<Desc/Clms Page number 1>
Bremsbare elektrische Ausrückkupplung.
EMI1.1
rücken ein langsames Angehen des getriebenen Teiles, beim Ausrücken dagegen ein Bremsen desselben bewirkt. Kupplung und Bremseinrichtung bestehen aus achsial verschiebbaren Lamellen, welche vom anzutreibenden Teile getragen werden, und Gegenlamellen, die auf der Kupplungsseite von einem von der treibenden Welle mitgenommenen, auf der Bremsseite von einem feststehenden Teil getragen werden, so dass die Mitnahme bzw. das Anhalten des angetriebenen Teiles lediglich durch Reibung erfolgt.
Lamellenreibungskupplungen, welche auf elektromagnetischem Wege eingerückt werden können, sind schon bekannt und es liegt die Erfindung in der gleichzeitigen Anordnung einer elektrisch zu betätigenden Bremseinrichtung, welche bei Unterbrechung des Kupplungsstromkreises in Tätigkeit tritt und so ein rasches Anhalten des angetriebenen Teiles herbeiführt.
Die Kupplung eignet sich somit besonders überall dort, wo eine sanft einleitende, anhaltende oder umkehrende Bewegung von Maschinenteilen gewünscht wird und ist deshalb sowohl zum Antriebe von Arbeitsmaschinen als auch zum Betriebe von Kraftmaschinen geeignet. wenn Elektrizität als Antriebskraft, verwendet wird.
EMI1.2
Auwendung von Umschaltern mit daran befestigter Sicherheitsschnur von jeder Maschine aus augenblicklich ausgerückt und so ein t'nfall im Keime erstickt werden.
In den Zeichnungen zeigen :
Fig. 1 eine schematische Darstellung der Anwendung der Kupplung zum Betriebe von Maschinen, Fig. 2 einen senkrechten Schnitt der kuppelnden und der bremsenden Teile der
EMI1.3
wenn der Bremsstromkreis geschlossen ist, Fig. 6 den Grundriss eines der ringförmigen Kontakt- ringe, Fig. j eine Einzelansicht eines Teiles eines mit hölzernen Pflöcken versehenen Kontakt ringcs. Fig. 8 einen senkrechten Schnitt, einer Ausführungsform der Kupplung für grössere Kraft- übertragungen, Fig. 9 die KalUll1l1uten der Fi.g 8 in punktierten Linien, Fig. 10 einen Schnitt nach Linei 11-11 der Fig. 8 in verkleinertem Massstabe.
Mit der Welle 7 ist die Riemscheibc. P starr verbunden, während die Riemscheibc 3 des Kupplungsmechanismus lose auf der Welle 1 sitzt und sich nur mit der letzteren dreht, wenn die Kupplung eingerückt ist. Kraft wird von der Riemscheibe 2 und der Welle 1 auf die Ricm- scheibe 3 und von dieser mittels Riemen auf die Vorgelegswelle 2' mit Hilfe der Riemscheibe 3'
EMI1.4
nachfolgenden Umschalter mittels Drähte 14' von jedem Schalthebel 77 mit den Schalt- kontakten 18 hintereinander geschaltet werden.
Vondem Schalthebel17 des letzten Umschalters 7'
EMI1.5
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
schalten des Einrückstromkreises ; erst wenn dieser Widerstand abgeschaltet ist (Fig. 4), treten die Teile der Kupplung zum Antrieb der Maschinen in innige Verbindung.
Die Bremsstromleitung ist mit der Klemme 21 verbunden, von welcher der Draht 22 abzweigt, der mittels kurzer Drähte 23 mit den Kontakten 24 sämtlicher in dem Stromkreis liegenden Umschalter verbunden ist, und kehrt vom Umschalter 9 über den Draht 14 zur Klemme 15 zurück.
Die Umschalter 17 können von Hand betätigt werden ; es sind jedoch Sicherheitsschllüre 25 vorgesehen, die an den Maschinen entlang geführt sind, über Rollen 26 laufen, von Hangern. 27 und Konsolen 28 unterstützt und bei M'an den Maschinen befestigt werden. Jede Sicherheitschnur ist an einer Klinke 29 des bezüglichen Umschalters 17 befestigt und jede Klinke ist geeignet, in einen Ausschnitt 30 des Hebels 17 einzugreifen (Fig. 4). Arbeiten die Maschinen, so stehen alle Hebel 77 mit den Kontakten 18 der'Umschalter in Verbindung und alle Klinken 29 greifen in den Ausschnitt 30 ihrer Umschalter 17 ein. Die Hebel 17 sind bei 31 drehbar gelagert und besitzen noch einen zweiten Ausschnitt 30', in welchen die federnd angedrückten Klinken 32 eingreifen können (Fig. 5).
