AT391162B - Scharnier - Google Patents

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AT391162B AT2178/87A AT217887A AT391162B AT 391162 B AT391162 B AT 391162B AT 2178/87 A AT2178/87 A AT 2178/87A AT 217887 A AT217887 A AT 217887A AT 391162 B AT391162 B AT 391162B
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Description

Nr. 391 162
Die Erfindung bezieht sich auf ein Scharnier mit Verstelleinrichtungen, bei dem ein Schamierarm mittels mindestens eines Zwischenstückes an einer Grundplatte befestigbar und mittels Gelenkhebel od. dgl. mit einem zweiten Schamieranschlagteil, beispielsweise einem Schamiertopf, verbunden ist, wobei der Schamierarm Löcher aufweist, durch die Verstell- und/oder Befestigungsschrauben ragen, und das Zwischenstück in die Grundplatte einhängbar und mittels eines am Zwischenstück drehbar gelagerten Kipphebels verriegelbar ist, wobei das Zwischenstück U-förmig ist und mit zwei Seitenstegen die Grundplatte seitlich umfaßt.
Bei herkömmlichen Scharnieren ist der Schamierarm mittels einer Klemmschraube auf der Grundplatte befestigt, wobei diese Klemmschraube im allgemeinen durch ein Langloch ragt, um so eine Verstellung des Schamierarmes in der Tiefe des Möbels möglich zu machen.
In letzter Zeit sind auch Schnappverbindungen zur Befestigung des Schamierarmes an der Grundplatte bekannt geworden. So zeigen zum Beispiel die DE-A-30 26 796 und 30 39 328 Scharniere mit einem Schamierarm und einer Befestigungsplatte, bei dem durch Einsetzen des Schamierarmes in eine Führung der Befestigungsplatte und Verschieben desselben in Längsrichtung die beiden miteinander zu verriegelnden Teile ineinander einschnappen. Eine ähnliche Verankerung eines Schamierarmes auf einer Grundplatte ist in der DE-A-24 60 127 gezeigt. Die DE-A-32 41 284 zeigt ein Scharnier, bei dem der Schamierarm in seitliche Führungen einer Grundplatte einschiebbar und mittels eines Exzenters auf der Grundplatte klemmbar ist.
Die vorhergehend beschriebenen Schamierarmverankerungen haben den Vorteil, daß der Schamierarm beim Zusammenbau des Möbels sehr schnell auf der Grundplatte festgelegt werden kann und daß weiters zur Montage kein Werkzeug gebraucht wird. Dieser Vorteil ist nicht zu unterschätzen, da beim Einhängen der Schamierarme der Türflügel gehalten werden muß. Wird zum Beispiel der Türflügel mit einer Hand gehalten und der gerade aufzusetzende Schamierarm mit der anderen, dann bedarf es, falls die Arretierung des Schamierarmes mittels einer Klemmschraube erfolgt, in vielen Fällen einer zweiten Person, die die Klemmschraube mit einem Schraubenzieher anzieht.
Ein Nachteil der Scharniere, bei denen der Schamierarm oder das Zwischenstück von vorne in die Grundplatte einschiebbar ist, ist, daß es leicht zu einem Verkanten kommt. Dies ist insbesondere bei hohen Türen, die viele Scharniere tragen, der Fall.
Gemäß der AT-PS 360 856 ist ein Scharnier vorgeschlagen worden, dessen Zwischenstück an einem Ende in die Grundplatte einhängbar ist und das am anderen Ende einen Kipphebel aufweist, mittels dem es an der Grundplatte verriegelbar ist
Aufgabe der Erfindung ist es, ein derartiges Scharnier insofeme zu verbessern, daß es zu keinem Spiel zwischen dem Zwischenstück und der Grundplatte kommt.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß beide Seitenstege des Zwischenstückes an der Grundplatte spielfrei bzw. mit Untertoleranz anliegen, sodaß das Zwischenstück auf die Grundplatte aufgedrückt werden muß und daß mindestens einer der Seitenstege an mindestens einer Stelle mit einer Materialschwächung versehen ist
Durch die erfindungsgemäße Ausführung ist es möglich, den Abstand zwischen den beiden Schenkeln des Zwischenstückes sehr knapp zu bemessen. Die Materialabschwächung verhindert das Auftreten zu starker Aufdruckkräfte, wenn das Zwischenstück mit Klemmwirkung auf die Grundplatte aufgedrückt wird.
