AT395029B - Laermschutzabdeckung fuer landverkehrswege - Google Patents
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
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- E01F8/0005—Arrangements for absorbing or reflecting air-transmitted noise from road or railway traffic used in a wall type arrangement
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Description
AT 395 029 B
Die Erfindung betrifft eine Lärmschutzabdeckung für Landverkehrswege nach dem Oberbegriff des Patentanspruches. Eine derartige Lärmschutzabdeckung ist durch die Zeitschrift „Straße und Autobahn“, Heft9,1980, Seiten 396 bis 400 bekannt. Bei dieser Lärmschutzabdeckung sind Abdeckelemente vorgesehen, die jeweils über der Fahrbahn einen geschlossenen Bereich und jeweils über dem Bereich neben der Fahrbahn, d. h. über den Seitenstreifen und dem Trennstreifen, einen offenen Bereich bilden. Sie sind in diesem Bereich als längs zur Fahrbahn verlaufende Lamellen ausgebildet, die schräg nach oben zur jeweiligen Fahrbahnmitte gerichtet sind. Auf Grund dieser Ausbildung und einer auf dem Trennstreifen angeordneten Mittelwand können im Bereich der Fahrbahnen entstehende Schallwellen nicht ohne Beugung oder Reflexion nach oben aus der Lärmschutzabdeckung aus treten. Die durch die Lamellen gebildeten offenen Randbereiche haben außer der Schallpegelminderung noch die Aufgabe, eine blendfreie Belichtung der Fahrbahn mit Tageslicht sowie den Austritt von Abgasen und damit eine Belüftung zu ermöglichen. Belichtung und Belüftung sind außerordentlich wichtig, um die Betriebskosten bei der durch die Abdeckung bezweckten Lärmschutzmaßnahme gering zu halten. Durch die Mittelwand und die geneigten Lamellen ergibt sich bezüglich der Belichtung infolge Reflexion an der Wand, die eine helle Oberfläche aufweist, eine blendfreie und kontrastarme Belichtung der Fahrbahn. Die Wand halbiert in günstiger Weise die sonst sich infolge der großen Straßenbreite ergebende große Stützweite der Tragelemente der Abdeckung.
Bei näherer Untersuchung bringt die Wand in der Mitte allerdings einige gravierende Nachteile mit sich. Eine solche Wand muß außergewöhnlich kräftig ausgebildet sein, da sie für den Lastfall .Fahrzeuganprall“ berechnet werden muß. Da die Abdeckung im allgemeinen nicht schon beim Bau des Verkehrsweges, sondern fast immer erst später vorgenommen wird, ist der Bau der Mittelwand mit starkem Verkehrsbehinderungen verbunden.
Durch die kräftige Ausführung der Mittelwand und die damit verbundenen Verkehrsbehinderungen bei der nachträglichen Herstellung der Lärmschutzabdeckung entstehen sehr hohe Kosten.
Es ist auch eine ähnliche Lärmschutzabdeckung bekannt (DE-OS 28 45 267), die für einen nur zweispurigen Verkehrsweg ohne Mittelstreifen bestimmt ist. Dabei entsteht jedoch nicht das Problem wie bei der gattungsgemäßen Lärmschutzabdeckung, bei der eine Mittelwand als ergänzende Maßnahme für den Lärmschutz und zur Zwischenunterstützung als notwendig angesehen wurde.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lärmschutzabdeckung für Landverkehrswege gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches derart auszubilden, daß sich ebenfalls eine blendfreie und kontrastarme Belichtung der Fahrbahnen und eine gute Schallschutzwirkung ergibt, wobei aber die Lärmschutzabdeckung über einem bereits bestehenden Verkehrsweg auf eine den Verkehr weniger behindernde Weise errichtet werden kann.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches gelöst Damit wird erreicht, daß trotz des Verzichtes auf die Mittelwand die im Bereich der Fahrbahnen entstehenden Schallwellen nicht ohne Beugung oder Reflexion nach oben aus dem offenen Bereich über dem Trennstreifen austreten können.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Lärmschutzabdeckung bleibt der Vorteil erhalten, daß sich ein kontinuierlicher Luftaustausch zwischen Innenraum und Umgebung und ein indirekter Einfall von Außenlicht auf die lückenlos abgedeckten Fahrbahnen ergibt, die vor Niederschlägen, die besonders im Winter die Fahrsicherheit beeinträchtigen können, geschützt sind.
