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Die Erfindung betrifft eine Belüftungsanlage für Rübenlagerplätze mit wenigstens streckenweise dachartig abgedeckten Schwemmkanälen, bei der die Schwemmkanäle als Teile des Luftzuführungsnetzes ausgebildet sind.
Belüftungsanlagen für Rübenlagerplätze, bei denen die Schwemmkanäle als Teile der Belüftungsanlage dienen, sind aus der Literatur bekannt (DE-AS 1757131,1757130, DE-PS Nr. 919759). Bei diesen bekannten Anlagen ist ein sehr grosser Aufwand erforderlich, um die Luft daran zu hindern, im Bereich derjenigen Abschnitte des Schwemmkanals, die je nach der augenblicklichen Situation des ständig wechselnden Füllungszustandes des Rübenlagerplatzes gerade nicht mit lagernden Zuckerrüben überdeckt sind, ungenutzt zu entweichen. Geschieht dies bei diesen Anlagen z.
B. infolge unzuverlässiger Funktion von Verschlussklappen od. dgl. oder auch infolge unaufmerksamer Bedienung von Verschlusselementen, dann entweicht die Luft durch die offengebliebenen Bereiche der Luftaustrittsöffnungen der Schwemmkanäle und die lagernden Rüben werden nicht belüftet. Das Erfordernis, die Verschlussorgane je nach Füllungszustand betätigen zu müssen, schliesst eine Automatisierung weitgehend aus, es sei denn, es wird ein riesiger technischer Aufwand, der mit diesem Aufwand verbundene erhebliche Preis für die Erstellung der Anlage und der hohe Preis für die Wartung und Instandhaltung in Kauf genommen.
Die genannten Gründe waren massgebend dafür, dass in der Praxis seit Jahren Belüftungsanlagen verwendet werden, die von den Schwemmkanälen unabhängig sind. (BMA-Prospekt "Rübenlager und deren Beschickung".) Diese bekannten Belüftungsanlagen haben pilzförmige Belüftungshauben, die im Bereich zwischen den Schwemmkanälen angeordnet sind. Die Luft wird von ausserhalb des Rübenlagerplatzes aufgestellten Ventilatoren durch unterirdisch verlegte Kanäle zu den Belüftungshauben geführt.
Bei diesen Belüftungsanlagen wird es mitunter als störend empfunden, dass die glatte Bodenfläche des Rübenlagerplatzes durch die Belüftungshauben unterbrochen wird.
Der Erfindung liegt, ausgehend von diesem bekannten Stand der Technik, die Aufgabe zugrunde, die eingangs genannten Belüftungsanlagen so zu verbessern, dass die Nachteile vermieden werden, die sich bisher daraus ergaben, dass die Schwemmkanäle in die Belüftungsanlage einbezogen bzw. als Teile der Anlage mit verwendet wurden.
Zur Lösung dieser Aufgabe kennzeichnet sich die eingangs zitierte Belüftungsanlage erfindungsgemäss dadurch, dass das Luftzuleitungsnetz von mehreren begrenzten Bereichen des Rübenlagerplatzes zugeordneten, unterirdisch unterhalb des Rübenlagerplatzes angeordneten Ventilatoren ausgehend, aus Luftzuführungskanälen und Belüftungskanälen mit Luftaustrittsschlitzen besteht, dass die Luftzuführungskanäle unterirdisch auf kürzestem Weg zu den zugehörigen Belüftungskanälen verlaufen und dass die Belüftungskanäle im Firstbereich der dachförmigen Schwemmkanalabdeckungen verlaufen und an ihrer Oberseite ebenfalls dachförmig angeordnete Begrenzungswände aufweisen, die unter Bildung der Luftaustrittsschlitze in einem Abstand oberhalb der Schwemmkanalabdeckung angeordnet sind,
während die Belüftungskanäle an der Unterseite durch umgekehrt dachförmig nach unten ragende Wände begrenzt sind und am Ende eines Belüftungsabschnittes Trennschotte aufweisen.
