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Rost für einen Schachtofen od. dgl.
Die Erfindung betrifft einen Rost für einen Schachtofen od. dgl. mit kreisförmigem Querschnitt, mit Ablenkern oberhalb eines mit Öffnungen versehenen Bodens, wobei die Öffnungen radial gerichtete Sei- tenkanten aufweisen, und mit radialen Austragsschiebern zwischen den Ablenkern und dem Boden, die durch einen Antrieb um einen zentralen Drehpunkt hin-und herbewegt werden.
In verschiedenen Industriezweigen werden aufrechte Behälter verwendet, die gemeinhin Schachtoder Vertikalöfen, Schachtgeneratoren od. dgl. genannt werden, abhängig davon, welches Material behandelt werden soll. Bei allen diesen Behältern wird pulverförmiges Material durch den Behälter mittels der Schwerkraft hindurchbewegt. Solche Behälter haben sich zum Brennen oder Kalzinieren von Kalk, für das Verkoken von Kohle, zum Brennen von Magnesit, Dolomit usw. als brauchbar erwiesen. Meist ist eine Einrichtung zum gleichmässigen Einbringen von körnigem oder pulverförmigem Material und eine tiefer liegende Austrageeinrichtung vorgesehen.
So ist bereits eine Vorrichtung zum Austragen von stuckigem Gut aus Schachtöfen bekannt, bei der oberhalb einer mit sektorförmigen Durchfallöffnungen versehenen Bodenpla tte zur Entlastung des Austrageorgans zwei in verschiedenen Höhen zwischen Schachtwand und Verteilerkörper angeordnete Reihen von sattelförmigen radialen Entlastungsrippen vorgesehen sind, von denen die Entlastungsrippen der oberen Reihe oberhalb der sektorförmigen Durchfallöffnungen und die Entlastungsrippen der unteren Reihe über den Austrageorganen dergestalt angeordnet sind, dass die unteren Entlastungsrippen, in der senkrechten Projektion gesehen, den freien Querschnitt zwischen den oberen Entlastungsrippen im wesentlichen ausfüllen.
Erfindungsgemäss wird nun vorgeschlagen, dass die Ablenker eine zentrale, kreisförmige Fläche und mindestens einen daran anschliessenden, mit der Kreisfläche konzentrischen Ring bilden, dass in der Kreisfläche eine erste Serie und imRing eine zweite Serie von Ausnehmungen angeordnet ist, wobei die Gesamtfläche der Ausnehmungen in diesem mindestens einen Ring, wesentlich grösser als die Gesamtfläche der Ausnehmungen in der Kreisfläche ist, dass die Austragsschieber auf einem zentralen Lagerbolzen angeordnet sind und je einer unter jeder Ausnehmung in der Kreisfläche bzw. in dem Ring, vorzugsweise in den Ringen, angebracht ist, wobei jeder Austragsschieber schmäler als die dazugehörige Ausnehmung ist und wobei die Austragsschieber miteinander durch Verbindungen verbunden sind.
Dadurch, dass bei der Erfindung die Ablenker eine zentrale, kreisförmige Fläche und daran anschliessende, konzentrische Ringe bilden, können in jedem Bereich die Zahl und die Grösse der Ausnehmungen der linearen Geschwindigkeit der Austragsschieber angepasst werden. Es lässt sich durch die Erfindung auch bei Öfen mit grösserem Querschnitt ein gleichmässiger Materialfluss erreichen, was bei den bekannten Vorrichtungen auch bei kleineren Querschnitten nur angenähert erreicht werden kann.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnungen beispielsweise beschrieben. Fig. l zeigt eine perspektivische Ansicht des Rostes gemäss der Erfindung im Schnitt, Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf den Rost nach Fig. 1 ; Fig. 3 stellt im Querschnitt ein vergrössertes Detail eines Rostes nach der Erfindung dar ; Fig. 4 ist ein Querschnitt einer abgeänderten Ausführungsform des Rostes nach der Erfindung und Fig. 5 ist eine perspektivische Teilansicht eines Rostes gemäss der Erfindung, die die Abnahme der Höhe der Austragleiste vom zentralen, kreisförmigen Teil nach aussen zeigt.
Bei der gezeigten Ausführungsform ist eine senkrechte, zylindrische Wand --10-- vorgesehen, die
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an ihrem unteren Ende einen konischen Teil--12-- aufweist, wobei ein zentraler, verschliessbarer Auslass --14-- an der Spitze des Kegels angeordnet ist. Die Höhe des Ofens (oberhalb des Rostes) wird durch die gewünschte Behandlung bestimmt. Ein Rost --16-- ist im unteren Teil des Ofens angeordnet und besteht aus einer Gruppe von in Abstand zueinander angeordneten Platten, welche abgesetzte Öffnungen aufweisen, um eine direkte Entleerung in vertikaler Richtung infolge der Schwerkraft zu verhindern.
