AT336588B - Verfahren zur herstellung von neuen 1-acyl-3- biphenylyl-propanonen - Google Patents

Verfahren zur herstellung von neuen 1-acyl-3- biphenylyl-propanonen

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AT336588B AT243775A AT243775A AT336588B AT 336588 B AT336588 B AT 336588B AT 243775 A AT243775 A AT 243775A AT 243775 A AT243775 A AT 243775A AT 336588 B AT336588 B AT 336588B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung   von neuen 1-Acyl-3-biphenylyl-propanonen   der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 in der   R1   ein Wasserstoff- oder Halogenatom,
R2 ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen und   Rg   einen organischen Acylrest, wobei Ri und   R2   nicht gleichzeitig Wasserstoffatome darstellen kön- nen, falls   Rg   den Acetylrest darstellt, bedeuten, und deren optisch aktiven Antipoden. 



   Beispielsweise kommt als organischer Acylrest für   Rg   die Bedeutung des Acetyl-, Propionyl-, Butyryl-, Isobutyryl-, Pivaloyl-, Valeroyl-, Isovaleroyl-, Caprinoyl-, Caproyl-, Capryl-, Undecanol-, Benzoyl-, Nicotinoyl-, Isonicotinoyl- oder Benzofurancarbonylrestes in Betracht. 



   Die neuen Verbindungen der obigen allgemeinen Formel (I) und deren optisch aktiven Antipoden besitzen wertvolle pharmakologische Eigenschaften, insbesondere eine antiphlogistische Wirkung, wobei es besonders bemerkenswert ist, dass diese gleichzeitig eine überraschend geringe Ulcus-Nebenwirkung aufweisen. 



   Die neuen Verbindungen lassen sich nach folgendem Verfahren herstellen :
Zersetzung eines Diazomethylketons der allgemeinen Formel 
 EMI1.2 
 in der
Ri und R2 wie eingangs definiert sind, in Gegenwart einer organischen Säure der allgemeinen Formel   Rg-OH, (m)    in der   Rg   wie eingangs definiert ist. 



   Die   Umsetzungwird zweckmässigerweise   in einem mit Wasser mischbaren Lösungsmittel wie Tetrahydrofuran oder Dioxan und bei Temperaturen bis zur Siedetemperatur des verwendeten Lösungsmittels, vorzugsweise jedoch bei Temperaturen zwischen 50 und 100 C, gegebenenfalls in Gegenwart eines Katalysators wie   Kupfer- (II)-chlorid durchgeführt. Hiebei   kann auch die verwendete organische Säure der obigen allgemeinen Formel   (tri)   oder auch ein inertes Lösungsmittel wie Benzol als Lösungsmittel dienen. 



   Die als Ausgangsstoffe verwendeten Verbindungen der allgemeinen Formeln (II) und   (ici)   erhält man nach an sich bekannten Verfahren. So erhält man beispielsweise die Diazomethylketonederallgemeinen Formel (II) durch Umsetzung der entsprechenden   Biphenylyl-acetyl-halogenide   mit Diazomethan. 



   Wie bereits eingangs erwähnt, weisen die neuen Verbindungen und deren optisch aktiven Antipoden wertvolle pharmakologische Eigenschaften auf, insbesondere bei einer überraschend geringen   Ulcus-Nebenwir-   kung antiphlogistische Wirkungen. 



   Beispielsweise wurden folgende Verbindungen hinsichtlich ihrer biologischen Wirkungen untersucht : 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 (2'-fluor-4-biphenylyl)-butanon- (2)1. Antiphlogistische Wirkung :
Die antiphlogistische Wirkung der zu untersuchenden Substanzen wurde als antiexsudative Wirkung gegenüber dem   Kaolinodem   (siehe Hillebrecht in Arzneimittelforschung   Bd. 4 [1954], S. 607   bis 614) und Car- 
 EMI2.2 
 oraler Gabe von mindestens 3 Dosen an mindestens 10 Tieren pro Dosis geprüft. Es wurde die Dosis graphisch ermittelt, welche eine   35% ige Abschwächung (ED )   der jeweiligen Schwellung bewirkt. 



