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Die Erfindung betrifft einen Faschensetzer zur Anbringung von Putzfaschen an Innen- und Aussenputzflächen.
Bisher wurden für die Erstellung von Putzflächen, welche den an sie gestellten Anforderungen bezüglich ihrer Ebenheit entsprechen sollen, folgende Arbeiten gemacht :
Auf das rohe Mauerwerk wurden in geeigneten Abständen mit Senkblei und Richtschnur sogenannte Richtpunkte aus Mörtel aufgebracht. Diese Richtpunkte-kleine Putzflächen-welche alle genau in einer Ebene liegen müssen, werden, nachdem sie genügend trocken geworden sind, mit aufgetragenem Mörtel in der Vertikalen untereinander verbunden und mit der Abziehlatte, eben mit den Richtpunkten, abgezogen, so dass senkrecht verlaufende Putzstreifen-sogenannte Faschen-entstehen. Diese haben einen horizontalen Abstand, welcher kleiner als die Abziehlatte lang ist.
Nach neuerlichem"Anziehenla. ssen", d. h. Trocknenlassen der Streifen, wird die ganze Wand mit Mörtel aufgetragen und dieser eben zu den Putzstreifen abgezogen. Damit ist die Mauerfläche roh verputzt. Nachteilig dabei ist, dass die Anbringung und Justierbarkeit der auf dem Mauerwerk anzubringenden Faschen schwierig bzw. nicht durchführbar ist.
Es ist aus der österr. Patentschrift Nr. 197067 eine Befestigungseinrichtung für Anschlaglatten zum Verputzen von Spiletten mit einem Stahlstab bekannt, an dessen einem Ende eine Einrichtung zum Festklemmen einer Anschlaglatte an der Mauer angebracht ist. Putzfaschen können damit nicht hergestellt werden.
Ferner ist aus der deutschen Offenlegungsschrift Nr. 1684170 eine Vorrichtung zum Auszeichnen von Gebäudelagen durch Übertragen von Koordinaten eines Eckenbezugspunktes von zwei willkürlichen Punkten bekannt. Diese Vorrichtung dient zur Erzielung rechtwinkeliger Ecken beim Auszeichnen von Gebäudelagen.
Aus der deutschen Offenlegungsschrift Nr. 1909608 ist eine Putzleiste aus Stahl oder Kunststoff bekannt, welche die herkömmlichen Putzfaschen aus Mörtel ersetzen soll.
Keine dieser Vorrichtungen hat jedoch einen Faschensetzer zur Herstellung von Putzfaschen aus Mörtel zum Inhalt, so dass bereits durch die völlig andere Zielsetzung die bei der Herstellung von Mörtelfaschen auftretenden, oben aufgezeigten Nachteile mit diesen Einrichtungen nicht behoben werden können.
Die Erfindung hingegen gestattet, die aufwendige Arbeit der Richtpunkte aus Mörtel durch zwar ebensoviele aber schneller auf dem Mauerwerk anzubringende Faschensetzer, welche überdies in der Mauerebene genau justierbar sind, zu ersetzen. Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass der Faschensetzer der eingangs genannten Art einen Vierkantstift aufweist, auf dem ein Setzeisen in an sich bekannter Weise verschiebbar angeordnet ist, wobei das Setzeisen mittels eines Klemmkeiles gegenüber dem Vierkantstift feststellbar ist. Das Setzeisen ist aus zwei aufeinander senkrecht stehenden Schenkeln gebildet, wobei der eine Schenkel mit mehreren, vorzugsweise drei Stiften zur Anbringung einer Richtschnur versehen ist und wobei am andern Schenkel eine Anschlagfläche für die Abziehlatte vorgesehen ist.
Weiters weisen sowohl der Vierkantstift als auch der Klemmkeil je eine Nase auf.
Sind die Faschensetzer angebracht und in der Mauerebene justiert, so können ohne Wartezeit die Faschen-senkrechte Putzstreifen-aufgebracht und mit der Abziehlatte auf den horizontalen Schenkel des Setzeisens abgezogen werden. Die Faschensetzer werden dann abgenommen und können unbeschränkt wieder verwendet werden. Dieses Gerät gestattet auch, gerundete und profilierte Mauerflächen exakt zu verputzen.
Ausserdem kann der Faschensetzer als Halter für Putzlatten verwendet werden.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen : Fig. l den Faschensetzer in Vorderansicht, Fig. 2 in Seitenansicht und Fig. 3 in Draufsicht.
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--1--,Setzeisens-2-drei Stifte-4-angebracht. Durch Nasen-a-am Vierkantstift-l-und-b- am Klemmkeil --3-- werden der Vierkantstift --1--, das Setzeisen --2-- und der Klemmkeil-3unverlierbar zusammengehalten. Die Anschlagfläche-c-am horizontalen Schenkel --6-- des Setzeisens --2-- dient der Abziehlatte als Anschlag.
Dieses neue Hilfsgerät für Maurer gestattet, Verputzarbeiten wesentlich zu beschleunigen und überdies die Genauigkeit der auszuführenden Arbeit bedeutend zu erhöhen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Faschensetzer zur Anbringung von Putzfaschen an Innen- und Aussenputzflächen, dadurch ge- k e n n z e i c h n e t, dass er einen Vierkantstift (1) aufweist, auf dem ein Setzeisen (2) in an sich bekannter Weise verschiebbar angeordnet ist, wobei das Setzeisen (2) mittels eines Klemmkeiles (3) gegenüber dem Vierkantstift (1) feststellbar ist.
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