Der zusätzliche Vorteil der Erfindung liegt darin, daß durch die sich nach unten erstreckende vertikale Lamelle eine Mittelwand entbehrlich ist, aber trotzdem jede der beiden Fahrbahnen, bei unverminderter Schallpegelminderung durch die Lärmschutzabdeckung, eine Belichtung und Belüftung erhält, die deijenigen bei Anwendung einer Mittelwand etwa gleichkommt.
Ein Ausführungbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert.
DieZeichnung zeigt einen Querschnitt durch einen Landveikehrsweg, z. B. eine Autobahn. Der Verkehrsweg hat zwei Fahrbahnen (4) und (4'), die durch einen nicht befahrbaren Trennstreifen (12) getrennt sind. Über dem Verkehrsweg befindet sich eine Lärmschutzabdeckung mit Abdeckelementen (2'). Die Abdeckelemente (2') bilden über den Fahrbahnen (4) und (4') geschlossene Bereiche. Über den Seitenstreifen und dem Trennstreifen (12) sind als Abdeckelemente Lamellen (2") vorgesehen. Zwischen den Lamellen der mittleren Bereiche (13) und (13') ist eine vertikale Lamelle (14) angeordnet, die sich so weit nach unten erstreckt, daß die im Bereich der Fahrbahnen (4) und (4') entstehenden Schallwellen (5) über dem Trennstreifen (12) nicht ohne Beugung oder Reflexion an der vertikalen Lamelle (14) oder an den zu der betreffenden Fahrbahnmitte hin schräg ansteigenden Lamellen ins Freie gelangen können.
Bei der Lärmschutzabdeckung handelt es sich um eine leichte Konstruktion, bei der die Abdeckelemente (2') und (2") in Fahrbahnlängsrichtung spannen und auf quer den Landverkehrsweg stützenfrei überspannenden, als Tragelemente dienenden Trägem (15) oder Rahmen aufgelagert sind. Bei der dargestellten wirtschaftlichen Form handelt es sich um einen dachförmigen Träger (15), der mit einem Zugband (16) unterspannt ist, das zweckmäßigerweise in der Mitte von der vertikalen Lamelle (14) getragen wird und diese seitlich abstützt. -2-
Claims (1)
- AT 395 029 B PATENTANSPRUCH Lärmschutzabdeckung für Landverkehrswege mit mindestens zwei durch einen nicht befahrbaren Trennstreifen, z. B. einen Grünstreifen, getrennten Fahrbahnen, die Abdeckelemente aufweist, die an quer zum Verkehrsweg verlaufenden Tragelementen befestigt sind, wobei die Abdeckelemente jeweils über der Fahrbahn einen geschlossenen und jeweils über dem Bereich neben der Fahrbahn einen offenen Bereich bilden, in dem sie als längs zur Fahrbahn verlaufende Lamellen ausgebildet sind, die schräg nach oben zur Längsmittelebene der Fahrbahn gerichtet und die Schallwellen beugend oder reflektierend angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragelemente (2', 2") den Verkehrsweg einschließlich des Trennstreifens (12) ohne eine Zwischenunterstützung überspannen, und daß über dem Trennstreifen (12) zwischen den mitderen, gegensinnig geneigten Lamellen (2") eine vertikale Lamelle (14) angeordnet ist, die mit Abstand über dem Trennstreifen (12) endet und in ihrer Höhenerstreckung zur Beugung und Reflexion von Schallwellen dimensioniert ist, die sich in Richtung auf die mittleren Lamellen (2") ausbreiten. Hiezu 1 Blatt Zeichnung -3-
Applications Claiming Priority (1)
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