Bei der erfindungsgemäss ausgebildeten Belüftungsanlage wird eine Unterbrechung des glatten Verlaufes der zwischen den Schwemmkanälen liegenden Bereiche des Lagerplatzbodens vermieden. Diese Massnahme begünstigt die Pflege und Sauberhaltung des Lagerplatzbodens und sie erleichtert die Einlagerung und Entnahme der Rüben. Auch der Qualität bzw. Gleichmässigkeit der Belüftung ist die erfindungsgemäss ausgebildete Belüftungsanlage förderlich, denn die pilzförmigen Hauben haben Luftaustrittsöffnungen, die infolge der Kreisform der Hauben und infolge des relativ kleinen Durchmessers derselben sehr kurz im Vergleich zur grossen Länge der Luftaustrittsschlitze der erfindungsgemäss ausgebildeten Belüftungsanlage sind.
Während man bei der bekannten Belüftungsanlage gezwungen ist, die Anzahl der pilzförmigen Belüftungshauben möglichst klein zu halten, bestehen derartige Einschränkungen bei der erfindungsgemäss ausgebildeten Belüftungsanlage nicht ; es herrschen an allen Stellen des Rübenlagerplatzes kontrollierbare und vorhersehbare Belüftungszustände.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäss ausgebildeten Belüftungsanlage besteht darin, dass die Belüftungskanäle in relativ kleine Belüftungskanalabschnitte unterteilt sind, von denen jeder einzelne Belüftungskanalabschnitt über einen Stichkanal mit einem Luftzuführungskanal in Verbindung steht. Die Luftzuführungskanäle verlaufen bei Rundsilos entsprechend dem Verlauf des Rübenberges bei der Rübenentnahme radial, bei rechteckförmigen Lagerflächen müssen die Luftzuführungskanäle sinngemäss rechtwinkelig zur langen Rechteckseite verlaufen.
Da erfindungsgemäss jedem einzelnen Luftzuführungs-
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kanal ein Ventilator zugeordnet ist, bedarf es keiner besonderen Schieber oder Ventile oder anderer aufwendiger Steuerungsmassnahmen, um die Belüftung dem Beladungszustand des Lagerplatzes anzupassen, denn es genügt, den betreffenden Ventilator auszuschalten, wenn bei der fortschreitenden Entnahme von Rüben der Sektor bzw. Teilabschnitt des Rübenlagerplatzes erreicht wird, der von dem betreffenden Ventilator und dem von diesem ausgehenden Luftzuführungskanal versorgt wird. Infolge der geringen Länge der Belüftungskanalabschnitte ergibt sich auf diese Weise eine befriedigend feinfühlige Anpassung der Belüftung an den Beladungs- bzw. Füllungszustand des Rübenlagerplatzes.
An Stelle einiger weniger entsprechend gross ausgebildeter Ventilatoren werden erfindungsgemäss mehrere Ventilatoren kleinerer Leistung verwendet. Das hat den Vorteil einer einfacheren Ersatzteilhaltung und einer erleichterten Wartung und es wird die Möglichkeit geschaffen, von der Förderleistung her gesehen wirtschaftlicher zu arbeiten, weil die Luft nicht durch lange Kanalsysteme gefördert werden muss, sondern vom Lüfter aus die Belüftungskanalabschnitte auf kürzestem Wege erreicht.
Erfindungsgemäss sind die Lüfter bzw. Ventilatoren unterhalb des Lagerplatzes angeordnet, bei einem Rundsilo im Zentralschacht. Damit sind mehrere, wesentliche Vorteile verbunden. Zunächst führt die unterirdische Aufstellung dazu, dass die bekanntermassen erheblichen Lüftergeräusche gedämpft werden und die Lärmbelastung der Umwelt erheblich verringert wird. Aber auch für die Lüfter selbst ergeben sich Vorteile, denn diese sind, ohne dass zusätzliche Baumassnahmen erforderlich werden, vor Witterungseinflüssen geschützt untergebracht. Weitere erhebliche technische, aber auch wirtschaftliche Vorteile ergeben sich noch dadurch, dass dank der zentralen Anordnung der Lüfter im Zentralschacht auch die Verwendung einer einzigen zentralen Befeuchtungsanlage für die Luft möglich ist. Ebenso kann eine zentrale Entwässerung der Luftzuführungskanäle eingesetzt werden.
