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Sicherheitsverankerung für die Oberleitungsdrähte elektrischer Strassenbahnen.
Bekanntlich treten die Schwingungen des Oberleitungsdrahtes e ! ektrischer Strassenbahnen hauptsächlich an den Verbindungs-tellen mit den an Geleisekreuzungen, Weichen, Strecken- isolatoren und dergl. in die Leitung eingeschalteten Vorrichtungen auf, weil diese Vorrichtungen eine grössere Starrheit aufweisen, als der Leitungsdraht. Aus diesem Grunde finden auch die meisten Brüche des Leitungsdrahtes an diesen Stellen statt. Um ein Herabfallen des Leitungdrahtes bei Bruch zu verhindern, werden bisher an Leitungsdraht festgelötete Anker verwendet,
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Schwingungen des Leitungsdrahtes häufig defekt wird.
Ebenso genügen die Vorrichtungen, welche mit zwei Backen den Leitungsdraht einklemmen, nicht ihrem Zwecke, weil beim Reissen des Leitungsdrahtes eine plötzliche Zugkraft in der Einklemmungsstelle auftritt, welche den gerissenen Draht leicht aus den Klemmbacken herausreissen kann. Ausserdem ist bei dieser Art von Vorrichtungen eine besondere Profilausbildung des Drahtes notwendig.
Zur Vermeidung dieser Übelstände soll nach vorliegender Erfindung eine Verankerung Anwendung finden, die
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Leitungsdrahtes eine kammartige Überhöhung aufweist, deren gegenüberliegende Seiten durch
Bolzen zusammengezogen werden können, wobei ausserdem eine keilförmige, an der unteren
Seite mit sägezahnartiger Kerbung versehene Einlage zwischen den Draht und einen der Bolzen einges chlagen wird, sodass beim Reissen des Leitungsdrahtes durch den Zug iü demselben die Ein- @ lage sich noch mehr zwischen den Bolzen und den Leitungsdraht verkeilt und so ein Heraus- ziehen des letzteren unmöglich macht.
Die Zeichnung veranschaulicht als Ausführungsbeispiel die vorliegende Art der Verankerung an einer in die Leitung eingeschalteten Weiche. Fig. 1 zeigt die Verankerung des einen Leitungs- drahtes, Fig. 2 die Ausbildung des Ankers in grösserem Massstabe, Fig. 3 den Grundriss der ge- i samten Anordnung der Weiche in verkleinertem Massstabe. Auf jedem Leitungsstrang 1 ist kurz vor dem Weichenapparate 3 eine Blechhülse 2 befestigt.
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artigen Überhöhung jeder der drei Hülsen (Fig. 3) ist je ein Stahldraht 6 befestigt, dessen anderes Ende um einen gemeinsamen Bolzen 8 geschlungen ist.
Bei Anordnung der beschriebenen Verankerung in gerader Strecke verbindet der Stahldraht 6 entweder nur einfach die beiden einander gegenüberliegenden Anker oder es werden die beiden Stahldrähte 6 der beiden Anker an irgend onem geeigneten Teil der dazwischen angeordneten Vorrichtung befestigt.
Wie bereits eingangs erwähnt wurde, liegt die gefährdetste Stelle der Oberleitung bei 9
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deren Zähne in den Leitungsdraht eingedrungen sind, mitziehen. Da die Einlage keilförmig iat, so wird sie sich immer mehr und mehr zwischen den Nietbolzen 6 und Draht 1 einkeilen und umso fester den Draht 1 an die Hülse 2 anpressen, je grösser die Zugkraft ist. Selbst eine ungewöhnlich starke Spannung im Leitungsdraht vermag dann ein Herausgleiten des Drahtes aus der Blechhülse nicht herbei zuführen, da eben ausser der Klemmwirkung der Hülse selbst noch die Keileinlage 7 den Draht festhält.
Die beschriebene Verankerung hat aber auch noch den Vorteil, dass sie die sonst an der gefährdetsten Stelle 9 am stärksten auftretenden Schwingungen wesentlich schwächt, sodass durch die vorliegende Verankerung die Bruchgefahr schon an sich vermindert wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Sicherheitsverankerung fürdie Oberleitungsdrähte elektrischer Strassenbahnen, dadurch gekennzeichnet, dass der Leitungsdraht von einer Blechhülse umschlossen ist, deren kammartig über den Leitungsdraht erhöhte Seitenwände zwecks Festklemmung der Hülse auf dem Draht durch Nieten oder dergl. zusammengezogen sind.