AT286778B - Selbstauslösegerät, das an photographische Kameras ansetzbar ist - Google Patents

Selbstauslösegerät, das an photographische Kameras ansetzbar ist

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Description


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  Selbstauslösegerät, das an photographische Kameras ansetzbar ist 
Die Erfindung betrifft ein Selbstauslösegerät, das an photographische Kameras ansetzbar und mit einem ein mechanisches Laufwerk einschliessenden Stösselantrieb ausgestattet ist, der den Stössel nach Überschreiten einer bestimmten, für die Auslösung der Kamera erforderlichen Wegstrecke selbsttätig zur Rückkehr in die Ausgangslage freigibt. 



   Es ist bereits ein Gerät dieser Gattung bekannt, (siehe deutsche Patentschrift Nr. 1224144), bei dem eine mit einem Laufwerk in getrieblicher Verbindung stehende Zahnstange vorgesehen ist, welche auf einen Stössel einwirkt, der nach Erreichen der Auslösestellung freigegeben wird, und unter der Wirkung einer Rückholfeder in die Ausgangslage zurückkehrt. Diese Art eines Selbstauslösegeräts ist hinsichtlich seiner Anwendung noch gewissen Beschränkungen unterworfen, da es sich ausschliesslich zur Durchführung von Selbstauslöseraufnahmen,   d. h.   zur verzögerten Auslösung der Kamera über ein bestimmtes, von der Einleitung des Auslösezeitpunktes gemessenes Zeitintervall hinweg, eignet. 



   Mit der Erfindung wird der Zweck verfolgt, ein Gerät vorstehender Gattung unter Vermeidung aufwendiger, zusätzlichen Einbauraum beanspruchender Mittel dahingehend zu verbessern, dass dieses zur Durchführung von Selbstauslöseraufnahmen und/oder zur Steuerung der Belichtungsdauer bei Durchführung von Aufnahmen mit ultralanger Belichtungszeit Anwendung finden kann. Um dieses Ziel zu erreichen wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, dass eine synchron mit der Auslösung der Kamera wirksam werdende, die Ablaufbewegung des Stösselantriebs unterbrechende elektromagnetischmechanische Sperrvorrichtung aufweist, der eine sie steuernde, die Dauer der Unterbrechung des Stösselantriebs bestimmende elektronische Zeitbildungseinrichtung zugeordnet ist. 



   In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist ferner vorgesehen, dass am Stösselantrieb Mittel vorgesehen sind, die während der Vorschubbewegung des Auslösestössels den Anker der elektromagnetisch-mechanischen Sperrvorrichtung an einen Elektromagneten zwangsläufig zur Anlage, ferner eine auf das Laufwerk einwirkende Sperre in Sperrlage bringen. 



   Eine sowohl in konstruktiver als auch in funktioneller Hinsicht vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemässen Anordnung ergibt sich dadurch, wenn die elektromagnetisch-mechanische Sperrvorrichtung einen Anker tragenden Hebel umfasst, der beim Anlegen des Ankers an den Elektromagneten zugleich in eine sperrend in den Bewegungsablauf des Laufwerks eingreifende Lage überführt wird. 



   Zur Gewährleistung eines sicheren Funktionsablaufs wird nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgeschlagen, dass der Stösselantrieb eine Zahnstange aufweist, die eine sowohl auf den Auslösestössel als auch auf den Anker einwirkende Schubklinke trägt. Ausserdem sieht die Erfindung zum Zwecke der Vereinfachung der Steuerung des Geräts vor, dass der Ankerhebel der elektromagnetisch-mechanischen Sperrvorrichtung auf einen Schalter zum Anlegen der elektronischen Zeitbildungseinrichtung an Batteriespannung und die Zahnstange des Stösselantriebs auf einen den Zeitbildungsvorgang in der elektronischen Schalteinrichtung einleitenden Schalter einwirkt. 



   In der nachstehenden Beschreibung ist die Erfindung näher beschrieben und in den Zeichnungen an Hand eines Ausführungsbeispiels veranschaulicht. Es   zeigt : Fig. 1   das Selbstauslösegerät in perspektivischer Darstellung, Fig. 2 einen Blick in das Innere des Selbstauslösegeräts, dessen 

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 mechanisches Laufwerk sich in Spannstellung befindet und durch die Auslösetaste blockiert ist, Fig. 3 das Selbstauslösegerät gemäss Darstellung in Fig. 2, wobei das zum Ablauf freigegebene mechanische Laufwerk über den Stösselantrieb den Anker der elektromagnetisch-mechanischen Sperrvorrichtung am Elektromagneten zur Anlage und den den Anker tragenden Hebel in Sperrlage gebracht hat, Fig. 4 ein Schaltbild der der Steuerung der elektromagnetisch-mechanischen Sperrvorrichtung dienenden elektronischen Zeitbildungseinrichtung, Fig.