   2. Uleerogene Wirkung :   Die uleerogeneWirkungder zu untersuchenden Substanzenan   der Ratte wurde nach   3-maliger   oraler Gabe im Abstand von 24 h bestimmt. Anschliessend wurden die Tiere 4 h nach der letzten Substanzgabe getötet und die Anzahl der Tiere mit Ulcus bestimmt. Es wurde die Dosis graphisch ermittelt, welche bei 50% der Tiere   (ED 50) Ulcera verursachte.    



   3. Akute Toxizität :
Die perorale akute Toxizität der zu untersuchenden Substanzen wurde an Gruppen von je 10 Ratten bestimmt. Es wurde die   LD o, die   Dosis bei deren peroralen Verabreichung 50% der Tiere innerhalb von 14 Tagen verstarben, nach der Methode von   Litchfield   und Wilcoxon berechnet. 



   Die nachfolgende Tabelle enthält die gefundenen Werte : 
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> Substanz <SEP> ED35 <SEP> mg/kg <SEP> p. <SEP> o. <SEP> ED50 <SEP> mg/kg <SEP> p. <SEP> o. <SEP> LD50 <SEP> mg/kg <SEP> p. <SEP> o.
<tb> 



  Kaolinödem <SEP> Carrageeninödem <SEP> Ulcus-Wirkung
<tb> A <SEP> 14 <SEP> 22, <SEP> 5 <SEP> 71 <SEP> 1170
<tb> B <SEP> 12,5 <SEP> 12 <SEP> 891
<tb> 
 
Die neuen Verbindungen der allgemeinen Formel (I) und deren optisch aktiven Antipodenlassen sich zur pharmazeutischen Anwendung gegebenenfalls in   Kombination   mit andern Wirksubstanzen in die üblichen pharmazeutischen Zubereitungsformen wie Tabletten, Dragees, Kapseln, Suppositorien, Ampullen oder Lösungen einarbeiten. Die Einzeldosis beträgt hiebei 100 bis 400 mg, vorzugsweise 150 bis 300 mg. 



   Die nachfolgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern :
Die   Dünnschichtchromatogramme   wurden, falls nichts anderes vermerkt wird, auf Kieselgelfertigplatten Polygam SIL G/UV der Firma Macherey, Nagel & Co., durchgeführt. 
 EMI2.4 
 
1 : l-Benzoyloxy-3- (4-biphenylyl)-propan- (2)entwicklung rührt man noch 5 h bei 0 bis   5 C,   lässt über Nacht stehen und dampft dann ein. Der Rückstand wird aus Cyclohexan umkristallisiert. 



   Ausbeute : 15, 5 g   (90%   der Theorie), Schmelzpunkt : 91 bis 930C. b)   l-Benzoyloxy-3- (4-blphenylyl)-propanon-   (2) 
 EMI2.5 
 Stickstoff frei wird. Man dampft im Vakuum ein und verteilt den Rückstand zwischen Wasser und Essigester. Durch Waschen mit   Bicarbonatlösung   entfernt man   überschüssige   Benzoesäure.

   Nach Trocknen, Eindampfen und Umkristallisieren aus Äthanol erhält   man   4, 0 g (61% der Theorie) vom Schmelzpunkt : 110 bis 1120C. 
 EMI2.6 
 
Hi8 Oa (330, 38)Schmelzpunkt : 109 bis 110 C (aus Methanol)   1-Pivaloyloxy-3- (4-biphenylyl)-butanon-   (2) Schmelzpunkt : 75 bis   770C   (aus Äthanol) l-Valeroyloxy-3- (4-biphenylyl)-butanon- (2) Schmelzpunkt : 53 bis   550C   (aus Äthanol) 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 1-Isonicotinoyloxy-3- (4-biphenylyl)-butanon-(3) Schmelzpunkt : 89 bis   910C   (aus Methanol) 
 EMI3.1 
 (2)Schmelzpunkt :

