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Die Erfindung bezieht sich auf ein Bauwerk mit einem oberhalb von rechtwinkeligen Wandele- menten angeordneten Deckenraster, der aus mit Hilfe von Knotenstücken zu gleichseitigen Dreiecken zusammengeschlossenen Streben besteht und über die Knotenstücke abgestützt ist.
Bei einem Bauwerk dieser Art (AT-PS Nr. 326876) ist ein tragendes Stützgerüst vorgesehen, das aus einem auf Säulen abgestützten Deckenraster besteht, der durch mit Hilfe von Knotenstücken zu gleichseitigen Dreiecken zusammengeschlossenen Streben gebildet wird. Zwischen den über den
Deckenraster verbundenen Säulen sind rechteckige Wandelemente eingesetzt.
Mit Hilfe dieser Fach- werkkonstruktion lässt sich zwar der Grundriss des Bauwerkes weitgehend frei gestalten, wobei ein Ab- und Wiederaufbau ohne weiteres möglich ist, doch ist durch das tragende Stützgerüst ein ver- gleichsweise hoher Aufwand gegeben, der insbesondere bei häufig aufzustellenden Bauwerken, beispielsweise bei Ausstellungskojen u. dgl., ins Gewicht fällt, zumal bei diesen jeweils mit unterschiedlicher Grundrissform errichteten Bauwerken die Anforderungen hinsichtlich der Festigkeit nicht besonders hoch sind.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Bauwerk der eingangs geschilderten Art so zu gestalten, dass ohne gesonderte Stützkonstruktion ein einfach montierbares Bauwerk erhalten wird, dessen Wandelemente zu verschiedenen Grundrissformen zusammengefügt werden können.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die eine Abstützung für den Deckenraster bildenden Wandelemente zumindest paarweise miteinander einerseits über ihre aneinanderstossenden Seitenkanten und anderseits über eine Strebe des Deckenrasters verbunden sind, wobei die Streben mit ihren endseitigen Knotenstücken an den äusseren Seitenkanten der miteinander verbundenen Wandelemente angreifen.
Da sich der Deckenraster zumindest im Bereich der Wandelemente auf diesen Wandelementen abstützt, wird zunächst eine gesonderte Stützkonstruktion überflüssig. Trotzdem wird für eine entsprechende Stabilität gesorgt, weil über die Verbindung der Wandelemente durch die Streben des Deckenrasters stets ein geschlossener Polygonzug sichergestellt ist. Man kommt folglich mit einer Verbindung der Wandelemente miteinander und einen Anschluss dieser miteinander verbundenen Wandelemente an den Knotenstücken des Deckenrasters aus, was die Konstruktion und damit den Arbeitsaufwand beim Aufbau und beim Abbau eines solchen Bauwerkes wesentlich vereinfacht.
Besondere Vorteile in dieser Hinsicht können erzielt werden, wenn die Wandelemente über ihre Seitenkanten vorragende Haken aufweisen, auf die zwei benachbarte Wandelemente verbindende Hülsen und die hülsenartigen Knotenstücke aufsteckbar sind. Auf Grund der dadurch gegebenen Steckverbindungen wird jede Verschraubung überflüssig. Um die Stabilität der Verbindungen zu erhöhen, können die hülsenartigen Knotenstücke Einsteckschlitze für die Haken aufweisen, so dass über die in den Einsteckschlitzen gehaltenen Haken auch Drehmomente abgetragen werden können.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen Fig. 1 eine mögliche Wandanordnung eines erfindungsgemässen Bauwerkes im Schaubild, Fig. 2 eine obere Ecke eines Wandelements in auseinandergezogener perspektivischer Darstellung, Fig. 3 die Verbindung mehrerer Wandelemente mit Hilfe einer sechseckigen Hülse im Querschnitt und Fig. 4 ein erfindungsgemässes Bauwerk mit verschiedenen Wandanordnungen im Schaubild.
Wie aus den Fig. 1 und 4 hervorgeht, werden die rechteckigen Wandelemente --5-- nicht in eine Fachwerkkonstruktion eingesetzt, sondern tragen den die Anordnung der Wandelemente festlegenden Deckenraster selbst, wodurch sich eine bedeutende Vereinfachung der Konstruktion ergibt. Der
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ergibt, der durch das Ansetzen neuer Streben beliebig erweitert werden kann. Die Wahl des Grundrisses des zu errichtenden Bauwerkes ist somit weitgehend frei.
Die Wandelemente --5--, die zwischen zwei Knotenstücken --32-- angeordnet sind, sind miteinander über Hülsen --8-- verbunden, die auf Haken --6- der Wandelemente -5-- aufgesteckt werden.
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--32-- als--6-- der Wandelemente --5-- zusammenwirken.
