AT391344B - Scharnier - Google Patents

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AT391344B AT0217987A AT217987A AT391344B AT 391344 B AT391344 B AT 391344B AT 0217987 A AT0217987 A AT 0217987A AT 217987 A AT217987 A AT 217987A AT 391344 B AT391344 B AT 391344B
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Description

Nr. 391 344
Die Erfindung bezieht sich auf ein Scharnier mit Verstelleinrichtungen, bei dem ein Schamierarm mittels mindestens eines Zwischenstückes an einer Grundplatte angeordnet und mittels Gelerikhebel od. dgl. mit einem zweiten Schamieranschlagteil, z. B. einem Schamiertopf, verbunden ist, wobei der Schamierarm Ausnehmungen aufweist, durch die Verstell- und/oder Befestigungsschrauben ragen, und das Zwischenstück vorne mit einem Querstift in eine Kerbe der Grundplatte einhängbar und mittels eines am Zwischenstück drehbar gelagerten Kipphebels verriegelbar ist, wobei das Zwischenstück U-förmig ist und mit zwei Seitenstegen die Grundplatte seitlich umfaßt, die Kontur der Kerbe, die einen Halbkreis beschreibt, einem Mantelabschnitt des zylindrischen Querstiftes entspricht und der Querstift spielfrei in der Kerbe aufgenommen ist.
Bei herkömmlichen Scharnieren ist der Schamierarm mittels einer Klemmschraube auf der Grundplatte befestigt, wobei diese Klemmschraube im allgemeinen durch ein Langloch ragt, um so eine Verstellung des Schamierarmes in der Tiefe des Möbels möglich zu machen.
In letzter Zeit sind auch Schnappverbindungen zur Befestigung des Schamierarms an der Grundplatte bekannt geworden. So zeigen zum Beispiel die DE-A-30 26 796 und 30 39 328 Scharniere mit einem Schamierarm und einer Befestigungsplatte, bei dem durch Einsetzen des Schamierarmes in eine Führung der Befestigungsplatte und Verschieben desselben in Längsrichtung die beiden miteinander zu verriegelnden Teile ineinander einschnappen. Eine ähnliche Verankerung eines Schamierarmes auf einer Grundplatte ist in der DE-A-24 60 127 gezeigt. Die DE-A-32 41 284 zeigt ein Scharnier, bei dem der Schamierarm in seitliche Führungen einer Grundplatte einschiebbar und mittels eines Exzenters auf der Grundplatte klemmbar ist.
Die vorhergehend beschriebenen Schamierarmverankerungen haben den Vorteil, daß der Schamierarm beim Zusammenbau des Möbels sehr schnell auf der Grundplatte festgelegt werden kann und daß weiters zur Montage kein Werkzeug gebraucht wird. Dieser Vorteil ist nicht zu unterschätzen, da beim Einhängen der Schamierarme der Türflügel gehalten werden muß. Wird zum Beispiel der Türflügel mit einer Hand gehalten und der gerade aufzusetzende Schamierarm mit der anderen, dann bedarf es, falls die Arretierung des Schamierarmes mittels einer Klemmschraube erfolgt, in vielen Fällen einer zweiten Person, die die Klemmschraube mit einem Schraubenzieher anzieht.
Der Nachteil der Scharniere, bei denen der Schamierarm oder das Zwischenstück von vorne in die Grandplatte einschiebbar ist, ist, daß es leicht zu einem Verkanten kommt. Dies ist insbesondere bei hohen Türen, die viele Scharniere tragen, der Fall.
Gemäß der AT-PS 360 856 ist ein Scharnier vorgeschlagen worden, dessen Zwischenstück an einem Ende in die Grundplatte einhängbar ist und das am anderen Ende einen Kipphebel aufweist, mittels dem es an der Grundplatte verriegelbar ist
Die DE-Al-3 535 961 zeigt ein Scharnier mit einem Zwischenstück, das die Grundplatte eng umfaßt. Es besteht aber geringes Spiel zwischen den Seitenschenkeln des Zwischenstückes und der Grundplatte.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein derartiges Scharnier insofeme zu verbessern, daß es zu keinem Spiel zwischen dem Zwischenstück und der Grundplatte kommt.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß das Zwischenstück mit seinen beiden Seitenscherikeln die Grundplatte spielfrei umfaßt und daß die Erzeugenden bzw. die Längsmittelachsen der Kerbe und des Querstiftes unverspannt in einem flachen Winkel von vorzugsweise 1° zueinander liegen.
