AT390236B - Vorrichtung zum automatischen transport gefuellter saecke - Google Patents
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Description
Nr. 390 236
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum automatischen Transport gefüllter Säcke von einer Fülhnaschine zu einer Verschließmaschine, mit einem intermittierend antreibbaren, den gefüllten Sack unterhalb des Füllstutzens aufnehmenden, bis zum Aufnahmeende des Transportbandes der Verschließmaschine sich erstreckenden Transportband, wobei der Füllstutzen mit einer Falz- oder Spreizvorrichtung sowie mit 5 Klemmbacken zum Festlegen des Sackmündungsrandes ausgerüstet ist und den Sack oberhalb der Füllung ergreifend, um horizontale Achsen schwenkbare Greifeibacken vorgesehen sind.
Es ist eine Vorrichtung dieser Art bekannt (DE-OS 27 39 073), bei der die Greiferbacken nach der Füllung des Sackes auf den Sack oberhalb des Füllgutes gepreßt werden, um die überschüssige Luft aus dem oberen Teil des Sackes herauszudrücken. Die Greiferbacken, die in der Füllstation angeordnet sind, werden anschließend in einer 10 Öffnungsstellung gefahren, damit der Sack zur Verschließmaschine transportiert werden kann.
Es ist ferner eine Vorrichtung zum Füllen und zum Verschließen der Füllöffnung des gefüllten Sackes bekannt (DE-AS 19 48 229), bei der an endlosen Ketten Greifer angeordnet sind, die den Sack nur im Bereich des Außenrandes unterhalb der Sacköffnung erfassen. Der Kettenförderer wird aus zwei endlosen Ketten gebildet, die in eine Horizontalebene umlaufen. Jeder Sack wird durch zwei einander gegenüberliegende Greifer erfaßt 15 Aufgrund des unruhigen Laufes der Ketten ergibt sich eine Querbewegung der beiden den Sack erfassenden
Greifer, die zu einem unregelmäßigen Öffnen und Schließen der Sacköffnung führt, mit der Folge, daß in den Innenraum des Sackes oberhalb der Füllung Luft eindringen kann. Durch diese Luft wird auch unter dem Einfluß der durch Schwingungen der Ketten erzeugten und unregelmäßigen Querbewegungen der Greifer in bezug auf die Förderrichtung des Sackes eine Teilmenge des Füllgutes aufgewirbelt und verschmutzt die Sackmündungsiänder 20 im Bereich der Innenflächen. Damit ist aber einen wichtige Voraussetzung für ein einwandfreies Verschließen der Sacköffnung in der Verschließstation nicht mehr gegeben.
Die endlosen Ketten sind mit einer Reihe von Greifern ausgerüstet die einzeln gesteuert werden müssen. Der konstruktive Aufwand für den Kettenförderer und für die Gieifersteuerungen ist erheblich.
Der Anmeldung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so zu gestalten, daß 25 der Sackmündungsrand in dem Zeitraum zwischen dem Öffnen der Klemmbacken des Füllstutzens und dem Verschließen in der Verschließmaschine in seiner Form nicht beeinträchtigt wird und mit der Vorrichtung eine hohe Sachleistung erzielt werden kann.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die mit den Längsseiten des Sackes zusammenwirkenden Greiferbacken mittels eines Schlittens längs einer horizontalen Führungsbahn im 30 Synchxonlauf mit dem intermittierend angetriebenen Transportband verfahrbar sind, die Führungsbahn für den die
Greiferbacken ünd ihren Antrieb tragenden Schlitten zwischen dem Füllstutzen und der Verschließmaschine vorgesehen ist und sich bis in den Bereich des Transportbandes der Schließmaschine erstreckt und die Greiferbacken in vertikaler Richtung am Schlitten bewegbar gelagert, mittels eines Aggregates verstellbar sind und sich in der dem Füllstutzen zugewandten Endstellung des Schlittens vom Schlitten bis über den Füllstutzen 35 hinaus erstrecken.