Die drehbar mit dem Hebel 17 verbundene Stange 33 tritt durch eine Öse 34, und zwischen dieser und der Unterlagsscheibe 35 ist eine Feder 36 vorgesehen. In dieser Weise kann der Hebel 17 gegen den Druck der Feder 36 nach links auf den Kontakt 18 geschoben werden und wird in dieser Stellung durch die in den Ausschnitt 30 eingreifende Klinke 29 gehalten.
Wenn die Klinke 29 zurückgezogen wird, so zieht die Feder 36 den Hebel 77 nach rechts zum Kontakt 24 zurück, bis die Klinke 32 mit dem Ausschnitt 30'in Eingriff tritt und dadurch den Hebel 17 am Kontakt 24 festhält.
Die Kupplung arbeitet wie folgt.
Die Welle 1 und die Riemscheibe 2 rotieren allein. Um die Maschinen in Gang zu setzen, werden die Umschalter 7-12' in den Stromkreis eingeschaltet, indem die Hebel 17 auf dip Kontakte 18 eingestellt und durch die Klinken 29 in dieser Stellung festgelegt werden. Der Hebel 37 des Kontrollumschalters 13 wird auf den Kontakte eingestellt, wodurch ein schwacher Strom durch die Stromleitung zirkuliert.
Bei einer weiteren Vorschiebung nach links wird durch stufenweises Abschalten des Widerstandes 39 eine allmähliche Zunahme des Stromes bis zu Kontakt 40 erreicht und in letzterer Stellung des Hebels der Strom von dem Speise draht 41 zunl Kontakt 40.
EMI2.2
den Draht 14 zu den Umschalterkontakten 17-18 und schliesslich zum Umschalter 12'und von diesem durch den Draht 14"zur Rückleitung 50 zu gelangen. Auf diese Weise bringt die magnetische Kraft die Ringe 42 und 43 in reibende Berührung und zwingt die Riemenscheibe 2, dip Riemenscheibe 3 mitzunehmen, welch letztere ihrerseits wieder die Riemenscheibe'3', Welle 2' und Riemscheiben 4 antreibt, die durch Riemen 5 die Maschinen 6 in Gang setzen.
Fällt jemand gegen einen Teil der Maschine und kommt dabei mit der Sicherheitsschnur J in Berührung, so wird die Schnur angezogen, wodurch die Klinke 29 eines der Umschalter befreit wird, worauf die Feder 36 den Hebel li von den Kontakten 18 und 20 entfernt, dadurch den Kuppelstromkreis öffnet und die kuppelnden Teile der Kupplung voneinander trennt. Der andauernde Zug der Feder 36 bringt den Hebel 17 mit dem Kontakt 24 in Verbindung und der Hebel wird von der Klinke 32, die in den Ausschnitt 30'dieses Hebels eingrift, gehalten und dadurch der Bremsstromkreis geschlossen. Der Strom verläuft jetzt von der Leitung 41 über Um-
EMI2.3
elektrisch mit der Spulenbewicklung 62 verbunden.
Die ruhenden Kontaktringe 53 und die rotierenden Kontaktringe 52 der Scheibe 3 treten unter dem Einflusse der magnetischen, von der Spule 62 induzierten Kraft in Berührung, welche Kraft in der durch Pfeile in Fig. 2 angedeuteten Richtung verläuft.
Die treibende Riemscheibe 2 ist auf der Nabe der mit der Welle 1 verbundenen Scheibe 54 befestigt. In den Ausschnitten 55 der Scheibe 54 sitzen die nichtmagnetischen Halteblöcke 56. über welche Blöcke die ausgeschnittenen Lamellen 43 geschoben werden. Die Druckscheibe. kann frei auf der Nabe der Scheibe 54 gleiten. Die getriebene Scheibe 3 sitzt lose auf der Welle 1
EMI2.4
<Desc/Clms Page number 3>
scheibe 65 vorgesehen, die unabhängig von der Wolle J ! und vom Gehäuse 6. 7 rotiert. Der äussere Rand der Scheibe 65 trägt Doppelrollen 66, 66'.