Vorteilhaft ist vorgesehen, daß die Materialschwächung von einem Schlitz gebildet wird.
Weiters ist vorteilhaft vorgesehen, daß sich der Schlitz in der Längsrichtung des Zwischenstückes erstreckt und in der Nähe des Kipphebels angeordnet ist.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Figuren der beiliegenden Zeichnungen eingehend beschrieben.
Die Fig. 1 zeigt ein Schaubild eines erfindungsgemäßen Schamieres, die Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt durch einen Schamierarm und eine Grundplatte in der Stellung während des Einhängens des Schamierarmes, die Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht der Grundplatte, die Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf das Zwischenstück, die Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht des Zwischenstückes, die Fig. 6 zeigt einen Schnitt nach der Linie (I-I) der Fig. 5, und die Fig. 7 zeigt eine Stimansicht der Grandplatte.
Wie aus den Figuren der Zeichnung ersichtlich, sind die erfindungswesentlichen Teile des Schamieres der Schamierarm (1), die Grundplatte (2) und das Zwischenstück (3) mit dem Kipphebel (4).
Der Scharnierarm (1) ist am Zwischenstück (3) mittels einer Fugenverstellschraube (6), die in einem Muttergewinde im Schamierarm (1) lagert, und mittels einer Klemmschraube (5), die auch der Tiefenverstellung dient, befestigt. Die Klemmschraube (5) ragt durch einen Längsschlitz (8) im Schamierarm (1) und ebenso ist die Fugenverstellschraube (6) mit ihrem Kopf (6') in einem Längsschlitz (9) im Zwischenstück (3) gehalten. Durch Lösen der Klemmschraube (5) kann der Schamierarm (1) über die Länge des Schlitzes (8) verschoben und somit in der Tiefe des Möbels verstellt werden. Die Verstellung in der Richtung der Möbeltürfuge erfolgt auf herkömmliche Art und Weise durch Verdrehen der Fugenverstellschraube (6).
Sowohl die Grundplatte (2) als auch das Zwischenstück (3) sind mit U-Profil ausgeführt.
Vorne ist das Zwischenstück (3) mit einem durchgehenden Stift (10) versehen, der als Haltevorsprung des Zwischenstückes (3) dient. Die Grundplatte (2) weist vorne eine Kerbe (11) auf, in die der Stift (10) einhängbar ist, so daiß er an der Grundplatte (2) gehalten ist
Am hinteren Ende ist die Grundplatte (2) ebenso mit einer Kerbe (12) versehen.
Am hinteren Ende des Schamierarmes (3) lagert der -Kipphebel (4) mittels eines Zapfens (13). Am -2-

Claims (3)

  1. Nr. 391 162 Kipphebel (4) ist der Hakenteil (15) ausgebildet. Der Kipphebel (4) wird von einer Feder (7) beaufschlagt, die sich mit einem Ende am Schamierarm (1) abstützt. Im Ausführungsbeispiel ist die Feder (7) eine Schenkelfeder. Wird nun der Schamierarm (1) mit dem Zwischenstück (3) aus der in der Fig. 2 gezeigten Stellung auf die Grundplatte (2) gedrückt, rastet der Hakenteil (15) des Kipphebels (4) in der Kerbe (12) ein und der Schamierarm (1) ist auf der Grundplatte (2) verankert. Die Verstellung des Schamierarmes (1), falls notwendig, erfolgt in der zuvor beschriebenen Art und Weise. Am Kippteil (4) ist ein Griffteil (4') ausgebildet. Soll der Schamierarm (1) von der Grundplatte (2) gelöst werden, genügt es, diesen Griffteil (4') anzuheben, worauf der Haltevorsprung (15) aus der Kerbe (12) ausrastet und der Schamierarm (1) mit dem Zwischenstück (3) von der Gmndplatte (2) abhebbar ist. Um einen spielfreien Sitz der Einheit Schamierarm (1) und Zwischenstück (3) auf der Grundplatte (2) in der Längsrichtung des Schamierarmes (1) zu sichern, ist das Zwischenstück (3) mit einem Querstift (16) versehen, der in einer Kerbe (17) der Grundplatte (2) einrastet. Die Positionierung des Zwischenstückes (3) und somit des Schamierarmes (1) erfolgt zwischen dem Stift (10) und dem Stift (16). Durch diese Ausbildung muß vom Kipphebel (4) nur verhindert