AT33663B - Verfahren zum Auswaschen von Ammoniak aus Destillationsgasen mittels Magnesiasalzlösungen. - Google Patents

Verfahren zum Auswaschen von Ammoniak aus Destillationsgasen mittels Magnesiasalzlösungen.

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AT33663B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Auswaschen von Ammoniak aus Destillationsgasen mittels   Magnesiasalzlösungen.   
 EMI1.1 
   entsprechende Ammoniaksalz.   Benutzt man als   Waschsalz   ein Alkalisalz, so besteht der   Ubel-   stand, dass sich neben dem Karbonat des Alkalis auch Sulfid bildet infolge der Einwirkung des in den Destillationsgasen fast stets enthaltenen   Schwefelwasserstoffes.   Bei der nachfolgenden   Regenerierung   des Waschsalzes erhält man demzufolge ein unreines Ammoniakgas, welches   neben Kohlensäure   auch   Schwefelwasserstoff enthält.

   Verwendet   man dagegen ein Erdalkalisalz als Waschsalz, so   wird allerdings fast nur unlösliches Erdalkalikarbonat   und lösliches Ammoniaksalz erhalten, aber die Regeneration des Waschsalzes aus dieser Lauge ist sehr langwierig, da die Erdalkalikarbonate die Ammoniaksalze nur langsam zersetzen. Es haben sich daher 
 EMI1.2 
 Verhalten. 



   Es hat sich nun gezeigt, dass man diesen Übelstand völlig vermeiden kann, wenn man der Magnesiasalzlösung ent weder vor der Behandlung mit den Ammoniak enthaltenden Gasen oder   vor der Abkochung   des   Ammoniaks   aus den gesättigten   Laugen andere Salze zusetzt,   welche das Erstarren verhindern. Am zweckmässigsten hat sich ein Zusatz von Alkali- oder Ammoniumsalzen erwiesen. Man verwender vorteilhaft Salze, welche die gleiche Säure wie das Magnesium-   salz enthalten.   
 EMI1.3 
 fest wird. Falls man sehr konzentriert arbeitet, scheidet sich Chlorammonium kristallinisch aus. ohne indessen   Störungen   zu verursachen. 



   Erwärmt   man   die gesättigte Lösung, so entweicht zuerst fast reine Kohlensäure, welche man 
 EMI1.4 
   dein   Reste der Kohlensäure überdestilliert. Man kann die Austreibung des Ammoniaks dadurch beschleunigen. dass man die Lauge in einem Druckkessel abkocht: nötig ist dies aber nicht, denn es hat sich gezeigt, dass die Gegenwart von überschüssigem Chlorammonium oder anderen Salzen   auch die Abkochung des Ammoniaks durch basische Magnesiaverbindungen befördert. Der Re-   aktionsverlauf wird durch   nachstehende Gleichungen wiedergegeben :   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 in Magnesiachlorid   überzuführen,   ohne dass man Kalk oder ein ähnliches basisches Mittel zum Abtreiben des Ammoniaks zusetzt.

   Das der   Magnesiumsalzlösung   zugesetzte Chlorammonium bleibt unverändert im Kreislauf der Magnesiasalzlösung. Der Umstand, dass man beim Abtreiben des Ammoniaks keinen Kalkzusatz nötig hat, gewährt vor den bisherigen Methoden der Ammoniakabtreibung einen grossen technischen Vorteil. Es ist nicht einmal nötig, die Abkochung des Ammoniaks so weit zu treiben, dass alle unlöslichen basischen Magnesiaverbindungen wieder in   Lösung gehen und   alles absorbierte Ammoniak abgetrieben wird, da die Lösung wieder zur Absorption von Ammoniak benutzt wird. Die oben angegebenen Löfsungsverhältnisse können beliebig geändert werden, doch muss man stets so viel Ammoniumchlorid zusetzen, als nötig ist, um das Steifwerden der Lauge beim Absorbieren oder beim Abtreiben zu vermeiden.

   Dasselbe gilt bei der Verwendung von anderen Magnesiasalzen oder beim Zusatz anderer Salze, welche das Steifwerdenverhindern.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren, Ammoniak aus Kohlendestillationsgasen oder anderen Industriegasen mit Magnesiasalzlösungen auszuwaschen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Gase mit Salzlaugen wäscht, welche neben Magnèsiasalz noch andere Salze, wie z. B. Ammoniak- und Alkalisalze enthalten, welche geeignet sind, das Festwerden oder Erstarren der Laugen bei der Absorption und bei der Abtreibung des absorbierten Ammoniaks durch Kochen zu verhindern.
AT33663D 1905-12-12 1906-08-27 Verfahren zum Auswaschen von Ammoniak aus Destillationsgasen mittels Magnesiasalzlösungen. AT33663B (de)

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