Dadurch, daß die Greiferbacken mit den Längsseiten des Sackes Zusammenwirken und auf dem Transportweg des gefüllten Sackes vom Füllstutzen bis zur Verschließmaschine die Sacköfnung verschlossen halten, ist gewährleistet, daß auf diesem Transportweg keine Luft in den Sackraum oberhalb der Füllung eintreten kann und auch eine Verschmutzung der Innenflächen der Sackmündung durch aufwirbelndes Füllgut vermieden wird. 40 Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Füllmaschine mit vertikal verstellbarem Füllstutzen und einen Teil der Verschließmaschine im Aufriß.
Fig. 2 eine Füllmaschine mit ortsfestem Füllstutzen und einen Teil der Verschließmaschine im Aufriß, 45 Fig. 3 die Füllmaschine nach der Fig. 1 in Seitenansicht,
Fig. 4 die Füllmaschine nach der Fig. 2 in Seitenansicht,
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie (V-V) in Fig. 2.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 3 ist der Füllstutzen (1) um horizontale Achsen (2), (3) verschwenkbar und damit in der Höhe verstellbar, so daß der gefüllte Sack (4), dessen Sackmündungsrand (5) 50 während des Füllvorganges über Klemmbacken (6) an den Spreizklappen des Füllstutzens (1) festgelegt ist vor dem Öffnen der Klemmbacken auf das Transportband (7) der Füllmaschine abgesetzt werden kann.
Die in der geschlossenen Stellung im Vertikalschnitt ein spitzwinkliges Dreieck bildenden Spreizklappen des Füllstutzens (1) weisen in den Stirnflächen, im Bereich der vetikalen Mittelebene des Füllstutzens schlitzförmige, nach unten geöffnete Durchbrüche (8) auf. In diese Durchbrüche sind Falzbleche (9) nach dem 55 Füllen des Sackes beim Schließen der Spreizklappen einfahrbar. Hierdurch erfolgt die Seitenfaltenbildung im Bereich des oberen Sackrandes. Die Falzbleche (9) sind um horizontale Achsen (10), (11) über Kolben-Zylinder-Einheiten (12) verschwenkbar. Weitere konstruktive Einzelheiten dieser Falzmittel zur Erzielung einer einwandfreien Lage der Seitenfalten im Bereich des Sackmündungsrandes sind Gegenstand der Patentanmeldung P 30 06 505.5. 60 Nach dem Absetzen des gefüllten Sackes (4) auf das Transportband (7) und vor dem Öffnen der Klemmbacken (6) werden an die Längsseiten des Sackes unterhalb der Klemmbacken (6) und oberhalb des Füllgutes Greiferbacken (13) angelegt, die um horizontale Achsen (14) verschwenkbar sind. -2-
Nr. 390 236
Die Greiferbacken (13) sind unterhalb ihrer Achsen (14) winkelförmig ausgebildet.
In den dargestellten Ausführungsbeispielen bestehen der vertikale Schenkel (15) und ein Teilstück (16) des horizontalen Schenkels aus Rohren. An dem Teilstück (16) ist eine nach innen bis zur Längsmittelebene des Transportbandes (7) der Füllmaschine sich ersteckende Leiste (17) befestigt. Diese Leiste, die z. B. aus 5 Kunststoff gefertigt werden kann, weist einen Innennrand auf, der durch eine Profil (18) aus Gummi oder Kunststoff weicher Konsistenz gebildet wird.
Der vertikale Schenkel (15) ist in dem Ausführungsbeispiel noch durch eine Rippe (19) versteift.
