AT29803B - Verfahren zum Wasserdichtmachen von Geweben. - Google Patents
Verfahren zum Wasserdichtmachen von Geweben.Info
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Description
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Verfahren zum Wasserdichtmachen von Geweben.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Wasserdichtmachen von Bekleidungsstoffen.
Die bisher angewendeten Verfahren zum Wasserdichtmachen, bei denen man unlösliche Seifen in Mischung mit wachsartigen Körpern auf die Stoffe aufträgt, oder bei welchen das gebeizte Gewebe mit einer Seifenlösung imprägniert wird, in der wachsartige Stoffe, Gummi oder dgl. suspendiert sind, eignen sich zur Imprägnierung von Kleidungsstoffen, bei denen die Porosität erhalten werden muss, nicht ; man würde damit ein klebriges, unporöses Fabrikat erhalten, das unverkäuflich wäre ; wohl erzielt man damit eine gute Wasserdichtheit, aber, da die Poren verschmiert bleiben, keine Porosität.
Das neue Verfahren besteht darin, dass die in bekannter Weise mit einer Lösung von Schwermetal1salzen gebeizten und mit gegen Wasser undurchlässigen Stoffen überzogenen Gewebe mit einer schwachen kochenden Lösung von Harzseife kurze Zeit nachbehandelt werden.
Durch die Nachbehandlung mit kochender Harzseife werden, abgesehen von der bekannten Erzeugung eines Niederschlags von unlöslichen Seifen auf der Faser, die wachsartigen Stoffe zum Schmelzen gebracht, wobei sie teils in die Fasern eindringen, teils die sich ausscheidenden Metallsalze umhüllen und mit der Faser verkitten. Hierdurch wird die Quellfähigkeit der Faser wesentlich vermindert und mithin die Wasserdichtheit des Gewebes wesentlich erhöht, während durch das Ycrschmelzen der wachsartigen Stoffe auf der Gewebefaser die durch Überziehen mit Wachs verloren gegangene ursprüngliche Porosität nahezu wieder hergestellt wird.
Nach diesem Verfahren werden auf die gebeizten Stoffe (Stufe 1) die bekannten
EMI1.1
darauf getrocknet und durchläuft dann rasch ein schwaches, kochendes Harzseifenbad (Stufe 3), worauf sie auf einer Heissll1fttrockenmaschine wie üblich getrocknet wird.
Dadurch wird neben der Durchlässigkeit des Stoffes für Gase erreieht, dass di Faser nicht mehr in der Lage ist, zu quellen ; sie kann Wasser nicht mehr aufnehmen und wird krumpffrei.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, das Verfahrenauch in der Weise auszuführen, dass jede Seite dos Gewebes mit einem besonderen Mittel, u. zw. die rechte Seite mit. der Lösung eines Klebstoffs, z. B. Paragummi, und die linke Seite mit wachsartigen Stoffen, z. H. Paraffin u. dgl., behandelt wird.
Die Ausführung des Verfahrens geschieht am besten in folgender Weise :
Die Ware wird mittelst einer 3"Be. starken Beize geklotzt. Die Beize enthält :
100 Teile Alaun,
EMI1.2
100 schwefelsaure, eist) nfreie Tonerde, 15 " Zinkoxyd und 150 " Bleizucker.
Die Ware bleibt etwa 1 Stunde lang in gebeiztem Zustande liegen und erhält alsdann auf jeder Seite einen Überzug, welcher die nachstehende Zusammensetzung erhält :
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
171/2 Stearin", und 21/2 e ner 100/oigen ParagummilUsung.
Die rechte Seite wird mit der Lösung eines Klebstoffes, z. B. Paragummi, behandelt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Wasserdichtmachen von Geweben, dadurch gekennzeichnet, dass die in bekannter Weise durch Beizen mit Metallsalzlösungen und Überziehen mit gegen Wasser undurchlässigen Stoffen vorbehandelten Gewebe noch in einer kochenden Lösung von Harzseife nachbehandelt worden, um unter gleichzeitiger Verminderung der Quellfähigkeit der Faser die ursprüngliche Porosität des Gewebes wieder herzustellen.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewebe vor der Behandlung im Uarzseifenbade in bekannter Weise auf der einen Seite mit wachsartigen Stoffen, auf der anderen Seite mit der lösung eines Klebemittels, wie Paragummi, bor- zogen werden.
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| AT29803T | 1904-06-16 |
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