werden, daß der Schamierarm (1) in der Richtung des Pfeiles (A) von der Grundplatte (2) abgehoben wird. Das heißt es sind nur minimale Kräfte aufzunehmen. Die stärkeren Kräfte, die in der Längsrichtung des Zwischenstückes (3) wirken, werden durch den Formschluß zwischen dem Stift (16) und der Kerbe (17) aufgenommen. Auf den montierten Schamierarm (1) wirken naturgemäß die stärksten Kräfte quer zur Längsrichtung des Schamierarmes. Es ist daher äußerst wichtig, daß ein seitliches Spiel zwischen dem Zwischenstück (3) und der Grundplatte (2) vermieden wird. Dazu ist die in der Fig. 5 mit (X) bezeichnete lichte Weite zwischen den beiden Seitenschenkeln (3') des Zwischenstückes (3) in bezug auf die Breite (B) der Grandplatte (2) sehr knapp zu messen bzw. besteht eine geringfügige Untertoleranz, sodaß das Zwischenstück (3) auf die Grandplatte (2) aufgedrückt werden muß und eine auf die Seitenschenkel (3*) wirkende seitliche Kraftkomponente auftritt. Um die Aufdrückkraft nicht zu stark ansteigen zu lassen, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß einer der beiden Seitenschenkel (31) des Zwischenstückes (3) mit einem Längsschlitz (20) versehen ist. Der Längsschlitz (20) erstreckt sich in der Längsrichtung des Zwischenstückes (3) und ist beim hinteren Ende des Zwischenstückes (3), d. h. in der Nähe des Kipphebels (4) vorgesehen. Um eine weitere Verspannung zu erreichen, liegen die Erzeugenden bzw. liegt die Längsmittelachse der Kerbe (11) schräg zum Stift (10). Der Neigungswinkel ist sehr gering, im Ausführungsbeispiel 1°. Selbstverständlich ist es dabei egal, ob die Kerbe (11) oder der Stift (10) mit einer geringen Neigung oder parallel zur Montageebene ausgerichtet ist. Von Bedeutung ist lediglich der Winkel zwischen den beiden Elementen. Im Prinzip handelt es sich hierbei um einen theoretischen Winkel, weil ja während der Montage der Stift (10) in die Kerbe (11) eingelegt wird und somit in dieser gehalten ist. Das Zwischenstück (3) muß, wenn es auf die Grundplatte (2) aufgesetzt wird, im geringen Maße verwindungsfähig sein, damit es mit seinen Seitenschenkeln (3') die Grundplatte (2) satt umfassen kann. Die Verwindung, die durch den theoretischen Winkel zwischen der Kerbe (11) und dem Stift (10) hervorgerufen wird, erzeugt eine Spannung, die einen absolut sicheren Sitz des Zwischenstückes (3) auf der Grundplatte (2) garantiert. PATENTANSPRÜCHE -3- 1 Scharnier mit Verstelleinrichtungen, bei dem ein Schamierarm mittels mindestens eines Zwischenstückes an einer Grundplatte befestigbar und mittels Gelenkhebel od. dgl. mit einem zweiten Schamieranschlagteil, beispielsweise einem Schamiertopf, verbunden ist, wobei der Schamierarm Löcher aufweist, durch die Verstell* und/oder Befestigungsschrauben ragen, und das Zwischenstück in die Grundplatte einhängbar und mittels eines am Zwischenstück drehbar gelagerten Kipphebels verriegelbar ist, wobei das Zwischenstück U-förmig ist und mit zwei Seitenstegen die Grundplatte seitlich umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß beide Seitenstege des Zwischenstückes (3) an der Grundplatte (2) spielfrei bzw. mit Untertoleranz anliegen, so daß das Zwischenstück (3) auf die Grundplatte (2) aufgedrückt werden muß und daß mindestens einer der Seitenstege (3') an mindestens einer Stelle mit einer Materialschwächung versehen ist. 0 Nr. 391 162
  2. 2. Scharnier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Materialschwächung von einem Schlitz (20) gebildet wird.
  3. 3. Scharnier nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Schlitz (20) in der Längsrichtung des 5 Zwischenstückes (3) erstreckt und in der Nähe des Kipphebels (4) angeordnet ist. 10 Hiezu 3 Blatt Zeichnungen -4-
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