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Die Erfindung betrifft einen Formstein, insbesondere zur Befestigung mit Pflanzen bewachsener
Böschungen, bestehend aus einer Anzahl einander kreuzender und durchgehende Hohlräume einschliessender
Stege mit einem sich von der Basis gegen den Scheitel hin verjüngenden Querschnitt.
Solche Formsteine dienen bekanntlich zumeist der Befestigung von Rasenflächen, um diese Rasenflächen mit Fahrzeugen befahrbar zu gestalten, anderseits aber einen Graswuchs zuzulassen, sie werden aber fallweise auch zur Befestigung von Böschungen und Hängen benutzt, um Auswaschungen und Hangrutschungen vorzubeugen. Dabei ergibt sich jedoch bei den bisher bekannten Formsteinen der obenbezeichneten Gattung der
Nachteil, dass die im wesentlichen senkrecht zur Formstein-Ober-und-Unterseite verlaufenden Hohlräume bei der Verlegung dieser Formsteine in einer Hang-Neigung einen sowohl für den Pflanzenwuchs als auch für die
Boden-Befestigung ungünstigen schrägen Verlauf nehmen.
Ausserdem ergibt sich bei den vorbekannten
Formsteinen ganz allgemein der Nachteil, dass von der Struktur des Formsteines selbst allzuviel an der
Stein-Oberseite zutage tritt und in der Rasenfläche od. dgl. sichtbar bleibt.
Ziel der Erfindung ist es, den Stegen solcher Formsteine, wie sie beispielsweise in der Schweizer
Patentschrift Nr. 464984 beschrieben sind, eine Gestaltung zu geben, bei welcher der Pflanzenwuchs, insbesondere ein Graswuchs, an der Formstein-Obecseite in einem optimal grossen Ausmass Platz greifen kann und möglichst wenige Teile des Formstein-Körpers an dessen Oberseite, also an der Rasenfläche od. dgl., zutage treten.
Ausserdem ist es ein Ziel der Erfindung diese Stege der Formsteine bzw. die von ihnen begrenzten
Hohlräume so zu gestalten, dass deren Seitenwandungen auch in einer Hangneigung des Formsteinverbandes einen für den Pflanzenwuchs günstigen, sowie Rutschungen und Auswaschungen des Bodenmaterials zuverlässig vorbeugenden Verlauf nehmen. Solcherart soll die Formstein-Gestaltung so gewählt sein, dass sie dem
Boden-auch bei steilen Böschungen-einen festen und dauerhaften Halt zu geben vermag und das in den
Hohlräumen des Formsteines befindliche Material einwandfrei gegen Auswaschung sichert, insbesondere auch dann, wenn der Formstein zur Befestigung einer ein Gewässer begrenzenden Böschung benutzt wird und fallweise überspült ist.
Dem wesentlichsten Merkmal der Erfindung zufolge weisen zumindest zwei zueinander parallel verlaufende, gleich hohe Stege des Formsteines einen dreieckförmigen Querschnitt auf und ihre vorzugsweise abgerundeten
Scheitel befinden sich in an sich bekannter Weise in einer Ebene an der Steinoberseite.
Durch diese Merkmale tritt der einzelne Formstein-Steg jeweils nur mit dem ganz schmalen Bereich seines die genannte Ebene tangierenden Scheitels an der Steinoberseite zutage ; dieser Bereich verschwindet infolge seiner geringen Breite alsbald im Pflanzenbewuchs völlig und wird praktisch unsichtbar. Die zur breiteren Basis des Steges hin schräg abfallenden Flanken der Stege sind hingegen besonders gut geeignet, das in den zwischen den Stegen gebildeten Hohlräumen befindliche Bodenmaterial gut festzuhalten, u. zw. vor allem auch dann, wenn der Formstein in der Neigung einer Böschung verlegt ist, wobei die hangaufwärts gerichteten Steg-Flanken in einem günstigen Winkel verlaufen, nämlich in einem Winkel, der in bezug zur Horizontalen umso spitzer wird je steiler die Hangneigung ist.
Die genannten Flanken der einzelnen Stege müssen natürlich nicht streng einer Dreieck-Form folgen, sondern sie können auch nach einem gebrochenen Linienzug verlaufen. Die eine Flanke kann zumindest bereichsweise steil, vorzugsweise senkrecht zur Ebene der Formstein-Unterseite verlaufen, wogegen die andere, gegenüberliegende Flanke einen spitzen Winkel mit der in der Ebene der Formstein-Unterseite verlaufenden Stegbasis einschliesst. Dadurch kann Formstein-Material eingespart werden, der Formstein wird leichter und die von ihm eingeschlossenen Hohlräume werden-im Interesse der Förderung und Begünstigung des Pflanzenwuchses innerhalb dieser Hohlräume-grösser.
Die mit dreieckförmigem Querschnitt ausgebildeten, sich bis zur Steinoberseite erstreckenden, gleich hohen und parallel verlaufenden Stege können nach einer bevorzugten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes durch mindestens zwei die Stege kreuzenden Stege verbunden sein, deren Scheitel-zumindest bereichsweise-unterhalb der Ebene der Steinoberseite verlaufen.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in den Zeichnungen veranschaulicht, wobei die Fig. l eine Draufsicht darstellt, die Fig. 2 einen Querschnitt nach II-II der Fig. l und die Fig. 3 ein Längsschnitt nach III-III der Fig. 2 ist. Das Bodenmaterial ist nur in der Fig. 2 angedeutet, in den Fig. l und 3 ist es der besseren Anschaulichkeit halber jedoch nicht dargestellt. Fig. 4 zeigt eine Variante.
