AT37276B - Verfahren zur Gewinnung von Stickstoffdioxyd aus Stickoxydluftgemischen mit geringem Stickoxydgehalt. - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von Stickstoffdioxyd aus Stickoxydluftgemischen mit geringem Stickoxydgehalt.Info
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Description
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Verfahren zur Gewinnung von Stickstoffdioxyd aus Stickoxydluftgemischen mit geringem Stickoxydgehalt.
Es ist bekannt, dass man durch Behandlung der Luft in elektrischen Flammenbögen von hoher Spannung erhebliche Mengen von Stickstoff zu Stick oxyd (NO) verbrennen kann.
Diesbezügliche Untersuchungen haben ergeben ; dass der Stickstoff bei diesem Vorgang indessen nur bis zu wenigen Prozenten verbrannt werden kann, sodass die die Flamme
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erzielt man jedoch meist nur einen Gehalt von etwa 20/0 Stickoxyd. Dieses erste Produkt der Verbrennung oxydiert sich nach der Abkühlung freiwillig durch den überschüssigen Sauerstoff der Luft zu Stickstoffdioxyd C-OgJ, das durch Behandlung mit Wasser in Salpetersäure tibergeführt werden kann. Letzterer Prozess erfordert jedoch sehr grosse Absorptionsanlagen und liefert nur wenig handelsfähige Säure, die Hauptmenge wird als sehr verdünnte Säure gewonnen.
Das vorliegende Verfahren bezweckt nun, die gesamten Stickoxyde in einfacherer Weise in hanùelsf higt1 Salpetersäure überzuführen.
Es ergibt sich ans den bekannten Eigenschaften des Stickstoffdioxydes (N02), dass
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geringer Bruchteil des sich dabei bildenden Stickstoffdioxyds setzt sich an den Rohrwandungen ab, die Hauptmenge verlasst das Rohr als feiner Nebel, der sich nur durch sehr umfangreiche Kühlanlagen eewinnen lässt, und auch dann nicht vollständig. Diese Erscheinung der Nebelbildung, die auch bei der bisher üblichen technischen Gewinnung der Salpetersäure aus Schwefelsäure und Salpeter einen Verlust bedingt, fällt bei der auf eiektrtschen) Wege herzustellenden Salpetersäure deshalb erheblich ins Gewicht, da der prozentuale Gehalt der mit dem elektrischen Flammenbogen behandelten Luft an Stickoxyd so gering ist.
Nach dem vorliegenden Vorfahren wird nun in sehr einfacher Weise sämtliches kondensiertes Stickstoffdioxyd dadurch gewonnen, dass das Gemisch von Luft und Stickstoff- doxy, 1 durch eine sehr schnell rotierende Trommel geschickt wird, wobei entweder das Geniisch vorher oder die Trommel selbst durch geeignete Vorkehrungen gekühlt wird. Man muss dafür sorgen, dass sämtliches (ras an der Wandung der Trommel vorbeistreichen muss, um die schnellste Rotation zu erfahren. Die Fliehkraft schleudert dann das zu Nebel kondensierte Stickstoffdioxid zugleich mit dem in der Luft enthaltenen kondensierten Wasserdampf an die Wandung, die mit einer geeigneten Vorkehrung zu versehen ist, sodass man die entstandene Flüssigkeit während des Betriebes heraussaugen kann.
Die weitere Verarbeitung des auf diesem Wege dem Gasgemisch entzogenen Stickstoff-
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ist ferner möglich, durch elektrolytisch erzeugten Sauerstoff in der Kälte eine Oxydation zu rauchender und konzentrierter Salpetersäure herbeizuführen. Eventuell kann auch die erhaltene Ftüigkoit als solche zu geeigneten Zwecken Verwendung finden.
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Eine Abänderung des beschriebenen Verfahrens ist in der Weise möglich, dass man das Luftgemisch vor der Hindurchführung durch die Zentrifugaltrommel einer Behandlung mit geringen Mengen Wasserdampf unterwirft. Man erreicht dadurch, dass ein Teil des Stickstoffdioxydes gleich in Salpetersäure übergeführt wird. Die Wasserdampfmengen müssen so abgemessen sein, dass eine Verdünnung der Salpetersäure nicht eintritt. Dieses ist möglich, da die Feuchtigkeit der Luft bei weitem nicht so gross ist, dass das daraus kondensierte Wasser zur Umwandlung des Stickstoffdioxyds in Salpetersäure genügt.
PATENT-ANSPRt'CHE :
1. Verfahren zur Gewinnung von Stickst. offdioxyd aus Stickoxydluftgemischen mit geringem Stickoxydgehalt, dadurch gekennzeichnet, dass das Gasgemisch bei tiefen Temperaturen einer starken Zeutrifugierung unterworfen wird, zum Zweck, den durch die Abkühlung entstandenen Nebel von Stickstoffdioxyd dem Gasgemisch zu entziehen.
Claims (1)
- 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dar Zentrifugierung eine Behandlung des Gasgemisches mit geringen Mengen Wasserdampf EMI2.1
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1908
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