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Selbstauslösegerät, das an photographische Kameras ansetzbar ist
Die Erfindung betrifft ein Selbstauslösegerät, das an photographische Kameras ansetzbar und mit einem ein mechanisches Laufwerk einschliessenden Stösselantrieb ausgestattet ist, der den Stössel nach Überschreiten einer bestimmten, für die Auslösung der Kamera erforderlichen Wegstrecke selbsttätig zur Rückkehr in die Ausgangslage freigibt.
Es ist bereits ein Gerät dieser Gattung bekannt, (siehe deutsche Patentschrift Nr. 1224144), bei dem eine mit einem Laufwerk in getrieblicher Verbindung stehende Zahnstange vorgesehen ist, welche auf einen Stössel einwirkt, der nach Erreichen der Auslösestellung freigegeben wird, und unter der Wirkung einer Rückholfeder in die Ausgangslage zurückkehrt. Diese Art eines Selbstauslösegeräts ist hinsichtlich seiner Anwendung noch gewissen Beschränkungen unterworfen, da es sich ausschliesslich zur Durchführung von Selbstauslöseraufnahmen, d. h. zur verzögerten Auslösung der Kamera über ein bestimmtes, von der Einleitung des Auslösezeitpunktes gemessenes Zeitintervall hinweg, eignet.
Mit der Erfindung wird der Zweck verfolgt, ein Gerät vorstehender Gattung unter Vermeidung aufwendiger, zusätzlichen Einbauraum beanspruchender Mittel dahingehend zu verbessern, dass dieses zur Durchführung von Selbstauslöseraufnahmen und/oder zur Steuerung der Belichtungsdauer bei Durchführung von Aufnahmen mit ultralanger Belichtungszeit Anwendung finden kann. Um dieses Ziel zu erreichen wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, dass eine synchron mit der Auslösung der Kamera wirksam werdende, die Ablaufbewegung des Stösselantriebs unterbrechende elektromagnetischmechanische Sperrvorrichtung aufweist, der eine sie steuernde, die Dauer der Unterbrechung des Stösselantriebs bestimmende elektronische Zeitbildungseinrichtung zugeordnet ist.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist ferner vorgesehen, dass am Stösselantrieb Mittel vorgesehen sind, die während der Vorschubbewegung des Auslösestössels den Anker der elektromagnetisch-mechanischen Sperrvorrichtung an einen Elektromagneten zwangsläufig zur Anlage, ferner eine auf das Laufwerk einwirkende Sperre in Sperrlage bringen.
Eine sowohl in konstruktiver als auch in funktioneller Hinsicht vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemässen Anordnung ergibt sich dadurch, wenn die elektromagnetisch-mechanische Sperrvorrichtung einen Anker tragenden Hebel umfasst, der beim Anlegen des Ankers an den Elektromagneten zugleich in eine sperrend in den Bewegungsablauf des Laufwerks eingreifende Lage überführt wird.
Zur Gewährleistung eines sicheren Funktionsablaufs wird nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgeschlagen, dass der Stösselantrieb eine Zahnstange aufweist, die eine sowohl auf den Auslösestössel als auch auf den Anker einwirkende Schubklinke trägt. Ausserdem sieht die Erfindung zum Zwecke der Vereinfachung der Steuerung des Geräts vor, dass der Ankerhebel der elektromagnetisch-mechanischen Sperrvorrichtung auf einen Schalter zum Anlegen der elektronischen Zeitbildungseinrichtung an Batteriespannung und die Zahnstange des Stösselantriebs auf einen den Zeitbildungsvorgang in der elektronischen Schalteinrichtung einleitenden Schalter einwirkt.
In der nachstehenden Beschreibung ist die Erfindung näher beschrieben und in den Zeichnungen an Hand eines Ausführungsbeispiels veranschaulicht. Es zeigt : Fig. 1 das Selbstauslösegerät in perspektivischer Darstellung, Fig. 2 einen Blick in das Innere des Selbstauslösegeräts, dessen
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mechanisches Laufwerk sich in Spannstellung befindet und durch die Auslösetaste blockiert ist, Fig. 3 das Selbstauslösegerät gemäss Darstellung in Fig. 2, wobei das zum Ablauf freigegebene mechanische Laufwerk über den Stösselantrieb den Anker der elektromagnetisch-mechanischen Sperrvorrichtung am Elektromagneten zur Anlage und den den Anker tragenden Hebel in Sperrlage gebracht hat, Fig. 4 ein Schaltbild der der Steuerung der elektromagnetisch-mechanischen Sperrvorrichtung dienenden elektronischen Zeitbildungseinrichtung, Fig.
5 einen Schnitt durch die Zahnstange gemäss der in Fig. 2 eingezeichneten Schnittlinie I-I und schliesslich Fig. 6 eine perspektivische Darstellung der auf der Zahnstange einseitig ausweichbar gelagerten Schubklinke.
