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von Schnürlöchern 4 versehen. Die untere Hältte des Riickens wird etwa von der Mitte des Mieders abwärts von zwei Laschen 5 gebildet, die sich an die Seiten des Hauptteiles 1 des Mieders ansetzen und längs ihrer freien inneren Ränder in geeigneter Weise mit versteifenden Einlagen 6 und mit einer Reihe von Schnürlöchern 7 verschen sind, so dass sie eine Fortsetzung der Schnürleisten des oberen Hauptteiles des Mieders bilden.
Diese unteren Rückenlaschen 5 haben den Zweck, den unteren Miederteil mittels Verschnürung ihrer mit Schnürlöchern 7 versehenen senk- rechten, Längskanten durch Schnürschenkel um Leib und Hüften je nach Wunsch mehr oder weniger straff zu spannen ; sie können sich vermöge ihrer Befestigung an den Seitenteilen des Mieders in gewissem Grade zu den Längskanten 3 des Hauptteiles 1 des Mieders mehr oder weniger schräg einstellen und sich so starken und schwachen Hüften vollkommen anpassen ; hiebei greifen die oberen Ecken der Laschen 5 je nach ihrer Einstellung mehr oder weniger über die unteren Ecken 8 der Ränder 3 des Hauptteiles des Mieders hinweg, die den oberen Teil des Rückenschlusses des letzteren bilden.
Durch dieses Ubereinandergreifen wird es verhütet, dass die oberen Ecken der schärfer geschnürten unteren Laschen 5 einen schädlichen Druck auf den Rücken der Trägerin ausüben können.
Man kann natürlich die unter die Laschen 5 greifenden unteren Enden der verstärkten Rückenteilkanten 3 der Hauptteile 1 des Mieders mehr oder weniger weit nach unten fortsetzen, wird dann aber zweckmässig wenigstens die obere Verschnürung nur bis etwa zur Oberkante der Laschen 5 hinabreichen lassen.
Vor dem Anlegen des Mieders wird der obere Teil der Rückenverschnürung auf eine passende Weite eingestellt, so dass sich das Mieder in der üblichen Weise durch Einhaken der Knöpfe in die Ösen der vorderen Miederstangen schliessen und hienach in seine richtige, bequeme Lage bringen lässt. Der untere Teil der Rückenverschnürung, welcher bis dahin zweckmässig lose bleibt, wird nun mehr oder weniger stark festgezogen und die Enden der Schnürbänder werden vorne miteinander in üblicher Weise verbunden, wobei man diese Schnüre unter zu diesem Zwecke an der Vorderseite des Mieders angebrachte Haken festlegt.
Bei diesem Festschnüren der Hüften wird auf die weichen, unmittelbar hinter der Hüfte vorhandenen Körperteile, die oft mehr oder weniger seitlich'über die eigentlichen Hüften hervorragen, ein Druck nach rückwärts ausgeübt, wodurch diese in der genannten Richtung zurückgedrängt werden und eine Verschmälerung des Körpers ohne jeden Schaden für die Gesundheit erreicht wird. Die Bewegungen des Oberkörpers werden einerseits infolge der lockeren Verschnürung des oberen Miederteiles, anderer- seits durch die freie Beweglichkeit der Rückenstangen in der Taillengegend sehr erleichtert.