Die Drehlager der Greiferbacken (13) sind in einem Gehäuse (20) angeordnet, das zusammen mit den Greiferbacken in vertikaler Richtung durch ein Verstellaggregat (21) verstellbar ist. Das Gehäuse (20) ist an 10 vertikal bewegbaren Führungsstangen (22) befestigt, die in einem Schlitten (23) gleitbar gelagert sind. Das Verstellaggregat (21) zum Einstellen auf die vom Volumen des Sackes abhängige Füllhöhe weist ein Handrad (24) und eine Stellspindel (25) auf. Die Kopplung des Verstellaggregates (21) mit einer Führungsstange (22) erfolgt über das Querhaupt (26).
Zur Betätigung der Greiferbacken (13) ist ein Druckluftzylinder (27) vorgesehen, über dessen Kolbenstange 15 Lenker (28) betätigt werden, die an Hebel (29) angelenkt sind, wobei diese Hebel (29) mit den vertikalen Schenkeln (15) der Greiferbacken verbunden sind.
Die Lenker (28) sind in einem Gehäuse (30) angeordnet, das mit dem Gehäuse (20) verbunden ist. Oberhalb des Gehäuses (30) ist der Druckluftzylinder (27) gelagert. Über das Verstellaggregat (21) kann die Einlaufhöhe des horizontalen Schenkels der Greiferbacken (13) 20 eingestellt werden.
Nach dem Schließen der Greiferbacken (13) und nach dem Öffnen der Klemmbacken (6) wird der Schlitten (23), der die Greiferbacken (13) trägt, synchron mit dem intermittierend antreibbaren Transportband (7) horizontal längs einer Führungsbahn (31) verfahren, die in dem Ausführungsbeispiel durch zwei horizontale, parallel verlaufende Führungsstangen (32) gebildet wird. Als Antrieb für den Schlitten (23) wird ein 25 Druckluftzylinder (33) benutzt, der über einen Mitnehmerzapfen (34) mit dem Schlitten (23) gekoppelt ist.
Die horizontale Führungsbahn (31) ist mit ihrem Gestell (35) an dem Gestell des hinteren Rüttlers (36) festgelegt.
Der gefüllte Sack wird von dem Transportband (7) der Füllmaschine und von den Greiferbacken (13) in Richtung auf die Verschließmaschine so lange transportiert, bis der vordere Bodenbereich des gefüllten Sackes 30 vom Aufnahmeende (37) des Transportbandes (38) der Verschließmaschine übernommen wird. Auf diesem Transportweg wird der obere Rand des Sackes von parallel zueinander verlaufenden Führungsrohren (39) übernommen, die sich bis in den Bereich des Transportbandes (7) der Füllmaschine erstrecken und die Führung des Sackrandes bis zur Verschließstation übernehmen.
Die Greiferbacken (13) werden dann geöffnet und längs der horizontalen Führungsbahn (31) zum Füllstutzen 35 (1) zurückgefahren.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 2 und 4 ist der Füllstutzen (1) ortsfest angeordnet und mit Spreizfingem (40) ausgerüstet, die in die Sacköffnung eines Seitenfaltensackes eingreifen, der im äußeren oberen Randbereich der Seitenfalten eine Punktschweißung (41) aufweist.
Nach dem Füllen des Sackes und vor dem Offnen der Klemmbacken des Füllstutzens (1) erfassen die 40 Greiferbacken (13) den oberen Sackrand und setzen ihn nach dem Öffnen der Klemmbacken auf das Transportband (7). Hiezu ist es erforderlich, daß die Greiferbacken einen Vertikalhub ausführen können. Als Antriebsaggregat für diesen Vertikalhub ist bei dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 2 ein Druckluftzylinder (42) vorgesehen, dessen Kolbenstange (43) an dem Gehäuse (20) angelenkt ist Für eine Feineinstellung der Einlaufhöhe der Greiferbacken ist das obere Ende des Druckluftzylinders (42) an 45 einer arretierbaren Stellspindel (43a) angelenkt.
Die Greiferbacken (13) werden in die geöffnete Stellung geschwenkt nachdem der vordere Bodenbereich des Sackes vom Aufnahmeende des Transportbandes (38) übernommen worden ist und kehren in die Übemahmestellung zum Füllstutzen zurück noch während der nächste Sack gefüllt wird.