Nach Fig. 2 weist jedes Wandelement --5-- einen Kern --14-- auf, der von Falzleisten--15-- mit einer nach aussen offenen Nut --16-- umschlossen ist. Beidseits des Kernes --14-- sind Verkleidungsplatten --17-- angeordnet. Zur Befestigung der Haken --6-- an den Wandelementen ist eine
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Halterung --18-- aus einem U-förmig gebogenen Profil --19-- mit einer nach aussen offenen Nut - und vom Nutenrand nach aussen gerichteten Flanschen --21-- vorgesehen. Diese Halterung wird in die Nut --16-- des jeweiligen Wandelements eingesetzt und mit Hilfe von Schrauben--22-- an den Falzleisten --15-- befestigt.
Damit die Flansche --21-- nicht über die Falzleisten --15-vorragen, können die Falzleisten im Bereich der Halterung-18-- eine der Flanschstärke entsprechende Ausnehmung aufweisen.
Der flache Haken --6-- ist in der Halterung --18-- durch ein Gelenk --23-- schwenkbar befestigt, wobei die Schwenkbewegung durch einen Anschlag --24-- begrenzt ist. Der Anschlag--24-- ist dabei so gewählt, dass der Haken --6-- in der Anschlagstellung parallel zur Seitenkante des Wandelements verläuft. Über eine Ausnehmung --25-- in den Falzleisten --15-- und eine entsprechende Ausnehmung --26-- in der Halterung --18-- ist der Haken --6-- auch dann zugänglich, wenn er von seiner anschlagbegrenzten Stellung weg in die Nut --20-- der Halterung --18-- eingeschwenkt ist. Auf die Haken --6-- können entsprechende Hülsen --8-- geschoben werden, die quadratischen Querschnitt aufweisen können.
Sollen mehr als zwei Wandelemente --5-- miteinander verbunden werden, so empfiehlt es sich jedoch, die Hülsen sechseckig auszubilden, da dann jede dem Deckenraster entsprechende Wandanordnung möglich ist, wie dies den Fig. 3 und 4 entnommen werden kann.
Die Haken --6-- dienen aber nicht nur zur Verbindung der Wandelemente untereinander, sondern auch zur Verbindung mit den Streben --9-- über die Knotenstücke --32--.
Werden die Wandelemente --5-- zwischen zwei Knotenstücken --32-- des Deckenrasters in einer
Ebene angeordnet, so können die Wandelemente zusätzlich über Leisten --33-- miteinander verbunden werden, die nach Art einer Feder in die Nuten --16-- der Falzleisten --15-- eingeschoben werden, wie dies in Fig. 2 angedeutet ist.
Selbstverständlich müssen die Wandelemente auch im Bodenbereich festgehalten werden. Zu diesem Zweck sind, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist, Bodenteile-l-vorgesehen, die die Form eines gleichseitigen Dreieckes aufweisen und aus einem Sockel und einer Deckplatte --3-- bestehen.
Durch Abstandsleisten --4-- werden die Bodenteile voneinander in einem der Stärke der Wandteile entsprechenden Abstand gehalten, so dass im Bereich der Wandteile die Abstandleisten --4-- durch die Wandteile ersetzt werden, die zwischen die Bodenteile ragen. Durch sechseckige Stopfen--30-- werden die Zwischenräume im Stossbereich der Abstandsleisten --4-- ausgefüllt.
Um mit den gleichen Bauelementen eine möglichst vielfältige Gestaltungsmöglichkeit sicherzustellen, sind die Abmessungen der einzelnen Konstruktionselemente aufeinander abgestellt. Die Boden- teile-l-in Form gleichseitiger Dreiecke besitzen eine Seitenlänge, die der Breite der Wandteile - entspricht. Die Wandteile --5-- wieder sind unter Berücksichtigung des erforderlichen Abstandes zwischen zwei Wandteilen halb so breit wie die Streben --9-- lang sind. Damit können sehr unterschiedliche Wandanordnungen einfach realisiert werden. Beispiele hiefür können der Fig. 4 entnommen werden. Das Bauwerk nach Fig. 4 besitzt zusätzliche Wandelemente --5a--, die nicht mit dem Deckenraster verbunden sind und frei abstehen. Solche Wandelemente --5a-- bieten eine noch grössere Gestaltungsvielfalt.
Mit Hilfe solcher Bauwerke lassen sich daher vorteilhaft Wandanordnungen schaffen, wie sie beispielsweise für Ausstellungen, Kunstgalerien oder Museen Verwendung finden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Bauwerk mit einem oberhalb von rechtwinkeligen Wandelementen angeordneten Deckenraster, der aus mit Hilfe von Knotenstücken zu gleichseitigen Dreiecken zusammengeschlossenen Streben besteht und über die Knotenstücke abgestützt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Abstützung für den Deckenraster bildenden Wandelemente (5) zumindest paarweise miteinander einerseits über ihre aneinanderstossenden Seitenkanten und anderseits über eine Strebe (9) des Deckenrasters verbunden sind, wobei die Streben (9) mit ihren endseitigen Knotenstücken (32) an den äusseren Seitenkanten der miteinander verbundenen Wandelemente (5) angreifen.