In den Zeichnungen ist mit --1-- das Gehäuse des Selbstauslösegeräts bezeichnet, in dessen Innenraum zwei Platinen zur Lagerung eines mechanischen Laufwerks sowie zur Führung eines Antriebsmechanismus vorgesehen sind, der den Auslösestössel --2-- des Geräts betätigt. Von diesen beiden Platinen ist lediglich die eine mit--3--bezeichnete veranschaulicht. Zwischen diesen sind die
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- angreift. Auf der das Gehäuse durchdringenden Spann- und Antriebswelle --6-- sitzt drehfest ein von Hand betätigbarer Spannknopf--6a--, der, wie in Fig. 1 angedeutet, zum überführen des Geräts in Spannstellung in Pfeilrichtung zu drehen ist.
Mit der Spannwelle--6-- getrieblich verbunden ist ausser dem Ritzel --7-- das vorerwähnte, mehrere Zahnräder --8 bis 10-umfassende Laufwerk, das wieder, wie in Fig. 2 und 3 mit einer strichpunktierten Linie angezeigt, mit einem Steigrad --11-- in getrieblicher Verbindung steht. Letzteres arbeitet in an sich bekannter Weise mit einem Anker--12--zusammen, der auf einem Zapfen--13--pendelbar lagert. Zum Infunktionsetzen des Selbstauslösegeräts bzw. Sperren des Laufwerks--8 bis 10-dient eine dem Pendelanker --12-- zugeordnete Schalttaste --14--, die, wie in Fig. 2 gezeigt, den Anker entweder am Steigrad--11-andrückt oder aber gemäss Fig. 3 zur Ausführung von Pendelbewegung freistellt.
Das Ritzel --7-- der Spann- und Antriebswelle --6-- steht mit einer Zahnstange-16in Eingriff, die dem Antrieb des in einem Rohrstück--la--axial und entgegen der Wirkung einer Rückstellfeder beweglichen Auslösestössels --2-- dient. Die Zahnstange --16-- ist mittels Stifte - 17-in einem in der Platine --3-- vorgesehenen Schlitz --18-- geführt, wobei die geometrische Zuordnung dieses Schlitzes zum Auslösestössel --2-- so gewählt ist, dass die Zahnstange während ihrer Vorschubbewegung zunächst eine allmähliche, in der Endphase der Vorschubbewegung schliesslich vermittels der Abkrümmung des Schlitzendes eine so starke seitliche Relativverschiebung erfährt, dass Zahnstange und Ausösestössel ausser Eingriff kommen.
Zur Übertragung der Schubkraft auf den Auslösestössel --2-- dient eine in Fig. 6 perspektivisch dargestellte Schubklinke-19--, die einenends mittels eines Zapfens --20-- drehbar auf der Zahnstange gelagert und andernends mit einem abgebogenen Lappen--19a--versehen ist, der bei der Vorschubbewegung der Zahnstange - -16-- den Auslösestössel --2-- vor sich herschiebt. Eine Stift-Schlitz-Verbindung --21,19b-ist dazu vorgesehen, den Schwenkbereich der zapfengelagerten Schubklinke--19--, auf welche eine sowohl an ihr als auch an der Zahnstange --16-- angreifende Windungsfeder --22-- einwirkt, zu begrenzen.
Was die Ausbildung und Anordnung der Windungsfeder--22-anbetrifft, so ist diese so zu wählen, dass sie die Schubklinke --19-- während der Vorwärtsbewegung der Zahnstange-16-- in einer bestimmten, in Fig. 2 und 3 veranschaulichten Lage hält, aus der die Klinke nur unter Überwindung der Federkraft Relativbewegungen entgegen dem Uhrzeigersinn um den Zapfen--20- gegenüber der Zahnstange --16-- auszuführen vermag.
Mit dem vorbeschriebenen Stösselantrieb arbeitet eine elektromagnetisch-mechanische Sperrvorrichtung zusammen, die einen auf einem ortsfesten Zapfen ---24-- schwenkbar gelagerten Hebel--25--sowie einen an diesem einenends angelenkten Anker --26-- aufweist, dem ein im Schaltkreis einer nachstehend noch näher beschriebenen elektronischen Zeitbildungseinrichtung liegender Elektromagnet--27--zugeordnet ist. Der zweiarmige Ankerhebel!-25-ist andernends hakenförmig ausgebildet und mit Bezug auf das Laufwerk-8 bis 10-so angeordnet, dass beim Anlegen des Ankers --26-- am Elektromagneten --27-- das hakenförmige Gebilde in die Bewegungsbahn eines seitlich am Zahnrad --10-- angeordneten Sperrstifts --10a-- zu liegen kommt.
Zur Beeinflussung durch die Schubklinke --19-- ist an dem unter der Wirkung einer Feder --28-- stehenden Ankerhebel --25-- ein als Gleitfläche ausgebildeter Lappen --25a-vorgesehen, an dem die Nase-19c--der Schubklinke-19-während des Bewegungsablaufs des Stösselantriebs anläuft und damit auf mechanische Weise den Anker --26-- am Elektromagneten - -27-- zwangsläufig zur Anlage bringt. Zugleich wird hiebei der im Bewegungsbereich des Ankerhebels --25-- liegende Schalter --S1-- betätigt, wodurch die in Fig. 4 dargestellte Schaltung
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einer elektronischen Zeitbildungseinrichtung an Batteriespannung gelegt wird. Die der Steuerung der elektromagnetisch-mechanischen Sperreinrichtung dienende Zeitbildungseinrichtung kann als Transistor-Kippschaltung ausgebildet sein.
