AT391983B - Standschirm - Google Patents
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04H—BUILDINGS OR LIKE STRUCTURES FOR PARTICULAR PURPOSES; SWIMMING OR SPLASH BATHS OR POOLS; MASTS; FENCING; TENTS OR CANOPIES, IN GENERAL
- E04H12/00—Towers; Masts or poles; Chimney stacks; Water-towers; Methods of erecting such structures
- E04H12/18—Towers; Masts or poles; Chimney stacks; Water-towers; Methods of erecting such structures movable or with movable sections, e.g. rotatable or telescopic
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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Description
Nr. 391 983
Die Erfindung bezieht sich auf einen Standschirm, insbesondere Großfiberdachungsschirm, mit einem Standiohr, Dachstangen und diese abstützenden Druckstäben, wobei die Dachstangen an dem Kopfende eines in dem Standrohr gelagerten Hubrohres sternförmig angelenkt und die Druckstäbe an dem Standrohr beispielsweise mittels eines Flanschringes gelagert sind und wobei eine ortsfeste Hebevorrichtung für das Hubrohr vorgesehen 5 ist, und eine hydraulische Kolben-Zylindereinheit, die von einer hydraulischen Pumpe beaufschlagt wird.
Aus der AT-PS 362.093 ist ein Schirm dieser Art bekannt, bei dem das Hubrohr mit einer Zahnstange versehen ist, die mit einem Ritzel kämmt Das Ritzel ist Teil der Verstellvorrichtung, die das Hubrohr zum ^
Schließen des Schirms anhebt und zum Öffnen des Schirmes absenkt
Ein ähnlicher Schirm ist aus da AT-PS 346.012 bekannt. 10 Der Nachteil dieses Schirms ist darin zu sehen, daß es zwischen dem Ritzel und der Zahnstange zu ^
Eigenerschütterungen kommt und daß sich diese Schwingungen auf die Rohre übertragen. Umgekehrt wiederum sind die Rohre mit gewissen Toleranzen gefertigt, die ein exaktes Eingreifen des Ritzels in die Zähne der Zahnstange oft möglich machen.
Aus der Schweizer Patentschrift 590 636 ist ein Großüberdachungsschirm bekannt, bei dem das Öffnen und 15 Schließen in herkömmlicher Weise, mittels einer Zahnstange und eines Ritzels erfolgt. Ein hydraulisches Hubelement dient lediglich zum Kippen des Standrohres.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Schirm der eingangs erwähnten Art dahingehend zu verbessern, daß das Öffnen und Schließen des Schirms einerseits leise vor sich gehen kann und daß andererseits, keine Schwingungen auftreten, die die Statik des Schirms belasten. 20 Ein derartiger Schirm soll in einer Größenordnung gebaut werden, bei der bis zu hundert Personen unter einem Schirm Platz finden. Mit dem erfindungsgemäßen Schirm sollen Durchmesser von 12 m erreichbar sein, dennoch soll ein leichtes Öffnen und Schließen des Schirmes bei absoluter statischer Sicherheit gewährleistet sein.
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Kolben-Zylindereinheit die Hebevorrichtung für 25 das Hubrohr bildet und innerhalb des Standrohres angeordnet ist
Vorteilhaft ist vorgesehen, daß das Standrohr und das Hubrohr Leichtmetallrohre sind und eine Verdrehsicherung aufweisen. Dabei können das Standrohr und das Hubiohr Vierkantrohre sein.
Vorteilhaft ist vorgesehen, daß am Kolben der Kolben-Zylindereinheit ein Bolzen befestigt ist, der in Ausnehmungen im Mantel des Hubrohres ragt. 30 Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung sieht vor, daß der Kolben oder das Hubrohr beim Ende des Kolbenweges einen Ausschalter für die Pumpe passiert. Dadurch, daß das Ausschalten der Pumpe am Ende des Kolbenweges sowohl beim Öffnen als auch beim Schließen des Schirmes automatisch erfolgt, können Bedienungsfehler vermieden werden.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung sieht vor, daß der Kolben oder das Hubrohr vor Erreichen des 35 Ausschalters einen Umschalter passiert, der den Druck der Pumpe herabsetzt.
Somit kann sowohl beim Öffnen als auch beim Schließen des Schirmes über den größten Teil des Kolbenweges mit einer schnelleren Geschwindigkeit gefahren werden, die dann knapp vor Erreichen der Endstellung herabgesetzt wird, sodaß ein weiches Einfahren in die Endlage erzielt wird. Auf diese Art und Weise werden alle tragenden Teile des Schirmes geschont. 40 Vorteilhaft ist der Zylinder der Kolben-Zylindereinheit, ein doppelwirkender Zylinder, der an beiden Seiten des Kolbens beaufschlagbar ist.
