AT353626B - Rutschfeste laufflaeche, insbesondere fuer fahr- zeugreifen - Google Patents

Rutschfeste laufflaeche, insbesondere fuer fahr- zeugreifen

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AT353626B AT770276A AT770276A AT353626B AT 353626 B AT353626 B AT 353626B AT 770276 A AT770276 A AT 770276A AT 770276 A AT770276 A AT 770276A AT 353626 B AT353626 B AT 353626B
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Description


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    Die Erfindung betrifft eine rutschfeste Lauffläche, insbesondere für Fahrzeugreifen, Profilkörper der Ketten-oder Raupenglieder von Ketten- oder Raupenfahrzeugen oder Transportbänder, bei der über den gesamten Querschnitt der die Lauffläche aufweisenden, aus Gummi bzw. Kunststoff bestehenden gegossenen, gegebenenfalls härtbaren Kunststoffen zusammengesetzten Auflage Verschleisskörper von Volloder Hohlkörperform verteilt sind. 



  Es ist bekannt, die Rutschfestigkeit von Luftreifen, insbesondere für Kraftfahrzeuge bei Vereisung, Schneeglätte, Wasserglätte bzw. Verschmutzung der Fahrbahn durch sogenannte Spikes zu erzielen, die aus der Oberfläche der Gummiauflage der Reifen herausragend in diese eingesetzt sind. Es sind Stifte, deren Köpfe aus Hartmetall bestehen und die in Reihen symmetrisch auf der Reifenoberfläche angeordnet sind. 



  Die grosse Härte der Köpfe verbunden mit der symmetrischen Anordnung in Reihen hat bekanntlich zu einer ausserordentlichen Zerstörung der Strassendecken mit Fahrrillen oder Riefenbildung geführt. Die dadurch hervorgerufenen Gefahren, insbesondere auch für Fahrzeuge ohne Spikebereifung, sowie ferner die Zerstörung der Strassendecken hat in vielen Ländern zum Verbot der Spike-Reifen geführt. 



  Es ist ferner bekannt, als Gleitschutz in einem Teil des Laufstreifens körnige Partikeln aus einem harten, verschleissfesten Material wie z. B. Wolframkarbid, Siliziumkarbid, Aluminiumoxyd oder gehärtetem Stahl usw. einzubetten. 



  Die Partikeln stehen mit einem Teil ihres Durchmessers aus der Oberfläche des Laufstreifens hervor. 



  Durch Eindringen der Partikeln in die die Fahrbahn bedeckende Eisschicht wird eine formschlüssige Kraftübertragung erreicht. 



  Schliesslich ist ein rutschfester Kautschuk bekannt, der Hartkörper aus Quarz, Metallkarbiden od. dgl. als Kügelchen mit einem Durchmesser von 0, 8 bis 1, 2 mm enthält. Diese sollen abgerundet und mit 1 bis 2 Schichten Klebemittel versehen werden, um sie dann mit der Kautschukmasse in Verbindung zu bringen. In dem Klebemittel kann u. a. als Füll- bzw. Farbstoff Kohlenstoff enthalten sein. 



  Bei den Ausführungen aus dem Stand der Technik werden auf Grund der Massenunterschiede Zentrifugalkräfte in den Reifen wirksam, die die Haftkörper schliesslich aus der Bindung herauslösen. 



  Ferner konnte auch nicht die erforderliche Härte bei genügend grosser Angriffsfläche erreicht werden. 



  Zweck der Erfindung ist es, Luftreifen und Laufflächen zu schaffen, die auch bei äusserst ungünstigen Strassenverhältnissen rutschfest sind und dennoch den Strassenbelag schonen. 



  Dies wird dadurch erreicht, dass die Verschleisskörper aus Hartkohle und/oder Kohlenverbundstoffen bestehen. 



