden vorzugsweise abwechselnd in umgekehrter Richtung gedreht, so dass bei jeder neuen Betätigung der vor der Muschel liegende Gewebeteil auf die eine Walze aufgewickelt und gleichzeitig der vorher auf der anderen Walze aufgewickelte Gewebeteil wieder vor die Muschel gezogen wird, wodurch nur ein kurzer Gewebestreifen zur Anwendung gelangt, der stets neuerlich ver-
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In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt und zwar ist Fig. 1 ein Vertikalschnitt durch den Aufsatz nach der Linie. 4-. 4 der Fig. 3, Fig. 2 ein vertikaler Mittelschnitt durch den Aufsatz und die Sprechmuschel und Fig. 3 die Vorderansicht des Aufsatzes bei teilweise abgebrochenem Gewebestreifen. Fig. 4 stellt ein Viertel des zur Herstellung des Aufsatzes dienenden Blechschnittes dar.
Der Aufsatz besteht aus einem Blechrahmen 1, der am Rand seiner Mittelöffnung einen rinnenförmig umgebördelten Rand aus Lappen) besitzt, womit er über den Rand der Sprech- muschel J und einen darüber gespannten elastischen Ring 4 (Gummiring) aufgesetzt wird. Dieser Rahmen besitzt zwei parallele Schlitze 5 und 6, durch die das Band 7 aus durchbrochenem Gewebe (Gaze, Mull u. dgl.) geführt ist, dessen Maschen genügend weit sind, dass keine störende
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Rahmen liegenden Walzen 8, 9 befestigt und über die abgerundeten oder schräg gestellten Innenkanten der Schlitze 6 durch diese hindurchgezogen.
Die Walzen 8, 9 sind in gehäuseartigcn
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zwar beim vorliegenden Ausfidirungsbeispiel bei den aufeinanderfolgenden Betätigungen in umgekehrter Richtung gedreht, indem beispielsweise über die auf ihren Wellen sitzenden Kettenräder 12 eine Kette 13 geschlungen ist, die einen Griffknopf 14 trägt, der durch einen Schlitz 15 der Rahmenplatte 1 nach vorn ragt. Die Kette kann in einem durch mehrfache Umbiegung
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muschel gelangende Gewebeteil wird beim Abwickeln durch den Belag der Walze 17 frisch mit dem Desinfektionsmittel benetzt. Das gleiche vollzieht sich in umgekehrtem Sinne, wenn der
Knopf 14 wieder an das andere Ende des Schlitzes bewegt wird.
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Es wird also bei dieser Anordnung nur ein kurzer Gewebestreifen verwendet, dessen Teile immer abwechselnd vor die Sprechmuschel gebracht bezw. auf die Walzen 8, 9 aufgewickelt und abgewickelt und dabei jedesmal neuerlich xnit Desinfektions-nittel benetzt werden. Der Streifen hält sich sehr lange und kann gegebenenfalls leicht ausgewechselt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Hygienische Schutzvorrichtung für Sprechmuscheln von Telephonen u. dgl. mit vor der Muschel gespanntem, über Walzen gewickelten Bande zum Auffangen der Krankheitskeime, dadurch gekennzeichnet, dass das Band (7) mit Imprägnierwalzen (17, 18) oder dergl. in Berührung steht, sodass es bei seiner Bewegung mit einer desinfizierenden Flüssigkeit imprägniert wird und nachher durch Rückabwickeln neuerlich verwendet werden kann.