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Backofentüre.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bilden Einrichtungen an einer Backofentüre, mit zwei in bekannter Weise nach der Mitte des Mundloches sich zusammenschliessenden, an der Innenseite des Rahmens schräg aufgelagerten Wipptüren. Die eine der Einrichtungen besteht darin, dass die obere Türe auf einer Rolle eines mit dem Stellhebel auf gemeinsamer Welle sitzenden Stützhebels auf ruht, der bei geschlossener Stellung der Tür sich gegen einen mit dieser verbundenen, federnden Bolzen legt, zum Zwecke einerseits ein unbeabsichtigtes Öffnen der Wippture zu verhindern, andererseits eine.
cl, bei durch Hit7e verursachter Deformation der Türe leicht eintretenden Bruch des Gestänges zu vermeidet. Ferner Ast nuch die Einrichtung getroffen, dass die Lager der Türen an längsverschiebbaren Bolzen befestigt sind, die unter Vermittlung einer Feder stets nach auswärts gedrückt werden, um bei durch Hitze hervorgerufener Deformation der Türe Materialspannungen in derselben dadurch zu vermeiden, dass die Lager der Wipptüren sich vom Gehäuse wegbewegen können und nach Aufhören dieser Deformation in ihre ursprüngliche Lage zurückkehren. Der die Lager tragende Bolzen muss sich bei Deformation der Türe ein wenig schräg stellen können, um ein Klemmen der Türzapfen in ihren Lagern zu verhüten.
Oberhalb der gerippten Deckplatte der oberen Wipptüre ist ein Wassertropfrohr vorgesehen, um durch die Verdunstung des auf die Deckplatte tropfenden Wassers Schwüle zu erzeugen und die Türe zu kühlen. Zum bequemen Ausputzen des Backraumes dient ein unterhalb der unteren Wipptür angeordneter, leicht herausnehmbarer Einsatzteil. Schliesslich ist in der oberen Türe neben dem in derselben vorgesehenen Leuchthäuschen eine kleine, schmälere Türe gelagert, welche unabhängig von der oberen Wipptüre geöffnet werden kann, zum Zwecke, die Beleuchtung des Backraumes bei Einsichtnahme durch das Mundloch nicht zu stören.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt und zwar zeigt Fig. 1 die Baekofentür, geschlossen in Vorderansicht, Fig. 2 dieselbe in Rückansicht, Fig. 3 im Vertikalschnitt, Fig. 4 zeigt in Einzeldarstellung im Vertikalschnitt die nachgiebige Lagerung der Wipptüren, Fig. 5 und 6 zeigen F'1zelheiten im Schnitt.
An der Innenseite des Türrahmens 1 sind die nach der Mitte des Mundloches sich zusammen- schliessenden, schräg aufgelagerten Wipptüren 2 undj angeordnet. Die die Endzapfen der Wipp- türen aufnehmenden Lager (4) sind an im Rahmen längs verschiebbaren Bolzen befestigt, die unter Vermittlung von Federn 5 stets nach auswärts gedrückt werden, um bei durch Hitze hervorgerufenen Deformation der Türe Materialspannungen in derselben dadurch zu vermeiden, dass die Lager 4 sich vom Gehäuse wegbewegen können und nach Aufhören dieser Deformation in ihre ursprüngliche Lage zurückkehren. Die Einrichtung ist derart getroffen, dass sich die die Lager tragenden Bolzen schräg stellen können, wenn durch die Hitze eine Deformation der Türe erfolgt, um ein Klemmen der Türzapfen in ihren Lagern zu vermeiden.
In der oberen Wipptür 2 ist ein Leuchthäuschen 16 angebracht, dessen Lichtquelle 24 von einem an dem Rahmen seitlich verschwenkbaren Arm 25 getragen wird. Diese Lichtquelle wirft ihr Licht durch eine verglaste Öffnung 26 der oberen Wipptür 2 in den Backraum.
Neben dem Leuchthäuschen ist in der oberen Türe 2 eine kleine schmälere Türe 6 gelagert, welche sowohl allein, also unabhängig von der ersteren geöffnet werden kann und dadurch die Beleuchtung des Backraumes bei Einsichtnahme durch das Mundloch nicht stört, als auch gleichzeitig mit der oberen Türe. Hiezu dient eine Stellhebelanordnung, welche aus einer oberhalb der Türe 2 all der Vorderseite des Rahmens gelagerten horizontalen Welle 7, einem an dem einen Ende der letzteren sitzenden, an der Seitenwand des Rahmens angebrachten Stellhebel 8 und einem an dem anderen Ende sitzenden Stützhebel 9 besteht. Der letztere befindet sich über der Mitte der Türe 2, bezw. 6 und trägt am Ende eine Rolle 1 (J, auf welcher die kleine Tür 6 aufruht.