Auch für die Ausgestaltung der Schwemmkanalabdeckungen ergeben sich aus der Erfindung Vorteile, denn die Belüftungskanäle, die einen angenähert quadratischen Querschnitt haben, nehmen auf der Spitze stehend den Firstbereich der dachförmigen Schwemmkanalabdeckungen ein, so dass sich eine erhebliche mechanische Aussteifung ergibt. Für die Qualität der Belüftung ist es vorteilhaft, dass die oberen, in einem Abstand zur dachförmigen Schwemmkanalabdeckung verlaufenden Begrenzungswände des Belüftungskanales gemeinsam mit der Schwemmkanalabdeckung einen nach unten offenen Belüftungsschlitz bilden, denn dadurch wird die austretende Luft zunächst längs der Schwemmkanalabdeckung eine gewisse Strecke nach unten geleitet, bevor sie dem Auftrieb folgend durch den Rübenberg nach oben fliesst.
Zugleich wird der Belüftungskanal selbst vor Verunreinigungen und Witterungseinflüssen geschützt.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäss ausgebildeten Belüftungsanlage ist in den Zeichnungen dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Schnittansicht durch einen Rübenlagerplatz in Rundsiloausführung, der mit der erfindungsgemäss ausgebildeten Belüftungsanlage ausgerüstet ist. Fig. 2 zeigt den Rübenlagerplatz gemäss Fig. 1 in Draufsicht. Fig. 3 zeigt eine Schnittansicht bei längs der Linie III-III in Fig. 2 verlaufender Schnittebene. Fig. 4 zeigt eine Schnittansicht bei längs der Linie IV-IV in Fig. 2 verlaufender Schnittebene.
Der in der Fig. 1 und 2 gezeigte Rübenlagerplatz --1-- hat die Form eines Rundsilos. Er weist eine kreisförmige Rübenlagerfläche--2--auf, in deren Mitte sich ein Zentralschacht --3-- befindet, in welchem wichtige Einrichtungen wie Energiezuführungsleitungen, Schalteinrichtungen, Rohrleitungen für Spritzwasser usw. untergebracht sind und der zugleich auch zur Lagerung einer Abspritzbrücke --4-- sowie einer Ablegebrücke --5-- und schliesslich auch noch als Empfangs- und Übergabestation für eine Beschickungsbrücke --6-- dient. Die Abspritzbrücke--4--und die Ablegebrücke --5-- sind drehbar auf dem Zentralschacht geführt.
Die Rübenlagerfläche --2-- ist zwischen einer den Lagerplatz nach aussen begrenzenden, kreisförmigen Abschlusswand --7-- und dem Zentralschacht --3-- in zwei kreisringflächenförmige Teilgebiet untergliedert, wobei ein erhabener, kreisförmig verlaufender Trennwall --8-- die Trennung der beiden Teilflächen bewirkt.
Mittig im Bereich dieser Teilflächen verlaufen kreisringförmig gestaltete Schwemm- kanäle --9--, welche auf der jeweiligen Teilfläche die tiefste Stelle der Rübenlagerfläche --2-- bilden. Um zu verhindern, dass die Schwemmkanäle --9-- von den einlagernden Rüben zugeschüttet werden, sind oberhalb derselben dachförmige Schwemmkanalabdeckungen --10-- vorgesehen. Die in den Fig.
1 und 2 sowie 3 noch eingezeichneten oder zumindest angedeuteten Einrichtungen zur Beschickung der Schwemmkanäle mit Schwemmwasser sowie zur zentralen Abführung der von den Schwemmkanälen abtransportierten Rüben durch einen radial verlaufenden Ausgangsschwemmkanal sind für die Belange der
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erfindungsgemäss ausgebildeten Belüftungsanlage unwichtig und werden daher nicht mit Bezugszeichen erwähnt und auch nicht ausführlich beschrieben.
