<Desc/Clms Page number 1>
Distinktor für Untersuchungen an Röntgengeräten
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
räumlichen Bereiches unabhängig von dem im Röntgengerät eingestellten Gesichtsfeld möglich.
Ausserdem braucht der Untersucher nur einen geringen Kraftaufwand, um das derart einseitig abgestützte Instrument zu betätigen. Schliesslich kann die gewünschte Kompression der zu untersuchenden Organe von allen Seiten mit der notwendigen Dosierung bewirkt werden. Da der Arm vom Untersuchten aus gesehen auf der einen Seite des Röntgengerätes gelagert und der Handgriff des
Distinktors auf der gegenüberliegenden Seite des Gerätes vorgesehen ist, wird infolge des hiebei entstehenden langen Hebelarmes zum Betätigen ein bedeutend geringerer Kraftaufwand als bei den bekannten Einrichtungen benötigt.
Die Bedienung des Distinktors kann mit der linken Hand erfolgen, so dass die rechte Hand zur Betätigung des Zielgerätes frei bleibt.
Weiters ist gemäss der Erfindung vorgesehen, dass der Distinktor bzw. der Arm mit einer
Gewichtsausgleicheinrichtung verbunden ist. Bei dieser Ausführungsform kann der Distinktor losgelassen werden, ohne zu Boden zu fallen. Bei entsprechender Bemessung des Gewichtsausgleiches kann erreicht werden, dass der Distinktor in jeder beliebigen Stellung stehenbleibt, in der man ihn loslässt. Um eine zusätzliche Einstellung auf die Körpergrösse des Patienten zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass der schwenkbar gelagerte Arm in bezug auf das Röntgengerät höhenverstellbar angeordnet ist. Letztere
Massnahme wird jedoch nur dann erforderlich sein, wenn der Patient in Längsrichtung des Gerätes nicht durch andere Einrichtungen bewegt werden kann.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung in schematischer Darstellung zeigt, näher beschrieben.
Das Röntgengerät das mit einer Bildverstärkereinrichtung versehen sein kann, ist in der
Zeichnung schematisch dargestellt. Der Distinktor --2-- besteht aus einem Holzlöffel-3-oder einer Holzkugel, die zur Kompression des Patienten dient, und einem Handgriff--4-, die über ein gebogenes Stahlrohr --5-- miteinander verbunden sind.
An das Stahlrohr --5-- schliesst sich ein gleichfalls rohrförmiger Abschnitt --6-- an, der über ein Gestänge-7-mit einem um eine etwa lotrechte Achse-8-schwenkbaren Arm-9-verbunden ist. Die Achse-8-ist über eine Konsole --10-- in bezug auf das Röntgengerät-l-bzw. dessen Rahmen festgelegt. Die Höhe der Konsole--10--und somit der Achse--8--kann durch Schrauben od. dgl. eingestellt werden, um das Gerät unter Umständen an die Körpergrösse des Patienten anzupassen. Somit ist der Distinktor - über den Arm --9-- allseitig gelenkig und höhenverstellbar am Röntgengerät --1-- befestigt.
Die Ansicht in der Zeichnung ist für einen seitlichen oder mittigen Standort des Arztes dargestellt. Demgemäss befindet sich die Lagerstelle für den Distinktor --2-- links seitlich vom Untersuchten, während sich der Handgriff --4-- zur Betätigung des Distinktors zur linken Hand des Untersuchers befindet.
Das Gestänge gestattet einerseits die freie Beweglichkeit des Distinktors --2-- nach allen Richtungen und dient anderseits als Gewichtsausgleich. Das Gestänge --7-- besteht aus vier einzelnen, in Form eines Parallelogramms angeordneten Gliedern-11, 12, 13, 14-, die untereinander gelenkig verbunden sind. Hiebei sind zwei Glieder-11, 12- etwa lotrecht angeordnet, wobei das der Aussenseite des Röntgengerätes näherliegende Glied-11-in einer Bohrung --15-- des Armes - drehbar gelagert ist. Am oberen Gelenk --16-- des Gliedes --11-- ist eine Zugfeder --17-- befestigt, die sich zu dem diagonal gegenüberliegenden Gelenk-18-des Gliedes-12- erstreckt.
Durch diese Anordnung wird eine räumliche Bewegbarkeit des Distinktors-2-gewährleistet.
In der Praxis haben sich folgende Verstellwege als zweckmässig erwiesen :
1. Von der Mitte zirka je 10 cm nach oben und unten (insgesamt 20 cm).
2. Von der Mitte zirka je 15 bis 20 cm nach links und rechts (insgesamt 30 bis 40 cm).
3. Von der Mitte zirka je 10 cm nach vorne und hinten, entsprechend der Dicke des Patienten (insgesamt 20 cm).
Die Vorspannung der Zugfeder --17-- entspricht der Belastung durch das Eigengewicht des Distinktors bzw. des anteiligen Gestänges, so dass der Distinktor in jeder Stellung stehen bleibt, in der man ihn loslässt. Die erfindungsgemässe Ausführung bietet zusätzlich zu den bereits eingangs erwähnten Vorteilen die Möglichkeit einer Kompression von rechts, um z. B. den Magen auszustreifen und den Bulbus zu füllen, wobei man den Erfolg der streichenden Bewegung und der Bulbusfüllung bei stehendem Gesichtsfeld beobachten kann. Ausserdem tritt bei gedrehtem Patienten keine Behinderung der Kompression durch den Rippenbogen ein, die bei bekannten Einrichtungen äusserst schmerzhaft ist.
Es wird noch bemerkt, dass die erfmdungsgemässe Einrichtung auf einem Rahmenteil oder Gestell des Röntgengerätes mit gleichem Erfolg befestigt werden kann, wobei jene auch mittelbar mit dem Röntgengerät in Verbindung stehen können.