Durch die erfindungsgemäße Ausführung ist es möglich, eine Spannung zwischen dem Zwischenstück und der Grundplatte zu erzielen, die eine Folge einer Verwindung des Zwischenstückes ist.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Figuren der beiliegenden Zeichnungen eingehend beschrieben.
Die Fig. 1 zeigt ein Schaubild eines erfindungsgemäßen Schamieres, die Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt durch einen Schamierarm und eine Grundplatte in der Stellung während des Einhängens des Schamierarmes, die Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht der Grundplatte, die Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf das Zwischenstück, die Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht des Zwischenstückes, die Fig. 6 zeigt einen Schnitt nach der Linie (I«I) der Fig. 5 und die Fig. 7 zeigt eine Stimansicht der Grundplatte.
Wie aus den Figuren der Zeichnung ersichtlich, sind die erfindungswesentlichen Teile des Schamieres der Schamierarm (1), die Grundplatte (2) und das Zwischenstück (3) mit dem Kipphebel (4).
Der Scharnierarm (1) ist am Zwischenstück (3) mittels einer Fugenverstellschraube (6), die in einem Muttergewinde im Schamierarm (1) lagert, und mittels einer Klemmschraube (5), die auch der Tiefenverstellung dient, befestigt. Die Klemmschraube (5) ragt durch einen Längsschlitz (8) im Scharnierarm (1) und ebenso ist die Fugenverstellschraube (6) mit ihrem Kopf (6*) in einem Längsschlitz (9) im Zwischenstück (3) gehalten. Durch Lösen der Klemmschraube (5) kann der Schamierarm (1) über die Länge des Schlitzes (8) verschöben und somit in der Tiefe des Möbels verstellt werden. Die Verstellung in der Richtung der Möbeltürfuge erfolgt auf herkömmliche Art und Weise durch Verdrehen der Fugenverstellschraube (6).
Sowohl die Grundplatte (2) als auch das Zwischenstück (3) sind mit U-Profil ausgeführt.
Vome ist das Zwischenstück (3) mit einem durchgehenden Stift (10) versehen, der als Haltevorsprung des Zwischenstückes (3) dient Die Grundplatte (2) weist vome eine Kerbe (11) auf, in die der Stift (10) einhängbar ist, so daß er an der Grundplatte (2) gehalten ist
Am hinteren Ende ist die Grundplatte (2) ebenso mit einer Kerbe (12) versehen. -2-

Claims (3)

  1. Nr. 391 344 Am hinteren Ende des Scharnierarmes (3) lagert der Kipphebel (4) mittels eines Zapfens (13). Am Kipphebel (4) ist der Hakenteil (15) ausgebildet. Der Kipphebel (4) wird von einer Feder (7) beaufschlagt, die sich mit einem Ende am Schamierarm (1) abstützt. Im Ausführungsbeispiel ist die Feder (7) eine Schenkelfeder. Wird nun der Schamierarm (1) mit dem Zwischenstück (3) aus der in der Fig.
