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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Kappen von Holz mit einer Lauffläche für das zu kappende Holz, einem über der Lauffläche und normal zur Querlaufrichtung des Holzes angeordneten Rahmen, einer unterhalb des Rahmens angeordneten Rollenbahn sowie einer Förder- kette zum Transportieren des Holzes in seiner Querrichtung, wobei der Rahmen in bestimmten
Abständen angeordnete, in die Bewegungsrichtung des Holzes ragende, und um eine normal zur
Laufrichtung des Holzes und parallel zur Lauffläche liegende Achse schwenkbare Anschläge aufweist.
Aus Kostengründen ist man heute bei einem Punkt angelangt, an dem die Käufer von Holz, insbesondere von Schnittholz und Hobelware, im Zusammenhang mit dem Übergang zum metrischen System sich zumindest in Europa für die 30 cm-Modulordnung entschieden haben und dabei fordern, dass die Abweichung von diesem Modul nicht mehr als 1 cm betragen darf. Dies ist natürlich verständlich, stellt doch die Arbeit auf der Baustelle, z. B. das Schneiden eines Brettes auf Sollmass - von der Verlängerung eines Brettes ganz zu schweigen - einen Kostenfaktor dar.
Für die Sägewerke ergeben sich daraus in bezug auf die Längenmassgenauigkeiten längensortierter Holzpakete ständig schärfer werdende Anforderungen.
Das Kappen von Schnittholz erfolgt traditionell in der Form, dass man auf beiden Seiten eines Kettenquerförderers stationäre Kappsägemaschinen anordnet und so eine Kappanlage erhält. Das in die Kappanlage aufgegebene Holz läuft so quer auf dem Förderer, dass zunächst ein Kappen des unteren Endes (rechtwinkeliger Schnitt) erfolgt ; das Kappen des oberen Endes, durch welches gleichzeitig die Länge der Ware festgelegt wird, erfolgt mit der am entgegengesetzten Ende der Kappanlage befindlichen Sägemaschine.
Das Kappen des oberen Endes setzt das Einstellen des Längenmasses der Ware voraus, was herkömmlicherweise in der Form erfolgt, dass ein Bedienungsmann die Ware vom oberen Ende her mit dem bereits gekappten unteren Ende gegen einen an der Anlage vorhandenen Messanschlag schiebt oder hebt, wobei dann festgelegt ist, auf welche Länge die Ware beim Passieren der am oberen Ende befindlichen Sägemaschine geschnitten wird.
Erfolgt das Kappen des oberen Endes auf die oben beschriebene Weise, so ist stets die Gefahr gegeben, dass das gegen den Anschlag gelegte Holz gelegentlich zurückspringt und nach erfolgtem Kappen dann untermassig ist. Man hat ermittelt, dass die Sägewerke, bedingt durch die daraus resultierenden Massfehler, jährlich Entschädigungen in Höhe von mehreren hunderttausend Finnmark an ihre Kunden zahlen müssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der sich die an die Sägeware-Längensortierung gegenwärtig gestellten und zukünftig zu stellenden Anforderungen so präzise erfüllen lassen, dass der Holzkäufer keinen Anlass zu Reklamationen hat.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass an einem der seitlichen Ränder der Lauffläche und am darüberliegenden Abschnitt des Rahmens Beschickungsrollen angeordnet sind, die das eine Ende des Holzes pressend zwischen sich aufnehmen und unter Verschwenken aller im Wege des Holzes liegender Anschläge das Holz mit seinem andern Ende gegen den der gewünschten Länge des Holzes angeordneten Anschlag drücken.
Durch diese erfindungsgemässen Massnahmen wird eine Automatisierung bei Kappvorrichtungen erreicht und ausserdem ergibt sich eine wesentliche Erhöhung der Massgenauigkeit und Zuverlässigkeit beim Kappen von Schnittholz.
Weiters wird vorgeschlagen, dass nur eine der beiden Beschickungsrollen angetrieben ist.
Dadurch ergibt sich eine Verbesserung der Lenkung des Schnittholzes beim Kappen desselben.
Ferner wird vorgeschlagen, dass die Anschläge mit einer Stempelvorrichtung versehen sind, die das untere Ende des gegen sie gedrückten Holzes mit einer gewünschten Kennzeichnung versehen. Es ist dadurch eine einfache Möglichkeit geschaffen, die Mess- und Kappvorrichtung gleichzeitig zum Stempeln von Schnittholz einzusetzen.