Zwischen diesen Rollen und den Seiten flanschen des Gehäuses werden ringförmige Lamellen 67, 68 und 67x, 68x, von den Gleitkeilen 69 und 70 gehalten, auf welchen sich diese Scheiben in der Richtung der Längsachse der Welle frei bewegen können. Die treibenden Scheiben 71 und 72 sind auf den Naben der Scheiben 2 und 64 befestigt (Fig. 8).
Auf den Naben der Treibscheiben 71 und 72 sind gleitend die Druckscheiben 73 und 74 angeordnet. Der Zwischenraum zwischen der Scheibe 65 und den Druckscheiben 73 und 74 ist
EMI3.1
Um die Kupplung einzurücken und die Scheibe 3 zu zwingen, sich mit der Welle 1 zu drehen, wird der Strom zu der die Kupplung magnetisierenden Spule geleitet. Die magnetische Kraft bewegt die Druckscheibe 73 in der Längsrichtung der Welle auf der Nabe der Treibscheibe 71 nach der Rollenscheibe 65 zu, wodurch Druck auf die Ringlamellen 42 und 43 ausgeübt wird.
Die hiebei erzeugte Reibung ändert die Drehrichtung oder verlangsamt den Gang der Rollen- scheibe 65. Die Rollen 66 werden in den geneigten Kammnuten 63 des Gehäuses 61 geführt (Fig. 8 und 9) und Druck wird von den Rollen 66'auf die Kuppelplatten 67 und 68 übertragen. Die
Reibung zwischen diesen Platten schliesst die Kupplung und veranlasst dadurch, dass das
Gehäuse 61 und die Riemscheibe 3 mit der Welle 1 rotieren.
Ob der Kupplung ohne Unterbrechung Strom zugeführt werden muss, nachdem sie eingerückt ist, hängt ganz von dem Winkel ab, den die Nuten 63 mit einer quer durch das Gehäuse 61 gelegten
Ebene bilden. Ist dieser Winkel so klein, dass die Rollen 66 nach dem Einrücken nicht rückwärts laufen, so bleibt die Kupplung auch ohne weitere Stromzuführung eingerückt.
Um die Kupplung auszurücken und die Riemscheibe 3 zu bremsen, wird der Strom von der das Schliessen der Kupplung veranlassenden Spule abgestellt und zur Bremsspule geleitet. Ist dies geschehen, so veranlasst die magnetische Kraft, dass die Druckscheibe 74 sich in der Längs- richtung der Welle auf der Nabe der Scheibe 72 verschiebt und zwischen den Lamellen 52 und 53
Reibung erzeugt. Hiedurch wird die Geschwindigkeit der Rollenscheibe 65 verlangsamt und
Druck wird auf die rechts von letzterer liegenden Lamellen 67* und 68* mittels der Rollen 66'über- tragen, wobei gleichzeitig die links von der Rollenscheibe 65 liegenden Lamellen 67, 68 vom Drucke befreit werden. Die Reibung zwischen den rechtsliegenden Lamellen veranlasst die Freisetzung und den Stillstand der Riemscheibe 3.
PATENT. ANSPRÜCHE :
1. Bremsbare elektrische Ausrückkupplung, welche aus einer elektromagnetisch betätigten Antriebskupplung und einer ebenso zur Wirkung gebrachten Bremse besteht, dadurch gekenn- - zeichnet, dass beim Einrücken und beim Bremsen der beim Zusammendrücken der Lamellen (42, 4J und 52, 53) ausgeübte Druck auf eine unabhängig von der Welle (1) und dem anzutreibenden
EMI3.2
anzutreibenden Scheibe getragenen Satz (67, 68) der kammartig ineinandergreifenden Lamellen durch den Druck der Rollen (66') zusammendräcken, wodurch die Riemscheibe (3) im herrschenden Drehsinne mitgenommen wird, wahrend beim Bremsen der andere, zum Teil von der getriebenen, zum Teil von einer feststehenden Scheibe (64)
getragene Satz (67x, 68X) der Lamellen zusammen- gedrückt und in dem entgegengesetzten Sinne die Geschwindigkeit der Riemscheibe ver- mindert oder aufgehoben wird.
2. Einrichtung zum gemeinsamen Antrieb mehrerer Arbeitsmaschinen von einer Antriebs.