   5 einen Schnitt durch die Zahnstange gemäss der in Fig. 2 eingezeichneten Schnittlinie I-I und schliesslich Fig. 6 eine perspektivische Darstellung der auf der Zahnstange einseitig ausweichbar gelagerten Schubklinke. 



   In den Zeichnungen ist   mit --1-- das Gehäuse   des Selbstauslösegeräts bezeichnet, in dessen Innenraum zwei Platinen zur Lagerung eines mechanischen Laufwerks sowie zur Führung eines Antriebsmechanismus vorgesehen sind, der den   Auslösestössel --2-- des Geräts betätigt.   Von diesen beiden Platinen ist lediglich die eine   mit--3--bezeichnete   veranschaulicht. Zwischen diesen sind die 
 EMI2.1 
 - angreift. Auf der das Gehäuse durchdringenden   Spann- und Antriebswelle --6-- sitzt   drehfest ein von Hand betätigbarer   Spannknopf--6a--,   der, wie in   Fig. 1   angedeutet, zum überführen des Geräts in Spannstellung in Pfeilrichtung zu drehen ist.

   Mit der   Spannwelle--6--   getrieblich verbunden ist ausser dem   Ritzel --7-- das vorerwähnte,   mehrere   Zahnräder --8   bis 10-umfassende Laufwerk, das wieder, wie in Fig. 2 und 3 mit einer strichpunktierten Linie angezeigt, mit einem Steigrad --11-- in getrieblicher Verbindung steht. Letzteres arbeitet in an sich bekannter Weise mit einem Anker--12--zusammen, der auf einem   Zapfen--13--pendelbar   lagert. Zum Infunktionsetzen des Selbstauslösegeräts bzw. Sperren des Laufwerks--8 bis   10-dient   eine dem Pendelanker --12-- zugeordnete Schalttaste --14--, die, wie in Fig. 2 gezeigt, den Anker entweder am   Steigrad--11-andrückt   oder aber gemäss Fig. 3 zur Ausführung von Pendelbewegung freistellt. 



   Das   Ritzel --7-- der Spann- und Antriebswelle --6-- steht   mit einer Zahnstange-16in Eingriff, die dem Antrieb des in einem Rohrstück--la--axial und entgegen der Wirkung einer Rückstellfeder beweglichen   Auslösestössels --2-- dient.   Die   Zahnstange --16-- ist   mittels Stifte   - 17-in einem   in der Platine --3-- vorgesehenen Schlitz --18-- geführt, wobei die geometrische Zuordnung dieses Schlitzes zum Auslösestössel --2-- so gewählt ist, dass die Zahnstange während ihrer Vorschubbewegung zunächst eine allmähliche, in der Endphase der Vorschubbewegung schliesslich vermittels der Abkrümmung des Schlitzendes eine so starke seitliche Relativverschiebung erfährt, dass Zahnstange und Ausösestössel ausser Eingriff kommen.

   Zur Übertragung der Schubkraft auf den   Auslösestössel --2-- dient   eine in Fig. 6 perspektivisch dargestellte   Schubklinke-19--,   die einenends mittels eines   Zapfens --20-- drehbar   auf der Zahnstange gelagert und andernends mit einem abgebogenen Lappen--19a--versehen ist, der bei der Vorschubbewegung der Zahnstange   - -16-- den Auslösestössel --2-- vor   sich herschiebt. Eine Stift-Schlitz-Verbindung --21,19b-ist dazu vorgesehen, den Schwenkbereich der zapfengelagerten Schubklinke--19--, auf welche eine sowohl an ihr als auch an der Zahnstange --16-- angreifende Windungsfeder --22-- einwirkt, zu begrenzen.

   Was die Ausbildung und Anordnung der   Windungsfeder--22-anbetrifft,   so ist diese so zu wählen, dass sie die   Schubklinke --19-- während   der Vorwärtsbewegung der   Zahnstange-16--   in einer bestimmten, in Fig. 2 und 3 veranschaulichten Lage hält, aus der die Klinke nur unter Überwindung der Federkraft Relativbewegungen entgegen dem Uhrzeigersinn um den   Zapfen--20-   gegenüber der   Zahnstange --16-- auszuführen   vermag. 