Diese wieder umfasst einen elektronischen, aus Transistoren und Widerständen gebildeten Schalter-28-, einen Kondensator-C-sowie ein der Zeitbestimmung dienendes Potentionmeter--29--, auËerdem einen zur Bestimmung des Schwellenwertes der Schaltung vorgesehenen weiteren regelbaren Widerstand--30--. Während der Schalter--Si--, wie vorstehend bereits dargelegt, dazu dient, die vorbeschriebene Schaltung in den Stromkreis einer Batterie--B--zu legen, leitet der Schalter --S2 -- mit dem Öffnen, was das Anlaufen der Zahnstange--16--bewirkt, die Funktion der Zeitbildungseinrichtung ein. Mittels eines im Gehäuse --1-- drehbar gelagerten Stellknopfes --31-- ist das Potentiometer-29einstellbar.
Je nach Voreinstellung dieses Parameters erfolgt die Durchsteuerung der vorbeschriebenen elektronischen Schaltung, gemessen vom Zeitpunkt der Betätigung des Schalter--S2--, früher oder später.
Die Arbeitsweise des beispielsweise an den Drahtauslöseranschluss einer mit B-Einrichtung ausgestatteten Kamera ansetzbaren Selbstauslösegeräts ist im einzelnen wie folgt :
Befindet sich das Auslösegerät in Spannstellung gemäss Fig. 2, blockiert die Schalttaste --14-- das mit Pendelanker--12--und Steigrad--11--in getrieblicher Verbindung stehende Laufwerk - 8 bis 10--. Wird die schalttaste --14-- betätigt und diese in die Stellung gemäss Fig. 3 bewegt, werden Pendelanker, Steigrad und Laufwerk zum Ablauf freigegeben, wobei sich die Zahnstange --16-- den Auslösestössel --2-- vor sich her schiebend nach rechts bewegt.
Während dieses Bewegungsvorgangs läuft die Nase--19c--der Schubklinke--19--an dem als schräge Gleitfläche ausgebildeten Lappen-25a--des Ankerhebels-25-an und bringt, wie Fig. 3 veranschaulicht, den Anker --26-- am Elektromagneten --27-- zur Anlage und damit zugleich das hakenförmige Ende des Ankerhebels--25--in den Bewegungsbereich des Stiftes --10a--. Ausserdem wird beim Anlegen des Ankers --26-- am Elektromagnet --27-- der Schalter --S1-- betätigt und infolgedessen die elektronische Zeitbildungseinrichtung an Batteriespannung gelegt.
Dies wieder hat den Aufbau eines Magnetfelds im Elektromagnet--27--zur Folge, so dass der Anker--26--auch nach Übergleiten der Schubklinke --19-- über den Lappen --25a-- am Magnet in Anlage gehalten wird. Bevor das Laufwerk--8 bis 10-- beim Anlaufen des Stiftes --10a-- am hakenförmigen Ende des
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Folge hat. Es versteht sich von selbst, dass dann, wenn das Selbstauslösegerät an eine Kamera zur Durchführung von B-Aufnahmen mit selbsttätiger Steuerung der Belichtungszeit angeschlossen ist, die Auslösung des Kameraverschlusses mit der Betätigung des Schalter --S2 -- zusammenfällt.
Am Ende der Durchsteuerung der elektronischen Zeitbildungseinrichtung kommt das Magnetfeld im Elektromagnet --27-- zum Zusammenbruch, worauf der Ankerhebel-25-unter der Einwirkung der Feder--28--in die ursprünglich eingenommene Lage zurückkehrt und damit das Laufwerk-8 bis 10-zum erneuten Bewegungsablauf freigibt.
Auf der kurzen noch verbliebenen Wegstrecke, die von der Zahnstange --16-- bei Beendigung des Zeitbildungsvorgangs noch zurückzulegen ist, gleitet schliesslich der Lappen-19a-der Schubklinke-19-von der Stirnfläche des Auslösestössels --2-- infolge der seitlichen Auslenkung der Zahnstange ab, wodurch der Auslösestössel --2-- unter dem Einfluss der auf ihn einwirkenden, nicht weiter dargestellten Rückstellfeder zur Rückkehr in die Ausgangslage veranlasst wird.
Beim nachfolgenden Spannvorgang, was durch Drehen des Spannknopfes--6a--in der in Fig. 1 angegebenen Pfeilrichtung geschieht, gleitet der Lappen --19a-- solange an dem bereits die Ausgangslage einnehmenden Auslösestössel --2-- entlang, bis er letzten Endes hinter dessen Stirnseite einfällt und damit wieder die in Fig. 2 veranschaulichte Lage einnimmt. Nun ist lediglich noch die Verriegelung des Laufwerks--8 bis 10-durch Betätigen der Taste--14--vorzunehmen.
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