DE165201C - - Google Patents

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DE165201C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M15/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M15/01Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with natural macromolecular compounds or derivatives thereof
    • D06M15/17Natural resins, resinous alcohols, resinous acids, or derivatives thereof

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

i^iflik'jUcit bei ckiwri
KAISERLICHES Λ
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Wasserdichtmachen von Bekleidungsstoffen.
Die bisher angewendeten Verfahren zum Wasserdichtmachen, bei denen man unlösliche Seifen in Mischung mit wachsartigen Körpern auf die Stoffe aufträgt oder bei welchen das gebeizte Gewebe mit einer Seifenlösung imprägniert wird, in der wachsartige Stoffe,
ίο Gummi u. dgl., suspendiert sind, eignen sich zur Imprägnierung von Kleidungsstoffen, bei denen die Porosität erhalten werden muß, nicht; man würde damit ein klebriges, unporöses Fabrikat erhalten, das unverkäuflich wäre; wohl erzielt man damit eine gute Wasserdichtheit, aber, da die Poren verschmiert bleiben, keine Porosität.
Das neue Verfahren besteht darin, daß die in bekannter Weise mit einer Lösung von Schwermetallsalzen gebeizten und mit gegen Wasser undurchlässigen Stoffen überzogenen Gewebe mit einer schwachen kochenden Lösung von Harzseife kurze Zeit nachbehandelt werden.
Durch die Nachbehandlung mit kochender Harzseife werden, abgesehen von der bekannten Erzeugung eines Niederschlags von unlöslichen Seifen auf der Faser, die wachsartigen Stoffe zum Schmelzen gebracht, wobei sie teils in die Fasern eindringen, teils die sich ausscheidenden Metallsalze umhüllen und mit der Faser verkitten. Hierdurch wird die Quellfähigkeit der Faser wesentlich vermindert und mithin die Wasserdichtheit des Gewebes wesentlich erhöht, während durch das Verschmelzen der wachsartigen Stoffe auf der Gewebefaser die durch Überziehen mit Wacns verloren gegangene ursprüngliche Porosität nahezu wieder hergestellt wird.
Nach diesem Verfahren werden auf die gebeizten Stoffe (Stufe 1) die bekannten Imprägnierungsmittel in geschmolzenem Zustande aufgetragen (Stufe 2); die Ware wird darauf getrocknet und durchläuft dann rasch ein schwaches, kochendes Harzseifebad (Stufe 3), worauf sie auf einer Heißlufttrockenmaschine wie üblich getrocknet wird.
Dadurch wird neben der Durchlässigkeit des Stoffes für Gase erreicht, daß die Faser nicht mehr in der Lage ist, zu quellen; sie kann Wasser nicht mehr aufnehmen und wird krumpffrei.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, das Verfahren auch in der Weise auszuführen, daß jede Seite des Gewebes mit einem besonderen Mittel, und zwar die rechte Seite mit der Lösung eines Klebstoffes, z. B. Paragummi, und die linke Seite mit wachsartigen Stoffen, z. B. Paraffin u. dgl., behandelt wird.
Die Ausführung des Verfahrens geschieht am besten in folgender Weise:
Die Ware wird mittels einer 30 Be. starken Beize geklotzt. Die Beize enthält:
100 Teile Alaun, 6s
160 - kohlensauren Kalk,
100 - schwefelsaure, eisenfreie Tonerde, 15 - Zinkoxyd und
ι ίο - Bleizucker.
0
Die Ware bleibt etwa 1 ■ Stunde lang in gebeiztem Zustande liegen und erhält alsdann

Claims (2)

auf jeder Seite einen Überzug·, welcher die nachstehende Zusammensetzung erhält: 60 Teile Paraffin, 20 - Japanwachs, 17 V2 - Stearin und 2 V2 - einer 10 prozentigen Paragummilösung. Die rechte Seite wird mit der Lösung eines Klebstoffes, z. B. Paragummi, behandelt. Das Imprägnieren des Gewebes mit den vorstehend genannten Mitteln erfolgt zweckmäßig mittels der in der Zeichnung dargestellten Maschine. Bei dieser Maschine ist unter jeder Auftragwalze α bezw. b ein heizbarer Trog c bezw. d angebracht. In dem Trog c befindet sich eine Mischung von Paraffin, Stearin und Japanwachs in geschmolzenem Zustande, vermischt mit einem Zusatz einer dünnen Paragummilösung. In den Trog d wird eine dünne Lösung von Paragummi eingebracht. Zu beiden Seiten der Auftragwalzen sind beizbare Tische e und f angeordnet. Das Gewebe g ist mit Hilfe von Leitrollen derart geführt, daß es bei Ausführung des Arbeitsvorganges, vor welchem es zweckmäßig gebeizt oder geklotzt wird, zunächst auf den Tisch e gelangt, wo es getrocknet wird. Das Gewebe läuft alsdann über die Auftragwalze α und erhält mittels derselben an seiner rechten Seite einen Überzug des wasserundurchlässigen Mittels, worauf es über die Walze d läuft, durch welche auf die linke Seite des Gewebes Klebstoff aufgetragen wird. Das so behandelte 3i Gewebe gelangt schließlich auf den Tisch / und wird hier getrocknet, worauf die Ware in einer kochenden Lösung von Harzseife gewaschen wird. 4< Pate ν τ-Α ν Sprüche:
1. Verfahren zum Wasserdichtmachen von Geweben, dadurch gekennzeichnet, daß die in bekannter Weise durch Beizen 4£ und Überziehen mit gegen Wasser undurchlässigen Stoffen vorbehandelten Gewebe in einer kochenden Lösung von Harzseife nachbehandelt werden, um unter gleichzeitiger Verminderung der Quell- 5c fähigkeit der Faser die ursprüngliche Porosität des Gewebes wieder herzustellen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewebe auf der einen Seite mit wachsartigen Stoffen, auf der anderen Seite mit der Lösung eines Klebemittels, wie Paragummi, überzogen werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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