Die erfindungsgemäss ausgebildete Belüftungsanlage weist mehrere, im vorliegenden Fall zwölf
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Richtung auf die Schwemmkanäle --9-- und den Trennwall --8--.
Das abschliessende Element der Belüftungsanlage bilden Belüftungskanäle --14--, die, wie insbesondere aus der Fig. 3 deutlich zu erkennen ist, in den Firstbereich der dachförmigen Schwemmkanalabdeckungen-10-- eingebaut sind. Die Belüftungskanäle --14-- haben einen im wesentlichen quadratförmigen Innenquerschnitt und die Wände werden durch obere dachförmig angeordnete Begrenzungswände - und umgekehrt dachförmig nach unten in Richtung Schwemmkanal ragende Wände --16-- gebildet. Die oberen dachförmigen Begrenzungswände --15-- verlaufen in einem gewissen Abstand oberhalb der Schwemmkanalabdeckungen --10-- und bilden mit diesen Luftaustrittsschlitze --17--.
Zur Gewährleistung einer einwandfreien sicheren Belüftung ist jeder Belüftungskanal --14-- durch eingebaute Trennschotte --18-- in Belüftungskanalabschnitte --19-- unterteilt, die relativ kurze Längen haben und in deren Mitte jeweils der zugehörige Stichkanal --13-- einmündet.
Auch der erhabene Trennwall --8-- ist im Inneren als Kanal ausgebildet und mit einer dachförmigen Abdeckung --20-- versehen, welche unter Belassung von Luftaustrittsschlitzen oder Belüftungsschlitzen - oberhalb des kanalförmigen Innenraumes angeordnet ist. Auch der auf diese Weise gebildete Belüftungskanal im Trennwall --8-- ist in Belüftungskanalabschnitte unterteilt.
Durch die Aufgliederung in einzelne Abschnitte ist gewährleistet, dass eine gleichmässige Belüftung des gesamten Lagerbereiches mit geringstem Aufwand an steuerung-un regeltechnischen Mitteln erzielt werden kann, denn es sind jedem radial verlaufenden Luftzuführungskanal --12-- höchstens zwei Belüftungskanalabschnitte --19-- je angeschlossenem Belüftungskanal --14-- zugeordnet, der Belüftungskanal --14--, der in den inneren Schwemmkanal --9-- integriert ist, weist je Luftzuführungskanal --12-nur einen Belüftungskanalabschnitt --19-- auf. Zwischen zwei derart zusammengehörigen Belüftungskanalabschnitten --19-- kann das Trennschott --18-- auch weggelassen werden.
Da die Abspritzbrücke --4-- jeweils in radialer Richtung verläuft und bei ihrer Arbeitsbewegung rechtwinkelig zu ihrer Länge vorwärtsbewegt wird, genügt es, wenn bei Erreichen eines Sektors der Rübenlagerfläche --2--, der durch einen Luftzuführungskanal --12-- versorgt wird, der entsprechende zugehörige Lüfter --11-- abgestellt wird. Der auf diese Weise kurzfristig während der Rübenentnahme nicht belüftete Bereich ist sehr klein und innerhalb kurzer Zeit ausräumbar. Hindernisse im Bereich der Rübenlagerfläche --2-- existieren nicht. Eine Umweltbelastung durch die Lüftergeräusche wird vermieden.
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zur langen Rechteckseite des Lagerplatzes.
Sinngemäss ist bei derartigen Lagerplätzen dafür zu sorgen, dass die Luftzuführungskanäle --12-- wieder rechtwinkelig zur langen Rechteckseite und parallel zur Abspritzbrücke, welche für die Rübenentnahme sorgt, verlaufen. Auch auf diese Weise sind dann Unterteilungen in kleine Abschnitte möglich, welche eine sehr eng anpassbare Steuerung der Belüftung ermöglichen, und es können die Schwemmkanäle in ihrem oberen Bereich der Abdeckung als Belüftungskanäle verwendet werden.
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