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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Herstellen von Rohrschellen od. dgl. aus Bandmaterial.
Rohrschellen dienen ganz allgemein zur Halterung von Rohren, insbesondere aber zum Aufhängen von Rohrleitungen beliebiger Art an Gebäudedecken od. dgl. und werden als Fertigware für bestimmte Rohrdurchmesser angeboten, wobei die zum Aufhängen erforderlichen bolzenartigen Tragelemente mit den Schellen selbst verschraubbar sind. Durch diese vorgefertigten Rohrschellen besteht die Notwendigkeit, auf der Baustelle entsprechend viele Schellen und Tragelemente der verschiedensten Dimensionen vorrätig zu haben, da eben Rohrleitungen unterschiedlichster Art verlegt werden müssen und es nicht vorhersehbar ist, wie viele Rohrschellen für welchen Durchmesser und Trägerelemente welcher Länge benötigt sein werden. Ist der Vorrat an Rohrschellen und Trägerelementen zu klein, kommt es zwangsweise zu Verzögerungen oder unzulänglichen Improvisationen beim Verlegen der Rohrleitungen.
Darüber hinaus sind die fertigen Rohrschellen relativ teuer in der Anschaffung, was ihre aufwendige Lagerhaltung auch sehr unwirtschaftlich macht.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Herstellen von Rohrschellen od. dgl. aus Bandmaterial zu schaffen, mit der sich auf einfache und rationelle Weise Rohrschellen und die damit kombinierbaren Trägerelemente je nach Bedarf in gewünschter Zahl und Abmessung direkt auf der Baustelle fertigen lassen.
Die Erfindung löst diese Aufgabe im wesentlichen durch einen an einer Grundplatte mittels einer Lasche schwenkbar angelenkten, über einen Handhebel od. dgl. bewegbaren Werkzeugträger mit zwei Werkzeugansatzstellen, von denen die eine ein Trennwerkzeug und dazu seitlich symmetrisch zwei Lochstanzwerkzeuge und die andere ein Biegewerkzeug aufnehmen, wobei auf der Grundplatte ein Auflageblock sitzt, der diesen Werkzeugen zugeordnete Führungen und Gegenwerkzeuge bildet sowie Halterungen und Anschläge od. dgl. für das Bandmaterial aufweist. Dieses einfache Handgerät kann praktisch überall, vorzugsweise auf einer Werkbank, aufgestellt werden und lässt sich über den Handhebel schwierigkeitslos betätigen.
Es erlaubt dabei in zwei Arbeitsschritten die Herstellung einer beliebigen Rohrschelle aus nicht weiter vorbereitetem Bandmaterial, so dass nur mehr das Bandmaterial selbst in entsprechender Menge vorrätig sein muss, um allen Bedarf an verschiedensten Rohrschellen und Tragelementen decken zu können. Engpässe bei Rohrschellen bestimmter Dimensionen u. dgl. sind daher ausgeschlossen, und es wird eine wirt- schaftliche. Lagerhaltung gewährleistet, abgesehen davon, dass besonders billige Rohrschellen u. dgl. zur Verfügung stehen.
Um eine Rohrschelle herzustellen, wird das Bandmaterial mit Hilfe des Trennwerkzeuges entsprechend der gewünschten Rohrdimension abgelängt, wobei gleichzeitig damit beidseitig der Trennstelle Löcher in die Bandenden gestanzt werden, so dass bei fortlaufender Verwendung des Bandmaterials jeweils nach dem ersten Arbeitsgang bereits ein entsprechend langer Streifen mit Löchern an seinen beiden Enden vorhanden ist. Dieser Streifen wird nun in einem zweiten Arbeitsgang mittels des Biegestempels und der im Auflageblock gebildeten Matrize an den gelochten Enden abgewinkelt, worauf dieser vorgefertigte Streifen nur mehr händisch um das Rohr herum gebogen zu werden braucht, was auf Grund des relativ weichen Werkstoffes und der Bandform schwierigkeitslos möglich ist, und die Rohrschelle ist fertig.
Die abgewinkelten Enden bilden nach dem Zusammenbiegen aneinanderliegende Flansche der Rohrschelle, durch deren Löcher sich Befestigungsschrauben u. dgl. stecken lassen.
Als Tragelement kann ebenfalls ein entsprechend abgelängtes Stück Bandmaterial verwendet werden, das wieder beiderends gelocht ist und einerseits zwischen die Flansche der Rohrschelle passt und dort festgeklemmt werden kann und anderseits in üblicher Weise an einem Wandanker od. dgl. fixierbar ist. Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist handlich, ohne Schwierigkeiten zu betätigen, praktisch überall einsetzbar und erlaubt auf rationellste Weise die Verarbeitung von üblichem Bandmaterial zu Rohrschellen, Tragelementen u. dgl. beliebiger Abmessungen.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ergibt sich, wenn einerseits als Trennwerkzeug eine Schneidplatte mit zwei parallelen Schneidkanten und als Lochstanzwerkzeuge an der Schneidplatte pendelnd aufgehängte Lochstempel dienen und die Halterung für das Bandmaterial aus einer querverlaufenden Schlitzführung im Auflageblock besteht und anderseits ein keilförmiger, beweglich gelagerter Biegestempel und eine V-förmige Matrize mit 90 igem Öffnungswinkel vorgesehen
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so dass ein stets gleichbleibendes Endstück eines Bandstreifens abgewinkelt werden kann.