  Solche Kohlenverbundstoffe entstehen z. B. über den Weg vom Teer zum Pech und über die Kokerei zum Kohle-Hartstoff. In der Verbindung mit Russ entstehen weiter poröse wie auch feste Körper als Kohlenverbundstoffe mit einem spezifischen Gewicht von 1, 5, das etwa den Gummimischungen gleichkommt und keine zentrifugalen Kräfte mehr bringt. Die Kohlenverbundstoffe bringen bei dem Vulkanisationsprozess bindende Mitwirkungen ohne zusätzlicher Behandlung mit sich, was z. B. bei den Karbiden nach dem Stand der Technik der Fall ist. Metallische Karbide kommen beim Erfindungsgegenstand wegen ihres verhältnismässig hohen spezifischen Gewichtes nicht in Frage. Bei einer gezielten Weiterentwicklung lassen sich noch verschiedene Stoffwerte wie Härtegrade, Duktilitäten erreichen. Ausserdem lassen sich auch noch andere geeignete Füllstoffe zusetzen. 



  Die erfindungsgemässe Lauffläche gewährleistet nicht nur Rutschfestigkeit, sondern auch infolge der gleichmässigen Verteilung über die gesamte Reifenoberfläche eine gleichförmige Einwirkung auf die Strasse. 



  Hiedurch erfährt die Strassendecke eine völlig andersgeartete Abnützungsbeanspruchung als durch Spike-Reifen. Es tritt keine Riefenbildung ein und der Verschleiss verteilt sich auf eine breite Bahn, die zu keinen Beanstandungen mehr Anlass bietet. 



  Die Form der Verschleisskörper ermöglicht ebenfalls eine Beeinflussung des Abriebes des Strassenbelages und auch der Rutschfestigkeit. Die Verschleisskörper können geometrische Umrisse, z. B. 



  Dreieck-, Viereck-, insbesondere Trapez-, Ringform, oder, wie bekannt, Hohlkugel- oder Tropfenform, gegebenenfalls mit abgeschnittenen Seitenflächen, aufweisen. Auch die Grösse der Verschleisskörper ist der Betriebsbelastung unter Berücksichtigung der Reifenabmessungen anzupassen. So können z. B. die Verschleisskörper für normale und mittelschwere Reifen einen Durchmesser von 0, 5 bis 10 mm aufweisen. 



  Die Länge wird auf das Profil des Reifens abgestimmt. Die Körper sollen nur an der Oberfläche   

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 herausragen und, um dies auch im Profilbereich sicherzustellen, müssen die Körperlängen auf die
Profilierungsmasse abgestimmt werden. 



   Die erfindungsgemässen Laufflächen können auch auf Vollgummireifen vorgesehen sein. In den
Querschnitt der Laufflächen der Vollgummireifen werden die Verschleisskörper einverleibt, u. zw. sowohl bei Reifen, die eine mit Profil versehene Lauffläche als auch bei Reifen die eine glatte Lauffläche aufweisen. Vollgummireifen dieser Art gewährleisten Rutschsicherheit des Fahrzeuges auf glatter Strasse ohne schädigenden Einfluss auf den Strassenbelag. Dies gilt insbesondere auch für landwirtschaftliche
Fahrzeuge. 



   In den Ketten von Kettenfahrzeugen sind die einzelnen Glieder häufig mit Vollgummikörpern besetzt, die die eigentliche Lauffläche bilden. Die Laufflächen dieser Gummiprofilkörper können mit Verschleiss- körpern versehen werden, um die Fahreigenschaften des Kettenfahrzeuges zu verbessern. Dies gilt sinngemäss auch für solche Ketten, deren Glieder zur Gänze aus Gummikörpern bestehen, ferner auch für   Raupenfahrzeuge.   



   In ähnlicher Weise wie bei Ketten- oder Raupenfahrzeugen werden auch Transportbänder verwendet. 



   Die Laufflächen dieser Bänder können ebenfalls mit rutschfest machenden Verschleisskörpern gemäss der
Erfindung versehen werden. 



   Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in den Zeichnungen dargestellt : Fig. 1 zeigt acht wahllos herausgegriffene Formenbeispiele der Verschleisskörper,   u. zw.   Hohlformen im Schnitt, Fig. 2 einen sogenannten   Igel --1--,   der in ein Kettenglied eingesetzt wird, Fig. 3 einen   Igel --1--,   der ein- stückig mit einem   Grundkörper --2-- verbunden   ist und so auf ein Kettenglied aufgesetzt wird, Fig. 4 einen Igel --3--, der eine langgestreckte Form aufweist und einstückig mit einem   Grundkörper --4--   verbunden ist und Fig. 5 eine Aufsicht eines Bandabschnittes oder einer Platine, die eine mögliche
Anordnung der Igel --5-- erkennen lässt. 



   Es ist ohne weiteres möglich, die Gestaltung nach Fig. 1 für   V ollkörper   zu verwenden. Die Formenwahl ist auf die dargestellten Beispiele nicht beschränkt. 



   Die Laufflächen der Igel und gegebenenfalls auch der Grundkörper werden mit Verschleisskörpern gemäss der Erfindung versehen. Die Höhe der Igel werden dem Anwendungsbereich angepasst, d. h. der Bodenbeschaffenheit wie   z. B.   feste Bodenflächen, Morast, aufliegende Schneemassen od. dgl. 



   Die Vollreifen, die Profilkörper und Laufbänder können   z. T.   oder zur Gänze aus Kunststoff oder auch gegebenenfalls härtbarem Kunststoff hergestellt sein. Auch in die Laufflächen dieser Gegenstände können die rutschfest machenden Verschleisskörper einverleibt werden. 



   Im allgemeinen wird man sich auf die Einverleibung von   Verschleisskörpern   gleichartiger Form in eine   Reifen- bzw. Laufflächenart   beschränken, es ist aber auch möglich, verschiedenartige Formen miteinander vermischt vorzusehen, wodurch ebenfalls die Eigenschaften der Reifen bzw. der Laufflächen beeinflusst werden können. 



   Je nach Werkstoff lassen sich die Verschleisskörper durch bekannte Verfahren wie Schmelzen, Giessen, Strangpressen od. dgl. herstellen. Die keramischen Körper bzw. Körper aus Kohlenverbundstoffen können nach ebenfalls bekannten Verfahren gesintert werden. 



   Die Verfahren der Reifenherstellung sowie der Herstellung der Profilkörper, Laufbänder usw. sowie des sogenannten Runderneuerns von Luftreifen bedürfen im Zusammenhang mit der Erfindung praktisch keiner Änderungen. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Rutschfeste Lauffläche, insbesondere für Fahrzeugreifen, Profilkörper der Ketten- oder Raupenglieder von Ketten- oder Raupenfahrzeugen oder Transportbänder, bei der über den gesamten Querschnitt der die Lauffläche aufweisenden, aus Gummi bzw. Kunststoff bestehenden gegossenen, gegebenenfalls härtbaren Kunststoffen zusammengesetzten Auflage Verschleisskörper von Voll- oder 
 EMI2.1 
 Hartkohle und/oder Kohlenverbundstoffen bestehen.

Claims (1)

  1. 2. Lauffläche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschleisskörper geometrische Umrisse, z. B. Dreieck-, Viereck-, insbesondere Trapez-, Ringform, oder, wie <Desc/Clms Page number 3> bekannt, Hohlkugel- oder Tropfenform, gegebenenfalls mit abgeschnittenen Seitenflächen, aufweisen (Fig. l).
    3. Lauffläche nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Verschleisskörper für Personenkraftwagen- und mittelschwere Lastkraftwagenreifen einen Durchmesser von 0, 5 bis 10 mm aufweisen.
AT770276A 1975-10-16 1976-10-15 Rutschfeste laufflaeche, insbesondere fuer fahr- zeugreifen AT353626B (de)

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DE19752546288 DE2546288A1 (de) 1975-10-16 1975-10-16 Rutschfeste luftreifen fuer fahrzeuge
DE19762610060 DE2610060A1 (de) 1976-03-11 1976-03-11 Rutschfeste laufflaechen fuer fahrzeuge

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ATA770276A ATA770276A (de) 1979-04-15
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