Der Stellhebel ist mit einer Feststellvorrichtung versehen, welche es ermöglicht, die kleine Türe 6 bezw. die ganze obere Wipptüre 2 in mehr oder weniger weit geöffnetem Zustande feststellen zu können. Zwecks gleichzeitigen Offnens der kleinen Türe 6 mit der ganzen oberen Wipptür 2 dient ein Riegel 13, durch dessen Vorschieben die beiden Türen miteinander verbunden werden. Die untere Wipptür 3 trägt an der Seite einen Hebelram 11, auf welchem ein Gewicht 12 verstellbar angeordnet ist, welches der Schwere der Wipptüre 3 entgegenwirkt. Wird das Gewicht 12 gegen das freie Ende des Hebelarmes 11 hin verschoben, so bewirkt dasselbe die selbsttätige Schliessung der Wipptüre.
Die Wipptüre 3 kann aber auch in Offenstellung stehen bleiben, was dadurch erzielbar ist, dass das Gewicht 12 ganz nahe an die Türe herangeschoben wird, wodurch es nach des Offnung der Türe fast oberhalb der Drehachse derselben zu stehen kommt und dadurch nicht auf dieselbe einwirken kann. In einem an der Türe 6 befestigten Bügel ist ein Bolzen 15 längs
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verschiebbar, welcher durch eine Feder 14 stets gegen den Stellhebel P drückt und bei geschlossener Stellung der Türe sich federnd gegen den Stellhebel 9 legt, so dass einerseits ein unbeabsichtigtes Öffnen der Wipptüre verhindert, andererseits ein bei durch Hitze verursachter Deformierung der Türe leicht eintretender Bruch des Gestänges vermieden wird.
Beide Wipptüren 3 und 2, bezw. 6 sind doppelwandig ausgeführt und in bekannter Weise mit einer Schamottefüllung 17 und Asbesteinlage versehen, um die Wärmeausstrahlung zu verringern. Die Deckplatte 18 der Türe 2, bezw. 6 ist längsgerippt und am unteren Rande mit einer Rinne versehen. Oberhalb der Türe ist ein Tropfrohr 19 angeordnet, in welchem durch einen von aussen zugänglichen Hahn 20 Wasser eingeleitet werden kann. Durch eine Anzahl Löcher des Rohres 19 tropft das Wasser auf die gerippte heisse Deckplatte und verdunstet, wodurch ein bedeutend erhöhtes Schwülen des Ofens bewirkt wird. Gleichzeitig wird dadurch eine gewisse Abkühlung der Türe 2, bezw. 6 hervorgerufen, so dass die Ausstrahlung der Hitze geringer wird.
Die Lager 4 der unteren oder Arbeitstür 3 sind so hoch gestellt, dass die Asche ohne Herausnahme dieser Tür ausgeputzt werden kann. Die Türe 3 kann aber auch während des Feuerns darin bleiben und muss nicht, wie friiher auggehoben werden.
Unterhalb der Arbeitstür 3 ist in einer Vf rtiefung cte Rahmens 1 ein Einsatzteil 21 von oben eingeschoben, welcher in Schwalbenschwanznuten des Rahmens festgehalten wird. Dieser Einsatzteil dient zum bequemen und gründlichen Entfernen der Asche, ohne dass die Arbeitstür 3 dabei herausgenommen werden müsste, wie bisher. Zwecks grösserer Bequemlichkeit kann aber auch hier die Arbeitstür entfernt und nach Einschieben des Riegels 13 die obere Wipptüre 2 zusammen mit der kleinen Türe 6 geöffnet und in dieser Lage festgestellt werden, wodurch ohne jedes Abschrauben und Herausnehmen von Armaturteilen genügend Raum für den Back-
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Er braucht bei vorliegender Anordnung nur die beiden Türen zu öffnen.
An dem Einsatzteil 21 sind zwei nach den Seiten hin umlegbare Stützen 22 angebracht, welche sowohl zur bequemen Handhabung beim Herausnehemen des Einsatzteiles dienen, als auch die Möglichkeit bieten, nach Auflegen eines Brettchens auf dieselben den Backschieber absetzen zu können.
Der Rahmen 1 ist zweckmässig durch Mauerschrauben 23 (Fig. & ; befestigt, welche beim Abschrauben der Backofentüre zwecks Vornahme einer Reparatur in der Mauer verbleiben können, so dass letztere nicht beschädigt zu werden braucht.
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Lager (4) der Tiire (2, 3) an längsverschiebbaren Bolzen befestigt sind. die unter Vermittlung einer Feder stets nach aussen gedrückt werden, um bei durch Hitze verursachter Deformation der Türe ein Verschieben der Lager (4) nach einwärts zu ermöglichen und Materialspannungen vorzubeugen.
3. Backofentüre mit nach der Mitte des Mundloches sich zusammenschliessenden, an der Innenseite des Rahmens schräg aufgelagerten Wipptüren, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckplatte (18) der oberen Türe (2, 6) gerippt ist, wobei oberhalb derselben ein Wassertropf- rohr (19) angeordnet ist, zum Zwecke, durch die Verdunstung des auf die Deckplatte (18) tropfenden Wasser Schwüle zu erzeugen und die Türen zu kühlen.
4. Backofentüre mit nach der Mitte des Mundloches sich zusammenschliessenden. an der Innenseite des Rahmens schräg aufgelagerten Wipptüren, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der Arbeitstür J in einer Vertiefung des Rahmens (1) ein Einsatzteil (21) eingeschoben ist, um nach Herausnahme des letzteren ein bequemes Entfernen der Asche zu ermöglichen.
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