   Mit dem vorbeschriebenen Stösselantrieb arbeitet eine elektromagnetisch-mechanische Sperrvorrichtung zusammen, die einen auf einem ortsfesten Zapfen ---24-- schwenkbar gelagerten   Hebel--25--sowie   einen an diesem einenends angelenkten Anker --26-- aufweist, dem ein im Schaltkreis einer nachstehend noch näher beschriebenen elektronischen Zeitbildungseinrichtung liegender Elektromagnet--27--zugeordnet ist. Der zweiarmige   Ankerhebel!-25-ist andernends   hakenförmig ausgebildet und mit Bezug auf das Laufwerk-8 bis   10-so   angeordnet, dass beim Anlegen des Ankers --26-- am Elektromagneten --27-- das hakenförmige Gebilde in die Bewegungsbahn eines seitlich am Zahnrad --10-- angeordneten Sperrstifts --10a-- zu liegen kommt.

   Zur Beeinflussung durch die   Schubklinke --19-- ist   an dem unter der Wirkung einer Feder   --28--   stehenden Ankerhebel --25-- ein als Gleitfläche ausgebildeter Lappen --25a-vorgesehen, an dem die Nase-19c--der Schubklinke-19-während des Bewegungsablaufs des Stösselantriebs anläuft und damit auf mechanische Weise den Anker --26-- am Elektromagneten   - -27-- zwangsläufig   zur Anlage bringt. Zugleich wird hiebei der im Bewegungsbereich des Ankerhebels --25-- liegende Schalter --S1-- betätigt, wodurch die in Fig. 4 dargestellte Schaltung 

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 einer elektronischen Zeitbildungseinrichtung an Batteriespannung gelegt wird. Die der Steuerung der elektromagnetisch-mechanischen Sperreinrichtung dienende Zeitbildungseinrichtung kann als Transistor-Kippschaltung ausgebildet sein.

   Diese wieder umfasst einen elektronischen, aus Transistoren und Widerständen gebildeten   Schalter-28-,   einen Kondensator-C-sowie ein der Zeitbestimmung dienendes   Potentionmeter--29--, auËerdem   einen zur Bestimmung des Schwellenwertes der Schaltung vorgesehenen weiteren regelbaren   Widerstand--30--. Während   der   Schalter--Si--,   wie vorstehend bereits dargelegt, dazu dient, die vorbeschriebene Schaltung in den Stromkreis einer   Batterie--B--zu   legen, leitet der   Schalter --S2 -- mit   dem Öffnen, was das Anlaufen der Zahnstange--16--bewirkt, die Funktion der Zeitbildungseinrichtung ein. Mittels eines im   Gehäuse --1-- drehbar   gelagerten   Stellknopfes --31-- ist   das Potentiometer-29einstellbar.

   Je nach Voreinstellung dieses Parameters erfolgt die Durchsteuerung der vorbeschriebenen elektronischen Schaltung, gemessen vom Zeitpunkt der Betätigung des   Schalter--S2--, früher   oder später. 



   Die Arbeitsweise des beispielsweise an den Drahtauslöseranschluss einer mit B-Einrichtung ausgestatteten Kamera ansetzbaren Selbstauslösegeräts ist im einzelnen wie folgt :
Befindet sich das   Auslösegerät   in Spannstellung gemäss Fig. 2, blockiert die   Schalttaste --14--   das mit Pendelanker--12--und Steigrad--11--in getrieblicher Verbindung stehende Laufwerk   - 8   bis 10--. Wird die   schalttaste --14-- betätigt   und diese in die Stellung gemäss Fig. 3 bewegt, werden Pendelanker, Steigrad und Laufwerk zum Ablauf freigegeben, wobei sich die Zahnstange --16-- den Auslösestössel --2-- vor sich her schiebend nach rechts bewegt.

   Während dieses Bewegungsvorgangs läuft die Nase--19c--der Schubklinke--19--an dem als schräge Gleitfläche ausgebildeten   Lappen-25a--des Ankerhebels-25-an   und bringt, wie Fig. 3 veranschaulicht, den   Anker --26-- am Elektromagneten --27-- zur Anlage   und damit zugleich das hakenförmige Ende des   Ankerhebels--25--in   den Bewegungsbereich des   Stiftes --10a--. Ausserdem   wird beim Anlegen des Ankers --26-- am Elektromagnet --27-- der Schalter --S1-- betätigt und infolgedessen die elektronische Zeitbildungseinrichtung an Batteriespannung gelegt.