   88 bis   890C   (aus Methanol)
1-Butyryloxy-3- (2'-fluor-4-biphenylyl)-butanon-(2) Öl, Rf-Wert:0,7 (Äthylenohlorid/Essigester/Eisessig = 100/30/5 auf Woelm- Kieselgelfertigplatten F 254/366).   l-Isobutyryloxy-3- (2'-fluor-4-biphenylyl)-butanon- (2)    Öl, Rf-Wert:0,7 (Äthylenchlorid/Essigester/Eisessig= 100/30/5 auf Woelm-Kieselgelfertigplatten F 254/366)
1-Isonicotinoyloxy-3- (2'-fluor-4-biphenylyl)-butanon-(2)
Schmelzpunkt : 94 bis   96 C   (Isopropanol) 
 EMI3.2 
 Beendigung der Stickstoffentwicklung auf   100 C   erhitzt. Anschliessend dampft man im Vakuum ein und chromatographiert den Rückstand an 500 g Kieselgel (Aktivitätsstufe I,   Korngrösse : 0, 05   bis   0, 2 mm)   mit Benzol/Essigester = 19/1.

   Das nunmehr reine Reaktionsprodukt kristallisiert man aus Methanol um. 



   Ausbeute:8,1g=46% der Theorie, Schmelzpunkt : 55 bis 57 C. 
 EMI3.3 
    = + 1880 [in0, 2 mm,   Aktivitätsstufe   1)   mit Cyclohexan/Essigester = 5/1. 



   Öl, Rf-Wert:0,5(Cyclohexan/Essigester = 5/1 auf Merck-Kieselgelfertigplatten 60 F 254). 



   Analog wurden erhalten :
1-Isovaleryloxy-3- (2'-fluor-4-biphenylyl)-butanon-(2) Öl, Rf-Wert :0,71 (Woelm-Kieselgelfertigplatten F 254; Laufmittel:Äthylenchlorid/Essigester/Eisessig = 100/30/5).   l-Pivaloyloxy-3- (2'-fluor-4-biphenylyl)-butanon- (2)   
Schmelzpunkt : 86 bis   880C   (aus Äthanol) 
 EMI3.4 
 (2)Öl,   RrWert : 0,   75 (Woelm Kieselgelfertigplatten F 254, Laufmittel:Äthylenchlorid/Essigester/Eises-   sig = 100/30/5).    
 EMI3.5 
 Die Reinigung erfolgt durch   Säulenchromatographie   an Kieselgel (Korngrösse 0,05 bis 0,2mm, Aktivitätsstufe   1)   mit Cyclohexan-Essigester = 7/1. Öl,   RrWert : 0,   70 (Woelm Kieselgelfertigplatten F   254 ;   Laufmittel:Äthylenchlorid/Essigester/Eisessig = 100/20/5).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Veriahren zur Hoxstollung von neuen 1-Acyl-3-biphenylyl-propanonen der allgemeinen Formel EMI4.1 in der Rt ein Wasserstoff- oder Halogenatom, R2 ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen und Rs einen organischen Acylrest, wobei Ri und R2 nicht gleichzeitig Wasserstoffatome darstellen kön- nen, falls R3 den Acetylrest darstellt, bedeuten, sowie deren optisch aktiven Antipoden, dadurch gekennzeichnet, dass ein Diazomethylketon der allgemeinen Formel EMI4.2 in der R1 und R2 wie eingangs definiert sind, in Gegenwart einer organischen Säure der allgemeinen Formel Rg-OH, (III) in der EMI4.3 ist,1000C zersetzt wird.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung in Gegenwart eines Katalysators wie Kupfer-(II)-chlorid durchgeführt wird.
AT243775A 1973-06-07 1975-04-01 Verfahren zur herstellung von neuen 1-acyl-3- biphenylyl-propanonen AT336588B (de)

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