Um auch durch die Schneidplatte --8- ohne langes Abmessen gleich die gewünschte Länge vom Bandmaterial abtrennen zu können, wird an den Auflageblock --14- an einer Seite ein Massstab -21-- ange- setzt, der einen verstellbaren Anschlag -22- für das Bandmaterial und eine Masseintei- lung --23-- besitzt (Fig. 3).
Die erfindungsgemässe Vorrichtung erlaubt mit wenigen Handgriffen das Verarbeiten von üblichem Bandmaterial zu Rohrschellen u. dgl. beliebiger Grösse. Dazu wird der Werkzeugträger-3-über den Handgriff -4-- hochgehoben und das Bandmaterial in die Schlitzführung-17-eingeschoben und so weit hindurchgesteckt, bis beispielsweise über den Anschlag-22-die gewünschte, für eine bestimmte Rohrdimension erforderliche Länge gegeben ist.
Nun wird durch Niederdrücken des Handhebels-4-der Werkzeugträger-3-abwärts bewegt, so dass es durch die Schneidplatte zu einem sauberen Abtrennen des entsprechenden Endstückes des Bandmaterials kommt. Die beiden Schneidkanten -24- der Schneidplatte --8- sorgen dabei für einen glatten Schnitt sowohl auf Seiten des abgetrennten Stückes als auch auf Seiten des verbleibenden Bandmaterials. Beim gleichen Arbeitsgang werden auch die Lochstempel --9-- in das Bandmaterial gedrückt und stellen an beiden Enden mit genauem Abstand zum Endschnitt Löcher im Bandmaterial her. Die Abfallstücke nach dem Schneiden bzw. Lochen fallen nach unten durch eine Ausnehmung -25-- der Grundplatte ab. Nach diesem Arbeitsgang liegt somit bereits ein entsprechend langes, beiderends gelochtes Bandstück vor.
Sollte auf Grund der Verwendung eines neu begonnenen Bandmaterials der Anfang des Bandes durch einen vorhergehenden Abtrennvorgang noch nicht gelocht sein, müsste auch dieser Anfang beim Einschieben des Bandmaterials in die Schlitzführung gelocht und dann erst das eigentliche Ablängen vorgenommen werden.
Der gelochte Streifen wird anschliessend in einem zweiten Arbeitsgang mit dem Biegestempel --12- an beiden Enden abgewinkelt, wozu jeweils das eine Ende des Streifens in die Bandführung-19-bis zum Anschlag -20-- einzuschieben ist, worauf durch Niederdrücken des Stem- pels-12-und dessen Zusammenwirken mit der Matrize --18-- das entsprechende Endstück abgewinkelt wird. Ist der Abstand des Horizontalanschlages --20-- von der Matrizenscheitelkan-
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stück des Streifens liegt. Ein so abgewinkelter Streifen kann nun auf einfache Weise händisch um ein Rohr gebogen und zu einer Schelle fertiggestellt werden.
Als Tragelement zum Aufhängen dieser Schelle wird ein in gewünschtem Mass abgelängtes Stück des Bandmaterials verwendet, das auf Grund seiner beidseitigen Lochung ohne weitere Bearbeitung sofort mit der Schelle kombiniert bzw. an einen Wandanker od. dgl. angeschlossen werden kann.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung erlaubt auf einfache, rationelle Weise die Herstellung von Rohrschellen od. dgl. beliebiger Dimensionen aus gewöhnlichem Bandmaterial auf der Baustelle, wodurch eine aufwendige, kostspielige Vorratshaltung vorgefertigter Rohrschellen od. dgl. unnötig wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Herstellen von Rohrschellen od. dgl. aus Bandmaterial, gekennzeichnet durch einen an einer Grundplatte (1) mittels einer Lasche (2) schwenkbar angelenkten, über einen Handhebel (4) od. dgl. bewegbaren Werkzeugträger (3) mit zwei Werkzeugansatzstellen (6, 7), von denen die eine (6) ein Trennwerkzeug (8) und dazu seitlich symmetrisch zwei Lochstanzwerkzeuge (9) und die andere (7) ein Biegewerkzeug (12) aufnehmen, wobei auf der Grundplatte (1) ein Auflageblock (14) sitzt, der diesen Werkzeugen (8,9, 12) zugeordnete Führungen (15,16) und Gegenwerkzeuge (18) bildet sowie Halterungen (17) und Anschläge (20) od. dgl. für das Bandmaterial aufweist.