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Verfahren zur Herstellung von 2, 6-Dichlor-4-nitro-benzamid
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Benzamids, das zur Behandlung einer Geflügelerkrankung wertvoll ist, u. zw. des 2, 6-Dichlor-4-nitrobenzamids.
Ziel der Erfindung ist daher die Bereitstellung von 2, 6-Dichlor-4-nitrobenzamid aus 2, 6-Dichlor- - 4-nitroanilin.
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Alkalinitrit unter Diazotierungsbedingungen behandelt, auf das dabei entstandene 2, 6-Dichlor-4-nitrobenzoldiazoniumsalz Cyanidionen in Gegenwart von wasserlöslichen Nickelsalzen einwirken lässt und das erhaltene 2, 6-Dichlor-4-nitrobenzonitril mit Mineralsäure unter Bildung von 2, 6-Dichlor-4-nitrobenz- amid hydrolysiert.
Diese Reaktionsfolge kann wie folgt dargestellt werden :
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In diesem Schema bedeutet X'ein Anion einer starken Mineralsäure.
In der ersten Stufe der Synthese wird 2, 6-Dichlor-4-nitroanilin durch Umsetzung mit einem Alkalinitrit. wie beispielsweise Natrium-oder Kaliumnitrit, unter Diazotierungsbedingungen in das Diazoniumsalz übergeführt. Die Diazotierung wird durchgeführt, indem die Reaktionskomponenten bei niedrigen Temperaturen in Gegenwart einer starken Mineralsäure, wie beispielsweise Schwefelsäure oder Salzsäure, in innigen Kontakt gebracht werden. Reaktionstemperaturen zwischen etwa -10 und +10 C sind geeignet und gute Ergebnisse werden durch Durchführung der Diazotierung unter diesen Bedingungen während 1 bis 5 h erhalten.
Das so erhaltene 2,6-Dichlor-4-nitrobenzoldiazoniumsalz lässt sich leicht direkt ohne Isolierung durch Umsetzung mit Cyanidion in einem wässerigen Medium und in Gegenwart eines geeigneten Katalysators in 2,6-Dichlor-4-nitrobenzonitril überführen. Es ist zweckmässig, ein Alkalicyanid, wie beispielsweise Natrium- oder Kaliumcyanid, als Quelle für Cyanidionen zu verwenden. Der bevorzugte Ka-
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talysator ist Nickelchlorid, doch können auch andere wasserlösliche Nickelsalze gewünschtenfalls verwendet werden. Beste Ergebnisse werden erhalten, wenn die Überführung des Diazoniumsalzes in das Nitril bei einem pH-Wert von etwa 6 bis 8 bewirkt wird ; die Neutralisation des Reaktionsgemisches mit einem Alkalihydroxyd oder-carbonat ist bevorzugt.
Die Bildung des 2, 6-Dichlor-4-nitrobenzonitrils wird zweckmässigerweise bei Temperaturen von 20 bis 400C durchgeführt. Das gewünschte Produkt ist im wässerigen Reaktionsmedium unlöslich und wird zweckmässigerweise nach an sich bekannten Arbeitsweisen gewonnen und gereinigt.
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zugsweise bei 80 bis 90 C, während etwa 1 bis 3 h vorgenommen.
Es wurde gefunden, dass 2,6-Dichlor-4-nitrobenzamid günstige Eigenschaften als coccidiostatisches Mittel besitzt. Es ist bei der Behandlung oder Verhütung von sowohl den Caecal- als auch Intestinalformen von Geflügelcoccidiosis wirksam, doch ist es zur Bekämpfung der durch E. brunetti bewirkten Intestinalcoccidiose besonders wertvoll.
Das folgende Beispiel erläutert die Erfindung, ohne sie zu beschränken.
Beispiel : 2, 6-Dichlor-4-nitrobenzamid.
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l-Dreihalskolben,gehalten wird. Das Gemisch wird bei 5 bis 100C etwa 3 h gerührt.
Eine Lösung von 85 g Nickelchlorid-hexahydrat in 500 ml Wasser, 175 g Kaliumcyanid in 750 ml Wasser und 475 g Natriumcarbonat in 1250 ml Wasser wird hergestellt. Diese Lösung wird auf etwa 20 OC abgekühlt, und die zuvor hergestellte kalte Diazoniumlösung wird langsam zugegeben. Es erfolgt zuerst ein Aufschäumen und am Ende der Zugabe beträgt die Temperatur des Gemisches etwa 350C. Es wird dann bei Zimmertemperatur über Nacht gerührt und filtriert, und der Niederschlag wird mit Wasser gewaschen und teilweise getrocknet. Diese Festsubstanz wird dreimal durch Dekantieren mit heissem Äther extrahiert und die gesamte Ätherlösung wird filtriert. Durch Verdampfen des Äthers erhält man 94 g einer Festsubstanz, die bei 120 bis 1350C schmilzt.
Durch Erwärmen und Bewegen dieser Festsubstanz mit etwa 200 ml Äther wird etwas Farbe entfernt, wobei 77 g 2, 6-Dichlor-4-nitrobenzonitril vom F. = 138 bis 1400C zurückbleiben. Diese Substanz wird aus 850 ml heissem Äthanol durch Behandlung mit Aktivkohle umkristallisiert, wobei man 48 g des Benzonitrils vom F. = 140 bis 1420C erhält. Durch Einengen des Äthanolfiltrats erhält man weitere 12 g Substanz vom F. = 140 bis 1420C.
Zu 60 ml konzentrierter Schwefelsäure werden 13 g 2, 6-Dichlor-4-nitrobenzonitril zugegeben. Dieses Gemisch wird auf einem Dampfbad zur Erzielung einer Lösung erhitzt, und 1 ml rauchende Schwefelsäure wird zugegeben. Die Lösung wird 2 h auf einem Dampfbad erhitzt und auf Eis gegossen. Das rohe gelbe Produkt, 2, 6-Dichlor-4-nitrobenzamid, wiegt 12,2 g; F. = 188 bis 192 C. Nach Extraktion mit 75 ml heissem Äthanol verbleiben 10, 4 g 2,6-Dichlor-4-nitrobenzamid, das bei 191 bis 1920C schmilzt.