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Die Erfindung bezieht sich auf ein Mahlrohr für Schwingmühlen mit einem auswechselbaren Futterkörper, z. B. aus Stahl und einem das Fein- bzw. Feinstgut abscheidenden, sich in Längsrichtung erstreckenden Rost oder
Sieb.
Mahlrohre für Schwingmühlen weisen gewöhnlich einen runden Querschnitt auf und haben Öffnungen für das Mahlgut an der Oberseite des Rohres oder an einem Ende desselben. Derartige Mahlrohre weisen Stangen oder andere im Mahlrohr frei bewegliche Zerschlaggeräte auf, die bei einer Bewegung des Mahlrohres durch ihr Eigengewicht auf das Mahlgut einwirken. Je nach Verwendung eines bestimmten Mahlgutes, z. B. Stein, wird durch die Schlagwirkung der Mahlstangen od. dgl. Fein- oder Feinstgut hergestellt. Dieses Feinstgut kann jedoch nicht sofort abgeschieden werden, weil der Austrag über ein oder beide Mahlrohrenden erfolgt. Demgemäss stört auch dieses Feinstmaterial beim weiteren Zerkleinern des Mahlgutes und behindert weiteres Zerschlagen des Grobmaterials.
Es ist zwar bekannt, dieses Feinstmaterial bereits innerhalb des Mahlrohres abzusondern, u. zw. indem ein in der Längsrichtung des Mahlrohres vorgesehener Rost oder ein Sieb angeordnet wird, dessen öffnungen nur für das Fein- oder Feinstgut bestimmt sind. Demgemäss wirken die Mahlstangen bzw. die andern Mahlkörper zwar nur in einem verringerten Querschnitt des Mahlrohres ; dies hat sich jedoch nicht als ungünstig ausgewirkt, weil die Absiebung des Fein- oder Feinstmaterials die Zerschlagung des andern Materials fördert.
Der bekannte Rost wird in den Futterkörper des Mahlrohres eingesetzt und mittels einzelner radial verlaufender, in der Mitte den Rost abstützender Streben im Mahlrohr gehalten ; die Ränder des Rostes liegen auf am Futterkörper angebrachten Rohrstangen od. dgl. auf. Das Auswechseln des Futterkörpers ist bei diesen bekannten Rosten nur nach Entfernen des Rostes möglich.
Weiterhin ist aus der deutschen Patentschrift Nr. 719804 eine Muldenschwingmühle bekannt, bei der die Mulden ein zusammenhängendes Mahlbett, welches Kreis- oder Ellipsenschwingungen in senkrechter Ebene ausführt, bilden.
Bei dieser Muldenschwingmühle sind annähernd halbkreisförmige Siebe oder Roste vorgesehen, die mindestens teilweise rahmenartig gehalten sind.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass erfindungsgemäss bei einem Mahlrohr für Schwingmühlen des oben angegebenen Typs der Rost, wie an sich bekannt, auf einem Rahmen od. dgl. angeordnet ist, welcher aus sich in Längs- und/oder Querrichtung des Rohres erstreckenden Streben, Balken od. dgl. besteht und auf das Mahlrohr aufgelegt ist, und dass die Längsränder des Rostes als Auflage für den als teilzylindrischer Schubteil ausgebildeten Futterkörper dienen.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung verlaufen die Längsränder des Rostes radial oder annähernd radial ; mindestens die Längsränder des Rostes können balkenförmig verstärkt sein.
In den Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 einen Querschnitt durch ein Mahlrohr mit eingesetztem Rost und Fig. 2 eine Schrägansicht des Rostes und des davon getrennten Rahmens.
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Der Futterkörper-73--kann in üblicher Weise z. B. ebenfalls 12 mm stark sein und ist in das Mahlrohr einschiebbar ; der Futterkörper kann aus mehreren Einzelteilen bestehen.
Das Mahlrohr hat bei der dargestellten Ausführungsform einen lichten Durchmesser von zirka 53 cm und kann eine Länge von zirka 3 m oder mehr haben.
Der Futterkörper ist bei der dargestellten Ausführungsform anders ausgebildet als es bisher üblich ist ; er besteht nämlich lediglich aus einem Oberteil, welcher sich nur über den oberen Bereich--74--des Mahlrohres --l-- erstreckt ; ein Futter im unteren Bereich--7--des Mahlrohres, also unterhalb des nachfolgend näher beschriebenen Rostes, entfällt. Der Oberteil ist in das Mahlrohr--l--einschiebbar und in letzterem durch eine geringfügige Federwirkung zunächst ohne weitere Befestigungsmittel gehalten.
Ein Rost--76--, der z. B. aus Stahl hergestellt ist und eine Stärke von beispielsweise 20 mm aufweist, dient zur Abscheidung von Fein- und Feinstgut und ist auf einem Rahmen--80--frei aufgelegt oder an diesem befestigt.
Der Rahmen--80--besteht aus Pfosten--81--, die mit dem unteren Bereich--75--des Mahlrohres--l--verbunden sein können, aber nicht müssen und weist Längsbalken --82-- sowie Querbalken --83-- auf. Es kann auch so vogegangen werden, dass das Mahlrohr--l--aus zwei Teilen hergestellt wird ; dann würde der Unterteil gesondert vom Oberteil des Mahlrohres hergestellt und würde den Rahmen-80-anehmen ; diese Einheit bildet dann einen in sich geschlossenen Teil, wie er in Fig. 2 dargestellt ist.
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oder nur schwer vom Rahmen --80-- zu lösen.
Das Mahlrohr--l--wird zunächst mit dem Oberteil versehen, welcher, wie bereits bemerkt, ohne
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Danach wird der Rahmen--80--mit Rost--76--in das Mahlrohr--l--eingeschoben und mit dem unteren Bereich --75-- des Mahlrohres --1-- verbunden.
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Nach einer andern Ausführungsform wird erst der mit dem Rahmen --80-- verbundene Mahlrohrunterteil mit dem Mahlrohroberteil verbunden und dann erst der Futterkörper -73- eingeschoben. Hiebei spielt es keine Rolle, ob der Rost-76-mit dem Rahmen --80-- verbunden ist oder einen gesonderten auswechselbaren Teil bildet.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform sind die Längsränder -90- des Rostes -76- mit dem entsprechenden unteren Bereich des Mahlrohres--l-fest verbunden ; dies ist jedoch nicht unbedingt notwendig.
Die Längsränder des Rostes weisen eine Schräge-91-auf, die ungefähr radial verläuft und dazu dient, den Futterkörper-73-zu lagern.
Zweckmässigerweise sind mindestens die Längsränder des Rostes-76-balkenförmig verstärkt, so dass die eben genannte Schräge einen Teil dieser Balken darstellt ; es können jedoch auch die Querränder eine derartige Verstärkung aufweisen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Mahlrohr für Schwingmühlen mit einem auswechselbaren Futterkörper, z. B. aus Stahl und einem das Fein- bzw. Feinstgut abscheidenden, sich in Rohrlängsrichtung erstreckenden Rost oder Sieb,
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