Dadurch kann die Hydraulikeinheit sowohl beim Öffnen als auch beim Schließen des Schirmes in Aktion treten. Die Dachstangen und die Druckstäbe des Schirmes können dabei in Ausführung und Anordnung so gewählt werden, daß sie sich in etwa im Gleichgewicht befinden, sodaß weder für die Schließ- noch für die 45 Öffhungsbewegung des Schirmes zu große Kräfte eingesetzt werden müssen.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, sieht ein am Zylinder befestigtes vorzugsweise angeschweißtes weiteres Rohr für die Hydraulikflüssigkeit, vor.
Dieses Bypassrohr dient einerseits zur Rückführung des Öls zum Pumpenbehäter, wenn der Schirm geschlossen wird, und andererseits zur Beaufschlagung des Kolbens, während des Öffnens des Schirmes. Der 50 Vorteil dieser Anordnung ist darin zu sehen, daß im Standrohr nur eine Öffnung vorhanden sein muß, um beide zum Zylinder führenden Hydraulikleitungen den Durchtritt zu gestatten. Dies ist ein wesentlicher Vorteil im Hinblick auf die statische Belastbarkeit des Schirmes.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Figuren der beiliegenden Zeichnungen eingehend beschrieben, ohne daß die Erfindung darauf eingeschränkt sein soll. Ebenso sollen die in den ? 55 nachfolgenden Patentansprüchen angeführten Bezugszeichen keine Einschränkung bedeuten, sie dienen lediglich dem erleichterten Auffinden bezogener Teile in den Figuren der Zeichnung.
Die Fig. 1 zeigt schematisch eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Standschirmes, wobei der Schirm f in der Offenstellung voll und in der Schließstellung strichliert eingezeichnet ist und die Fig. 2 zeigt einen Vertikalschnitt durch das Stand- und das Hubrohr. 60 Der erfindungsgemäße Standschirm weist folgende Hauptbestandteile auf: ein Standrohr (1), ein Hubrohr (2), Dachstangen (3) und Druckstäbe (4).
Die Dachstangen (3) sind in bekannter Weise von einer Überdachungsbespannung überzogen, die in den -2-
Claims (9)
- Nr. 391983 Fig. der Zeichnungen nicht gezeigt ist, da sie nicht zum Gegenstand der Erfindung gehört. Die Druckstäbe (4) sind an festen Lagerpunkten (5) an den Dachstangen (3) und am Standrohr (1) angelenkt. Unter "fest" soll hier verstanden werden, daß sich die Lagerpunkte (5) während des Öffnens und des Schließens des Schirmes nicht versetzen. Ein Versetzen der Lagerpunkte (5), beispielsweise während der Montage zu Einstellzwecken, liegt durchaus im Rahmen des Erfindungsgedankens. Die Dachstangen (3) sind am oberen Ende des Hubrohres (2) angelenkt. Wird das Hubrohr (2) über den Antrieb, der nachfolgend beschrieben wird ausgefahren (Fig. 1, strichliert gezeichnet), so wird der Schirm geschlossen. Ein Absenken des Hubrohres (2) (in der Fig. 1 voll gezeichnet) öffnet den Schirm. Diese Methode hat den Vorteil, daß die volle Standhöhe ständig eingehalten wird. Der Antrieb für das Ein- und Ausfahren des Schirmes wird von einer hydraulischen Kolben-Zylindereinheit und einer Pumpe (6) gebildet Die Kolben-Zylindereinheit weist einen Hydraulik-Zylinder (7) und einen Kolben (8) auf. Der Hydraulik-Zylinder (7) ist über eine Querverstrebung (9) mit dem Standrohr (1) verbunden, während der Kolben (8) über eine gleichartige Querverstrebung (10) mit dem Hubrohr (2) verbunden ist Die Querverstrebung wird von einem Bolzen gebildet, der in Ausnehmungen im Mantel des Hubrohres (2) ragt. Der Hydraulikzylinder (7) weist einen oberen und einen unteren Anschluß (11), (12) für Hydraulikleitungen (13), (14) auf. Der Kolben (8) ist beidseitig beaufschlagbar. An den Hydraulik-Zylinder (7) ist ein Bypassrohr (15) angeschweißt, daß beim oberen Anschluß (11) in den Hydraulik-Zylinder (7) übergeht, und welches unten bei (16) direkt an die Hydraulikleitung (13) angeschlossen ist. Die Hydraulikleitung (14) mündet unten beim Anschluß (12) im Hydraulik-Zylinder (7). Soll der Schirm geschlossen, also das Hubrohr (2) gehoben werden, pumpt die Pumpe (6) Hydraulikflüssigkeit, beispielsweise öl, aus einem Flüssigkeitsbehälter (17), über die Hydraulikleitung (14), in den Hydraulik-Zylinder (7), wodurch der Kolben (8) angehoben wird. An der anderen Seite des Kolbens (8) befindliche Hydraulikflüssigkeit, kann über den Anschluß (11), das Bypassrohr (15) und die Ölleitung (13) zurück in den Flüssigkeitsbehälter (17) fließen. Wird der Schirm geöffnet und somit das Hubrohr (2) in das Standrohr (1) eingefahren, pumpt die Pumpe (6) Hydraulikflüssigkeit aus dem Hydraulikbehälter (17), über die Hydraulikleitung (13) und das Bypassrohr (15) beim Anschluß (11) in den Hydraulik-Zylinder (7). Der Kolben (8) wird dadurch nach unten bewegt und zieht das Hubrohr (2) in das Standrohr (1). An der anderen Seite des Kolbens (8) befindliche Hydraulikflüssigkeit, kann über die Hydraulikleitung (14), in den Flüssigkeitsbehälter (17) zurückrinnen. Der Antrieb der Pumpe (6) erfolgt beim Normalbetrieb elektrisch. Selbstverständlich ist jedoch für den Fall eines Stromausfalles eine Notbedienung zum Schließen des Schirmes vorgesehen. Es soll noch erwähnt werden, daß der erfindungsgemäße Standschirm mit einer automatischen Schließvorrichtung gekoppelt werden kann, die diesen bei zu starken Windbelastungen selbsttätig schließt. Vom statischen Standpunkt ist noch interessant, daß bei einem Schirmdurchmesser von 12 m der geschlossene Schirm eine Höhe von 8,20 m und der offene Schirm eine Höhe von 4,90 m erreicht. PATENTANSPRÜCHE 1. Standschirm, insbesondere Großüberdachungsschirm, mit einem Standrohr, Dachstangen und diese abstützenden Druckstäben, wobei die Dachstangen an dem Kopfende eines in dem Standiohr gelagerten Hubrohres sternförmig angelenkt und die Druckstäbe an dem Standrohr beispielsweise mittels eines Flanschringes gelagert sind und wobei eine ortsfeste Hebevorrichtung für das Hubrohr vorgesehen ist, und eine hydraulische Kolben-Zylindereinheit, die von einer hydraulischen Pumpe beaufschlagt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolben-Zylindereinheit die Hebevorrichtung für das Hubrohr (2) bildet und innerhalb des Standrohres (1) angeordnet ist
- 2. Standschirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Standrohr (1) und das Hubrohr (2) Leichtmetallrohre sind und eine Verdrehsicherung aufweisen.
- 3. Standschirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Standrohr (1) und das Hubrohr (2) Vierkantrohre sind.
- 4. Standschirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Kolben (8) der Kolben-Zylindereinheit ein Bolzen befestigt ist, der in Ausnehmungen im Mantel des Hubrohres (2) ragt. -3- Nr. 391 983
- 5. Standschirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (8) oder das Hubrohr (2) beim Ende des Kolbenweges einen Ausschalter für die Pumpe passiert
- 6. Standschirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (8) oder das Hubrohr (2) vor 5 Erreichen des Ausschalters einen Umschalter passiert, der den Druck der Pumpe (6) herabsetzt
- 7. Standschirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hydraulik-Zylinder (7) der Kolben-Zylindereinheit ein doppelwirkender Zylinder ist, der an beiden Seiten des Kolbens (8) beaufschlagbar ist
- 8. Standschirm nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein am Hydraulik-Zylinder (7) befestigtes, vorzugsweise aufgeschweißtes Bypassrohr (15) für die Hydraulikflüssigkeit
- 9. Standschirm nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Hydraulikzylinder (7) zwei Leitungen (13,14) für die Hydraulikflüssigkeit angeschlossen sind und daß beide Leitungen (13,14) durch 15 eine gemeinsame Öffnung im Standrohr (1) geführt sind. 20 Hiezu 2 Blatt Zeichnungen -4-
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