Bei der Verwendung eines vertikal abschwenkbaren Füllstutzens ist der Sackrand beim Aufsetzen des Sackes 50 auf das Transportband entspannt Die oberhalb des Füllgutes befindliche Luft wird durch die Greiferbacken (13) beim Schließen derselben abgedrückt
Bei der Verwendung eines ortsfesten Füllstutzens wird die oberhalb des Füllgutes befindliche Luft beim Schließen der Greiferbacken (13) in der Abwärtsbewegung derselben abgedrückt. 55 -3- 60
Claims (8)
- Nr. 390 236 PATENTANSPRÜCHE 1. Vorrichtung zum automatischen Transport gefüllter Säcke von einer Füllmaschine zu einer Verschließmaschine mit einem intermittierend antreibbaren, den gefüllten Sack unterhalb des Füllstutzens aufnehmenden, bis zum Aufnahmeende des Transportbandes der Verschließmaschine sich erstreckenden Transportband, wobei der Füllstutzen mit einer Falz- oder Spreizvoirichtung sowie mit Klemmbacken zum Festlegen des Sackmündungsrandes ausgerüstet ist und der Sack oberhalb der Füllung ergreifende, um horizontale Achsen schwenkbare Greiferbacken vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Längsseiten des Sackes zusammenwirkenden Greiferbacken (13) mittels eines Schlittens (23) längs einer horizontalen Führungsbahn (31) im Synchronlauf mit dem intermittierend angetriebenen Transportband (7) verfahrbar sind, die Führungsbalm (31) für den die Greiferbacken (13) und ihren Antrieb tragenden Schlitten (23) zwischen dem Füllstutzen (1) und der Verschließmaschine vorgesehen ist und sich bis in den Bereich des Transportbandes (38) der Schließmaschine erstreckt und die Greiferbacken (13) in vertikaler Richtung am Schlitten (23) bewegbar gelagert, mittels eines Aggregates (21) verstellbar sind und sich in der dem Füllstutzen (1) zugewandten Einstellung des Schlittens (23) vom Schlitten bis über den Füllstutzen hinaus erstrecken.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Greiferbacken (13) unterhalb ihrer Achsen (14) winkelförmig ausgebildet sind, der vertikale Schenkel (15) und ein Teilstück (16) des horizontalen Schenkels aus Rohren bestehen und an dem Teilstück (16) eine nach innen bis zur Längsmittelebene des Transportbandes (7) der Füllmaschine sich erstreckende Leiste (17) befestigt ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenrand der Leiste (17) durch ein Profil (18) aus Gummi oder Kunststoff gebildet ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehlager für die Greiferbacken (13) in einem Gehäuse (20) angeordnet sind, das zusammen mit den Greiferbacken in vertikaler Richtung durch das mit einem Handrad und einer Spindel ausgerüstete Aggregat (21) zum Emstellen auf die vom Volumen abhängige Füllhöhe verstellbar oder durch einen Druckluftzylinder (42) verfahrbar ist
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Gehäuse (20) ein zweites Gehäuse (30) für Getriebemittel der Greiferbacken (13) befestigt ist und auf dem zweiten Gehäuse ein Druckluftzylinder (27) als Antrieb für die Greiferbacken gelagert ist
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das obere Ende des Druckluftzylinders (42) für die vertikale Auf- und Abwärtsbewegung der Greiferbacken (13) an einer anetierbaren Stellspindel (43a) zum Einstellen auf die vom Volumen abhängige Füllhöhe angelenkt ist
- 7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Führungsrohre (39) für den oberen Sackrand, die sich über einen Bereich des Transportbandes (7) der Füllmaschine bis zur Verschließstation erstrecken.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsrohre (39) von den Leisten (17) der Greifeibacken (13) unterfahrbar sind. Hiezu 4 Blatt Zeichnungen -4-
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