Der Formstein, dessen Seitenlängen sich vorteilhaft wie-l : 2 verhalten, um im Verband mit Längs-und Querseiten aneinanderstossend verlegt werden zu können, besteht im einzelnen aus den vier Längsstegen--l-- und aus vier Querstegen--2--. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind alle Stege--l und 2--mit gleichbleibender Höhe parallel verlaufend gleich hoch ausgebildet und enden mit einem abgerundeten Scheitel in der die Steinoberseite bestimmenden Ebene--3-- (Fig. 2 und 3). Im Rahmen der Erfindung können aber die Steg-Scheitel auch mit örtlichen Ausnehmungen bzw. mit Unterbrechungen ausgebildet werden, ohne vom Grundgedanken der Erfindung abzuweichen.
Jeweils eine der beiden Flanken jedes Steges --1 bzw., 2-- verläuft annähernd senkrecht zur Ebene der Formstein-Unterseite, die andere Flanke schliesst mit dieser Ebene bzw. mit der in dieser Ebene verlaufenden
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senkrecht zur Formstein-Unterseite bzw. Stegbasis verlaufen.
Werden solche Formsteine in einer Hangneigung verlegt, sollen die unter einem annähernd rechten Winkel zur Basis verlaufenden Steg-Flanken hangaufwärts weisen. Dadurch gibt dann diese Steg-Flanke dem im Hohlraum des Formsteines befindlichen Boden-Material einen besonders sicheren Halt. Hingegen weist dann die unter einem spitzen Winkel gegen die Stegbasis verlaufende Stegflanke hangabwärts.
Ist diese Flanke fakultativ abgeschrägt und verläuft sie somit in ihrem unteren Bereich senkrecht zur Ebene --5-- der Formstein-Unterseite, ergibt sich daraus eine Verringerung des Formstein-Gewichtes, eine Einsparung an Formstein-Material und eine Vergrösserung der den Boden und die Pflanzenwurzeln aufnehmenden Formstein-Hohlräume sowie eine Verbesserung der Verbindung zwischen dem Inhalt dieser Hohlräume und dem Unterboden. Dabei mag der Querschnitt der einzelnen Längs-bzw. Querstege--l bzw. 2--nur annähernd einem Dreieck ähnlich sein, ohne vom Grundgedanken der Erfindung abzuweichen.
Sind die Formsteine bzw. Formstein-Stege-wie an Hand des Ausführungsbeispieles erläutert-asym- metrisch gestaltet, dann soll der Formstein immer in einer bestimmten Stellung in bezug zur Hangneigung verlegt werden ; sind hingegen die Stege fakultativ symmetrisch profiliert, dann kann der Formstein beliebig verlegt werden. In diesem Fall ist eine Verlegung in einem Verband möglich, bei dem die Formsteine teilweise oder auch zur Gänze mit den Längsseiten oder Schmalseiten horizontal verlaufen oder gemischt verlegt sind.
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Nach einer weiteren, in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform der Querstege-2-können diese in ihrer Höhe abschnittsweise, nämlich von einem Kreuzungspunkt zum andern, allmählich abfallend ausgebildet sein und somit stufenweise von der Oberseite eines Längssteges ausgehend jeweils schräg gegen den nächsten kreuzenden Längssteg-l-hin abfallend ausgebildet sein.
Die Scheitelneigung solcher stufenartig ausgebildeter Querstege --2-- in den einzelnen Abschnitten wird dann zweckmässig so gewählt, dass dieser Scheitel bei einer durchschnittlichen Hangneigung, z. B. bei etwa 400 annähernd horizontal verläuft, wie dies die Fig. 4 zeigt. Die Scheitel der Querstege --2-- verlaufen dann fluchtend bzw. parallel zur Oberseite des in den Formstein-Hohlräumen befindlichen Bodens bzw. parallel unterhalb der Oberseite dieses Bodens. Bedeckt der Boden diese Scheitel der Querstege, ergibt dies solide Auflageflächen für das Bodenmaterial und trägt zur Verhinderung des Rutschens und der Auswaschung dieses Bodens bei.
Bei einer solchen stufenweisen Ausbildung der Querstege--2--ist natürlich gleichfalls die Stellung der Formsteine im Verband in bezug zur Hangneigung von vornherein festgelegt, verlaufen hingegen die Querstege --2-- in gleicher oder gleichbleibender Höhe etwa in der Ebene--3 oder 6-- (Fig. 2) und sind auch die Längsstege--l--mit einem symmetrischen Profil gestaltet, dann kann die Verlegestellung der einzelnen Formsteine im Verband beliebig gewählt werden und es bedarf keiner Rücksichtnahme auf den Verlauf der Hangneigung.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Formstein, insbesondere zur Befestigung mit Pflanzen bewachsener Böschungen, bestehend aus einer Anzahl einander kreuzender und durchgehende Hohlräume einschliessender Stege mit einem sich von der Basis
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zueinander parallel verlaufende, gleich hohe Stege (2) einen dreieckförmigen Querschnitt aufweisen und dass sich ihre vorzugsweise abgerundeten Scheitel in an sich bekannter Weise in einer Ebene (3) an der Steinoberseite befinden.
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