AT392773B - Vorrichtung zum verbinden eines an einer biersaeule anzuordnenden zapfhahnes - Google Patents
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Description
AT 392 773 B
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Verbinden eines an einer Biersäule anzuordnenden Zapfhahnes mit einer durch die Biersäule hindurch verlaufenden Flüssigkeits-Zuleitung aus insbesondere Kunststoff, wobei der Zapfhahn ein Endstück mit einer konischen Außenfläche und ein in die Biersäule einschraubbarer Fitting eine konische Innenfläche aufweisen, zwischen denen das aufgeweitete bzw. umgebördelte S Ende der Zuleitung mittels einer Überwurfmutter festgeklemmt wird, die den Zapfhahn gegen den Fitting zieht.
Mit Hilfe einer bekannten Vorrichtung dieser Art wird mittels zweier konischer Klemmflächen eine direkte Verbindung zwischen dem Zapfhahn und der Flüssigkeits-Zuleitung erhalten. Dies bringt den Vorteil, daß die Flüssigkeit nicht mit dem Inneren der Biersäule in Berührung kommt, so daß weniger schwierig zu reinigende Stellen vorhanden sind und Verschmutzungen der Leitung vermindert werden. Diese Verbindungsvorrichtung hat 10 jedoch bei Verwendung von Kunststoffleitungen gewisse Nachteile. Da sich zwischen dem in der Zapfsäule geschraubten Fitting und dem Zapfhahn das relativ elastische Material der Zuführungsleitung befindet, kann der Zapfhahn an der Biersäule gewisse Bewegungen ausfühien, was beim Füllen von Gläsern hinderlich ist.
Aus der CH-PS 9 368 ist eine Flüssigkeitsabschlußvorrichtung bekannt, bei der das zur Innenauskleidung dienende Schlauchstück an jenem Ende der Flüssigkeitsdurchgangsstelle befestigt ist, welches der anströmenden 15 Flüssigkeit zugekehrt ist. Zu diesem Zweck ist dieses Schlauchende zwischen dem nach einem Konus verlaufenden Umfange eines zwischen einem Zapfhahn und einem Rohrstutzen eingesetzten Futters und dem entbrechend konisch ausgedrehten Ende der Durchgangsstelle bzw. des Zapfhahnes eingeklemmt. Abgesehen davon, daß sich diese bekannte Anordnung von der Vorrichtung der eingangs genannten Art schon rein gattungsmäßig von dem Erfindungsgegenstand unterscheidet, führt gerade eine Festklemmung der weichen 20 Innenauskleidung, wie sie in der hier sehr leicht möglichen Lockerung des ein Niederschraubventil enthaltenden Leitungsabschnittes (Zapfhahnes) aufgrund der speziellen Einklemmung des Futters der nicht näher bezeichneten Dichtung eine ungünstige Bewegung des Hahnes bzw. Ventiles Zustandekommen kann, welche unter anderem auch zu einer Beschädigung des eingeklemmten Schlauchendes führen kann.
Bei der bekannten Anordnung nach der US-PS 4 313 628 werden zwei Schlauchstücke mit Hilfe von 25 speziellen ineinander schraub- und steckbaren Kupplungsteilen miteinander verbunden. Die jeweiligen Schlauchenden werden dabei jeweils zwischen einem inneren und einem äußeren Konusteil durchgehend festgeklemmt. Nachteilig hiebei ist, daß hier keine dosierte bzw. kontrollierte Einklemmung des Schlauches zwischen dem inneren und äußeren Konusteil erfolgt, so daß auch hier die Schlauchenden sehr leicht beschädigt werden können. 30 Bei beiden zuletzt genannten bekannten Fällen handelt es sich somit um Konusklemmvorrichtungen für elastische Schlauchteile, die einerseits eine unerwünschte Lockerung der Verbindung der Klemmteile und andererseits eine Beschädigung des eingeklemmten Schlauchendes mit sich bringen.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile der bekannten Anordnungen zu beseitigen und eine mechanisch starre Verbindung zwischen dem Zapfhahn und der Biersäule zu schaffen, die Beschädigungen der Kunststoff-35 Zuleitung und auch der anderen Bauteile sicher verhindert
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an wenigstens einen der konischen Flächenabschnitte ein sich über das festgeklemmte Ende der Leitung erstreckender ergänzender Flächenäbschnitt anschließt, der sich von dem konischen Flächenteil ab in Richtung des anderen konischen Oberflächenteiles derart erstreckt daß nach dem Festklemmen der Zuleitung durch Anziehen der Überwurfmutter eine feste Anlage 40 zwischen diesem Flächenabschnitt und dem gegenüberliegenden konischen Oberflächenabschnitt oder aber zwischen den beiden ergänzenden Oberflächenteilen auftritt.
Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung wird die auf den Zapfhahn z. B. beim Zapfen ausgeübte Belastung, direkt auf die Biersäule übertragen und die Flüssigkeits-Zuleitung wird den Belastungen entzogen, so daß ihre Flexibilität keine Rolle mehr spielt 45 Beim Erfmdungsgegenstand ist ferner vorteilhaft: a) Materialeinsparung bei Innenauskleidung am Schlauchende (durch Vermeidung der Notwendigkeit einer Umbördelung des Schlauchendes) bei gleichzeitiger Erhöhung der Wirksamkeit der Klemmvorrichtung. b) Substantielle Schonung des Materials des Schlauchendes trotz sehr guter Festklemmung (wiederholte Verwendbarkeit nach mehrmalig»' Montage und Demontage). 50 c) Mechanisch stabile, besonders belastbare, nicht in unerwünschter Weise lockerbare Verbindung mit Hilfe eines außen abgestuften Fittings und einer Überwurfmutt», die üb» spezielle Anschlagflächen zwischen Fitting und Endstück des Zapfhahnes eine stabile Halterung bilden. d) Besonders leichte und rasche Montage und Demontage eines Zapfhahnes, speziell bei einer Leitungsanordnung, welche das Ventil in der Biersäule selbst enthält. 55 Zum Erhalt einer möglichst guten Anlage und einer einfachen Konstruktion und Montage wird für eine vorzugsweise Ausführungsform der Erfindung vorgeschlagen, daß der ergänzende Flächenabschnitt konisch ausgebildet ist und an die konische Außenfläche über eine Radialschulter anschließt, wobei der ergänzende Flächenabschnitt mit dem Zapfhahn verbunden ist oder verbunden w»den kann.
Besonders günstig ist es, wenn die Höhe der Radialschulter an die Wandstärke der Kunststoff-Zuleitung 60 angepaßt ist, so daß im zusammengebauten Zustand eine zur flüssigkeitsdichten Abdichtung ausreichende Klemmkraft auf das Ende der Zuleitung ausgeübt wird. -2-
Claims (3)
- AT 392 773 B Die Schweizer Patentschrift 39 638 bezieht sich lediglich auf die Festklemmung eines Werkzeuges auf der Spindel einer Werkzeugmaschine. Von einer Einklemmung eines Schlauchendes ist gar nicht die Rede. Diese Patentschrift wird hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt, liegt aber von der vom Erfindungsgegenstand zu lösenden Aufgabe sowie hinsichtlich der durch sie vorgeschlagenen Lösung so weit ab, daß sich ein näheres Eingehen hierauf erübrigt. Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles erläutert Es zeigen: Fig. 1 eine teilgeschnittene Seitenansicht der Verbindungsvorrichtung zwischen einem Zapfhahn und einer Kunststoffzuleitung und Fig. 2 eine teilgeschnittene Seitenansicht eines Einzelteiles des Zapfhahnes, der mit der Biersäule verbunden wird. Fig. 1 zeigt einen Teil einer Biersäule (1) bzw. eines an der Säule befestigten formsteifen Rohres, in dem eine Kunststoff-Bierleitung (2) verläuft, die mit dem Rückteil (3) eines Zapfhahnes zu verbinden ist. In der Biersäule (1) ist ein Innengewinde (4) ausgebildet, in das ein Fitting (5) eingeschraubt wird. Der Fitting (5) hat einen das Außengewinde tragenden hohlzylindrischen Abschnitt, der in einen sich erweiternden Abschnitt mit konischer Innenfläche (6) übergeht Das in Fig. 1 rechte Endstück (3) des Zapfhahnes besitzt eine abgestufte konische Außenfläche (7), deren Neigungswinkel mit der Innenfläche (6) entspricht. Der Fitting (5) weist ferner einen äußeren Kragen (8) auf, gegen den sich die Brust (9) einer abgestuften Überwurfmutter (10) abstützt. Die Überwurfmutter (10) hat am linken erweiterten Endabschnitt ein Innengewinde (11), mit dem sie auf das Endstück (3) des Zapfhahnes aufgeschraubt wird. Beim Aufschrauben der Überwurfmutter (10) wird auf den Fitting (5) eine axiale