Der Rost kann auf Trägern --18 und 20--, die vorzugsweise als I-Träger ausgebildet sind, angeordnet sein (welche zur Verdeutlichung in Fig. 2 strichliert angedeutet sind), die den konischen Teil --12-- durchsetzen. Die Träger können daher sowohl das Gewicht des Rostes als auch das der auf dem Rost angeordneten Charge tragen. Der Rost besitzt Ablenker, die oberhalb eines mit Öffnungen versehenen Bodens angeordnet sind. Wie man aus den Zeichnungen erkennen kann, wird durch die Ablenker --22, 26-- eine zentrale, kreisförmige Fläche gebildet, wobei jeweils zwischen den Ablenkern --22 und 26-- eine dreieckigeAusnehmung --30-- vorgesehen ist. Die Ablenker --22-- sind mit Ablenkern-23, 24- und die Ablenker --26-- mit Ablenkern --27, 28-- verbunden.
Die Ablenker --23, 24, 27, 28- bilden einen zur Kreisfläche konzentrischen Ring, wobei hier zwischen den einzelnen Ablenkern Ausnehmungen --25, 29 und 32-- vorgesehen sind.
Die zentrale kreisförmige Fläche enthält fünf Ablenker und fünf Ausnehmungen, der äussere Ring hingegen zehn Ablenker und zehn Ausnehmungen.
Der kreisförmige Boden --35-- mit seinen Öffnungen ist so angeordnet, dass jeweils eine Öffnung unterhalb eines Ablenkers und ein Bodenteil unterhalb einer Ausnehmung liegt.
Eine Reihe von radial verlaufenden Austragsschiebern sind beweglich um eine nicht gezeichnete, zentrale Lagerbolzenbefestigung im Zentrum des Ofens angeordnet. Wie in Fig. 2 gezeigt ist, erstrecken sich die Austragsschieber --38-- von der Ofenwand zum Drehpunkt im Mittelpunkt des Ofens und die Austragsschieber --39-- von der Ofenwand zu einer Verbindung --40--. Die Austragsschieber sind abwechselnd um den Rost herum angeordnet, so dass je einer unter jeder Ausnehmung --25, 29, 30-- in der Kreisfläche bzw. im Ring angeordnet ist. Die äusseren Enden der Schieber sind auf einem zusätzlich zur Verbindung --40-- angebrachten äusseren Ring --41-- montiert, um die Stabilität der Schieber zu gewährleisten.
Die Schieber können mittels eines hydraulischen Zylinders --42-- oder irgendeines andern Mechanismus betätigt werden, welcher sie um den zentralen Drehpunkt verschwenkt. Ein hydraulischer Zylinder stellt einen günstigen Antrieb dar, weil er (mit etwas Totgang zur Einstellung kleinerer Lagekorrekturen) zwischen zwei Schiebern angebracht werden kann. Beim Antrieb durch derartige Zylinder werden die Schieber quer über die Ausnehmung hin-und herbewegt, unter welcher sie angebracht sind, Der Zylinder --42-- ist mit einer Kolbenstange --43-- ausgestattet, welche an einem Schieber --39-befestigt ist ; die gegenüberliegende Kolbenstange --44-- ist am nächsten benachbarten Schieber-38- befestigt.
Beim Betrieb der Anlage bewegen sich in den Ofen eingebrachte pulverförmige Feststoffe durch die Ausnehmungen zwischen den Ablenkern und bleiben auf Teilen des Bodens liegen. Durch die Hin- und Herbewegung der Austragsschieber werden die Feststoffe dann entfernt.
DasDetail gemäss Fig. 3 zeigt die Anordnung derAblenker und des darunter angeordneten Teiles des Bodens. Die Ablenker --23a und 24a-- sind flache Platten und im Abstand voneinander angebracht, wobei unterhalb der Bodenteil --36a-- vorgesehen ist. Der Austragsschieber --39-- sitzt auf dem Bodenteil --36a-- auf und wird über die Schubstange --43-- von einem Antrieb bewegt. In manchen Fällen kann es wünschenswert sein, die verschiedenen Ablenker und ihre entsprechenden Bodenteile in verschiedenen Höhenlagen anzuordnen, beispielsweise kann es vorteilhaft sein, den äusserenRostabschnitt in einer andern Höhenlage als den inneren Rostabschnitt vorzusehen.
In der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform sind die Ablenker --50 und 51-- als Winkel und nicht - wie bisher gezeigt-als flacheplatten ausgebildet. In einigen Fällen kann es wünschenswert sein, dass sich die gewinkelten Platten vom Mittelpunkt aus radial zur Ofenwand erstrecken, anderseits kann es auch vorteilhaft sein, in der Mitte flache Platten und aussen gewinkelte Platten oder umgekehrt anzuordnen. Ein Austragsschieber --53-- ist auf Rollen --54-- auf dem Bodenteil --36a-- angeordnet und eine von einem Antrieb betätigte Schubstange --43a-- bewegt den Schieber auf diesem Teil unterhalb der Ablenker --50 und 51-- hin und her.
Bei dieser Ausführungsform kann es auch vorteilhaft sein, die verschiedenen Ablenker in verschiedenen Höhenlagen quer über die Ausdehnung des Ofens anzuordnen, um für das zu behandelnde Material verschiedene Variationsmöglichkeiten zu haben.
Wenn es notwendig ist, das sich im Behälter bewegende Bett aus Feststoffen mit einem strömenden Medium in Kontakt zu bringen, kann eine Dichtung über der Bodenöffnung --14-- angebracht und das Medium in denkonischenBoden-12-- eingebracht werden. Zusätzlich kann man unterhalb der Ablenker
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