  2. 2 gezeigten Stellung auf die Grundplatte (2) gedrückt, rastet der Hakenteil (15) des Kipphebels (4) in der Kerbe (12) ein und der Schamierarm (1) ist auf der Grundplatte (2) verankert. Die Verstellung des Schamierarmes (1), falls notwendig, erfolgt in der zuvor beschriebenen Art und Weise. Am Kippteil (4) ist ein Griffteil (4') ausgebildet. Soll der Schamierarm (1) von der Grundplatte (2) gelöst werden, genügt es, diesen Griffteil (41) anzuheben, worauf der Haltevorsprung (15) aus der Kerbe (12) ausrastet und der Schamierarm (1) mit dem Zwischenstück (3) von der Gmndplatte (2) abhebbar ist. Um einen spielfreien Sitz der Einheit Schamierarm (1) und Zwischenstück (3) auf der Gmndplatte (2) in der Längsrichtung des Schamierarmes (1) zu sichern, ist das Zwischenstück (3) mit einem Querstift (16) versehen, der in einer Kerbe (17) der Gmndplatte (2) einrastet. Die Positionierung des Zwischenstückes (3) und somit des Schamierarmes (1) erfolgt zwischen dem Stift (10) und dem Stift (16). Durch diese Ausbildung muß vom Kipphebel (4) nur verhindert werden, daß der Schamierarm (1) in der Richtung des Pfeiles (A) von der Grundplatte (2) abgehoben wird. Das heißt, es sind nur minimale Kräfte aufzunehmen. Die stärkeren Kräfte, die in der Längsrichtung des Zwischenstückes (3) wirken, werden durch den Formschluß zwischen dem Stift (16) und der Kerbe (17) aufgenommen. Auf den montierten Schamierarm (1) wirken naturgemäß die stärksten Kräfte quer zur Längsrichtung des Schamierarmes. Es ist daher äußerst wichtig, daß ein seitliches Spiel zwischen dem Zwischenstück (3) und der Gmndplatte (2) vermieden wird. Dazu ist die in der Fig. 5 mit (X) bezeichnete lichte Weite zwischen den beiden Seitenschenkeln (3') des Zwischenstückes (3) in bezug auf die Breite (B) der Gmndplatte (2) sehr knapp zu messen bzw. besteht eine geringfügige Untertoleranz, sodaß das Zwischenstück (3) auf die Gmndplatte (2) aufgedrückt werden muß und eine auf die Seitenschenkel (3') wirkende seitliche Kraftkomponente auftritt Um die Aufdrückkraft nicht zu stark ansteigen zu lassen, ist vorgesehen, daß einer der beiden Seitenschenkel (3') des Zwischenstückes (3) mit einem Längsschlitz (20) versehen ist Der Längsschlitz (20) erstreckt sich in der Längsrichtung des Zwischenstückes (3) und ist beim hinteren Ende des Zwischenstückes (3), d. h. in der Nähe des Kipphebels (4) vorgesehen. Um eine weitere Verspannung zu erreichen, liegen die Erzeugenden bzw. liegt die Längsmittelachse der Kerbe (11) schräg zum Stift (10). Der Neigungswinkel ist sehr gering, im Ausfühmngsbeispiel 1°. Selbstverständlich ist es dabei egal, ob die Kerbe (11) oder der Stift (10) mit einer geringen Neigung oder parallel zur Montageebene ausgerichtet ist. Von Bedeutung ist lediglich der Winkel zwischen den beiden Elementen. Im Prinzip handelt es sich hierbei um einen theoretischen Winkel, weil ja während der Montage der Stift (10) in die Kerbe (11) eingelegt wird und somit in dieser gehalten ist. Das Zwischenstück (3) muß, wenn es auf die Gmndplatte (2) aufgesetzt wird, im geringen Maße verwindungsfahig sein, damit es mit seinen Seitenschenkeln (3') die Gmndplatte (2) satt umfassen kann. Die Verwindung, die durch den theoretischen Winkel zwischen der Kerbe (11) und dem Stift (10) hervorgerufen wird, erzeugt eine Spannung, die einen absolut sicheren Sitz des Zwischenstückes (3) auf der Grundplatte (2) garantiert. PATENTANSPRUCH Scharnier mit Verstelleinrichtungen, bei dem ein Schamierarm mittels mindestens eines Zwischenstückes an einer Grundplatte angeordnet und mittels Gelenkhebel od. dgl. mit einem zweiten Schamieranschlagteil, z. B. einem Scharniertopf, verbunden ist, wobei der Schamierarm Ausnehmungen aufweist, durch die Verstell- und/oder Befestigungsschrauben ragen, und das Zwischenstück vorne mit einem Querstift in eine Kerbe der Gmndplatte einhängbar und mittels eines am Zwischenstück drehbar gelagerten Kipphebels verriegelbar ist, wobei das Zwischenstück U-förmig ist und mit zwei Seitenstegen die Grundplatte seitlich umfaßt, die Kontur der Kerbe, die einen Halbkreis beschreibt, einem Mantelabschnitt des zylindrischen Querstiftes entspricht und der Querstift spielfrei in der Kerbe aufgenommen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenstück (3) mit seinen beiden Seitenschenkeln (3') die Grundplatte (2) spielfrei umfaßt und daß die Erzeugenden bzw. die Längsmittelachsen (LM) der Kerbe (11) und des Querstiftes (10) unverspannt in einem flachen Winkel (oc) von vorzugsweise 1° zueinander liegen. Hiezu
  3. 3 Blatt Zeichnungen -3-
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