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Die Erfindung betrifft eine rostförmige Sperre für Wildbachverbauungen mit ungefähr vertikalen
Stehern und horizontalen Roststäben.
Wildbachverbauungen können als Rost oder Vollwandsperren oder in der Weise ausgebildet sein, dass
Teile eine Vollwand bilden und Teile einen Rost. Beispielsweise können die Mittelfelder als Rost ausgebildet sein, während die dem Boden benachbarten Felder und die an den Berg seitlich angrenzenden
Felder als Vollwand ausgebildet sind. Meist sind Wildbachsperren aus Beton oder Holz ausgebildet. Da solche Wildbachsperren in unwegsamem Gebiet und oft in grossen Höhen errichtet werden, stellt der
Transport des Betons ein schwieriges Problem dar, welches grosse Kosten verursacht. Holz verursacht geringere Transportspesen, jedoch ist hier wieder die Dauerhaftigkeit der Sperre in Frage gestellt. Bei der Herstellung von Wildbachsperren in Beton ist das Problem der Standfestigkeit leicht zu lösen.
Bei
Sperren aus leichterem Material, welche aus den genannten Transportgründen günstiger sind, jedoch stellt die Standfestigkeit der Sperre ein schwer zu bewältigendes Problem dar. Durch Auskolkungen und
Unterwaschungen wird die Standfestigkeit beeinträchtigt und es kann im Falle einer Hoehwasserkata- strophe innerhalb von wenigen Minuten durch Auskolkungserscheinungen und Unterwaschungen die Sperre zum Zusammenbruch gebracht werden.
Die FR-PS Nr. 1. 115. 084 beschreibt eine Vorrichtung, die als Sperre bzw. Stauwerk für feste Stoffe dient. Dabei werden Teile der Sperrwand mittels Gurten fest mit Fixpunkten hinter dieser die Sperre bildenden Wand verbunden, wobei mindestens eine bergseitig offene Tasche gebildet wird. Nachteilig bei dieser bekannten Vorrichtung ist, dass bei Auskolkung die Sperre fortgeschwemmt wird und durch angeschwemmtes Geröll keine Erhöhung der Standfestigkeit der Sperre erreicht wird. Auch ist diese
Vorrichtung nicht für eine spätere Räumung durch Maschineneinsatz geeignet.
Aus der AT-PS Nr. 185393 ist ein Schneerechen bekannt, welcher mittels Zugstangen verankert ist, wobei sich die Fusspunkte der Steher des Schneerechens auf einer Stützplatte abstützen. Nachteilig ist bei dieser Ausführung, dass die Steher des Schneerechens nicht verankert sind, so dass bei einer Benützung als Sperre für Wildbachverbauungen im Falle von ungünstigen Belastungen die Steher von der Stützplatte abheben können, womit die Sperre unwirksam wird.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die Nachteile der bekannten Vorrichtungen zu vermeiden und eine Sperre zu schaffen, die im weiten Masse unempfindlich ist gegen Auskolkungen und deren
Standfestigkeit durch das angeschwemmt Geröll erhöht wird.
Die Erfindung besteht nun bei einer rostförmigen Sperre mit ungefähr vertikalen Stehern und horizontalen Roststäben im wesentlichen darin, dass die Roststäbe in an sich bekannter Weise von
Stahlprofilen gebildet sind, dass die Steher verankert sind und durch schräg bachaufwärts verlaufende Zugstreben aus Stahlprofilen abgestützt sind, und dass der Fusspunkt einer Zugstrebe mit dem Fusspunkt des zugehörigen Stehers zur Bildung eines Dreiecksverbandes durch ein Stahlprofil verbunden ist. Durch die Verwendung von Stahlprofilen wird eine leichte Bauart der Sperre erreicht, wobei die Bauteile mit verhältnismässig geringen Kosten auch in unwegsame Gebiete gebracht werden können. Dies hat beispielsweise dort, wo der Transport nur mehr durch Lastträger erfolgen kann, eine ausschlaggebende Bedeutung.
Dadurch, dass die Sperre mittels ungefähr vertikal verlaufender Steher verankert ist, welche ihrerseits durch schräg bachaufwärts verlaufende Zugstreben abgestützt sind, wird die Standsicherheit der Sperre trotz der leichten Bauweise auch im Katastrophenfall gewährleistet. Eine Auskolkung erfolgt immer nur hinter der Sperre, wo das Wasser niederstürzt. Auch bei Rostsperren ergibt sich durch die schnell eintretende Verlegung eine Niveaudifferenz, so dass auch hier hinter der Sperre das Wasser niederstürzt und Auskolkungen in grossem Masse verursacht. Dadurch, dass die Abstützung bachaufwärts verlegt ist, gelangt sie in einen Bereich, in welchem Auskolkungen nicht zu befürchten sind. Es wird viel eher durch das bei Hochwasserkatastrophen angeschwemmt Material die bachaufwärts gelegene Abstützung belastet und dadurch die Standsicherheit der Sperre erhöht.
Zweckmässig ist hiebei die Anordnung so getroffen, dass der Fusspunkt einer Zugstrebe mit dem Fusspunkt des zugehörigen Stehers zur Bildung eines Dreiecksverbandes durch ein Stahlprofil verbunden ist, so dass ein stabiler Verband geschaffen ist.