Zugkraft nach links ausgeübt, durch welche das aufgeweitete Ende (12) der Zuführungsleitung (2) zwischen den beiden konischen Flächen (6) und (7) festgeklemmt wird. Wenn das Endstück (3) mittels der Überwurfmutter (10) so weit gegenüber dem Fitting (5) angezogen ist, daß das Ende (12) der Leitung (2) genügend zusammengedrückt wird und eine flüssigkeitsdichte Abdichtung gewährleistet, gelangt der obere Abschnitt der konischen Innenfläche (6) des Fittings (5) in Anlage an einen ergänzenden Flächenabschnitt (13) am Endstück (3), der sich außen im Anschluß an eine Radialfläche einen ergänzenden Flächenabschnitt (14) dicht neben dem konischen Außenflächenteil (7) des Endstücks (3) befindet und die gleiche Neigung wie dieser hat Auf diese Weise wird eine mechanisch feste Anlage des Endstücks (3) des Zapfhahnes gegen den Fitting (5) und damit gegen die Biersäule (1) erzielt Bei der Betätigung des Zapfhahnes wird sich dadurch sein Endstück (3) nicht gegenüber der Biersäule (1) bewegen können. Die Erfindung ist nicht auf die in der Zeichnung dargestellte und oben beschriebenen Ausführung beschränkt. Es ist zum Beispiel auch möglich, den ergänzenden Flächenabschnitt (13) auf dem Endstück (3) wegzulassen und einen entsprechenden nach innen ragenden ergänzenden Flächenabschnitt auf der konischen Oberfläche (6) des Fittings (5) vorzusehen. Auch könnten beide Oberflächen mit einem ausragenden Teü von geringerer Dicke versehen werden. Die angegebene Ausfuhrungsform ist jedoch bezüglich der Herstellung und Montage der einzelnen Teile besonders zweckmäßig. PATENTANSPRÜCHE 1. Vorrichtung zum Verbinden eines an eine Biersäule anzuordnenden Zapfhahnes mit einer durch die Biersäule hindurch verlaufenden Flüssigkeits-Zuleitung aus insbesondere Kunststoff, wobei der Zapfhahn ein Endstück mit einer konischen Außenfläche und ein in die Biersäule einschraubbarer Fitting eine konische Innenfläche aufweisen, zwischen denen das aufgeweitete bzw. umgebördelte Ende der Zuleitung mittels einer Überwurfmutter festgeklemmt wird, die den Zapfhahn gegen den Fitting zieht, dadurch gekennzeichnet, daß an wenigstens einen der konischen Flächenabschnitte (6, 7) ein sich über das festgeklemmte Ende (12) der Leitung (2) erstreckender ergänzender Flächenabschnitt (13,14) anschließt, der sich von dem konischen Flächenteil (7) ab in Richtung des anderen konischen Oberflächenteiles (6) derart erstreckt, daß nach dem Festklemmen der Zuleitung (2) durch Anziehen der Überwurfmutter (10) eine feste Anlage zwischen diesem Flächenabschnitt (13) und dem gegenüberliegenden konischen Oberflächenabschnitt (6) oder aber zwischen den beiden ergänzenden Oberflächenteilen (13) auftritt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der ergänzende Flächenabschnitt (13,14) konisch ausgebildet ist und an die konische Außenfläche (7) über eine Radialschulter (14) anschließt, wobei der ergänzende Flächenabschnitt: (13,14) mit dem Zapfhahn (3) verbunden ist oder verbunden werden kann. -3- 5 AT 392 773 B
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der Radialschulter (14) an die Wandstärke der Kunststoff-Zuleitung (2) angepaßt ist, so daß im zusammengebauten Zustand eine zur flüssigkeitsdichten Abdichtung ausreichende Klemmkraft auf das Ende (12) der Zuleitung (2) ausgeübt wird. Hiezu 1 Blatt Zeichnung .4.
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- 1986-11-14 CH CH457186A patent/CH671817A5/de not_active IP Right Cessation
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Also Published As
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