AT36693B - Verfahren zur Herstellung künstlichen Anheiz- oder Brennstoffes. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung künstlichen Anheiz- oder Brennstoffes.Info
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Description
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Verfahren zur Herstellung künstlichen A n h e i z- o d e r Brennstoffes.
Es ist bekannt, Hotz, insbesondere zum Zwecke der Herstellung von Feueranzündern, in der Weise mit Harz, UI oder Petroleum zu tränken, dass, um die hygroskopischen Holzbestandteile auszuscheiden, porÖses, gedörrtes Holz in siedendes Harz, tAl oder Petroleum getaucht oder in Pech, Harz oder Teer gekocht wird.
Ferner ist es nicht neu, Holzstücke behufs Herstellung von künstlichem Anheiz- oder Brennstoff mit Mineralölen aller Art. deren Rückständen oder einem Gemisch beider in der Weise zu tränken, dass dio zu tränkenden Hölzer zunächst bei einer Temperatur von über 2000 C in Mineralöle von hohem Siedepunkt gesenkt, hierauf unmittelbar in ein kaltes Bad der Mineralöle oder deren Rückstände oder einem Gemisch beider getaucht und schliesslich nochmals in heisse Mineralöle eingelegt werden.
Die beiden angeführten bekannten Verfahren der Holztränkung zur Herstellung von künstlichem Anheiz- oder Brennstoff haben den Nachteil, dass es tatsächlich
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die kapillarförmigen Fasern nicht von den in ihnen enthaltenen, soeben genannten Stoffen befreit sind, ist naturgemäss ein Eindringen irgend einer Flüssigkeit zu Zweck eines'-oll- ständigen Ausfüllens des Innenraumes des Holzes ausgeschlossen. Es ist ohne weiters ktar.
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gerinnt sofort das in den Fasern enthaltene Eiweiss zu einer hornartigen Masse, wähn-ud das in den Fasern vorhandene Wasser verdampf und die Fasern zersprengt, soweit kit hiezn dünnwandig genug sind.
Die dickwandigen Fasern, die im Splintholz weitaus in dur
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Die vorliegende Erfindung besteht nun in einem Verfahren, nach welchem Holz bebufs Herstellung von künstlichem Anheiz- oder Brennstoff ohne Überdruck bis zu jeder gewünschten Intensität (bis 750/0 und mehr) mit Mineralölen, deren Rückständen oder einem Gemisch beider getränkt werden kann. Dieses Verfahren besitzt eine gewisse Ähnlichkeit mit der für das Konservieren von Holz wohl auch angewandten Arbeitsweise, wonach Holz ausgelaugt, getrocknet und dann mit konservierenden F ! üssigkeitcn getränkt wird.
Das Wesentliche des vorliegenden Verfahrens zur Herstellung von künstlichem Anheizoder Brennstoff besteht darin, dass das zu tränkende Holz zunächst durch Begiessen mit lauwarmen Wasser oder eventuell mit anderen gärungsfördernden Flüssigkeiten untei Licht- abschluss dem an sich nicht neuen Prozess einer Gärung unterworfen wird, wodurch die zwischen den Zellfasern enthaltenen Eiweiss-und Stärkestoffe zersetzt und die Holzfasern so für den Flüssigkeitsdurchgang geeignet gemacht werden. Nach diesem ersten Abschnitt wird das so vorbereitete Holz in der zweiten Phase des Verfahrens einem Trocknen unterworfen. Es hat jetzt ein grau-bläuliches Aussehen und nimmt z.
B., wie ein Versuch lehren kann, beim Eintauchen in Wasser grosse Mengen desselben auf, da einem Eindringen von Flüssigkeiten in die Fasernkapi11aren nichts mehr im Wege steht. Die dritte Phase des Verfahrens besteht darin, dass das so vorbereitete trockene Holz in die Tränkungsssüssig- keit. also in Mineralöle, deren Rückstände oder ein Gemisch beider, eventuell mehrmals und für längere Zeit getaucht wird. Die Triinkl1ngsflüssigkeit kann heiss, kalt oder abwechselnd heiss und kalt in Anwendung gebracht werden, wodurch ein beliebiger Sättigungsgrad erzielt werden kann.
Die mit Mineralölen, und zwar mit Rohpetroleum und mit Rückständen bei der
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Feneranzünder- oder auch Brennmaterial. Es sind aber auch Tränkungen bis zu 7 óO/o mit Leichtigkeit zu erzielen. Dieses Feucranxuude-Material besitzt vor ähnlichen Erzeugnissen den grossen Vorteil eines besonders hohen Heizwertes, wodurch es befähigt ist, Brennstoffe von hoher Zündtemperatur, wie z.
B. Steinkohte, Koks usw. unmittelbar und ohne
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leichte Transport- und Aufbewahrungsfühigkeit, sowie die Möglichkeit leichter und ein- fncher Zerstückelung und schliesslich auch die Wohlfeilheit, die sich aus der einfachen und für die Massenproduktion geergneten Fabrikationsweise ergibt.
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- PATENT-ANSPRUCH : EMI2.3
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| AT36693T | 1908-03-24 |
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| AT36693B true AT36693B (de) | 1909-03-26 |
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1908
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