AT34775B - Verfahren zur Darstellung von Wasserstoffsuperoxyd aus Überschwefelsäure. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung von Wasserstoffsuperoxyd aus Überschwefelsäure.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Darstellung von Wasserstoffsuperoxyd aus Überschwefelsäure. EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 flossen wird. Auf chemischem Wege kann das Platin aus der Lösung gefällt werden durch Behandlung dieser mit solchen Metallen, dieine wesentliche katalytische Wirkung auf das Gemisch von Wa8Scrstoflsuperoxyd und Caroscher Säure ausüben. Bringt man z. B. die platinhaltige Lösung mit Aluminium, Magnesium usw. in Berührung, so wird das Platin herausgefällt und durch diese katalytisch unwirksamen Metalle ersetzt. Durch Anwendung der beschriebenen Vorsichtsmassregeln gelingt es, Lösungen herzustellen, die sich für die Gewinnung von Wasserstoffsuperoxyd hervorragend eignen und die ohne wesentliche Sauerstoffverluste auf 80-1000 erhitzt werden können. Dadurch ist man in die Lage versetzt, die für die Umwandlung erforderliche Zeit ganz ausserordentlich zu verkürzen. So z. B. konnte die Erfinderin eine 21%ige Läsung von Überschwefelsäure in einer Schwefelsäure von 1,4 spezifischem EMI2.2 durch Fällung mit Baryt zu entfernen. Dagegen gelang es der Erfinderin, zwei andere Wege zur Isolierung des WasserstoSsuperox ; des ausfindig zu machen, nämlich die Extraktion und die Destillation. Die Extraktion von Wasserstoffsuperoxyd aus seinen neutralen oder schwach sauren, reinen Lösungen, sowie seine Konzentration durch Abdestillieren sind bekannt (vgl. die früher angezogene Literaturstelle Seite 206). Indessen war von vornherein keineswegs anzunehmen, dass analoge Verfahren mit hervorragend gutem Erfolg auf Lösungen Anwendung finden können, welche neben Wasserstoffsuperoxyd vorwiegend aus'konzentrierter Schwefelsäure bzw. aus einem Gemisch von konzentrierter Schwefelsäure, Überschwefelsäure und Caroscher Säure bestehen. Es hat sich gezeigt, dass Wasserstoffsuperoxyd aus seiner Lösung in starker Schwefelsäure mit Schwefeläther oder Essigäther vollständig extrahiert werden kann, ohne dass die vorhandene Carosche Säure in die ätherische Lösung übergeht und ohne dass das verwendete Extractions- imttel durch sie angegriffen wird. Durch Anwendung kontinuierlich wirkender Extraktionsapparate, etwa nach Soxhletschem Prinzipe, kann man mit relativ geringen Äthermengen das Wasserstoffsuperoxyd erschöpfend fextrahieren und es auf diese Weise in Gestalt reiner und absolut haltbarer Lösungen von beliebiger Konzentration gewinnen. Was die Destillation betrifft, so hat es sich gezeigt, dass das Wasserstoffsuperoxyd aus der EMI2.3 lust aa desttlliert werden kann, wenn sie frei von Katalysatoren ist. Beim Erhitzen dieser Lösungen destillieren zunächst verdünnte, dann immer konzentriertere Wasserstoffsuperoxydlösungen über und erst nachdem der letzte Tropfen Wasserstoffsuperoxyd übergegangen ist, beginnt die Schwefelsäure zu destillieren. Die Carosche Säure, die stets neben dem Wasserstoffsuperoxyd vorhanden ist, geht, wie festgestellt wurde, nicht mit über und man erhält daher bei rechtzeitiger Unterbrechung der Destillation vollständig reine und daher unbegrenzt haltbare Wasserstoffsuperoxydlösungen. Durch getrenntes Auffangen der einzelnen Fraktionen kann man sehr hoch konzentrierte Produkte erhalten. l'm die Sauerstoffverluste möglichst zu reduzieren, empfiehlt es sich, die Destillation möglichst rasch und bei möglichst niedriger Temperatur vorzunehmen. Man arbeitet daher zweckmässig im Vakuum und kann eventuell die Austreibung des Wasserstoffsuperoxydes noch durch Einleiten Voll Wasserdampf oder einem indifferenten Gasstrom beschleunigen. Die Wasserstoffsuperoxydausbeuten hängen ganz von dem Reinheitsgrade der Lösungen ab. Während bei Anwesenheit von Katalysatoren die Hauptmenge des Wasserstoffsuperoxydes während'der Destillation zerstört wird, kann es aus reinen Lösungen ohne die geringste Zersetzung und bis auf den letzten Rest in die Vorlage übergetrieben werden. Weitere Versuche haben ergeben, dass es zur Gewinnung des Wasserstofauperoxydes aus Uberschwefelsäure nicht nötig ist. diese zuerst ganz in Wasserstoffsupero. xyd umzuwandeln und dann die Losung der Destillation zu unterwerfen. Wenn man nämlich die durch Elektrolyse EMI2.4 <Desc/Clms Page number 3> eine Steigerung der Wasserstoffsuperoxydausbeuten zur Folge. In ähnlicher Weise kann die Um. wandlung der überschwefels ure in Wasserstoffsuperoxyd auch mit der Extraktion des letzteren zu einer Operation vereinigt werden. Die nach den angegebenen oder sonstigen Methoden von Wasserstoflsuperoxyd befreiten Lösungen können neuerdings der elektrolytischen Oxydation unterworfen werden, so dass die Überschwefelsäure gewissermassen nur als Saliprstoffüberträger dient und man das Wasserstoffsuperoxyd in dauerdem Kreisprozess durch indirekte Oxydation von Wasser erhält. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Gewinnung von Wasserstoffsuperoxyd durch Erhitzen von Überschwefelsäure in stark schwefelsaurer Lösung, dadurch gekennzeichnet, dass hiebei eine von Katalysatoren, wie Platin, Eisen- und anderen Metallverbindungen vollkommen freie Lösung Verwendung findet.
Claims (1)
- 2. Ausbildung des Verfahrens nach Anspruch 1 zur Gewinnung von Wasserstonsuperoxyd, dadurch gekennzeichnet, dass den bei der Umwandlung von Überschwefelsäure entstehenden stark sauren Wasserstoffsuperoxydlösungen das Wasserstoffsuperoxyd durch Extraktion mit EMI3.1 Extraktion in der Wärme unterwirft.4. Weitere Ausbildung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die von Wasserstoffsuperoxyd befreiten Lösungen zur elektrolytischen Darstellung von Über- schwefelsäure verwendet werden, zu dem Zwecke, die Gewinnung des Wasserstoflsuperoxydes zu einem kontinuierlichen Kreisprozess zu machen.& . Verfahren zur Erhöhung der Ausbeute an Wasserstoffsuperoxyd bei dem Verfahren nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die bei der Elektrolyse an der Anode in Lösung EMI3.2
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