   Dies wieder hat den Aufbau eines Magnetfelds im   Elektromagnet--27--zur   Folge, so dass der   Anker--26--auch   nach Übergleiten der   Schubklinke --19-- über   den   Lappen --25a-- am   Magnet in Anlage gehalten wird. Bevor das Laufwerk--8 bis   10-- beim Anlaufen   des   Stiftes --10a-- am hakenförmigen   Ende des 
 EMI3.1 
 Folge hat. Es versteht sich von selbst, dass dann, wenn das Selbstauslösegerät an eine Kamera zur Durchführung von B-Aufnahmen mit selbsttätiger Steuerung der Belichtungszeit angeschlossen ist, die Auslösung des Kameraverschlusses mit der Betätigung des   Schalter --S2 -- zusammenfällt.   



   Am Ende der Durchsteuerung der elektronischen Zeitbildungseinrichtung kommt das Magnetfeld im   Elektromagnet --27-- zum   Zusammenbruch, worauf der   Ankerhebel-25-unter   der Einwirkung der Feder--28--in die ursprünglich eingenommene Lage zurückkehrt und damit das Laufwerk-8 bis 10-zum erneuten Bewegungsablauf freigibt.

   Auf der kurzen noch verbliebenen Wegstrecke, die von der   Zahnstange --16-- bei   Beendigung des Zeitbildungsvorgangs noch zurückzulegen ist, gleitet schliesslich der   Lappen-19a-der Schubklinke-19-von   der Stirnfläche des   Auslösestössels --2-- infolge   der seitlichen Auslenkung der Zahnstange ab, wodurch der   Auslösestössel --2-- unter   dem Einfluss der auf ihn einwirkenden, nicht weiter dargestellten Rückstellfeder zur Rückkehr in die Ausgangslage veranlasst wird.

   Beim nachfolgenden Spannvorgang, was durch Drehen des   Spannknopfes--6a--in   der in   Fig. 1   angegebenen Pfeilrichtung geschieht, gleitet der   Lappen --19a-- solange   an dem bereits die Ausgangslage einnehmenden Auslösestössel --2-- entlang, bis er letzten Endes hinter dessen Stirnseite einfällt und damit wieder die in Fig. 2 veranschaulichte Lage einnimmt. Nun ist lediglich noch die Verriegelung des Laufwerks--8 bis 10-durch Betätigen der Taste--14--vorzunehmen. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Selbstauslösegerät, das an photographische Kameras ansetzbar und mit einem ein mechanisches Laufwerk einschliessenden Stösselantrieb ausgestattet ist, der den verschiebbaren Stössel nach Überschreiten einer bestimmten, für die Auslösung der Kamera erforderlichen Wegstrecke selbsttätig zur Rückkehr in die Ausgangslage freigibt, dadurch gekennzeichnet, dass das Gerät eine synchron mit der Auslösung der Kamera wirksam werdende, die Ablaufbewegung des Stösselantriebs (4 <Desc/Clms Page number 4> bis 20) unterbrechende elektromagnetisch-mechanische Sperrvorrichtung (24 bis 27) aufweist, der eine sie steuernde, die Dauer der Unterbrechung des Stösselantries bestimmende elektronische Zeitbildungseinrichtung (28) zugeordnet ist.
    EMI4.1 dassStösselantrieb (4 bis 20) Mittel vorgesehen sind, die während der Vorschubbewegung des Auslösestössels (2) den Anker (26) der elektromagnetisch-mechanischen Sperrvorrichtung (24 bis 27) an einem Elektromagneten (27) zwangsläufig zur Anlage, ferner eine auf das Laufwerk (8 bis 10) einwirkende Sperre (25) in Sperrlage bringen. EMI4.2 dasselektromagnetisch-mechanische Sperrvorrichtung (24 bis 27) einen den Anker (26) tragenden Hebel (25) umfasst, der beim Anlegen des Ankers an den Elektromagneten (27) zugleich in eine sperrend in den Bewegungsablauf des Laufwerks (8 bis 10) eingreifende Lage überführt wird. EMI4.3 dass der Stösselantrieb (4 bis 20) eine Zahnstange (16) aufweist, die eine sowohl auf den Auslösestössel (2) als auch auf den Anker (26) einwirkende Schubklinke (19) trägt.
    EMI4.4 dass(Si) zum Anlegen der elektronischen Zeitbildungseinrichtung (28) an Batteriespannung und die Zahnstange (16) des Stösselantriebs (4 bis 20) auf einen den Zeitbildungsvorgang in der elektronischen Schalteinrichtung einleitenden Schalter (S2) einwirkt.
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