Gemäss einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind an den oberen Enden der Steher bachabwärts ragende Träger als Auflage für Schusstafeln angeschlossen, welche unter Bildung eines Dreiecksverbandes durch von den Fusspunkten der Steher ausgehende Druckstreben abgestützt sind. Auf diese Weise ist weiters eine Auskolkung nahe dem Fusspunkt der Sperre vermieden, da durch die Schusstafeln die Wassermassen von der Sperre weggeleitet werden.
Hiebei können gemäss der Erfindung die
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Schusstafeln von den gleichen Stahlprofilen gebildet sein wie die horizontalen Stahlprofile, welche in der
Strömungsrichtung verlaufend Mann an Mann angeordnet sind, wobei zweckmässig unter Verwendung von an sich bekannten Profilen, welche aus Blech in Form eines U mit angesetzten nach aussen ragenden ebenen Flanschen gebogen sind, der Profilboden unten und die aneinander anstossenden Flanschen oben liegen.
In andern Fällen können gemäss der Erfindung die Zugstreben und bzw. oder die Druckstreben längenverstellbar sein. Dies hat den Vorteil, dass im Falle einer Deformation der Sperre nach einer
Hochwasserkatastrophe die Sperre wieder in die richtige Lage gebracht werden kann.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles, welches eine
Vollwandsperre zeigt, schematisch erläutert. Fig. 1 zeigt die Sperre im Querschnitt. Fig. 2 und 3 zeigen
Details, wobei Fig. 2 einen Ausschnitt aus der Vollwand in grösserem Massstab zeigt und Fig. 3 einen Schnitt nach Linie III-III der Fig. 1.
Bei der Vollsperre gemäss Fig. 1 sind Steher --15-- vorgesehen, an welchen die horizontalen Stahlprofile --6-- Mann an Mann festgelegt sind. Diese Stahlprofile sind aus Blech in Form eines U mit angesetzten, nach aussen ragenden ebenen Flanschen --16-- gebogen, wobei die Schenkel --17-- des U schräg vom ebenen Profilboden --1S-- ausgehen. Die Breite d dieser Schenkel entspricht ungefähr der halben Breite e des Profilbodens. Wie Fig. 2 zeigt, sind, da es sich hier um eine dichte Vollwandsperre handeln soll, die Flanschen --16-- durch horizontale Stahlbänder --19-- miteinander verbunden, wobei zwischen den Flanschen --16-- und den Stahlbändern --19-- Dichtungsstreifen --31-- vorgesehen sein können.
Die Verbindung mit den Stehern --15--, welche beispielsweise ein I-Profil aufweisen können, erfolgt durch Schrauben oder, wenn auf eine Lösung kein Wert gelegt wird, durch Nieten. Zwischen den
Flanschen --16-- und den Stahlbändern --19-- können noch dichtende Zwischenlagen eingelegt sein.
Von den oberen Enden --15'-- der Steher --15-- gehen Zugstreben --20-- aus. Der Pfeil --35-- gibt die Strömungsrichtung an. Der bachaufwärts gelegene Fusspunkt-20"-der Zugstreben--20-ist mit dem Fusspunkt --15"-- des Stehers über ein Stahlprofil --21-- verbunden. Auf diese Weise wird ein
Dreiecksverband gebildet, welcher der Sperre die nötige Steifheit gibt. Gegebenenfalls kann dieser
Dreiecksverband durch Querstreben zusätzlich versteift sein. Es muss nun nur der Fusspunkt --20"-- am
Boden entsprechend festgehalten werden. --22-- stellt den Boden des Wildbaches dar, in welchen die Fusspunkte --15", 20"-- und die Verbindungsprofile --21-- eingelassen sind.
An den oberen Enden --15'-- der Steher --15-- sind Träger --23-- angeschlossen, welche durch eine Druckstrebe --24-- abgestützt sind. Auch hier wird wieder durch den Steher --15--, den Träger --23-- und die Druckstrebe --24-- ein steifer Dreiecksverband geschaffen. Durch zusätzliche Träger kann die
Steifheit noch weiter erhöht werden. Die Träger --23-- bilden die Auflage für eine Schusstafel --25--.
Diese Schusstafel besteht wieder, wie Fig. 3 zeigt, aus Stahlprofilen --26--, welche gleich sind den
Stahlprofilen --6--. Diese Stahlprofile verlaufen in der Strömungsrichtung und wie Fig. 3 zeigt, sind diese Stahlprofile verkehrt angeordnet, so dass der Boden --18-- unten liegt und auf Profilen --27-- aufliegt, während die Flanschen --16-- oben liegen. Die Flanschen können miteinander durch Bandstahl - verbunden sein, wobei zwischen den Flanschen und dem Bandstahl ein Dichtungsstreifen --31-- vorgesehen sein kann.
In gleicher Weise wird auch eine Rostsperre ausgebildet, wobei der Unterschied lediglich darin besteht, dass die horizontalen Stahlprofile --6-- nicht Mann an Mann liegen, sondern dass zwischen den
Stahlprofilen lichte Abstände bestehen. Naturgemäss kann die Sperre auch kombiniert Rostbereiche und Vollwandbereiche aufweisen.
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