Weiters ist es vorteilhaft, dass der Winkel, den die Achsen der Beschickungsrollen und der Rollen der unterhalb der Anschläge befindlichen Rollenbahn mit den Förderketten der Kappanlage bilden, verstellbar ist. Es kann dadurch eine einfache Anpassung der verschiedenen Geschwindigkeiten der Schnittholzzuführung zur Kappvorrichtung erfolgen.
Nachstehend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen, in denen eine
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beispielsweise technische Lösung der Erfindung dargestellt ist, näher erläutert. Es zeigen :
Fig. l eine erfindungsgemässe Vorrichtung in Seitenansicht und Fig. 2 in Draufsicht.
Die Kappanlage weist eine Lauffläche für das zu kappende Holz in Form von bewehrten Förderketten --12-- auf, welche das zu kappende Holz in seiner Querrichtung transportieren.
Oberhalb der Laufflächen der Kappanlagen und normal zur Querlaufrichtung des Holzes ist ein
Rahmen --1-- mit einer Messvorrichtung angeordnet. Am Rahmen --1-- sind Anschläge --2-- gelagert, deren gegenseitige Abstand dem gewünschten Modul entsprechend gewählt ist. Die Anschläge --2-- sind um in Richtung des Rahmens --1-- verlaufende Achsen drehbar und schwen- ken nach der Seite, wenn Holz auf ihre Flanke auftrifft. Unterhalb des Rahmens --1-- sind
Rollen --3-- in der Ebene der Förderketten --12-- der Kappanlage angeordnet, und ihre Achsen bilden mit der Laufrichtung der Förderketten --12-- einen Winkel, dessen Grösse von der Quer- laufgeschwindigkeit des Holzes abhängig und direkt proportional zu dieser ist.
Auf der dem oberen Ende des zu kappenden Holzes angeordneten Seite der von den Rollen - gebildeten Bahn befindet sich eine Beschickungsrollen-Einheit --4--, die eine vertikal bewegliche obere Beschickungsrolle --5-- umfasst, die von einem Zahnradgetriebe-Motor --9-- über eine Keilriemenscheibe --10-- und einem Keilriemen --11-- angetrieben wird. Unterhalb der oberen Beschickungsrolle --5-- und dieser gegenüberliegend ist eine untere Beschickungsrolle - angeordnet, die über eine Rollenkette --8-- von einem zweiten Zahnradgetriebe-Motor - angetrieben wird. Die Achsen der oberen und der unteren Beschickungsrolle bilden mit den bewehrten Förderketten --12-- der Kappanlage den gleichen Winkel wie die Rollen --3--.
Arbeitsweise der Vorrichtung :
Nachdem das untere Ende des zu kappenden Holzes gekappt ist, legt der Bedienungsmann das Holz auf den bewehrten Förderketten --12-- gemäss der gewünschten Länge so auf, dass das untere Ende des Holzes in der Nähe des der gewünschten Länge entsprechenden Anschlages --2- gelangt. Die bewehrten Förderketten befördern nun das Holz, z. B. ein Brett oder eine
Bohle, in die Vorrichtung, wobei z.
B. ein (nicht dargestelltes) gekrümmtes Blech von der oberen
Beschickungsrolle die Rolle um soviel anhebt, dass das Holz zwischen die Beschickungsrollen - 5 und 6-- gelangt und von diesen Beschickungsrollen in Längsrichtung auf die Rollen-3gegen den vor dem unteren Holzende befindlichen Anschlag --2-- an den übrigen im Wege stehenden, zur Seite schwenkenden Anschlägen --2-- vorbei zur Kappstelle des oberen Holzendes geschoben wird.
Die Anschläge --2-- können dabei mit Zifferblechen versehen sein, die auf das untere Ende des Holzes z. B. dessen Länge aufstempeln.
Die Erfindung ist keineswegs auf die oben beschriebene, in den Zeichnungen dargestellte Lösung beschränkt, sondern kann in vielgestaltiger Weise variiert werden. So kann etwa die obere oder die untere Beschickungsrolle frei rotierbar ausgeführt sein, und der Winkel, den die Achsen der Rollen --3-- und der Beschickungsrollen--5 und 6-- mit den Förderketten --12-- bilden, kann vorzugsweise auf vielerlei Art verstellbar sein. Auch kann die obere Be- schickungsrolle --5-- in ihrer vertikalen Bewegung und deren Steuerung auf unterschiedliche Weise angelegt sein.
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