AT28290B - Verfahren zur Herstellung künstlicher Fäden. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung künstlicher Fäden.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung künstlicher Fäden. 
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 eine Ausscheidung des Kaseins erfolgt. 



   Die englische Patentschrift Nr. 6700 vom Jahre 1898 betreffend Darstellung von Kunstseide aus Gelatine erwähnt zwar in der Beschreibung nebenbei auch schon,   didj   Kasein zur Bereitung von Kunstseide benutzt werden kann. Der dort angegebene Weg dazu ist der, dass das Kasein in gleichen Teilen Eisessig gelöst und dann in Form   dinnfi   Fäden auf ein fortlaufendes Tuch gepresst wird, auf welchem der Eisessig verdunstet. So   hergestellte Fäden haben, ganz abgesehen davon, dass sie äusserst schwer   von der Unter- 
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 verlassen ist. Der Unterschied jenes Verfahrens von vorliegender Erfindung, wo Kaseinlösungen auf nassem Wege gefällt worden, ist sofort in die Augen fallend. 



   Zur Ausführung vorliegender Erfindung sind verschiedene Wege möglich. Erstens 
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 Handelsware in der wässerigen Lösung einer Base,   womit ps lösliche Sal    bildet, zu einer fadenziehenden dicken Flüssigkeit mit oder ohne Erwärmen auflösen und dann diese Lösung in ein Bad verdünnter Säure oder eines sauren Salzes pressen. woraus die entstehenden Kaseinfiiden wie   bekannt versponnen werden. Als Hasen   zum Zwecke, das Kasein in Lösung zu bringen, kommen hauptsächlich Kalihydrat. Natronhydrat, Ammoniak, Kalkhydrat, Amin oder Ammoniumbasen in Betracht. Die zu einer dicken fadenziehenden Lösung nötige Menge dieser Basen sowie auch die des Wassers richtet sich ganz nach der   Qualität   des aufzulösenden Kaseins.

   Selbstredend bedarf es bei den fertigen Verbindungen des Kaseins mit diesen   ases,   die als wasserlösliches Kasein im Handel sind, nur der   nötigen   Menge Wasser. 
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   Säuren   oder sauren Salze in Betracht, die mit der zur Lösung dos Kaseins angewandten Base lösliche Verbindungen eingehen. Die Konzentration des   Fällbades kann beliebig   gewählt werden, meistens empfiehlt es sich, die Säuren mit irgendeiner leichten Flüssigkeit, z.   B. Methylalkohol, Äthylalkohol   oder dgl. zu verdünnen, auch kann man dem   Säurebade   Formalin zugeben. 



   Zweitens gibt jedes   Kasein auch mit   vielen konzentrierten   Säuren,   z. B. konzentrierter   Schwefelsäure   oder manchen konzentrierten   Salzìösungen,   z. B. Chlorzink und ähnlichen sehr gute fadenziehende Lösungen. Presst man diese Lösungen in ein Wasserbad oder in verdünnte wässerige Lösungen von Säuren, Basen oder Salzen, so scheidet sich das Kasein wieder   als unlöslich   ab und können nach dem Auswaschen diese entstandenen Fäden wie vorher verponnen werden. 



   Drittens endlich gibt   liasein   mit   Glyzerin   und wenig Wasser, wenn nötig unter 
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 Drucke   gepresst,   ebenfalls   fadonartige   Gebilde liefert, Diese Fäden führt man am besten durch ein indifferentes   alkoholisches   Bad. Diese letztere Art kommt hauptsächlich für gröbere Fäden zu Matten u. dgl. in Betracht.-
In allen   Fällen   werden die erhaltenen Fäden durch Formaldehyd nachgehärtet, soweit man nicht vorzieht, diesen dem   Fällbade   gleich zuzusetzen. Auch kann man die Fäden mit irgendeinem anderen für   Eiweissstoffe   bekannten   Denaturierungsmittel nachhärten   und gegen Feuchtigkeit beständig machen. Viele dieser Chemikalien, z. B.

   Gerbsäure, Chromsäure und deren Salze kann man den fadenziehenden Lösungen in gewissen Grenzen gleich untermischen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung künstlicher Fäden aus einer beliebigen Kaseinlösung, welche aus Spinndüsen ausfliessen gelassen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die auf diese bekannte Art erhaltenen Fäden in der bei der Herstellung von Kunstseide aus Zellulose und deren Derivaten gebräuchlichen Art in ein Fällbad geleitet werden.
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